[Erfahrungsbericht] Cougar SE 400W

Erzbaron

PCGH-Community-Veteran(in)
Einleitung:

Ihr fragt euch sicher was ich mit dem Kauf eines neuen Netzteils bezwecke, denn mein jetziges Coolermaster Silent Pro M500 gehört ja immer noch zu den "guten" Netzteilen im bezahlbaren Preissegment unter 100€. Außerdem glänzt es durch ein 80plus Zertifikat sowie einen sehr leisen Lüfter, von der soliden Verarbeitung und dem hervorragenden Kabelmanagement fange ich gar nicht erst an ...

Ihr merkt es sicherlich schon, ich habe kaum Kritikpunkte an meinem Netzteil ausmachen können. Es gibt aber einen besonders wichtigen Kritikpunkt und einen nunja weniger wichtigen. Das größte Makel ist meiner Meinung nach die nicht mehr ganz zeitgemäße Effizienz von "nur" 80%, das mag für die meisten User völlig ausreichen allerdings zähle ich mich als Enthusiast und außerdem läuft mein Rechner arbeitsbedingt gut und gerne 12-14h am Tag. Der Zweite, etwas weniger größte Kritikpunkt ist Topologie bedingt, ein "normales" Netzteil liefert eine gewisse Ausgangsleistung, in meinem Falle 500W, von diesen 500W entfallen aber "nur" 408W effektiv nutzbar auf die 12V Rail. Dieses Problem der nicht nutzbaren Nennleistung wird mittlerweile durch DC-to-DC Netzteile wie dem Antec True Power New oder der Enermax 87+ Serie ausgeglichen, aber die meisten Netzteile am Markt sind immer noch "Standard" Modelle. Wobei ich nicht sagen will das man auf die 3,3V und 5V Rail verzichten kann, jeder Rechner erzeugt auch auf diesen beiden Leitungen eine gewisse Last allerdings liegt diese nur bei wenigen A ... weswegen die jeweils 20A völlig überdimensioniert sind.

Also habe ich nun mit einem neuen Netzteil geliebäugelt, einer der Spitzenkandidaten war für mich das Enermax Modu87+ 500W, aber auch die Antec High Current Pro fand und finde ich sehr ansprechend, nur leider gibt es diese erst ab über 600W ... Wie man aus vielen Messungen entnehmen kann ist aber bei Netzteilen die Effizienz am höchsten wenn sie zu 50% ausgelastet werden. Im normalen Rechner Alltag ist das aber echt schwer zu erreichen, ein Beispiel wenn der Rechner unter Volllast 250W aus der Dose zieht benötigt man ein 500W Netzteil, nun läuft aber kein PC 24h am Tag unter Volllast, wenn der gleiche Rechner also nur 100W im Idle bzw. bei geringer Last ist ein 500W Netzteil oversized.

Was tut man also? Verzichtet man zugunsten eines gewissen Spielraums bei der Ausgangsleistung auf Effizienz, vor allem wo die meisten Rechner die meiste Zeit eh unter geringer Last arbeiten. Die andere Alternative wäre eine knappe Kalkulation. Wenn man sich also für die zweite Variable entscheidet steht man sogleich vor dem nächsten Problem, im Bereich um 400W ist das Angebot VERNÜNFTIGER Netzteile mit hoher Effizienz sehr gering, schaut es euch selbst an: http://geizhals.at/deutschland/?cat=...248_450&sort=p Die besten verfügbaren Netzteile haben 80plus Bronze und stammen von den üblichen Verdächtigen.

Durch unseren tollen Netzteildiskussionsthread und unseren Cougar PR Mann hier im Forum bin ich nun auf die Cougar SE Serie aufmerksam geworden, eine hocheffiziente Serie mit 80plus Silber Zertifikat die mit 400W als kleinstem Modell beginnt, eine kurze Suche und ein Tip von Piou brachten mich auf die Seite von Hardwareversand.de und dort war das Cougar SE 400W bereits lieferbar und mit knapp 55€ durch einen Eingabefehler sehr günstig ... also habe ich sofort zugeschlagen :daumen:

Mein Testrechner:

Da ich das Cougar SE natürlich für mich gekauft habe soll es auch in meinem Rechner verbaut werden. Mein Rechner ist eigentlich nicht besonders stromsparend konzipiert, dafür ist zu viel übertaktet und die Komponenten zu leistungsfähig, also der optimale Rechner um ein Netzteil von Cougar zu testen. Denn Cougar (die Retailmarke von HEC/Compucase übrigens) hat sich die durchaus kaufkräftigen Enthusiasten als Zielgruppe auserkoren und will nun mit den neuen Serien alle Untergruppen (Effizienzjunkies, Leistungsjunkies, Preisbewusste usw.) versorgen. Doch nun weiteres zu meinem Rechner ...

