Die Motoren der zwei Pumpen sind nicht identisch. Sie haben unterschiedliche Nenndrehzahlen bei 12V. Es handelt sich um
elektronisch kommutierte Synchronmotoren (brushless DC Motor). Es ist also kein
Kommutatormotor mit Bürsten und Schleifring, wie bei irgendwelchen Spielzeugen, was angesichts dessen, dass der Rotor im Wasser läuft auch gar nicht ginge.
Die Drehzahl ändert sich bei einfachen elektronisch kommutierten Synchronmotoren proportional zur Spannung. Der Grund für die Unterschiede bei den beiden Pumpen liegt in der unterschiedlichen Nenndrehzahl bei Nennspannung (12V). Die stärkere läuft deshalb zufällig auch bei geringerer Spannung als die schwächere noch mit höherer Drehzahl:
Edit: Die Pumpenkennlinie - also das Kennlinienfeld zwischen Druck und Durchfluss ändert sich mit geringer werdender Drehzahl allerdings recht drastisch. Die Pumpenkennlinie geht mit sinkender Spannung und damit sinkender Drehzahl mächtig in die Knie. Bei einer ohnehin schon schwachen Pumpe ist dieser Spielraum aber nicht für jeden Kreislauf vorhanden,. wenn man einigermaßen turbulente Verhältnisse im Kühler (also eine Strömung in der Kühlstruktur, die zu einer überkritischen Reynoldszahl führt) und damit annehmbare Kühlleistung erhalten will.
@Slyker: Hab selbst eine in der Werkstatt liegen (als kleine Testpumpe), aber ehrlich gesagt konnte sie mich nicht überzeugen, obwohl ich offenbar ein relativ leises Exemplar erwischt habe. Hab sogar mal angefangen einen andere Deckel dafür zu bauen, aber ehrlich gesagt lohnt das nicht. Runter geregelt ist sie wirklich sehr schwach. Im Vergleich zu einer DDC-1T oder einer AS-XT ist die Kleine einfach kein Vergleich - und das meine ich keineswegs nur was die Leistung angeht. Für so eine schwache Pumpe würde ich erwarten, dass man sie so gut wie überhaupt nicht mehr hört, aber das ist nur stark runter geregelt der Fall. Dann ist sie aber so schwach, dass sogar in einfachst-Kreisläufen wie das Entlüften zum Geduldsspiel wird. Einsetzen würde ich sie deshalb nur, wo wirklich der Platz das absolut wichtigste Argument ist und alles andere zweitrangig ist. Vielen Einsatzberichten nach muss man im Übrigen auch einiges an Glück haben, um ein gutes Exemplar zu erwischen. Das ist aber bei so eine billigen Pumpe auch nicht weiter verwunderlich...
Optimal finde ich derzeit den Ansatz von Alphacool mit der DDC310. Da wurde die hohe Nennleistung der normalen DDC-1T bei Nennspannung zugunsten der Lautstärke etwas zurück genommen. Damit erhält man einen technisch sehr solide Pumpe, die auch ohen herunter Regeln sehr leise arbeitet und dennoch deutlich stärker als einen DC-LT o. Ä. ist. Gepaart mit ähnlicher Kompaktheit, einem Metallgehäuse und aufgrund der mechanischen Baugleichheit mit den bisherigen DDC-Varainten steht jede Menge passended Zubehör (z. B. Deckel) zur Verfügung. Das wäre das derzeit meine erste Wahl wenn ich eine kompakte Pumpe bräuchte. Nur wenn selbst die zu groß ist, kein großer Kreislauf zu versorgen ist und die Geräuschkulisse nicht ganz so wichtig ist, könnte man über einen DC-LT nachdenken.