Evil oder DSLR?

rabe08

BIOS-Overclocker(in)
Hallo liebe Fotofreunde! Ich möchte mir endlich mal wieder eine gute Kamera zulegen. Das wird noch etwas dauern, solch Entscheidungsprozesse ziehen sich bei mir in die Länge. Im Moment beschäftigt mich eine Frage, zu der ich gerne verschiedene Meinungen von Euch hören würde:

Wie die Überschrift schon fragt, Evil oder DSLR? Sensorgröße wird wohl APS-C werden, die kleineren sagen mir nicht so zu, die größeren sind mir im Gesamtpaket zu teuer. Ich bevorzuge bei Objektiven Festbrennweiten, ein mittleres Tele-Zoom werde ich mir aber schon zulegen, ansonsten als Festbrennweite Weitwinkel, "Normal" und ein starkes Tele. Wohl nicht alles auf einmal.

Alle namhaften Hersteller haben inzwischen auch Evils im Programm. Retrolook, modern, optisch eher an klassische kleine SLRs angelehnt, alles ist kaufbar. Mir ist klar, dass ich anders als bei einer (D)SLR bei einer Evil keinen direkten optischen Weg vom Sucher zur Linse habe. Aber ist das echt so ein Nachteil? Viel wichtiger ist mir die Möglichkeit, dass das abgebildete Bild im Sucher unter der Verwendung der ausgesuchten Blende dargestellt wird, um den Schärfenbereich darzustellen. Bei meiner alten analogen Canon habe ich dafür einen Schalter (Abblendschalter). Weiß jemand von Euch, ob es Evils gibt, da sowas haben? Und ab welcher Klasse DSLR so einen Schalter haben?

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich von Euch die ein oder andere Meinung generell zum Thema DSLR vs. Evil hören würde, und vielleicht auch Infos zum Thema Arbeitsblende.
 
Was für dich passt, kannst nur du selbst beantworten. Manche Leute mögen es nicht, auf einen Bildschirm im Sucher zu schauen aber wenn dir das nichts ausmacht, gibt es eigentlich kaum Gründe für einen Optischen Sucher. Geh in den Laden und probier es aus. Wenn du bei APS-C bleiben willst, haben übrigens nur Canon, Sony und Samsung EVIL-Kameras im Angebot. Und die Canon EOS-M Serie mit vier (:ugly:) Objektiven, ohne Aussicht auf mehr, kann man eigentlich ignorieren.

Blendenvorschau:
Canon (DSLR): ab der Einsteigerklasse
Pentax (DSLR): ab der Einsteigerklasse
Nikon (DSLR): ab der 7000er Serie
Sony (SLT): ab der Einsteigerklasse
Samsung* (DSLM): NX10 und NX1
Sony* (DSLM): A7 Serie (Vollformat)
Alle SLT- und DSLM-Kameras sind EVIL :devil:

* bei Spiegellosen Kameras wird teilweise schon beim Fokussieren richtig abgeblendet, eine Taste ist also gar nicht nötig. Die genauen Modelle kann ich dir aber nicht sagen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Pentax und Samsung würde ich rauslassen bezüglich des Objektiv und Zubehörmarktes. EOS m geht so. Mit Spiegellosen tun sich Nikon und Canon derzeit noch schwer. Ich empfehle dir Olympus, auch wenn es Micro four thirds ist. Wer einmal mit einer Em10 oder höher fotografiert hat will seine Spiegelreflex in die Ecke werfen bei den meisten Sachen und sofort umsteigen! Spreche da aus eigener Erfahrung.
 
Erstmal vielen Dank!

Ich werde mir Olympus und Sony mal anschauen bei den Evils. DSLRs kenne ich, meine Überlegung ist, ob für mich nicht eine etwas kompaktere Kamera besser ist.
 
Ich hab vor kurzem so eine Digitalkamera in der Hand gehabt. Was mich persönlich am meisten gestört hat war der fehlende optische Sucher. Ich kann mich mit dem Digitalen Sucher nicht anfreunden. Mir fehlen die Details um die Bildschärfe zu beurteilen. Auf der anderen Seite hat eine hochwertige Kamera, die etwas kompakter ist auch seine Vorteile. Für mich jedoch höchstens als Zweitkamera.
 
Ich hab vor kurzem so eine Digitalkamera in der Hand gehabt. Was mich persönlich am meisten gestört hat war der fehlende optische Sucher. Ich kann mich mit dem Digitalen Sucher nicht anfreunden. Mir fehlen die Details um die Bildschärfe zu beurteilen. Auf der anderen Seite hat eine hochwertige Kamera, die etwas kompakter ist auch seine Vorteile. Für mich jedoch höchstens als Zweitkamera.