CPU: AMD Phenom II 720BE @ Phenom II 965BE (3,4GHz @ 1,42V)
Board: AsRock 890GX Extreme3
RAM: Kingston Value RAM DDR3 1333
GPU: MSI Geforce GTS250 Twin Frozr 1GB
HDD: Samsung Spinpoint F3 500GB
ODD: Sony DVD Brenner
sonst.: TP-Link WLAN Karte PCI​

Das alles verpackt in einem Lancool K62

Hier ein paar Impressionen meiner kleinen Kiste ;)
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Ist Zustand:

Da ich euch nun schon einen Einblick in meine Planung gegeben und euch mit Infos über meinen Rechner versorgt habe kommen wir doch nun glatt zum eingemachten :daumen:, dem Verbrauch! Leider fehlt es mir an entsprechendem Equipment um wirklich einen "Testbericht" schreiben zu können, außerdem werdet ihr keine Geräuschmessungen bekommen weil ich weder ein entsprechendes Messgerät noch einen schalltoten Raum habe, ich werde euch allerdings ganz genau berichten was vom Netzteillüfter zu hören ist.​

Aber nun ersteinmal die Verbrauchsmessungen, ich habe mir dazu folgendes überlegt. Ich werde folgende Lastzustände nutzen um ein ordentliches Ergebnis liefern zu können:​

#1 Idle - Desktop​

#2 Teillast CPU - die CPU wird mithilfe von Prime95 (Largetest) aufs Maximum getrieben​

#3 Teillast GPU - Die GPU wird mithilfe des Furmark aufs Maximum getrieben​

#4 Vollast - Die CPU und die GPU werden gleichzeitig aufs Maximum gebracht​

Als Testgerät nutze ich ein Smarttech Energiemessgerät, dieses kleine schucklige Ding hat mir ein befreundeter Elektriker zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür :daumen:

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Hier nun die Testergebnisse mit dem Strommessegerät, etwas erschüttert hat mich der Stand by Verbrauch von ÜBER 100W, aber auch beim 10ten mal immer das selbe Ergebnis ...​

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Ich vermute das der Energiesparmodus von meinem Windows7 Ultimate nicht richtig funktioniert, von daher kann man den Stand by Verbrauch ersteinmal ignorieren, der Vollständigkeit halber lass ich den Wert dennoch ersteinmal drin.

Wie bereits eingangs erwähnt fehlt mir leider die Ausrüstung für eine vernünftige Geräuschmessung, aber man kann ja improvisieren :ugly:. Nachfolgend meine Wertung zur Geräuschkulisse des Coolermaster Silent Pro M500 während der gesamten Testreihe:

Es war unauffällig leise, selbst wenn ich alle anderen Lüfter abgesteckt habe war das Netzteil nicht oder nur absolut unauffällig zu vernehmen, sehr gut :daumen: Eine richtig dicke Hürde für das Cougar ...
 
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ACHTUNG, ich verlinke im Artikel nur noch die Thumbnails, wenn ihr die Bilder größer wollt scrollt bitte bis zum Ende des Posts. DANKE für euer Verständnis!

Cougar SE 400W


Einleitung / Erster Eindruck

Am Freitag den 23.07.2010 war es nun endlich soweit, ich hielt mein Cougar SE 400W in Händen und das allererste was mit aufgefallen ist bevor ich überhaupt den Versandkarton geöffnet habe >> das Gewicht <<, das "kleine" Cougar SE 400W ist mächtig schwer! Laut meinem Paketdienstleister knapp um die 1,5kg, für ein 400W Netzteil kein geringer Wert, aber dazu später weiteres.

