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Fragen zu USB-Interface

strongstancer

Komplett-PC-Käufer(in)
Hallo Leute,

ich bin gerade dabei, mir einen neuen PC zusammenzustellen. Dafür habe ich einige Fragen, was die Audiolösung angeht. Zunächst mal meine Vorstellungen diesbezüglich:

Ich möchte meinen PC für verschiedene Zwecke nutzen. Hauptsächlich soll es ein Gaming-PC werden, allerdings will ich auch ein kleines Heimkino einrichten und mein E-Piano darüber hören bzw. aufnehmen können. Angeschlossen werden muss also folgendes:

- Kopfhörer: entweder mit 3,5mm oder 6,3mm Klinken-Anschluss, da ich mich noch nicht für ein Modell entschieden habe und ggf. Flexibel sein möchte. Ein Klinken-Adapter von 6,3mm auf 3,5mm ist bereits vorhanden.
- Mikrophon: XLR oder Klinke, auch hier steht noch nicht fest, welches es wird, aber auch hier würde ich gerne flexibel sein
- E-Piano: 2xXLR, 2xMono-Klinke, Stereo-Klinke, Midi vorhanden, da ich das E-Piano aber gelegentlich auch nur mit Boxen, also ohne den PC brauche, am besten über 2xXLR
- (zukünftig) AVR mit digitalem (/optischen) Eingang mit angehängter 7.1/7.2 Soundanlage

Spiele-Sound möchte ich dabei sowohl als Surround-Simulation über die Kopfhörer hören können, als auch als echten Surround über die 7.1 Anlage.
Das E-Piano möchte ich über Kopfhörer und Anlage im Stereo-Modus hören können.
Film-Sound soll ausschließlich über die Anlage laufen.

Ich besitze bereits eine Xonar Phoebus, die ich in den neuen PC einbauen könnte. Darüber habe ich allerdings hohe Latenzen, wenn ich das E-Piano anschließe. Dementsprechend musste ich bisher immer aufwändig die Kopfhörer zwischen PC und E-Piano umstecken, wodurch ich eben immer nur eins von beiden hören konnte.

Ich würde mir jetzt dazu ein USB-Audio Interface zulegen, wo ich dann alles dran anschließe, jedoch weiß ich nicht, ob ich dann den Gaming-Sound in Surround auf meine Kopfhörer kriege. Bisher macht das ja die PCIe-Soundkarte, die meisten USB-Interfaces können das aber nicht, da die ja für den professionellen Einsatz konzipiert sind. Könnte ich also die Soundkarte das simulierte Surround-Stereo berechnen lassen, das dann über USB oder alternativ Klinke (Soundkarte Kopfhörerausgang zu USB-Interface Line In) an das Interface weiterreichen? Und wäre es auch möglich, nur einzelne PC-Anwendungen (insbesondere Spiele) so laufen zu lassen und den restlichen Sound direkt über USB ans Interface zu senden? Also so, dass ich beim Spielen den Spielesound in Surround von der Xonar Phoebus bekomme, aber Teamspeak/Discord und Musik direkt übers Interface und nur in Stereo? Denn aktuell habe ich entweder alles in Stereo, oder alles in dem simulierten Surround, weswegen ich zwischen Spielen und Musikhören immer im Treiber die Einstellungen anpassen muss.


Ich hoffe, dass das jetzt verständlich war und ihr mir bei meinem Vorhaben helfen könnt. Ich danke auf jeden Fall schon mal im Vorfeld für eure Zeit und Mühen ;-)
 

Katharsas

Kabelverknoter(in)
Sollte so alles möglich sein, also zumindest die "primitive" Version mit Kabel von Soundkarte 1 zu Soundkarte 2. Das neue Windows Update hat ja (anscheinend, ich habs noch nicht) jetzt die Funktion, jedem Programm separat ein Audiogerät zuweisen zu können. Ansonsten ist es von der Anwendung abhängig (einige Anwendungen wie z.B. Teamspeak bieten in den Einstellungen an, ein bestimmtest Audiogerät zu benutzen).
 
