Fileserver / "Cloud" für ca. 350€
Hallo liebe Community,
ich brauch mal wieder eure Hilfe. In Zeiten wo man an jeder Ecke mit Begriffen wie "Cloud", "Cloud Computing" oder "Ihre Daten in der Wolke" konfrontiert wird, dachte ich mir, "warum baust du nicht deine eigene Wolke, nur eben in 'klein' nur für die Familie, quasi ein 'Wölkchen'?" So entstand meine Idee zu "Projekt: Wölkchen". Allerdings brauch ich hier nicht nur ein passendes System, sondern - sofern möglich - auch gleich ein paar Ratschläge, wie ich eventuell die gesammte Infrastruktur hier im Haus verbessern kann. Dazu aber später mehr
Die Idee dahinter ist denkbar simpel. Hier im Haushalt sind 2 Gaming PCs, 1 Office PC, 1 MediaCenter-PC, 1 Laptop, 1 Netbook und 3 Android-Smartphones (und das bei 3 aktiven Nutzern
). Auf allen Geräten sind Dokumente, Musik, VisualStudio-Projekte usw. Ergo macht es meiner Meinung nach durchaus Sinn, hier eine zentrale Datenstelle aufzubauen, auf die jeder seine 'privaten Daten' speichern kann. Gleichzeitig ermöglicht die verwendete Softwarelösung ("owncloud" + Apache) auch das Synchronisieren von Kontakten, Kalendern, usw. Also eine "vollständige Cloud" statt einfachem Fileserver.
Das System müsste folgende Eigenschaften abdecken:
- Viel Stauraum: 2x 2TB-Festplatten (1 aktive zum Datenspeichern, 1 die zweimal pro Woche die erste Platte Back-Upt)
- lautlos/unauffällig (passiv gekühlt?)
- hohes Netzwerktempo (größtenteils WLAN)
- und am wichtigsten: sehr geringer Stromverbrauch! (wenn möglich <20W idle, <30W max)
---
Meine Gedanken zu den einzelnen Punkten:
1) Bei den 2 Festplatten ist ja quasi egal welche. HDDs in den Größen kosten ca 90-100 Euro je. Eine wird dauerhaft angeschlossen, die andere per Adapter nur 2-3 mal pro Woche gebootet - SATA kann ja Hot-PnP. Ein selbst geschriebenes Programm erkennt dann quasi "ah, Backup Platte ist da", sichert Änderungen von A auf B, und ca ne Stunde später wird die Backup-Platte wieder vom PC getrennt (automatisch).
Was haltet ihr von der Idee? Ich finde sie gut, da so 1 Platte 95% der Tageszeit physikalisch vom System getrennt ist und somit sicherer ist bei eventuellem Virenbefall, Blitzeinschlag, usw...
2) Da noch nicht feststeht, wo die Kiste hinterher steht (und evtl stört), wäre 'lautlos' ziemlich wünschenswert. Daher hab ich an einen passiv gekühlten Prozessor in einem gedämmten Gehäuse gedacht (gedämmt wegen Festplatten, besonders wenn eine von denen Nachts fürs Autobackup hochfährt) mit einem langsam drehenden Gehäuselüfter für "ein wenig Wind", oder alternativ nen normalen Prozessor samt Kühler, der auf 5V festgeriegelt wird.
Welche Idee gefällt euch besser? Ist ganz passiv "sicher" genug für 24/7, oder sollte irgendeine Art von Luftstrom existieren?
3) Hohes Netzwerktempo wird hier im Haus denke ich das größte Problem, weshalb ich daher auch hier um den meisten Rat frage. Kurzer Lageplan:
Im Erdgeschoss ist der Internetanschluss mit Modem und Router (kann nicht verlegt werden, einziger im Haus). Dort ist auch direkt 1 PC angeschlossen und mit dem WLAN 1 Smartphone verbunden. Hier muss/kann nichts geändert werden.
Im ersten Stock steht der Media-PC, welcher von dem WLAN im Erdgeschoss auf Grund von 1 Decke und 2 Wänden nur "1 Strich" (unter Windows unten am Netzwerksymbol) abbekommt. Daher steht - ebenfalls im ersten Stock - ein WLAN-Repeater, mit dem der Medien-PC verbunden ist - mit voller Leistung, da nur noch 1 Wand im Weg ist. Mit diesem WLAN sind auch die anderen 2 Smartphones und das Netbook (alles im ersten Stock) verbunden.
Im Dachgeschoss schließlich stehen die 2 Gaming Rechner und der Laptop, die ebenfalls mit dem WLAN verbunden sind (per USB Adapter). Zwischen diesen Rechnern findet blöderweise auch der meiste Datenaustausch statt, weshalb ich mich hier am meisten ärgere: mehr als 2-3 MB/s kommt da nicht rum (wegen USB-Adapter). Daher überlege ich, mit "Wölkchen" auch gleich das WLAN zu optimieren - Kabel verlegen ist leider nicht, verbietet "der Hausherr" (Schwiegervater).
Meine Idee wäre ja, unterm Dach "Wölkchen" in eine Ecke zu stellen, nen vernünftigen Router zu besorgen, an diesem dann die 3 Rechner (Wolke + 2 Gaming) per Kabel zu verbinden, und das ganze dann mit ner starken, gerichteten WLAN-Antenne 2 Etagen tief nach "schräg unten" mit den Router/Modem-WLAN zu verbinden. Bin was Netzwerk angeht absolut kein Profi, aber wenn man sich bei diversen Online-Shops die Kommentare zu einigen Antennen ansieht, scheint es da doch auch günstige Modelle zu geben, die dieser Sache gewachsen sind
Hat jemand bereits Erfahrung mit dieser Problematik? Ist dieser Lösungsansatz vernünftig oder werd ich dann wieder irgendwo "Flaschenhälse" haben?
Der Medien-PC brauch nur Internet zum surfen, hohes Tempo wäre hier also nur zweitrangig.
4) Stromkosten machen mir mit am meisten Sorgen. 24/7 ist auf nen Jahr hochgerechnet doch schon was teurer. Und irgendwie muss ich mein Projekt auch noch vom störrischen Hausherrn absegnen lassen, da dieser die Stromrechnung zahlt.
Daher denke ich, wenn das ganze Ding maximal 20W/30W (idle/max) verbraucht, gibts keine Probleme. Mein erster Blick fiel auf einen "Raspberry PI". Festplatten waren dort per USB angeschlossen, der Prozessor hatte 700MHz (Single Core) bei ner TDP von 3.5W. Alles kein Problem, nur irgendwie war der Prozessor doch etwas zu schlapp dafür. Daher fiel mein zweiter Blick auf ein "ASUS C60M1-I inkl. AMD C-60". Der Prozessor hat bei 9W TDP immerhin 2x1GHz Rechenleistung, also "mehr als das doppelte". Allerdings bin ich dann nicht mehr an Linux gebunden (als System wird es wahrscheinlich ein Windows Server 2012, da ich das über MSDN umsonst bekomme), und auch dieser Prozessor irgendwie "schlapp wirkt" (nicht getestet, nur User-Kommentare gelesen). Mittlerweile denke ich an einen Intel D2700, der hat 10W TDP und knapp 2x2GHz. Allerdings ist der nur auf Boards mit NM10 Chipsatz zu finden, ergo nur 2x SATAII und kein USB3. Bedient werden soll der Rechner per Teamviewer, da dies für Andwender (der "Admin" (ich) hat nicht viel Ahnung von Remote-Desktop-Kram usw) recht simpel und zuverlässig zu bedienen ist. Und da der D2700 in einem Test (irgendwo ergoogelt) sogar beim "verschieben von Fenstern" ruckeln soll, frag ich mich ob der überhaupt stark genug ist. Er muss im Endeffekt nur für Kontroll-/Admin-Zugriffe ne GUI darstellen können und reine Datei-hin-und-her-Verschiebereien (per USB-Sticks, externe Festplatten, interne SATA-Platten, LAN, WLAN, SD-Karten,...) beherrschen, also keine Video-Transkodierung oder sowas.
Was habt ihr für Vorschläge? Wie gesagt: wenn möglich passiv + <20W idle + <30W last + genug Leistung für "Fenster und/oder Dateien verschieben"
---
Meine beiden Hauptprobleme also nochmal zusammengefasst:
a) Was für ein System ist aktuell zu empfehlen für einen reinen Fileserver ohne transkodieren usw?
Das Budget beträgt ca 350-400 Euro und benötigt werden:
- 2x 2TB Festplatte
- Board
- CPU
- RAM (4GB Riegel für 20 Euro ist quasi geschenkt)
- eventuell Netzteil, Gehäuse, zusätzliche Kühler?
(Habe hier noch ein altes Gehäuse mit 400W Netzteil, ca 3 Jahre alt, falls das Budget nicht reicht)
b) Wie würdet ihr bei meiner oben beschriebenen Situation den Fileserver schnellstmöglich anbinden?
(Vorschläge für Netzwerkkarten, Antennen, Router, Repeater usw werden gern entgegen genommen).
Das ganze Projekt soll in den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester umgesetzt werden. Auf Softwareseite ist alles soweit Funktionsbereit (in VM getestet).
