Frage zu Rost

Basty2208

Kabelverknoter(in)
Hallo, ich habe zwei Fragen

Ich hab Messinganschlüsse verbaut und zwischen Kugelhahn und dem Splitter an den er angschlossen war, ist Rost entstanden. Dieser Rost hat sich augebreitet und einen Anschluss komplett durchgerostet so das minimale Mengen an Wasser ausgetretten sind.
Nun zur ersten Frage: Wie kann das sein?
Ich habe extra vorgemixte Kühlflüssigkeit mit Korrosionschutz benutzt und alles Anschlüsse waren aus Messing.

zweite Frage: Kann ich die Radis noch benutzen? Die anderen Anschlüsse sehen teilweiße noch gut aus andere sind auch leicht befallen.
CPU-Block und Pumpe sehen auch noch sehr gut aus.

Danke
 

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hab ja vieles gesehen,aber rost?
ok,das sind ablagerungen,aber haste auch ein bild von dem "durchgerosteten" anschluss?!
das sieht mir nach ner galvanischen reaktion aus.
meine waküs liefen jahrelang,ohne ein anzeichen von ablagerungen oder rost.
und ich benutzte nur destiliertes wasser,sonst nix.
zusätze und fertiggemische sind meiner meinung nach blödsinn,nur show.
solange man einen reinen kreislauf hat und 1x im jahr durchspült und das wasser erneuert,hat man auch keine probleme.

btw...schau mal ob du nen radiator aus alu im kreislauf hast,das sieht mir nämlich danach aus,als ob du messing,alu und kupfer gemischt im kreislauf hast.
da alu und kupfer im selben kreislauf eine galvanische reaktion hervorrufen....
wandern die elektronen vom positiven zum negativen pol.
ergo hast du materialschwund an dem einen und ablagerungen am anderen ende.
alu darf nicht in einen wakü kreislauf mit rein.
 
Danke für deine Antwort. Ich hab zwei 360er Nexxos von Alphacool. Die sind laut Website aus Kupfer und Messing.

Was ich mir evtl gedacht habe ist, dass die Kugel im Kugelhahn aus Aluminium ist. Dort sind auch Rostflecken zu sehen.

Der "gerostete" Anschluss ist das letzte Bild, dass ich oben angehangen habe. Diese grünen Flecken überdecken einen kleinen Rostpunkt.
 
Kupfer durch den Kühler, welches jedoch kein nennenswertes Korrosionspotential gegen Messing aufweist, und Stahl bei dem es jedoch angesichts der Rostflecken nicht um bestes Material handelt, wenn wir von sog. "rostfreien" Sorten ausgehen, hast du mit dem Kugelhahn zumindest schon mal im Kreislauf gehabt ;).

Ich nehme an der Anschluss auf dem letzten Bild ist der mit der Leckage - oder? Dabei handelt es sich offensichtlich um einen der beleutbaren Naonoxia-Anschlüsse. Das Versagen scheint unter dem Silikondichtring eingetreten zu sein, der dort meines Wissen ab Werk nicht hingehört. Da das zudem Anschlüsse für Hardtubes sind, hast du an der Stelle beste Bedingungen für Spaltkorrosion, wenn bei der Montage nicht komplett trocken gearbeitet wurde. An der Stelle kann der Elektrolyt im Übrigen auch von außen in den Spalt gelangt sein. Gegen Spaltkorrosion kann jedenfalls auch wirksamer Korrosionsschutz nicht viel ausrichten kann. Wobei man angesichts der Rückstände in den anderen gezeigten Bauteilen davon ausgehen darf, dass es um dessen Schutzwirkung auch nicht zum Besten bestellt war. Was hattest du denn für eine Fertigmischung im Einsatz? Darf man fragen was für Rohr um Einsatz kamen und wie sauber deren Endenbearbeitung aussah? Oder hast du evtl. sogar Schläuche statt der vorgesehen Hardtubes verwendet?
 