TE
S

strongstancer

Komplett-PC-Käufer(in)
Sollte so alles möglich sein, also zumindest die "primitive" Version mit Kabel von Soundkarte 1 zu Soundkarte 2. Das neue Windows Update hat ja (anscheinend, ich habs noch nicht) jetzt die Funktion, jedem Programm separat ein Audiogerät zuweisen zu können. Ansonsten ist es von der Anwendung abhängig (einige Anwendungen wie z.B. Teamspeak bieten in den Einstellungen an, ein bestimmtest Audiogerät zu benutzen).

Das ist ja schonmal gut zu hören. Bliebe dann noch die Frage, ob jemand ein spezielles Interface empfehlen könnte, was genug Anschlüsse bietet?
 
TE
S

strongstancer

Komplett-PC-Käufer(in)
Zwecks Surround-Simulation über die Kopfhörer.
Diese beiden Sachen könntest du benutzen.

Equalizer APO download | SourceForge.net

HeSuVi download | SourceForge.net

Cool, vielen Dank schonmal für die Links. So wie ich das aber sehe, kann ich damit auch nur alles oder nichts virtualisieren, oder gibts dafür noch irgendwie ne Einstellung?


Ich suche immernoch nach einem passenden Audio-Interface. Da meine Xonar Phoebus Soundkarte einen optischen Ausgang (über Klinkenbuchse für Miniplug-Toslink Stecker) hat, würde ich gerne das Signal darüber zum Interface kriegen.
Interfaces mit 3x XLR-Eingang für Mikro (1x) und E-Piano(2x), optischen Ein- und Ausgängen und einer unterstützten AD/DA-Rate von 24bit/192kHz sind allerdings rar und teuer (ab 440€). Es gibt wesentlich günstigere (zw. 140-200€) mit 24bit/192 kHz, wenn ich auf die optischen Ein- und Ausgänge verzichte und stattdessen die elektrische koaxial-Verbindung nutze. Oder ich begnüge mich mit 24bit/96kHz oder verzichte auf die XLR-Eingänge.
Jetzt stellt sich mir die Frage, welche Abstriche am Ende beim Klang am wenigsten ausmachen? Die "schlechteren" D/A-Wandler oder die störanfälligere elektrische statt optische Übertragung zw. Soundkarte, Interface und AVR oder die störanfälligere asymmetrische Übertragung von E-Piano/Micro über Stereo-Klinke statt symmetrischem XLR?

Ich persönlich denke ja, dass ich am ehesten das E-Piano über Klinke ans Interface anschließen sollte, dann würde sich nämlich das TerraTec DMX 6Fire USB anbieten: TerraTec DMX 6Fire USB (10546)
Dort könnte ich dann vorne das Mikrofon über XLR anschließen, daneben den Kopfhörer und das E-Piano über Klinke und rechts dann Soundkarte und AVR über die optischen Toslinks. Die hinteren Anschlüsse wären dann (bis auf Midi vielleicht) komplett irrelevant für mich. Gibt es da Einwände oder vielleicht Erfahrungen mit?
 
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Katharsas

Kabelverknoter(in)
Zu der Sache mit dem alles oder nichts:
Wenn du eine Virtualisierung auf einem Audiogerät aktivierst (wie z.B. HeSuVi) muss das Audiogerät ja im 7.1 Modus sein muss, und die Sounds aus den verschiedenen Programmne/Quellen werden gemixt und kommen bereits gemixt bei HeSuVi an.

Willst du denn unbedingt gleichzeitig manche Sachen virtualisieren und andere nicht? Also für Musik hören kannst du dein Audiogerät einfach auf Stereo zurückstellen (du kannst HeSuVi so konfigurieren dass sich die Virtualisierung dann automatisch deaktiviert) und für Unterhaltungen sollte die Virtualisierung nicht stören. Ich glaube sogar Teamspeak hat ne Möglichkeit, verschieden Leute als Quellen im Raum zu positionieren und 7.1 auszugeben, dafür wäre die Virtualisierung dann eigentlich auch super.

