Frage zur Drehzahl/Spannung einer Alphacool DC-LT 3600/2400

Lios Nudin

BIOS-Overclocker(in)
Hi, beide Versionen der Pumpe sind für eine Spannung von 7-13,5 V freigegeben.

Bei der Alphacool DC-LT 2400 ergibt sich bei 7V eine Drehzahl von 1400 U/min, die Alphacool DC-LT 3600 läuft bei 5V mit einer Drehzahl von 1500 U/min.
Stimmen meine genannten Drehzahlen bei 7V und 5V überhaupt?

Was ist der Grund dass die Alphacool DC-LT 3600 keine Freigabe für 5V erhalten hat bzw. warum sollte sie nicht bei 5V betrieben werden?
 
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5V werden halt keine sichere Anlaufspannung für den Motor sein. Hab´s mit meiner nicht ausprobiert, aber ich gehe davon aus, dass die Pumpe ähnlich wie bei den Laings unter bestimmten Grenz-Spannungen nicht mehr zuverlässig anläuft (bzw. nur wenige Exemplare).

Darf man fragen, für was du die Pumpen verwendest? Die gehören ja schon bei Nenndrehzahl zu den Schwächsten. Bei so geringen Drehzahlen, müssten die Kennlinien ziemlich mager aussehen, so dass auch die 30l/h-Marke in vielen Kreisläufen nur noch schwer zu schaffen sein sollte. Zwar reicht oftmals sogar noch weniger, um in den Kühlern nicht in den laminaren Strömungsfall zu geraten, aber es wäre schon arg knapp. Da könne man ja auch gleich eine AIO-Wakü nehmen...
 
Ich glaube ich versteh grundsätzlich nicht, bei welcher Spannung welche Drehzahl anliegt. Zusätzlich kann ich nicht nachvollziehen warum bei zwei baugleichen Versionen einer Pumpe (identischer Motor?) wie der Alphacool DC LT (2400 U/min vs. 3600 U/min) es unterscheidliche Mindestdrehzahlen gibt. Rechnerisch läuft die 2400 mit 7V und die 3600 mit 5V mit fast derselben Drehzahl (?).

Bei meiner Frage geht es mir auch um den Einsatz der Alphacool DC-LT in erweiterbaren AiO-Waküs. Die Alphacool Eisberg besitzt die Version mit 3600 U/min, die von der PCGH getestete Fractal Kelvin die Version mit 2400 U/min. Getestet wird die Fractal Kelvin mit 7V, läuft die Alphacool Eisberg dann auch mit einem 5V Adapter (= fast identische Drehzahlen?)?
 
@TE:
wenn ich mich richtig an das erinnere was ich in der Schule über Elektromotoren gelernt habe ist bei Gleichstrommotoren (hat die Pumpe ja) die Kennlinie der Drehzahl nicht linear. daher kannst du ohne die Kennlinie zu kennen die Drehzahl bei z.B. 7V nicht bestimmen. Und da die beiden Pumpen unterschiedliche Nenndrehzahlen bei gleicher Spannung haben werden sich wohl auch die Kennlinien unterscheiden.

@VJoe2max:
Ich nutze selbst eine Alphacool DC-LT Ceramic - 12V DC - Pump - bulk Version (2 Stück an 5,25" AGB) und bin recht zufrieden damit.
Hab hier mal einen Test der die Vorurteile gegen die kleine aber feine Pumpe möglicherweise beseitigen kann.
 
Die Motoren der zwei Pumpen sind nicht identisch. Sie haben unterschiedliche Nenndrehzahlen bei 12V. Es handelt sich um elektronisch kommutierte Synchronmotoren (brushless DC Motor). Es ist also kein Kommutatormotor mit Bürsten und Schleifring, wie bei irgendwelchen Spielzeugen, was angesichts dessen, dass der Rotor im Wasser läuft auch gar nicht ginge.
Die Drehzahl ändert sich bei einfachen elektronisch kommutierten Synchronmotoren proportional zur Spannung. Der Grund für die Unterschiede bei den beiden Pumpen liegt in der unterschiedlichen Nenndrehzahl bei Nennspannung (12V). Die stärkere läuft deshalb zufällig auch bei geringerer Spannung als die schwächere noch mit höherer Drehzahl:

DC-LT Drehzahlvergleich.png


Edit: Die Pumpenkennlinie - also das Kennlinienfeld zwischen Druck und Durchfluss ändert sich mit geringer werdender Drehzahl allerdings recht drastisch. Die Pumpenkennlinie geht mit sinkender Spannung und damit sinkender Drehzahl mächtig in die Knie. Bei einer ohnehin schon schwachen Pumpe ist dieser Spielraum aber nicht für jeden Kreislauf vorhanden,. wenn man einigermaßen turbulente Verhältnisse im Kühler (also eine Strömung in der Kühlstruktur, die zu einer überkritischen Reynoldszahl führt) und damit annehmbare Kühlleistung erhalten will.

@Slyker: Hab selbst eine in der Werkstatt liegen (als kleine Testpumpe), aber ehrlich gesagt konnte sie mich nicht überzeugen, obwohl ich offenbar ein relativ leises Exemplar erwischt habe. Hab sogar mal angefangen einen andere Deckel dafür zu bauen, aber ehrlich gesagt lohnt das nicht. Runter geregelt ist sie wirklich sehr schwach. Im Vergleich zu einer DDC-1T oder einer AS-XT ist die Kleine einfach kein Vergleich - und das meine ich keineswegs nur was die Leistung angeht. Für so eine schwache Pumpe würde ich erwarten, dass man sie so gut wie überhaupt nicht mehr hört, aber das ist nur stark runter geregelt der Fall. Dann ist sie aber so schwach, dass sogar in einfachst-Kreisläufen wie das Entlüften zum Geduldsspiel wird. Einsetzen würde ich sie deshalb nur, wo wirklich der Platz das absolut wichtigste Argument ist und alles andere zweitrangig ist. Vielen Einsatzberichten nach muss man im Übrigen auch einiges an Glück haben, um ein gutes Exemplar zu erwischen. Das ist aber bei so eine billigen Pumpe auch nicht weiter verwunderlich...

Optimal finde ich derzeit den Ansatz von Alphacool mit der DDC310. Da wurde die hohe Nennleistung der normalen DDC-1T bei Nennspannung zugunsten der Lautstärke etwas zurück genommen. Damit erhält man einen technisch sehr solide Pumpe, die auch ohen herunter Regeln sehr leise arbeitet und dennoch deutlich stärker als einen DC-LT o. Ä. ist. Gepaart mit ähnlicher Kompaktheit, einem Metallgehäuse und aufgrund der mechanischen Baugleichheit mit den bisherigen DDC-Varainten steht jede Menge passended Zubehör (z. B. Deckel) zur Verfügung. Das wäre das derzeit meine erste Wahl wenn ich eine kompakte Pumpe bräuchte. Nur wenn selbst die zu groß ist, kein großer Kreislauf zu versorgen ist und die Geräuschkulisse nicht ganz so wichtig ist, könnte man über einen DC-LT nachdenken.
 
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@VJoe2max: Hab die Pumpe auch nur aus Platzgründen wegen dem alten Case gewählt aber austauschen macht für mich auch keinen Sinn. Ich kann bestätigen, dass nur eine einzelne relativ schwach ist wenn man sie runterregelt. Jedoch habe ich mit 2 Stück eigentlich keine Probleme. Denke dass meine Durchflusswerte (ca. 80l/h, wer braucht schon highflow :lol: ) ganz in Ordnung sind (bei max. Drehzahl von 2700 rpm, nur aus ca. 20 cm nähe leicht hörbar).

Aber nun zurück zum Thema: wie die Grafik von VJoe sehr gut zeigt sind die Kennlinien unterschiedlich und deshalb nicht wirklich vergleichbar
 
Zwei davon sind größer als ne Laing DDC... :hmm:
80L/h sind aber weit mehr als genug. Die Geräsuchkulisse ist halt sehr subjektiv. Bei so einem kleinen schwachen Pümpchen könnte man imho trotzdem Besseres erwarten.