Hallo liebe Community,
ich brauch mal wieder eure Hilfe. In Zeiten wo man an jeder Ecke mit Begriffen wie "Cloud", "Cloud Computing" oder "Ihre Daten in der Wolke" konfrontiert wird, dachte ich mir, "warum baust du nicht deine eigene Wolke, nur eben in 'klein' nur für die Familie, quasi ein 'Wölkchen'?" So entstand meine Idee zu "Projekt: Wölkchen". Allerdings brauch ich hier nicht nur ein passendes System, sondern - sofern möglich - auch gleich ein paar Ratschläge, wie ich eventuell die gesammte Infrastruktur hier im Haus verbessern kann. Dazu aber später mehr

Die Idee dahinter ist denkbar simpel. Hier im Haushalt sind 2 Gaming PCs, 1 Office PC, 1 MediaCenter-PC, 1 Laptop, 1 Netbook und 3 Android-Smartphones (und das bei 3 aktiven Nutzern
). Auf allen Geräten sind Dokumente, Musik, VisualStudio-Projekte usw. Ergo macht es meiner Meinung nach durchaus Sinn, hier eine zentrale Datenstelle aufzubauen, auf die jeder seine 'privaten Daten' speichern kann. Gleichzeitig ermöglicht die verwendete Softwarelösung ("owncloud" + Apache) auch das Synchronisieren von Kontakten, Kalendern, usw. Also eine "vollständige Cloud" statt einfachem Fileserver.Das System müsste folgende Eigenschaften abdecken:
- Viel Stauraum: 2x 2TB-Festplatten (1 aktive zum Datenspeichern, 1 die zweimal pro Woche die erste Platte Back-Upt)
- lautlos/unauffällig (passiv gekühlt?)
- hohes Netzwerktempo (größtenteils WLAN)
- und am wichtigsten: sehr geringer Stromverbrauch! (wenn möglich <20W idle, <30W max)
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Meine Gedanken zu den einzelnen Punkten:
1) Bei den 2 Festplatten ist ja quasi egal welche. HDDs in den Größen kosten ca 90-100 Euro je. Eine wird dauerhaft angeschlossen, die andere per Adapter nur 2-3 mal pro Woche gebootet - SATA kann ja Hot-PnP. Ein selbst geschriebenes Programm erkennt dann quasi "ah, Backup Platte ist da", sichert Änderungen von A auf B, und ca ne Stunde später wird die Backup-Platte wieder vom PC getrennt (automatisch).
Was haltet ihr von der Idee? Ich finde sie gut, da so 1 Platte 95% der Tageszeit physikalisch vom System getrennt ist und somit sicherer ist bei eventuellem Virenbefall, Blitzeinschlag, usw...
2) Da noch nicht feststeht, wo die Kiste hinterher steht (und evtl stört), wäre 'lautlos' ziemlich wünschenswert. Daher hab ich an einen passiv gekühlten Prozessor in einem gedämmten Gehäuse gedacht (gedämmt wegen Festplatten, besonders wenn eine von denen Nachts fürs Autobackup hochfährt) mit einem langsam drehenden Gehäuselüfter für "ein wenig Wind", oder alternativ nen normalen Prozessor samt Kühler, der auf 5V festgeriegelt wird.
Welche Idee gefällt euch besser? Ist ganz passiv "sicher" genug für 24/7, oder sollte irgendeine Art von Luftstrom existieren?
3) Hohes Netzwerktempo wird hier im Haus denke ich das größte Problem, weshalb ich daher auch hier um den meisten Rat frage. Kurzer Lageplan:
Im Erdgeschoss ist der Internetanschluss mit Modem und Router (kann nicht verlegt werden, einziger im Haus). Dort ist auch direkt 1 PC angeschlossen und mit dem WLAN 1 Smartphone verbunden. Hier muss/kann nichts geändert werden.
Im ersten Stock steht der Media-PC, welcher von dem WLAN im Erdgeschoss auf Grund von 1 Decke und 2 Wänden nur "1 Strich" (unter Windows unten am Netzwerksymbol) abbekommt. Daher steht - ebenfalls im ersten Stock - ein WLAN-Repeater, mit dem der Medien-PC verbunden ist - mit voller Leistung, da nur noch 1 Wand im Weg ist. Mit diesem WLAN sind auch die anderen 2 Smartphones und das Netbook (alles im ersten Stock) verbunden.