Aber wenn du das wirklich gleichzeitig willst, dann ist es wahrscheinlich immernoch am besten, Kabel von Phoebus zu Interface nehmen. Man könnte alternativ auch VB-Audio Virtual Cable dafür benutzen, indem man HeSuVi auf dem Virtual Cable Playback Gerät installiert, und das Ding dann als Ziel für das Spiel einstellt, und dann das Virtual Cable Input (wo dann der virtualisierte Sound rauskommt) mit irgendeinem Programm abspielt, sodass das beim Audio-Interface landet, aber HeSuVi für Virtual Cable ist wohl aktuell noch experimentell, und Virtual Cable selbst ist teilweise problembehaftet. Kann man probieren aber Phoebus + physisches Kabel funktioniert wahrscheinlich bei weitem besser.

Zum Interface
Laut Amazon-Bewertung is es Glückssache ob die Treiber von diesem Interface unter Win 10 funktionieren. Aber ja, wenn dein Piano Line Out hat, dann macht es viel mehr Sinn das an einem Lin In anzuschließen wie das TerraTec sie hat, und nicht an einem Mic In. Evtl. findest du noch ein ähnliches anderes. Nich vergessen dass duch auch noch einen zusätzlichen Line-In brauchst wenn du die Phoebus daran anschließen willst.
 
TE
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strongstancer

Komplett-PC-Käufer(in)
Zu der Sache mit dem alles oder nichts:
Wenn du eine Virtualisierung auf einem Audiogerät aktivierst (wie z.B. HeSuVi) muss das Audiogerät ja im 7.1 Modus sein muss, und die Sounds aus den verschiedenen Programmne/Quellen werden gemixt und kommen bereits gemixt bei HeSuVi an.

Willst du denn unbedingt gleichzeitig manche Sachen virtualisieren und andere nicht? Also für Musik hören kannst du dein Audiogerät einfach auf Stereo zurückstellen (du kannst HeSuVi so konfigurieren dass sich die Virtualisierung dann automatisch deaktiviert) und für Unterhaltungen sollte die Virtualisierung nicht stören. Ich glaube sogar Teamspeak hat ne Möglichkeit, verschieden Leute als Quellen im Raum zu positionieren und 7.1 auszugeben, dafür wäre die Virtualisierung dann eigentlich auch super.

Aber wenn du das wirklich gleichzeitig willst, dann ist es wahrscheinlich immernoch am besten, Kabel von Phoebus zu Interface nehmen. Man könnte alternativ auch VB-Audio Virtual Cable dafür benutzen, indem man HeSuVi auf dem Virtual Cable Playback Gerät installiert, und das Ding dann als Ziel für das Spiel einstellt, und dann das Virtual Cable Input (wo dann der virtualisierte Sound rauskommt) mit irgendeinem Programm abspielt, sodass das beim Audio-Interface landet, aber HeSuVi für Virtual Cable ist wohl aktuell noch experimentell, und Virtual Cable selbst ist teilweise problembehaftet. Kann man probieren aber Phoebus + physisches Kabel funktioniert wahrscheinlich bei weitem besser.

Hm, danke für deine Ausführung dazu. Das klingt alles sehr kompliziert und hängt von vielen Faktoren ab, ist dann eher nicht das, was ich suche. Wird wohl darauf hinauslaufen, dass ich die Phoebus mit Kabel anschließe.

Zum Interface
Laut Amazon-Bewertung is es Glückssache ob die Treiber von diesem Interface unter Win 10 funktionieren. Aber ja, wenn dein Piano Line Out hat, dann macht es viel mehr Sinn das an einem Lin In anzuschließen wie das TerraTec sie hat, und nicht an einem Mic In. Evtl. findest du noch ein ähnliches anderes. Nich vergessen dass duch auch noch einen zusätzlichen Line-In brauchst wenn du die Phoebus daran anschließen willst.

Die Phoebus sollte ja über optisches Kabel gehen. Die hat eine Klinken-Buchse, die als optischer Ausgang für Miniplug-Toslink fungiert und das Interface hat ja einen optischen Eingang. Ein Freund hat mir allerdings ein Focusrite empfohlen, nämlich das hier: Scarlett 6i6 2nd Gen Focusrite Scarlett 6i6 2nd Gen
Er meint, der Treibersupport ist super und ich müsste dann statt optisch das ganze elektrisch anschließen. Das ginge aber dann von der Phoebus wieder nur analog über Line-Out, da der S/PDIF rein optisch ist, wenn ich das richtig verstanden habe. Oder ich müsste mir einen aktiven Wandler vom optischen Signal von der Phoebus zum elektrischen Signal für das Focusrite dazu holen.
 

CSOger

PCGH-Community-Veteran(in)
Ein Freund hat mir allerdings ein Focusrite empfohlen, nämlich das hier: Scarlett 6i6 2nd Gen Focusrite Scarlett 6i6 2nd Gen
Er meint, der Treibersupport ist super und ich müsste dann statt optisch das ganze elektrisch anschließen.

Über die Qualität der Treiber lese ich öfters mal was negatives.

Eine sehr gute Preis/Leistung Alternative zum Focusrite.

Behringer U-Phoria UMC204HD – Musikhaus Thomann

Behringer UMC404HD – Musikhaus Thomann
 
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strongstancer

Komplett-PC-Käufer(in)
Über die Qualität der Treiber lese ich öfters mal was negatives.

Naja, zu beinahe jedem Artikel hat irgendjemand mal was schlechts geschrieben. Ich lese mir auch die schlechten Bewertungen durch, weiß aber auch, dass manchmal das Problem nicht am Produkt selbst, sondern am Nutzer liegt und dass es natürlich immer Produktionsfehler oder Probleme mit bestimmten Konfigurationen geben kann. Notfalls geht das Gerät halt zurück und es wird ein anderes geholt.



Die haben keine digitalen Ausgänge, wo ich den AVR dran anschließen könnte, oder habe ich die übersehen? Zudem steht links in der Beschreibung jeweils 192 kHz Abtastrate, in der Tabelle rechts aber jeweils nur 96 kHz, was stimmt denn nun?
 

Zappaesk

Volt-Modder(in)
Zunächst, warum willst du deine Soundkarte weiter betreiben und diese optisch mit dem Interface betreiben? Das ergibt in meinen Augen überhaupt keinen Sinn - oder habe ich das falsch verstanden? Den Surroundsound für den KH kannst du dir ja von der Software erzeugen lassen und ganz normal über dein Interface abbliden.

Zu den Abtastraten: In der Realität spielt es keine (!) Rolle ob das Gerät nun 96 oder 192Khz beherrscht. Den Unterschied hört man auch auf höchstwertigen KHs (ich habs u.a. mit sündteuren Staxen versucht) nicht ernsthaft. Man sollte sich davon frei machen zu glauben, dass die Audioqualität an dem zugrundeliegenden Datenformat hängt. Sieht man mal von datenreduzierten Formaten a la ogg oder gar mp3 ab, ist die Aufnahmequalität der limitierende Faktor. 99% aller Aufnahmen sind so, dass auch simple "CD-Qualität" nicht mal annährend ausgereizt wird. HD Audio ist mehr ein Marketing Ding wie eine wirkliche Bereicherung oder gar Notwendigkeit - wers nicht glaubt, sollte mal auf einer vernünftigen Anlage eine gute Pressung der Belafonte Konzerte in der Carnegie Hall anhören - 50 Jahre alt, rein analog aufgenommen und abgespielt... Da hält noch heute quasi keine Aufnahme mit, trotz ach so hoch überlegener Aufnahmetechnik!
Zudem hängt die Qualität eines Wandlers nicht daran wie hoch die max. mögliche Abtastrate ist, es wäre sehr einfach, wenn man Audioqualität an einem Datenblatt ablesen könnte - ist es aber nicht. Jeder, der was anderes behauptet, hat sich noch nicht mit dem Thema auseinander gesetzt.