Das sind im Übrigen keine Kennlinien ;). Das ist bloß ein Diagramm, das die Abhängigkeit der Drehzahl von der Spannung für die zwei Pumpen zeigt, damit Lios Nudin auch visuell erkennen kann, woher seine Messwerte kommen, und warum sie korrekt sind.
Pumpenkennlinien sehen anders aus. Eine Pumpenkennlinie kann man z. B. in einem Diagramm zwischen Druck und Volumenstrom zeigen. Das hat etwas mit den fluiddynamischen Charkeristika der Pumpe zu tun. Für die DC-LT (egal welchen Sub-Typs) sind meines Wissens jedoch keine Kennlinien bekannt und mir ist auch kein Test bekannt wo sie vermessen wurden - oder kennst du da was? Das grundsätzliche Verhalten der Kennlinien bei sinkender Drehzahl ist aber bekannt ;).
 
ja Geräuschkulisse ist sehr subjektiv ;)

also ich kenne jetzt auch keine Kennlinien von der Pumpe. das was ich über das Diagramm geschrieben hab war halt ein bisschen ungünstig formuliert^^
 
Danke euch beiden. :) Klutten hat zur Alphacool 3600 folgendes geschrieben.




klutten-albums-coolermaster-eisberg-5625-picture592028-diagramm-pumpe.jpg

2100 U/min sollten nach meiner und deiner (VJoe2max) Rechnung, wenn sie denn korrekt ist, aber 7V entsprechen.

Und zur Mindestspannung gibt sogar Alphacool unterschiedliche Werte an.

Alphacool DC-LT Keramik 12 Volt Pumpe - bulk

Diese Pumpe kann mit einem Adapterkabel mit 7V oder 9V betrieben werden.

Alphacool DC-LT Ceramic - 12V DC Pro AGB

Diese Pumpe kann mit einem Adapterkabel mit 5V, 7V oder 9V betrieben werden.

Mit 5V scheint die Version mit 3600 U/min auch zu laufen.

3600@5V

:ka:Vielleicht verkraftet sie ja in kleinen Kreisläufen mit einem geringen Höhenunterschied zwischen der Pumpe als tiefster Punkt und dem Radiator als höchsten Punkt einen Betrieb mit 5V, wobei für mich immer noch unklar ist welche Drehzahlen jetzt tatsächlich bei 5V, 7V, 9V anliegen, wie die anderen Werte z.B. von Klutten zeigen.
 
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Was ich da gezeigt habe ist natürlich nur der theoretische Zusammenhang zwischen Spannung und Drehzahl angesichts der verbauten Motortechnik. Wie man an Kluttens Messwerten erkennt, ändert sich die Drehzahl aber auch in der Praxis einigermaßen proportional zur Spannung - wie zu erwarten. Dass die Werte nicht genau passen ist aber kein Wunder. Das sind schließlich keine Präzisionsmotoren, sondern ganz billiges Gelumpe.

Dass Theorie und Praxis, was die Drehzahlen zu bestimmten Spannungen angeht, hier also nicht 100% zusammenpassen sollte angesichts der billig-Motörchen der bekannten Serienstreuungen und der, sagen wir mal verbesserungsfähigen Verarbeitung nicht weiter verwundern. Es wird ja nach Kluttens Messung nicht mal die Nenndrehzahl erreicht, wenn die Pumpe mit 12V versorgt wird. Ich denke da muss man sich schon recht dicke Fehlerbalken zu jedem Messwert dazu denken. Abgesehen davon gilt natürlich auch stets: Eine Messung ist keine Messung - zumal hier ja bekannt ist, dass die Dinger deutlich streuen. Ohne jegliche Statistik sollte man so eine Messreihe nicht als allgemeingültiges Faktum ansehen ;). Wer weiß: Wenn man 100 dieser Pumpen einem solchen Test unterzieht, kann ich mir sogar vorstellen, dass man im Mittel vllt. sogar ganz gut an die theoretischen Werte heran kommt.

Die Höhe des Kreislaufs hat im Übrigen prinzipiell keinen Einfluss auf die Pumpe, sobald der Kreislauf geschlossen und entlüftet ist ;).

Edit: Darf man Fragen, weshalb dich die Drehzahlen bei bestimmten Spannungen so interessieren? Wegen des Einsatzes in einen Wakü ist das ja nicht wirklich von Belang. Willst du so ein Teil für was anderes nutzen?
 
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Edit: Darf man Fragen, weshalb dich die Drehzahlen bei bestimmten Spannungen so interessieren? Wegen des Einsatzes in einen Wakü ist das ja nicht wirklich von Belang. Willst du so ein Teil für was anderes nutzen?