Die Cougar SE Serie verspricht sehr viel, hochwertige Technik, leisen Betrieb, 5 Jahre Garantie und vorallem eine sehr hohe Effizienz! Ich bin extrem gespannt was mich erwartet ...

Das "normalgroße" orange-schwarze Netzteil versteckt sich in einem mächtig großen, schwarz gehaltenen Karton welcher mit dem großen Cougar Label auf der Oberseite sehr schick anzusehen ist. Wenn also Games mitlerweile fast ausschließlich in wenig ansehnlichen DVD Hüllen verkauft werden kann man sich nun als enthusiast outen und sich einen Netzteilkarton in die Vitrine stellen :P.

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Zurück zum Thema, das Cougar SE verwendet augenscheinlich das selbe Gehäuse wie die Cougar S Serie (Vorgänger der aktuellen SX Serie) mit seiner eleganten Farbgebung. Das mitlerweile typische Cougar Orange wurde deutlich dezenter eingesetzt als noch bei der Cougar Power und Cougar CM Serie und wird an den Seiten von schwarzen Flächen, die bei einem unten im Gehäuse eingebauten Netzteil deutlich mehr zur Geltung kommen, betont. Wobei ich dazu sagen muss, auf Bildern, egal ob von mir oder anderen Quellen sieht das Cougar Orange sehe gewöhnungsbedürftig aus, in live wiederum trifft es absolut meinen Geschmack! Der Gehäuse ist extrem steif und stabil, selbst mit großem Kraftaufwand war es mir nicht möglich Dellen in die Seitenwände zu drücken. Ein sicherlich nicht unerheblicher Punkt der das hohe Gewicht dieses kleinen Schmuckstückes erklärt.

Die Cougar SE Serie verfügt nicht über ein modulares Kabelmanagement, somit sind alle Kabel klassisch mit dem Netzteil verbunden. Die Kabel sind allesamt in ein passendes orange-weiß-schwarzes Sleeve gehüllt welches nicht nur absolut blickdicht ist sondern auch noch ziemlich flexibel. An den Enden sind Schrumpfschläuche angebracht und die gesamte Verarbeitung macht einen absolut hochwerigen Eindruck. Einen kleinen Negativpunkt kann man aber dennoch entdecken, die Kabel reiben bei der Durchführung aus dem Gehäuse hinaus direkt auf dem entgrateten und gefalzten aber trotzdem nackten Metall, einen dünner Plastik- oder Gummiring wäre das noch ein Stück eleganter gewesen.

Auf den Seiten prangert jeweils ein großer Cougar Schriftzug, clever, egal wie herum das Netzteil verbaut wird (Lüfter oben oder unten) wenn man ein Fenster an der Linken Gehäuseseite hat ist der Schriftzug immer so herum das man ihn lesen kann :daumen:. Auf dem schwarzen Lüftergitter prangt noch das bekannte Cougar Logo.

Alles in allem macht das Netzteil nicht den Eindruck einen "kleinen" Modells, die rein äußerliche Verarbeitung ist absolut hervorragend! Der Lack ist sehr kratzfest (ich trage einen Titanring ^^) und die Farbe sehr schick! Das Sleeve ist von sehr guter Qualität und schränkt die Flexibilität der Kabel kaum ein. Der Kabelläange ist für einen normalen Miditower im übrigen hervorragend dimensioniert, einzig der 8Pin EPU Stecker (für die CPU) könnte noch ein Stück länger sein da sich der Anschluss bei meinem Asrock Board ganz oben, direkt am oberen Boardrand befindet. Aber das Thema Kabellängen ist sowieso eine unendliche Geschichte, von daher ist die Länge völlig ausreichend dimensioniert und eine optisch ansprechende Verlegung ist auf jeden Fall gewährleistet. Alle Stecker sind im übrigen mit Ausziehhilfen ausgestattet.

Was ganz besonders auffällt bei montiertem Netzteil, durch die Farbgebung des Sleeves sieht es beinah aus als ob sich eine Schlange durchs Gehäuse schlängelt. Das ist nicht nur mir sondern auch meiner Lebensgefährtin und meinem besten Kumpel so aufgefallen.

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Zubehör und Kabel

Was erwartet man an Zubehör wenn man ein Netzteil ohne Kabelmanagement kauft? Richtig, außer ein paar Schrauben oder einfachen Kabelbindern nicht besonders viel. Cougar geht hier zwar keinen extrem anderen Weg, liefert allerdings 3 sehr schicke Klettbänder mit Logo sowie einen passend gesleevten Floppyadapter mit. Die obligatorischen Netzteilschrauben und ein hübscher Cougar Aufkleber fehlen ebenfalls nicht, das Netzkabel muss ich nicht weiter erwähnen, oder? :P. Im Endeffekt ein völlig ausreichendes und liebevoll durchdachtes Zubehörpaket, mehr brauchts nämlich definitiv nicht! Das kleine "Handbuch" ist zweisprachig, nämlich in deutsch und in englisch und erklärt eigentlich alles wichtige, sogar eine kurze Fehlerhilfe gibt es! Was ganz besonders positive Erwähnung finden sollte und Cougars Anspruch auf den High End Thron betont, es werden ALLE im Netzteil verbauten Sichererungsmechanismen kurz aber einleuchtend beschrieben. Für soviel Transprarenz gibts einen dicken Daumen hoch :daumen:

Meine 400W Variante ist mit folgenden Kabeln ausgestattet

20+4 Pin ATX Stecker (Länge 65cm)
2x 4 Pin CPU >P4/EPS Stecker< (Länge 65cm)
SATA Anschlüsse, 6 auf 2 Kabel verteilt (1 reiner SATA Strang, 1 Mischstrang)
PATA Anschlüsse, 5 auf 2 Kabel verteilt (1 reiner PATA Strang, 1 Mischstrang)
Floppyadapter mitgeliefert
PCIe 6 Pinschlüsse, 2 Stück an einem Strang

Der Stecker sind allesamt mit einer Ausziehhilfe versehen und sind grundsolide, aber das darf man bei einem Markennetzteil auch erwarten.

Technik

Beim Cougar SE handelt es sich um eine klassische, sprich gruppenregulierte Topologie. Das muss nicht zwangsläufig veraltet sein solange der Hersteller nicht unnötig viel nominelle Ausgangsleistung auf die "kleinen" Rails verschwendet. Cougar, bzw. HEC hat im Falle des Cougar SE 400 immerhin stattliche 384W auf der 12V Rail ermöglicht, zum Vergleich, mein altes Coolermaster Silent Pro M500 hatte "nur" 408W auf der 12V Rail. Somit kann das Cougar SE 400 satte 96% seiner nominellen Ausgangsleistung wirklich effektiv nutzbar bereitstellen, und 384W reichen auch für ein Oberklasse Gamingsystem mit 6-Kerner und dicker Single GPU Grafikkarte (zum Beispiel HD5870, GTX470). Desweiteren hat das Cougar SE Design, wie alle aktuellen Cougar Modelle mehrere 12V Rails, im Falle des Cougar SE 400 ganz genau 2 jeweils 20A starke Rails.
 
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Der Blick ins Innere

Ich muss mich leider für die etwas schlechten Bilder entschuldigen, aufgrund des schwarz gehaltenen Innenraums habe ich meine Kamera einfach nicht richtig scharf bekommen, aber ich denke mal das wesentliche ist zu erkennen.

Der erste Blick zeigt ein recht aufgeräumtes Layout der Platine sowie sehr klein dimensionierte, schwarz eloxierte Alukühler. Auf der Primärseite sitzt ein 330mFarad starker 105° Kondensator der Firma Nippon Chemicon, Sekundärseitig sitzen 105° Kondensatoren der Firma Teapo. Eine angesichts der Preises und der Ausgangsleistung sehr gute Bestückung. Die Eingangsfilterung ist einfach aber liegt qualitativ immernoch über vergleichbare Mitbewerber. Ein paar Worte möchte ich noch zur Platine verlieren, es handelt sich hierbei um eine Platine der Güteklasse FR4 wie sie auch bei den deutlich teureren SX und GM Modellen verwendet wird. In der Preis- und Leistungsklasse der Cougar SE Serie auf keinen Fall "Standard". Ich würde euch gerne auch noch mehr über die X und Y Kondensatoren erzählen, leider ist mein Elektrotechnikwissen dafür nicht ganz ausreichend.

Was mir aber aufgefallen ist und das nicht besonders positiv ist der sehr schlampige Klebereinsatz, auf der Platine konnte ich zwei große Lachen entdecken, Spulen, Kühler und die dicke Drossel in der Mitte sind völlig mit Kleber beschmiert. Technisch hat dies zwar keine Nachteile da die Komponenten thermisch nicht isoliert sind, aber der Eindruck der hochwertigen Verarbeitung hat einen Fleck auf die weiße Weste bekommen. Wobei es sich bei meinem Netzteil um eines der ersten Serienexemplare handelt, vielleicht wird in Zukunft weniger gekleckert. An den Seiten befindet sich jeweils Folie um den elektrischen Kontakt zum Gehäuse auszuschließen. Die meisten Spulen und Kondis sind ordentlich verpackt und verklebt um elektrische Nebengeräusche nach Möglichkeit zu vermeiden (fiepen, brummen).
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Alles in allem wird die Techik solide und gut. Ein kleiner Tipp, ich habe die Innenraumbilder in 1024x768 gelassen, ladet euch die Bilder runter und betrachtet sie so, dabei erkennt man noch mehr Details.

Der Lüfter

Der Lüfter im Cougar SE ist ein besonderes Highlight, es handelt sich um einen technisch sehr feinen, flüssigkeitsgelagerten Lüfter der Firma PowerLogic. Der gleiche sogenannte HDB-Lüfter ist auch im Gougar SX und GX verbaut. Es handelt sich im Übrigen um ein 140mm Lüfter dessen Blattgeometrie ein wenig an Xigmateklüfter einnert. Zur Geräuschkulisse später mehr.
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Messwerte

So, nun kommen wir zum eingemachten, der eigentliche Grund warum ich mir ein neues Netzteil gekauft habe ist ja der das ich Strom sparen wollte ... Und genau dazu gibt es die folgende Tabelle. ich habe wieder genau wie beim Coolermaster 4 Lastzustände gemessen, und zwar folgende:

#1 - Idlebetrieb
#2 - CPU Vollast (Prime Large)
#3 - GPU Vollast (Furmark)
#4 - CPU und GPU Vollast, mehr Stromaufnahme geht nicht



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Ich denke die Messwerte der Effizienz sprechen für sich, die durchschnittliche Energieersparnis beträgt gut 5,4% wobei das Coolermaster schon eines der effizienteren 80plus Netzteile ist, also ein sehr sehr gutes Ergebnis :daumen:.​

Lautstärke

Während meiner gesamten Testreihe habe ich mir ein Urteil über den verwendeten PowerLogic Lüfter bilden können ... und mein Gesamturteil ist gut! Der Lüfter ist im normalen Idle- oder Niedriglastbetrieb absolut unhörbar. Erst wenn eine deutlich höhere Last anliegt dreht der Lüfter höher, dabei wird der Lüfter eher nicht über die Temperatur des Netzteils geregelt sondern wirklich über die Last die anliegt. Das ist insofern ungewöhnlich weil (fast) alle anderen Hersteller ihre Netzteile möglichst leise halten wollen, hier geht Cougar einen anderen Weg und wählt die Lüftersteuerung über die aniegende Last. Das hat natürlich den ganz großen Vorteil das sich das Netzteil und die Abluft weniger aufheizen, während meines gesamten Testlaufs lag die Ablufttemperatur nie mehr als 6° über der Raumtemperatur!​

Natürlich kann durch diesen Weg der direkte Lautstärkevergleich zwischen dem Coolermaster und dem Cougar nur eindeutig ausfallen. Das Coolermaster bleibt nämlich komplett unhörbar während das Cougar wie bereits erwähnt im hohen Lastbereich hörbar wird.​

Die Geräuschcharakteristika ist aber zu keiner Zeit "laut" oder "nervig", der Lüfter brummt ganz dezent und ähnelt akustisch einen Scythe S-Flex. Das Netzteil kann aber definitiv als silent bezeichnet werden! Ich spreche hier von einer Akustik auf einem extrem hohen Niveau.​

Der Lüfter ist übrigens per 2-Pin Stecker mit dem Netzteil verbunden, ein Tachosignal wird somit nicht ausgegeben.​

Leistungsfähigkeit

Einige kritische User werden jetzt bestimmt denken das mein Rechner ja eh nicht genug Power zieht um das 400W Netzteil richtig auszulasten, also habe ich mir noch eine Radeon HD 4870 Vapor-X besorgt. Die Vapor hat 2x 6-Pin Anschlüsse und kann somit über 200W ziehen, also ein deutlich größerer Verbraucher als meine kleine GTS250.​

Viel gibt es nicht zu berichten, der Rechner lief locker 6h stabil unter Prime95 und Furmark (habe den Test dann beendet) und der Verbrauch an der Steckdose lag bei knapp 378W, die Effizienz von 87% rausgerechnet macht das knapp 330W effektiven Verbrauch. Ihr seht, selbst für eine verschwenderische Grafikkarte reicht die Leistung eines GUTEN 400W Netzteils. Wenn mir jemand eine GTX470 zur Verfügung stellt teste ich die auch gerne, ich habe da vollstes Vertrauen zu meinem Cougar SE.​

meine persönliche Wirtschaftlichkeitsrechnung

Ein gutes Netzteil kostet Geld, das ist jedem bekannt, ein gutes und effizientes Netzteil kostet moch mehr. Ich betone nochmal das ich mir das Cougar SE selbst gekauft habe und dementsprechend ist es auch wichtig mal den Kosten-Nutzenfaktor aufzuzeigen.​

Meine Rechnung:​

Ausgaben: 55€ fürs Netzteil + 7€ für den Versand = 62€​

Einnahmen: 50€ für das Silent Pro​

Ergebnis: 12€ draufgezahlt, die muss ich durch Stromsparen wieder reinbekommen :P

Ich habe ja Eingangs bereits geschrieben das mein Rechner gute 10h (ich geh mit Absicht niedriger ran) am Tag läuft, ich unterstelle mal einfach einen Verbrauch von 200W. Nun verbrauche ich mit meinem Cougar Netzteil 5,4% weniger, also genau 189,2W. Das macht dann pro Stunde 10,8W weniger Verbrauch, bei 10h Betrieb am Tag also genau 108W. Das Jahr hat 365 Tage, also 365 Tage * 108W sind ganz genau 39,42kWh Ersparnis pro Jahr.

Bei den Stadtwerken Osnabrück kostet eine kWh Stand per 25.07.2010 genau 19,99ct.​

Also, 39,42kWh * 19,99ct = 7,88€

Das Netzteil muss nun also knappe 16 Monate im normalen Betrieb bleiben und dann fängt es an sich zu lohnen :daumen: Also sind die Extrakosten für ein 80plus Silber Netzteil recht bald wieder drin ... Effizienz lohnt sich.​

allgemeine Wirtschaftlichkeit

Aufgrund der großen Nachfrage ob sich ein 80plus Silber Netzteil rentiert oder eben nicht habe ich mich dazu entschlossen noch eine allgemeinere Rechnung aufzustellen. Hierfür nutze ich Beispielhaft 2 fiktive Netzteile, eines mit 80plus Zertifikat (82% Effizienz) und eines mit Silberzertifikat (87% Effizienz).​

Dabei unterstelle ich Netzteil #1 (80plus) einen Kaufpreis von 50€, Netzteil #2 (80plus Silber) einen Kaufpreis von 75€, folgende Modellverbräuche werde ich hochrechnen, 50W, 100W, 200W und 400W.​

Wie ihr in der Tabelle sehr lohnt sich ein Silber Netzteil nur wirklich wenn ihr entweder einen recht hohen Verbrauch habt (Nachmessen!!) und/oder wenn euer Rechner relativ lange am Tag läuft.​

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Bei meiner Rechnung habe ich mit einem Strompreis von 19,99ct je kWh Brutto gerechnet. Wie ihr seht, ein kleiner 50W Officerechner brauchte etliche Jahre bis sich das Teil rechnet. Die 80plus Silber Netzteile sind eine tolle Sache, aber der wirkliche wirtschaftliche Nutzen stellt sich je nach "Verbrauch" und täglicher Laufzeit erst recht spät ein.​
 