Von daher ist die Abtastrate kein Kriterum nachdem man seine Auswahl treffen sollte.

Symmetrische Verkabelung ist nett, aber nicht zwingend erforderlich. Brauchen tut man sie nur in Ausnahmefällen und dann sollten, wenn man es richtig macht, auch die Geräte symmetrisch arbeiten, was sie zu dem Preis normalerweise nicht tun, da der Aufwand sehr hoch ist. Ich habe sie in den 30 Jahren die ich mich mit dem Thema Audio und PC Audio beschäftige jedenfalls noch nie gebraucht.
Einmal hätte ich mich schier dazu hinreißen lassen, als mal Komponenten von Electrocompaniet in der engeren Auswahl für eine neue Verstärkerlösung anstanden. Die sind nämlich vollsymmetrisch aufgebaut und profitieren klanglich deutlich von entsprechender Verkabelung - geworden ist es dann aber was anderes...
 
TE
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strongstancer

Komplett-PC-Käufer(in)
Zunächst, warum willst du deine Soundkarte weiter betreiben und diese optisch mit dem Interface betreiben? Das ergibt in meinen Augen überhaupt keinen Sinn - oder habe ich das falsch verstanden? Den Surroundsound für den KH kannst du dir ja von der Software erzeugen lassen und ganz normal über dein Interface abbliden.

Ich möchte den Spiele-Sound (und wenn ich mal nen Film mit Surround-Sound am PC gucke) in virtualisiertem Surround auf den KH haben, alles andere, sprich Musik, VoIP etc. soll vom PC normal in Stereo an die KH gehen. So wie ich das jetzt verstanden habe, kann die Software nur alles oder nichts, so wie das auch meine Soundkarte macht. Allerdings kann diese Software, wenn ich das richtig verstanden habe, nicht direkt als Audiogerät ausgewählt werden, meine Soundkarte und das USB Interface aber schon. Daher könnte ich in Spielen und für den VLC-Player oder den Broser die Soundkarte als Audiogerät auswählen, welche den Sound dann virtualisiert und ans Interface schickt. Für den Musikplayer, TeamSpeak, Discord oder z.B. Audacity, wenn ich mehrere Spuren vom E-Piano einspielen will, nutze ich dann direkt das USB-Interface als Audiogerät. So weit der Plan.


Zu den Abtastraten: In der Realität spielt es keine (!) Rolle ob das Gerät nun 96 oder 192Khz beherrscht. Den Unterschied hört man auch auf höchstwertigen KHs (ich habs u.a. mit sündteuren Staxen versucht) nicht ernsthaft. Man sollte sich davon frei machen zu glauben, dass die Audioqualität an dem zugrundeliegenden Datenformat hängt. Sieht man mal von datenreduzierten Formaten a la ogg oder gar mp3 ab, ist die Aufnahmequalität der limitierende Faktor. 99% aller Aufnahmen sind so, dass auch simple "CD-Qualität" nicht mal annährend ausgereizt wird. HD Audio ist mehr ein Marketing Ding wie eine wirkliche Bereicherung oder gar Notwendigkeit - wers nicht glaubt, sollte mal auf einer vernünftigen Anlage eine gute Pressung der Belafonte Konzerte in der Carnegie Hall anhören - 50 Jahre alt, rein analog aufgenommen und abgespielt... Da hält noch heute quasi keine Aufnahme mit, trotz ach so hoch überlegener Aufnahmetechnik!
Zudem hängt die Qualität eines Wandlers nicht daran wie hoch die max. mögliche Abtastrate ist, es wäre sehr einfach, wenn man Audioqualität an einem Datenblatt ablesen könnte - ist es aber nicht. Jeder, der was anderes behauptet, hat sich noch nicht mit dem Thema auseinander gesetzt.

Von daher ist die Abtastrate kein Kriterum nachdem man seine Auswahl treffen sollte.

Gut zu wissen und danke für die Ausführung. Dann werde ich das nicht mehr weiter als wichtiges Kriterium bei der Auswahl berücksichtigen.


Symmetrische Verkabelung ist nett, aber nicht zwingend erforderlich. Brauchen tut man sie nur in Ausnahmefällen und dann sollten, wenn man es richtig macht, auch die Geräte symmetrisch arbeiten, was sie zu dem Preis normalerweise nicht tun, da der Aufwand sehr hoch ist. Ich habe sie in den 30 Jahren die ich mich mit dem Thema Audio und PC Audio beschäftige jedenfalls noch nie gebraucht.
Einmal hätte ich mich schier dazu hinreißen lassen, als mal Komponenten von Electrocompaniet in der engeren Auswahl für eine neue Verstärkerlösung anstanden. Die sind nämlich vollsymmetrisch aufgebaut und profitieren klanglich deutlich von entsprechender Verkabelung - geworden ist es dann aber was anderes...

Also kann ich dann ohne größere bzw. hörbarre Einbußen das E-Piano einfach mit nem guten Stereo-Klinkenkabel über Line out bzw. Line in anschließen, das ist schonmal sehr hilfeich. Dennoch sollte ich da wahrscheinlich auf eine gewisse Qualität/Abschirmung achten, schätze ich mal. Kannst du mir da empfehlen, worauf ich beim Kabelkauf achten muss?
 

Katharsas

Kabelverknoter(in)
Die haben keine digitalen Ausgänge, wo ich den AVR dran anschließen könnte, oder habe ich die übersehen? Zudem steht links in der Beschreibung jeweils 192 kHz Abtastrate, in der Tabelle rechts aber jeweils nur 96 kHz, was stimmt denn nun?

Musst du deinen AVR digital anschließen? Du kannst den glaube ich wirklich einfach analog anschließen. Denn ob die DA-Wandlung nun im Interface oder im AVR passiert ist eigentlich wumpe, vorausgesetzt beide haben einen halbwegs ordentlichen DA-Wandler (was beim Behringer zutrifft). Das Behringer soll wirklich gut sein, aber das kleinere davon hat zu wenig Eingänge. Das zweite hingegen sollte passen. Für 100 Euro auch ein extrem guter Preis.

Ich stimme außerdem Zappaesk's Ausführungen voll zu. Solange du nicht versucherst Kabel über sehr große Strecken zu verlegen sollte es da zu keinerlei Problemen kommen, unabhängig ob analog/digital oder elektrisch/optisch. Problematisch sind generel eher so Dinge wie unsaubere Stromversorgung, schlechte Treiber, Störgeräusche die über die PCIe Lanes auf deine Soundkarte gehen, Kabel die so dünn sind dass sie schnell reißen, etc. Letztendlich hilft dir die beste Verkabelung und Anschlussart nix, wenn die Treiber für dein Interface nicht gehen oder Störgeräusche erzeugen. Und man erspart sich viel Gefluche und Rumpopeln mit einem guten Treiber.

Übrigens, auch wenn du die Phoebus nutzt, kannst du HeSuVi (nur auf der Phoebus) installieren, um die anderen Virtualisierungen auszuprobieren.
 
TE
S

strongstancer

Komplett-PC-Käufer(in)
Musst du deinen AVR digital anschließen? Du kannst den glaube ich wirklich einfach analog anschließen. Denn ob die DA-Wandlung nun im Interface oder im AVR passiert ist eigentlich wumpe, vorausgesetzt beide haben einen halbwegs ordentlichen DA-Wandler (was beim Behringer zutrifft). Das Behringer soll wirklich gut sein, aber das kleinere davon hat zu wenig Eingänge. Das zweite hingegen sollte passen. Für 100 Euro auch ein extrem guter Preis.