Bei mir hat sich in letzter Zeit nur wieder mal ein großeres Interesse an Wasserkühlungen eingestellt. Sowohl was die eigene Umsetzung angeht als auch bei Anfragen im Forum, was den nun als Einstieg auch empfohlen werden kann. Dabei war für mich ein möglichst geringer Preis, eine geringe Lautstärke und eine hohe Zuverlässigkeit/Langlebigkeit wichtig.

Aktuell bin ich soweit informiert, dass die genannten Kriterien ganz entscheidend von der Qualität der Pumpe abhängen.

Beispiel für eine Zusammenstellung: Aquatuning

Abseits von Möglichkeiten für 200€ gibt es ja auch günstigere Angebote wie das Phobya Pure Performance Kit 240LT, wo aber wieder die Zuverlässigkeit/Langlebigkeit und Laustärke der Pumpe die Achillesferse darstellt.

Dann ist seit kurzem die Alphacool Eisberg 240 für 80€ gelistet und verwendet offensichtlich als Komponenten die Nexxxos XP³ Bodenplatte, einen Nexxxos ST30 240mm Radiator und als Pumpe die Alphacool DC-LT.
Wird die Lautstärke der Pumpe mit einer Spannungsreduzierung auf ein "erträgliches" Niveau gebracht, z.B. über einen 5V Adapter, ist sie wegen dem zu geringen Durchfluss nicht mehr erweiterbar, aber sie vermittelt zumindest auf dem Papier durch die bekannten Einzelkomponenten aus dem Wakü-Bereich eine höhere Qualität als die üblichen Produkte von Corsair und Co., zumal sie auch noch weniger kostet.
Da Frage ich mich dann, ob diese Lösung als reine CPU-Kühlung zusammen mit einem Spannungsadapter den bisherigen AiO-Wasserkühlungen in den ganannten Kriterien überlegen ist und empfohlen werden kann.

Oder ob trotz solche Angebote wie der Alphacool Eisberg bei einer CPU mit einer hohen Wärmeabgabe weiterhin gilt, besser zu einem guten Lüftkühler wie dem Noctua NH15 zu greifen, wenn das Geld für eine qualitativ gute 200€ Wasserkühlung nicht vorhanden ist.
 
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Man sollte sich im klaren darüber sein, dass Wakü ein relativ teures Hobby sein kann, wenn man keine größeren Kompromisse machen will ;). Aus einer Billig-Pumpe wie der DC-LT wird z. B. nie eine wirklich gute Pumpe werden. Zwar reicht sie mit Sicherheit für solche AIO-Spielereien aus - aber eben nur mit Einschränkungen gegenüber richtigen Waküs. Ich denke bevor man da Geld rein steckt, fährt man in der Regel doch besser mit einer ordentlichen Luftkühlung, oder etwas besserer Hardware. Was z.B. bei einer AIO-Wakü immer ein Problem ist, ist die fehlende Entkopplung der Pumpe - und da hilft es auch nur bedingt wenn man sie bis zum Anschlag herunter drosselt. Hab selber mal probeweise einen Kompakt-Wakü gekauft, aber was man da bekommt ist einfach ernüchternd - insbesondere wenn man schon mal eine richtige Wakü verwendet hat. Zwar haben sich zwischenzeitlich sicher ein paar kleine Details an den Dingern verbessert, aber an den grundlegenden Problemen hat sich nicht geändert.

Wenn eine Wakü aus Neuteilen ihre Vorteile wirklich ausspielen soll, wird sie in aller Regel etwas teurer als 200€. Mit einer AIO ist man dagegen z.B. schon mal was das Thema Entkopplung angeht äußerst eingeschränkt - und das ist nicht die einzige Einschränkung. Eine AIO ist sicher indiziert, wenn partout kein ordentlicher Luftkühler Platz findet, aber ansonsten gibt es imho selten Fällen, wo so was wirklich empfehlenswert wäre. Das Problem ist dabei auch weniger aus welchen Komponenten die AIO zusammengebaut ist, sondern, dass ihr grundlegende Eigenschaften fehlen. Das ist vor allem eine große Radiatorfläche, gute Lüfter, eine entkoppelte Pumpe und ein vernünftiger Ausgleichsbehälter. Nimmt man z.B. eine erweiterbare AIO-Wakü und märzt all diese Nachteile aus, hätte man imho besser gleich eine richtige Wakü kaufen können ...
 
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