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Fazit

Cougar hat mit der SE Serie ein wirklich heißes Eisen im Feuer, es ist sehr hochwertig verarbeitet und taugt selbst mit der kleinsten Leistung von 400W absolut für einen Oberklassegamingrechner. Dabei kommen auch die Silenteigentschaften nicht zu kurz, zwar verliert das Cougar SE 400W das direkte Lautstärkeduell zum Coolermaster Silent Pro allerdings auf einem sehr sehr hohen Niveau! Jeder der einen leisen Rechner haben möchte kann beruhigt zufreifen. Aber auch User die ihre verbrauchsintensive Hardware vernünftig versorgen wollen kommen definitiv nicht zu kurz! Die kleinen Kritikpunkte wiegen nicht besonders schwer.

Alles in allem kann ich dem Cougar SE eine klare Kaufempfehlung aussprechen!
B
ei geizhals.at/de ist es auch gelistet Cougar SE 400W ATX 2.3 Preisvergleich bei Geizhals.at Deutschland.

Der Preis mag zwar mit 65€ auf den ersten Blick hoch ausfallen aber ihr bekommt hier ein wirklich gutes Stück Technik mit dem ihr auch noch in einigen Jahren Spass haben könnt ...

Für Fragen stehe ich gern zur Verfügung! Ansonsten vielen Dank für die Aufmerksamkeit
 
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Nicht auseinander bauen,hhehe. Wenn ich Erzbaron richtig einschätze würde er keine Nacht mehr schlafen wenn er das nicht tun würde. Hast du dir schon überlegt wie und vor allem wie weit du es belasten wirst.
 
Also öffnen werde ich es definitiv! Ob ich auch die Platine rausnehmen werde und die kritisch begutachte muss ich noch schauen, denn es handelt sich ja nunmal um mein eignes privates Netzteil und mein Frauchen wird mich definitiv töten wenn es kaputtgeht und ich noch ein neues brauche :ugly:

Ansonsten werde ich es mit meinem Rechner belasten, den stelle ich heute noch vor und die ersten Messergebnisse mit meinem Coolermaster habe ich auch gerade angefertigt ...

edit: @ Hulkhardy

Da könntest du wirklich recht haben ^^
 
Kannst du bei dem Netzteil nicht die dreh Geschwindigkeit des Lüfters auslesen die würd mich sehr interressieren und was für ein Lüfter ist verbaut oder hab ich das überlesen?
 
Meinst du den Lüfter vom Coolermaster? Das hat einen Young Lin Tech Co. Lüfter in 135mm mit max. 1000 U/Min drin :ugly:

Das Coolermaster werde ich aber definitiv nicht aufschrauben da ich es gerne noch verkaufen würde ... und ohne Garantie schwierig Das hat einen ganz bestimmten Hintergrund auf den ich zum Ende meines Erfahrungsberichtes zu sprechen komme ... die Wirtschaftlichkeitsrechnung
 
Echt? Hab ich noch nie gesehen (aber auch nie bewusst nach geguckt ^^), brauch ich aber auch nicht wirklich weil ich euch ja Schritt für Schritt zeigen will wie sich das Cougar schlägt ...

Was sagt ihr eigentlich zu meinen bisherigen Bildern und den Texten? Alles Stimmig? Ich will das dieser Erfahrungsbericht richtig gut wird ^^
 
Hier nun die Testergebnisse mit dem Strommessegerät, etwas erschüttert hat mich der Stand by Verbrauch von ÜBER 100W, aber auch beim 10ten mal immer das selbe Ergebnis ...
Hey, ich find den satz etwas verwierend :-)
Ein stand by verbrauch von 100W wäre echt krank,
du meinst doch sicher Idle oder?


oh, paar zeilen später wirds ja doch schon geklärt^^
hab ich das erste mal wohl überlesen
 
Ich hab dazu noch was geschrieben ^^ guck mal etwas weiter unten, das liegt an meinem Windoof ...

Beim Rechner meiner Lebensgefährtin ists ganz genauso, die hat auch nen Stand by Verbrauch von 80W ... der Idle Verbrauch ist in meiner Grafik die #1
 
Ich komm im standby auf 25watt allerdings 50% davon nimmt schon das 5.1 soundsystem auf
dem ein standby modus komplett fehlt
 
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