Naja, um den 7.1/7.2 Sound vom PC über das Interface an die Anlage zu bekommen, müsste das Interface doch dann schon die 4 Kanäle analog ausgeben, oder habe ich da nen Denkfehler drinnen? Finde solche Ausgänge aber bei den Interfaces nicht.
 

Katharsas

Kabelverknoter(in)
Naja, um den 7.1/7.2 Sound vom PC über das Interface an die Anlage zu bekommen, müsste das Interface doch dann schon die 4 Kanäle analog ausgeben, oder habe ich da nen Denkfehler drinnen? Finde solche Ausgänge aber bei den Interfaces nicht.

Achso hatte vergessen dass du ne 7.1 Anlage mal dranhängen willst. Jo, dafür wär ein digital out nicht schlecht. Wobei es sein könnte dass du da besser bedient bist wenn du 7.1 Audio über den HDMI-Ausgang deiner Grafikkarte abnimmst. Aber kA, kenn mich damit nicht aus.
 

Jobsti84

Software-Overclocker(in)
Als Nutzer von mindestens 7 Audio-Interfaces kann ich dir folgenden Tipp geben:
Für deinen AVR nutze am besten den HDMI deiner Graka, oder eine interne Soundkarte mit digitalen, bzw. optischen Ausgang,
hier tun's ja schon die ganz billigen 20€ Teile (Haben zum Großteil ja Creative-Chips verbaut, bzw. identische).
HDMI würde ich allerdings bevorzugen, SPDIF ist arg limitiert, gerade mit aktuellen Audioformaten.
Meines Wissens ist SPDIF auf 7 komprimierte, kodierte (AC3/DTS) Kanäle (6.1) beschränkt, fällt somit für 7.1 eh flach.

Für alles andere kannst du quasi nehmen was du willst, bzw. was deinen Ansprüchen genügt.
Die Behringer finde ich Preis/Leistung wirklich sehr gut (hab selbst die Große),
leider liefern die etwas wenig Pegel am Kopfhörer und haben vergleichsweise ein hohen Rauschlevel (was in deinem Fall net tragisch sein sollte, für meine Ansprüche ist's eben hoch)

Was vielleicht nett wäre für dich, wäre das Roland Rubix, was ich jetzt ganz neu habe (Habe die 24er), denn die Kiste hat einen Hardware-Kompressor.
Ansonsten bleibt mein Lieblingsinterface (Unterhalb der RME Preisklasse) das M-Audio Fast-Track Ultra. Leider gibt's das nur noch gebraucht, hat mit Abstand aber die aller genialste Software!
Ebenfalls super finde ich das alte Saffire 6 von Focusrite, ja finde ich auch besser als die aktuellen Scarletts. Wobei die Scarlets richtig Dampf für Kopfhörer bieten, finde ich super.

Was Simulation angeht (Dolby etc.) würde ich auf Software setzen, Dolby Atmos HP soll angeblich echt nett sein. Habe ich aber noch nicht getestet.
Was eigentlich schon Pflicht bei mehreren Interfaces, bzw. Ausgängen ist, ist Voicemeter Banana in Kombination mit VB-Cable.


Tipp:
Ich nutze an Keyboards/E-Pianos in 90% der Fälle immer DI-Boxen.
Was da Preis/Leistung echt net schlecht ist, ist die Stereo-DI von Behringer (DI20),
ansonsten nutze ich seit einiger Zeit die Nagelneuen BSS (AR133)-Clone von LD-Systems (LDI 02), bin extrem zufrieden damit.
Sehr flexibel ist man dagegen mit der ART-XDIRECT, die nutze ich recht gerne.


Anm.:
Falls du dein Headset anklemmen willst, habe ich gerade aktuelle einen Artikel getippt:
HowTo: Gaming-Headset an externes Audio-Interface
 
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