Im Dachgeschoss schließlich stehen die 2 Gaming Rechner und der Laptop, die ebenfalls mit dem WLAN verbunden sind (per USB Adapter). Zwischen diesen Rechnern findet blöderweise auch der meiste Datenaustausch statt, weshalb ich mich hier am meisten ärgere: mehr als 2-3 MB/s kommt da nicht rum (wegen USB-Adapter). Daher überlege ich, mit "Wölkchen" auch gleich das WLAN zu optimieren - Kabel verlegen ist leider nicht, verbietet "der Hausherr" (Schwiegervater).
Meine Idee wäre ja, unterm Dach "Wölkchen" in eine Ecke zu stellen, nen vernünftigen Router zu besorgen, an diesem dann die 3 Rechner (Wolke + 2 Gaming) per Kabel zu verbinden, und das ganze dann mit ner starken, gerichteten WLAN-Antenne 2 Etagen tief nach "schräg unten" mit den Router/Modem-WLAN zu verbinden. Bin was Netzwerk angeht absolut kein Profi, aber wenn man sich bei diversen Online-Shops die Kommentare zu einigen Antennen ansieht, scheint es da doch auch günstige Modelle zu geben, die dieser Sache gewachsen sind

Hat jemand bereits Erfahrung mit dieser Problematik? Ist dieser Lösungsansatz vernünftig oder werd ich dann wieder irgendwo "Flaschenhälse" haben?
Der Medien-PC brauch nur Internet zum surfen, hohes Tempo wäre hier also nur zweitrangig.
4) Stromkosten machen mir mit am meisten Sorgen. 24/7 ist auf nen Jahr hochgerechnet doch schon was teurer. Und irgendwie muss ich mein Projekt auch noch vom störrischen Hausherrn absegnen lassen, da dieser die Stromrechnung zahlt.
Daher denke ich, wenn das ganze Ding maximal 20W/30W (idle/max) verbraucht, gibts keine Probleme. Mein erster Blick fiel auf einen "Raspberry PI". Festplatten waren dort per USB angeschlossen, der Prozessor hatte 700MHz (Single Core) bei ner TDP von 3.5W. Alles kein Problem, nur irgendwie war der Prozessor doch etwas zu schlapp dafür. Daher fiel mein zweiter Blick auf ein "ASUS C60M1-I inkl. AMD C-60". Der Prozessor hat bei 9W TDP immerhin 2x1GHz Rechenleistung, also "mehr als das doppelte". Allerdings bin ich dann nicht mehr an Linux gebunden (als System wird es wahrscheinlich ein Windows Server 2012, da ich das über MSDN umsonst bekomme), und auch dieser Prozessor irgendwie "schlapp wirkt" (nicht getestet, nur User-Kommentare gelesen). Mittlerweile denke ich an einen Intel D2700, der hat 10W TDP und knapp 2x2GHz. Allerdings ist der nur auf Boards mit NM10 Chipsatz zu finden, ergo nur 2x SATAII und kein USB3. Bedient werden soll der Rechner per Teamviewer, da dies für Andwender (der "Admin" (ich) hat nicht viel Ahnung von Remote-Desktop-Kram usw) recht simpel und zuverlässig zu bedienen ist. Und da der D2700 in einem Test (irgendwo ergoogelt) sogar beim "verschieben von Fenstern" ruckeln soll, frag ich mich ob der überhaupt stark genug ist. Er muss im Endeffekt nur für Kontroll-/Admin-Zugriffe ne GUI darstellen können und reine Datei-hin-und-her-Verschiebereien (per USB-Sticks, externe Festplatten, interne SATA-Platten, LAN, WLAN, SD-Karten,...) beherrschen, also keine Video-Transkodierung oder sowas.Was habt ihr für Vorschläge? Wie gesagt: wenn möglich passiv + <20W idle + <30W last + genug Leistung für "Fenster und/oder Dateien verschieben"
---
Meine beiden Hauptprobleme also nochmal zusammengefasst:
a) Was für ein System ist aktuell zu empfehlen für einen reinen Fileserver ohne transkodieren usw?
Das Budget beträgt ca 350-400 Euro und benötigt werden:
- 2x 2TB Festplatte
- Board
- CPU
- RAM (4GB Riegel für 20 Euro ist quasi geschenkt)
- eventuell Netzteil, Gehäuse, zusätzliche Kühler?
(Habe hier noch ein altes Gehäuse mit 400W Netzteil, ca 3 Jahre alt, falls das Budget nicht reicht)
b) Wie würdet ihr bei meiner oben beschriebenen Situation den Fileserver schnellstmöglich anbinden?
(Vorschläge für Netzwerkkarten, Antennen, Router, Repeater usw werden gern entgegen genommen).
Das ganze Projekt soll in den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester umgesetzt werden. Auf Softwareseite ist alles soweit Funktionsbereit (in VM getestet).