Ich hatte ein komplettset von Nanoxia verwendet. Das Fertiggemisch war das Pure'n'Power. Hardtubes wurden verwendet und am Ende entgratet, wie es standardmäßig gemacht und gezeigt wird in unzähligen Tutorials. Die Tube hat am Ende, an dem das passiert ist, auch diese grüne Färbung.
 
Die grüne Färbung am Ende des Rohrs sind Korrosionsprodukte des Messings. Aber wenn ich mit meiner Vermutung richtig lag, dass der Anschluss auf den letzten Bild der undichte war, handelt es sich da definitiv um Spaltkorrosion, denn an der Stelle kommt der Anschluss nicht mit strömenden Medium des Kreislaufs in Berührung.

Setz das nächste mal besser auf eine bewährte Fertigmischung wie Aquacomputer double-protect oder Innovatek Protect IP und nicht auf diese Nanoxia-Brühe ;). Das Nanoxia-Zeug ist zwar auch eine Glykol-basierte Mischung wie die beiden bewährten Mischungen die ich genannt habe, aber offenbar hat sind die Inhibitoren nicht besonders wirksam oder wenig wirksam dosiert. Bezüglich Spaltkorrosion hilft das aber auch nichts. Da hilft nur sauberes Arbeiten und wenn es geht Vermeidung derartige Konstellationen. Im Übrigen würde ich auf jeden Fall auch diese Silikondichtringe rausschmeißen falls sonst noch wo welche vorhanden sind. Die gehören an der Stelle nicht hin, und falls es billiges sauer kondensationsvernetzendes Silikon ist (setzt auch nach der Polymerisation u. U. noch minimal Essigsäure frei), kann dass solche Korrosionserscheinungen noch befördern. Die grünen Korrosionsprodukte sind ein Hinweis darauf, denn Grünspan ist ein Kupfersalz der Essigsäure und entsteht gern wenn Essigsäure vorhanden und kein Sauerstoffabschluss gegeben ist, was an der fraglichen Stelle der Fall wäre (Messing ist eine Kupferbasis-Legierung - nur falls es nicht bekannt sein sollte und du dich fragst wie´s da zu Grünspan kommen kann).
 
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Vielen Dank für deine ausführlichen Antworten. Ich tippe, aufgrund deiner Erklärungen, auch auf eine Fehler meinerseits, denn ich hatte die Petgrohre nach dem sägen und entgraten nochmal in destiliertes Wasser getaucht, um Sägereste und ähnliches zu entfernen. Wahrscheinlich hatte ich das Rohr danach nicht gut genu getrocknet und es ist beim Aufstecken auf den Fitting ein Wassertropfen außen drangekommen.

Kann ich den jetzt die anderen Teile noch verwenden? Mir geht es hauptsächlich um die Radiatoren. Anschlüsse werden ich mir neue zulegen.
 
Ich würde die Radis mal vernünftig spülen (evtl. mit Reinigungsmitteln - dann aber besonders gründlich mit viel Wasser nachspülen). Auch die Anschlüsse, sofern sie keine tiefen Korrosionsnarben haben, könntest du so gute s geht reinigen und sie wieder einsetzen, aber andere bringen schließlich auch wieder bisschen neuen Bastelspaß und evtl. ne neue Optik ;).

Zum Reinigen von Wakü-Kleinteilen kann ich übrigens ein Ultraschallgerät zum Brillen putzen und Kukident-Tabletten als Reinigungsmittel empfehlen. Klingt komisch - ist aber ein super Reiniger für Wakü-Teile, der meiner Erfahrung nach recht sanft mit dem Material umgeht aber trotzdem eine intensive Reinigungswirkung hat - gerade bei solchen Belägen in Anschlüssen etc..
In Kombination mit einem Ultraschallbad ist das Zeug kaum zu schlagen :). Man kommt sich zwar bisschen komisch vor, wenn man so was im Supermarkt kauft, aber es wirkt echt gut!
 
Danke für den Tipp. Ich bin immer wieder froh, dass es hier so viele kompetente Menschen gibt, die einem weiterhelfen können.
 
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