@Teutonnen
Nur verstehe ich nicht wieso man ein Spiel zwei mal durchspielt wenn es so schlecht ist?!
Du willst doch nur haten um Dich der Masse an Hatern anzuschließen und "hipp" zu wirken, das ist ja leider "in" heutzutage.
Okay, ich erkläre es dieses eine Mal.
Angefangen habe ich mit FC1+2, die ich im Sommer 2012 im Steam-Sale für 5.99€ als Bundle gekauft hab. Warum? Far Cry 3 war angekündigt und es wurde immer wieder versprochen, die Fehler des zweiten Teiles zu verbessern. Ich war gerade auf dem Skyrim-Zug und die Beschreibung (open world, haufenweise Sidequests, verschiedene Spielweisen etc.) hat mich angesprochen. Also hab ich die Vorgänger im Steam-Sale entdeckt und einfach mal gekauft, um mir ein Bild über die Serie zu machen.
Während ich mit FC1 ordentlich Spass hatte und für ein Spiel dieser Art auch im Nachhinein meine 40€ zahlen würde, war ich von FC2 extrem enttäuscht. Das Spiel bestand aus vier Dingen: Diamanten suchen, Search&Destroy-Missionen absolvieren (a.k.a. gehe x und töte alles), den alle 30 Sekunden respawnenden Postan an jeder scheiss Kreuzung ausweichen und die Waffen nach jeder Mission wechseln, weil sie nach gefühlten 50 Schuss schon Ladehemmungen hatten - und 1 Magazin später flog dir die Knifte um die Ohren. Oh und die Strasse konnte man komplett vergessen - abgesehen vom obligatorischen (feindlichen) Kontrollposten alle 10 Meter fuhren auch noch Patrouillenfahrzeuge herum, die einen sofort angriffen. Yay.
Sobald man in die zweite Region kommt, macht man dort das Selbe in Grün, bis der Abspann kommt.
Also war ich grundsätzlich an FC3 interessiert, weil mir das Spielkonzept an sich gefiel - aufgrund des katastrophalen zweiten Teiles habe ich aber mit einem Kauf gewartet, bis ich das Spiel für 19:90€ gefunden habe. Das war es mir dann wert.
Nun ging Gordon Freeman munter ans Werk und spielte FC3. Sechzig Stunden und zwei Durchgänge später war ich ziemlich enttäuscht über die komplett bescheuerte Story.
Teeniegruppe macht Abenteuerurlaub auf Insel, wird von Piraten gefangen, mein Bruder wird vor meinen Augen von einem Wahnsinnigen erschossen und ich werde quer durch den Jungel bis zur Bewusstlosigkeit gehetzt - nur, um anschliessend in einem Eingeborenenstamm aufzuwachen und mich die nächsten 10 Stunden keinen Deut um meine Freunde zu scheren, sondern stattdessen mit dem Brillenträger, den ich seit 5 Minuten kenne, eine Inseltour ins Blaue zu machen.
Daraufhin lasse ich mich als Stammeskrieger rekrutieren, mache für diesen den Teilzeit-Rambo, suche nebenbei nach Vaas, begebe mich im Namen der Wissenschaft auf einen Pilztrip und lasse mir eine Gehirnwäsche verpassen, nur um die jeweiligen Endbosse über blöde Quicktime-Events besiege, die ich gar nicht verlieren kann, weil sie immer wieder von Vorne beginnen und immer die gleiche Tastenfolge verlangen. Anschliessend darf ich noch einmal wählen - zwischen einer Kampfschlampe, die ich seit ner Woche kenne (aber schon vor der ganzen versammelten Insel gevögelt habe), oder den Leuten, mit denen ich mein Leben verbracht habe (und die mich während der Kampagne erstaunlich selten überhaupt interessieren).
Oh und weil es so schön war, stürmen wir gleich eine komplett neue Insel. Rinse, repeat. Xplosions. QTEs. Abspann.
Immerhin konnte man jetzt die Gebiete säubern und die Feinde endgültig vertreiben. Tat man das nicht, wurde man alle 20 Meter von irgendwem gesehen und beschossen. Tat man es, war bald die gesamte Insel feindfrei und die härtesten Gegner waren die paarweise vorkommenden Komodovarane, weil man die im (zugegebenermassen sehr schönen) Dschungel kaum noch gesehen hat.
Die Feinde waren aber so abartig dämlich, dass sie selbst in Scharen kein wirkliches Problem darstellen, denn sie laufen fast immer zum letzten Ort, an dem du Lärm gemacht hast. Sprich: Sitz irgendwo hin, schiess in die Luft, renn weg - und alle rennen zu dieser Stelle. Dann kannst du die Basen backdooren oder einfach alle niedermähen. Oder beides, schliesslich hat fast jede Basis ne MG-Stellung. Oder du startest eine Meelee-Takedown-Kette, die sich jedes Mal als grosses Quicktime-Event spielt. Oder, du befreist das Viech im obligatorischen Raubtierkäfig, welches dann im Alleingang die Basis leert und dutzendweise Treffer aushält - während sein wildes Pendant nach zwei Treffern tot da liegt.
Gott bewahre, wenn man die schallgedämpfte .50er hatte. Damit konnte man, dank fehlender Projektilphysik, ganze Basen binnen Sekunden auslöschen, ohne dass die Gegner überhaupt reagierten. Geld war ebenfalls sinnlos - Munition gab's von Gegnern, Taschen musste man craften und die besten Waffen gab es erst, wenn man Funktürme mit extrem einfachen Sprungrätseln bestiegen und dort die ATI-Grafikkarte entfernt hatte.
Von den hunterten, gleich lautenden Jagdaufträgen und dem Statuen-sammeln, was mMn einfach nur die Spielzeit strecken soll, mal ganz abgesehen gibt es sogar für den letzten Vollpfosten Wettbewerbe, die er nicht verlieren kann, damit man auch ja nicht bankrott gehen kann (Schrotflinte -> Vögel abschiessen) - nicht, dass man je zu wenig Geld hätte, ausser direkt am Anfang (wo man sowieso noch keinen Zugang zu diesen Minispielen hat).
TL/DR:
Been there, done that, did not like. Kann sein, dass ich was vergessen oder falsch im Kopf habe - siehst auf dem Screen ja selber, wann ich das letzte Mal FC3 gespielt hab.