Fritzbox 6490 Bridge - Verständnisproblem bzw. Frage

iAcki

PC-Selbstbauer(in)
Fritzbox 6490 Bridge - Verständnisproblem bzw. Frage

Hi Gemeinde,

ich oute mich jetzt mal als unwissend, bzw. hab ich hierbei noch keine Erfahrungen.
Ich habe bei meiner FritzBox den Bridge-Modus "freigeschaltet" und möchte nun diese mehr oder weniger als Modem benutzen, besser gesagt hätte ich gerne die Dect - Station behalten, will aber gleichzeitig auf die internen Routing-Funktionen verzichten.


Wenn ich das jetzt richtig interpretiert habe, dann lege ich mit der Option "bridge-modus" an (bspw.) Port 2 fest, dass hier an Port 2 das Internet ungefiltert durchgereicht wird (rein wie auch raus) und die Firewall dahinter dann die IP der Fritzbox hat, welche durch den Provider festgelegt wurde? Wenn nun aber an Port 2 das Internet anliegt, dann ist doch weiterhin auf Port 1,3 und 4 das "Netz der Fritzbox"? Demzufolge müsste ja die Fritzbox zwei IPs besitzen. Die erste IP stammt vom Provider und ist meine öffentliche IPv4 und die andere kommt doch von meinem DHCP (bzw. kann ich die ja in den Einstellungen selbst festlegen)?

Ziel ist es wie gesagt, dass meine Fritzbox sich ins Internet einwählt und dieses zeitgleich einfach an Port 2 durchreicht, jedoch weiterhin meine Dect-Telefonie betreibt. Und wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist das doch genau das, was der Bridge-Modus macht?

Ich hoffe, ich habe nicht eine allzu dämliche Frage gestellt und mich blamiert. :ugly:

Gruß Christian
 
AW: Fritzbox 6490 Bridge - Verständnisproblem bzw. Frage

Was der Bridge-Modus macht ist relativ einfach gesagt : Du schaltest die Firewall+Routing KOMPLETT!! aus (für den gewählten Lan-Anschluß) und reichst das I-Net ungefilltert auf den gewählten Anschluß durch und NUR auf diesen . Alles andere läuft "normal" aber ohne I-Net Zugriff außer dein PC/sekundärer Router an dem anschluß übernimmt das Routing .
Telefon funktioniert weiterhin , aber ebenfalls ohne jegliche Firewall da diese wie schon gesagt AUS ist .

Absolut NICHT! zu empfehlen außer eben das der Router tatsächlich NUR als Modem/zum Telefonieren dient und entsprechend abgesicherte Hardware DAHINTER das eigendliche Netzwerk aufbaut . So hast du trotzdem nur EINE IP nach draußen da die Box selbst ja nicht Routet sondern nur durchreicht .

BTW : Deine sogenannte 2. IP ist deine INTERNE Subnetz-IP , die sieht NIEMAND außerhalb deines Heimnetzes und JEDES Gerät in deinem Netzwerk hat seine eigene Interne IP . Und JA die kannst du zuweisen in der Subnetzmaske , macht aber nur dann Sinn wenn du sichergehen willst/must das ein oder mehrere Geräte im Netz immer die gleiche Sub-IP haben .
 
AW: Fritzbox 6490 Bridge - Verständnisproblem bzw. Frage

Hi,

vielen Dank für deine hilfreiche Antwort. :)
Eins verstehe ich noch nicht ganz. Was genau meinst du mit:

Telefon funktioniert weiterhin , aber ebenfalls ohne jegliche Firewall da diese wie schon gesagt AUS ist .

Meinst du damit, dass der Rufnummernfilter nicht mehr funktioniert?

Absolut NICHT! zu empfehlen außer eben das der Router tatsächlich NUR als Modem/zum Telefonieren dient und entsprechend abgesicherte Hardware DAHINTER das eigendliche Netzwerk aufbaut . So hast du trotzdem nur EINE IP nach draußen da die Box selbst ja nicht Routet sondern nur durchreicht .

Ich möchte dahinter das Unifi Security Gateway installieren und darüber den Internetzugriff steuern.

Gruß Christian
 
AW: Fritzbox 6490 Bridge - Verständnisproblem bzw. Frage

Das mit dem Telefon bedeutet das die Telefone von außen HACKBAR sind , sowas wie Telefonlisten/Nummernfilter klappt weiterhin aber es ist nicht mehr SICHER . Sobald die Dinger bekannte Sicherheitslücken haben (und die gibt es bestimmt) sitzen sie offen erreichbar da , was dank Firewall normalerweise kein Problem ist , in DEINEM Fall aber schon da ja die Firewall AUS ist .

Noch dazu ist es für deinen verwendungszweck völlig unnötig das ganze so zu machen .... schließ deinen 2. Router ganz normal an und schalt NUR!! das DHCP in der Fritzbox aus . Dann darf dein anderer Router das Netzwerk steuern (IP-Nummern vergeben z.B.) und alles läuft so wie du es willst OHNE das die Firewall aus ist in der Fritzbox und die Telefone offen im Netz hängen . Vorteil : Dein Netzwerk hat gleich 2 verschiedene HARDWARE-Firewalls die ein Eindringling erstmal knacken müste .

Der Bridge-Modus ist normalerweise dazu gedacht einen EINZELNEN PC ohne "interne IP" Direkt mit dem Netz zu verbinden damit auf das beste Trace-Progi nicht fähig ist zu sehen WIE man ins Netz kommt bzw. um Routing-Probs für z.B. manche Gaming-Server zu vermeiden . Gibt viele Sachen die da manchmal spacken wenn sie nicht direkt mit der externen IP arbeiten können + der Bridge-Mode senkt die Latenzen (Aber nUR bei der Konstellation Router zu nem PC , bei DIR NICHT! )

Und ja ich hab das oen ein wenig anders beschrieben , war mit den Gedanken nicht vollständig bei der Sache und einige Details sind mir erst jetzt wieder eingefallen *g*
 
AW: Fritzbox 6490 Bridge - Verständnisproblem bzw. Frage

Der Bridge-Modus ist normalerweise dazu gedacht einen EINZELNEN PC ohne "interne IP" Direkt mit dem Netz zu verbinden damit auf das beste Trace-Progi nicht fähig ist zu sehen WIE man ins Netz kommt bzw. um Routing-Probs für z.B. manche Gaming-Server zu vermeiden . Gibt viele Sachen die da manchmal spacken wenn sie nicht direkt mit der externen IP arbeiten können + der Bridge-Mode senkt die Latenzen (Aber nUR bei der Konstellation Router zu nem PC , bei DIR NICHT! )

Ich hätte ja gesagt das hinter der Bridge normalerweise ein Router oder eine Firewall steht.
Aber ich würd auch einfach den DHCP ausschalten. Die Firewall der Fritzbox ist so resourcensparend, das merkst du nicht ob die an ist.
Und selbst mit aktivem DHCP wär das halb so wild, angesteckt am WAN vom anderen Gerät wird der sowieso geblockt.

Ich hatte schon vierfache Router-Kaskaden (jeweils eigener DHCP) im Heimbetrieb und hab absolut nichts gemerkt das irgendwas schlechter funktioniert hätte.
 
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AW: Fritzbox 6490 Bridge - Verständnisproblem bzw. Frage

Guten Morgen,

super cool, dass ihr mir auf die Sprünge helft. :)
Das Telefon wäre nicht so mega wichtig für uns, denn eigentlich brauchen wir das nicht mehr. Da es aber da ist, wollte ich es verwenden. Wenn nun aber das Risiko größer wird, nach dem der Bridge-Modus aktiv ist, dann werde ich es verkaufen. Wir haben beide Handys mit Flat und uns ruft eh keiner an, bzw. nutzen wir für die Familie auch unsere Handys, bzw. Facetime. :)
Hinter dem Bridge-Port würde aber eine Firewall hängen, der Security Gateway. Das Produkt hat ja einen integrierten Router und eine sehr geile Firewall, somit hätte ich da keine Bedenken. Wenn ich aber zwei Firewalls hätte, dann müsste ich die Ports ja immer in beiden weiterleiten, das wäre dann schon echt umständlich. Hmmm ....

Gruß Christian
 
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