Also wenn die Kamera Peak Focusing beherrscht, dann siehst du in nem digitalen Sucher deutlich besser die Schärfe als in einem optischen.
Ich persönlich kann als Brillenträger mit dem optischen Sucher eh die Schärfe kaum beurteilen. Klar gibt es die Dioptrinkorrektur, nur...wer setzt denn dauernd seine Brille ab beim fotografieren?
 
Und es, im Vergleich mit µ4/3, auch weniger Linsen im Portfolio gibt

So ein Quark, was fehlt denn bitte? Der einzige Nachteil ist der Preis der Linsen, welcher sich aber auch unmittelbar in der Qualität niederschlägt. Mittlerweile gibt es aber auch gute Fuji-Linsen im mittleren Preissegment, welcher aber vornehmlich aus Plastik und in China hergestellt werden. Eine X-E1 inkl. Kit-Objektiv (was so ziemlich eines der besten Standard-Objektive auf dem Markt ist), gibt es derzeit gebraucht für einen äußerst schmalen Taler und mehr Bildqualität im APS-C-Bereich ist kaum möglich.
 
Pentax und Samsung würde ich rauslassen bezüglich des Objektiv und Zubehörmarktes....

Zu Pentax habe ich zwar keine Informationen, aber zu Samsung (da ich eine habe) gibt es ganz viele Objektive (auch von Fremdherstellern). Zudem kannst Du Dir
die Reviews von renommierten Fachzeitschriften und Blogs von Profi-Fotografen durchlesen, was die Objektivqualität anbelangt.

Olympus konnte mich leider nicht überzeugen. Besuche jedes Jahr die Olympus Playgrounds, wo man durch diverse Installationen laufen kann und die Kameras von
Olympus testen kann. Letztes Jahr hatte ich die OM-D E-M5 als Wegbegleiter mit dem 12-40mm f 2.8 Objektiv. Mein Fazit war:

PRO:

1. solide Verarbeitung
2. liegt gut in der Hand
3. tolles Design
4. sehr guter E-Sucher

CONTRA:
1. die Kamera ist ISO Schwach
2. die Steuerung und Submenüs sind unübersichtlich/nicht logisch (Achtung: rein subjektiv + basierend auf dem Gebrauch an 2 Tagen!)
3. der Touchdisplay ist sehr unasugereift (lieber hätten die Kamera günstiger und ohne gemacht)
4. Autofokus bei dunkleren Bedienungen
5. Hatte meine Canon 550D mit 28-70mm f2.8 Objektiv mit. Die Fotos waren mit der betagten DSLR wesentlich besser.

Ich möchte auf keinen Fall jetzt aufschreien: "Die Marke bzw. die Kamera ist besser und die andere ist schlechter.". Ich möchte nur dem TE empfehlen, dass er
sich selber ein Bild von den Kameras macht, denn die Beiträge hier (so wie meins), waren und werden alle subjektiv sein. Als Bsp: Der eine hat eine Sony und vergöttert
diese, der andere hat diese eingepackt und weggeschickt, weil er das Kotzen kriegte.

Mein Tipp: Bilde Dir selber eine Meinung (Fachzeitschriften + Google). Kannst ja auch dank dem Widerrufsrecht auch die Kameras selber testen. Es muss ja schließlich
Dir gefallen.


LG. n3rd
 
Hab ich was davon geschrieben das was fehlt...?
Habe nur geschrieben das die Auswahl bei Fuji nicht so groß ist wie bei µ4/3

Das stimmt natürlich. :p Denke aber nicht, dass sich auf Grund der Qualität der vorhandenen Objektive etwas vermisst wird. Hatte selber mal eine µ4/3 und diese Seite hier zur Übersicht verwendet:

Micro Four Thirds Objektive - HENNIGArts : Technik

Eine weiter Möglichkeit zum Vergleich der Bildqualität (als grobe Richtlinie):

Studio shot comparison: Digital Photography Review

Ansonsten kann man n3rd nur beipflichten, man sollte sich die Kameras vorher anschauen und sich dann entscheiden.
 
Hinzufügen wäre noch dass ab dem Einsteiger Bereich der Slt's von Sony Fokus peaking integriert ist (z. B. Alpha 58) . Es heißt nur anders, nämlich "Kantenhebungsstufe" (da muss man auch erstmal drauf kommen :ugly: )
 
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