Flüssigkeitskühlung Corsair H50 im PCGHX-Test - eine Alternative zu Luftkühlern?

AW: Flüssigkeitskühlung Corsair H50 im PCGHX-Test - eine Alternative zu Luftkühlern?

Klar ist der Corsair H50 Kühler als Konkurrenz für die Luftkühler zu sehen, aber da schneidet er nicht so gut ab ist halt maximal gleich auf mit den guten Luftkühlern. Das ist so ein bisschen das Problem...
Dazu muss man aber sagen, dass Corsair (oder wer die Dinger für die baut) nichts für kann. Wenn man die Kühlfläche erhöht, dann wird es für viele User unpraktikabel....

Hat eigentlich wer das ganze schonmal direkt und fair mit einer Wakü mit Single Radi verglichen? Das einzige was mir grad im Kopf rumschwirt ist, dass Scamps mal irgendwas mit nem Single am start hatte, aber das war dann extern und auch nicht so richtig nen Test...

Edit:
Mal ein kleiner Exkurs über die Funktionsweise von Kühlern:

Erstmal der normale Luftkühler:

Einer normaler Luftkühler nimmt die Energie direkt von der CPU auf wird dabei warm und gibt die Energie über seine Kühlfläche also sich selbst wieder an die Luft ab.
Je höher die Differenz zwischen Luft und Kühlkörper ist, desto mehr Energie wird abgegeben. Die Temperatur des Kühlkörpers steigt also so lange an bis es ein Gleichgewicht gibt.
Man kann die Temperatur der CPU senken indem man entweder die Kühlfläche erhöht und so das benötigte Gleichgewicht senkt oder die Umgebungstemperatur reduziert damit mehr Energie an die Luft abgegeben wird.
Ein Lüfter bewirkt, dass neue kühlere Luft nachkommt die dann wieder Energie aufnehmen kann.
Das ist eigentlich schon das Prinzip eines Luftkühlers.

Jetzt die Wasserkühlung:

Die Wasserkühlung an sich ist dem Luftkühler sehr ähnlich!
Das Wasser selbst dient nur als Trägermedium für die Energie.
Auf der CPU sitzt jetzt ein Wasserkühler. Dieser dient dazu, dass die CPU möglichst viel Energie ans Wasser abgibt.
Die Energie die ins Wasser gelangt ist sorgt für eine Erhöhung der Wassertemperatur.
Das Wasser wird dann über einen Radiator gekühlt. Dieser Vorgang ähnelt sehr stark dem Vorgang wie beim Luftkühler beschrieben.
Der Radiator kühlt das Wasser also so wie der Luftkühler die CPU.
Der eigentlich Vorteil der Wasserkühlung liegt daran, dass man die Energie mit der Hilfe des Trägermediums Wasser von der CPU weg auf eine größere Kühlfläche transportieren kann.
Des weiteren kann man einen Radiator besser darauf optimieren Energie an die Luft abzugeben. Die Kühlfläche kann einfacher maximiert werden.


Eine Wasserkühlung ist kein Wunderding und der Luftkühlung sehr ähnlich! Wenn der Radiator die gleiche Verlustleistung hat wie der Luftkühler, dann kommt man auf mehr oder weniger die gleichen Temperaturen.
Eine Wasserkühlung wird also nur durch eine Erhöhung der Kühlfläche effizienter als eine Luftkühlung.
Wobei eine Wasserkühlung ja auch nur mit Luft kühlt wenn man es genau nimmt ;)

In das ganze spielt dann auch noch die Qualität des CPU Wasserkühlers rein. Also wie gut man die Energie der CPU in das Wasser bekommt.

Hoffe ich erzähl hier kein Mist, da ich mit Physik eigentlich nichts mehr am Hut hab ...
Der kleine Exkurs war vielleicht für so manchen interessant!
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Flüssigkeitskühlung Corsair H50 im PCGHX-Test - eine Alternative zu Luftkühlern?

Der Hersteller der Corsair H50 ist Asetek ;). Die bauen btw auch die Waküs für die "HighEnd"-Rechner von DELL/Alienware und Acer.

Im Mittel der Tests liegt die H50 durchaus gleichauf mit der absoluten HighEnd-Klasse unter den Luftkühlern. Manchmal etwas besser manchmal ein Quäntchen schlechter. Das hängt aber im Wesentlichen von der Messmethodik und den Randbedingungen ab. Allerdings benötigt der Kühler-Pumpen-Block der H50 eben deutlich weniger Platz am Sockel und der Radiator kann kühle Außenluft verwenden, was ihm, je nach Umgebungsbedingungen, Vorteile gegenüber Luftkühlern verschafft. Außerdem ist man damit in vielen Gehäusen flexibler bei der Anbringung. Preislich liegt die H50 zudem auf dem Niveau der besten Luftkühler auf deren Leistungsebene sie liegt und kann daher einfach als Alternative zu diesen gelten - nicht mehr und nicht weniger.

Einer individuellen Wakü macht sie aber keine Konkurrenz.

Edit: @Xandrus: In deinem kleinen Exkurs fehlt noch die Tatsache, dass eine Wakü wegen der wesentlich höheren Wärmekapazität des Wärmeträgers Wasser prinzipiell wesentlich mehr Abwärme aufnehmen und, bei entsprechender Kühlfläche, auch abführen kann. Für PC-Waküs ist das aufgrund der verhältnismäßig geringen Wärmemenge noch nicht so wahnsinnig relevant aber bei andern Anwendungen (Motoren, Werkeugmaschinen, uvm.) ist dieser Aspekt sehr wichtig.
Luftkühler sind hier limitiert, da die Wärme bei klassischen Luftkühlern durch Wärmeleitung zur Abgabefläche gelangen muss. Die Fläche lässt sich so nicht wie bei einer Wakü beliebig erhöhen. Mit der Einführung von Heatpipes hat sich das inzwischen wieder etwas relativiert. Da in Heatpipes ebenfalls Wasser steckt sind die meisten Luftkühler heute btw dem Wortsinn nach auch Waküs - allerdings wird dabei ein komplett anderes Prinzip genutzt (Phasenwechsel). Nichts desto trotz kann auch mit Heatpipes keine beliebig große Fläche mit Abwärme versorgt werden. Zudem ist man örtlich stark eingeschränkt, denn die Wärmesenke muss bei einem Luftkühler zwangsläufig relativ nahe an der Wärmequelle liegen.
Bei einer Wakü ist dieser Engpass nicht vorhanden (bei der H50 nur durch die feste Schlauchlänge eingeschränkt) - und das macht man sich natürlich zu nutze. In vielen Wakü-Gehäusen sieht man zwar, dass die Erbauer diesen Vorteil nicht wirklich ausschöpfen aber auch ein Radiator im Deckel ist eben schon besser platziert als ein riesiger Lamellenturm über dem Sockel ;).
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück