Erfahrung Beyerdynamic DTX/MMX 102 iE

Stryke7

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Hallo zusammen,

Ich habe mir anlässlich des kürzlich vergangenen Festes einen Beyerdynamic MMX 102 iE zulegen lassen.

Ich habe davon einen vernünftigen Klang erwartet. Nun ist er da ... Und irgendwie bin ich unzufrieden.
Die Höhen und Mitten sind wunderbar klar aufgelöst, aber der Bass klingt als käme er direkt aus den Laboren von Beats by Dr. Dre. Allgemein viel zu viel, absolut matschig und ungenau, sowohl von der Frequenzhöhe als auch zeitlich. Er ist so extrem, dass er teilweise die ganzen Mitten einfach überrollt und platt macht.

Ich hatte eigentlich nach etwas relativ ausgewogenem gesucht, und mein Vertrauen in Beyerdynamic gesetzt da ich dort bisher gute Erfahrungen gemacht habe.

Nun verändert sich die Darstellung erfahrungsgemäß in der ersten Zeit immer noch ein bisschen, deshalb frage ich euch: Hat jemand Erfahrungen mit dem Modell? Wie klingt euer Beyer-InEar?

Ich bin gerade etwas unschlüssig ob ich sie behalten soll, oder nicht doch lieber noch nach etwas Anderem suche ...
 
Die Beyer In Ears sind keine absoluten Fehlkäufe, aber auch nicht das Beste fürs Geld.

Wenn er dir klanglich nicht gefällt, schick ihn zurück :daumen:

Gerade mit einem Import kann man bei In Ears mit wenig Geld sehr viel Qualität erhalten ;)
 
Hm ich bin noch nicht ganz sicher ... Alles andere gefällt mir eigentlich ganz gut, Höhen und Mitten sind in Ordnung und auch sonst ist der Kopfhörer/Headset gut gelungen. Aber mit diesem Bass werde ich aktuell noch nicht so richtig warm. Ich teste ihn mal noch ein paar Tage.
 
Für alle, die hier vielleicht später noch einmal vorbeikommen: Für mich war die Lösung, einfach mal andere Aufsätze zu nehmen.

Nun ist der Bass nach wie vor sehr präsent, aber in einem akzeptablen Rahmen, und definitiv viel differenzierter. Vielleicht hat sich der Kopfhörer auch weiter eingearbeitet und klingt nun besser.


Im Moment bin ich jedenfalls zufrieden.
 
Ich zitiere malDarkseth aus einem anderen Thread.

"Aber fakt ist, Beyerdynamic hat keine eigenen inears im angebot, das sind alles OEM hörer. Und soweit ich weiß, sollen alles Badewannen sein, mit relativ unpräzisem bass etc. Halt typische durchschnitts-spaßhörer."
 
Ich zitiere malDarkseth aus einem anderen Thread.

"Aber fakt ist, Beyerdynamic hat keine eigenen inears im angebot, das sind alles OEM hörer. Und soweit ich weiß, sollen alles Badewannen sein, mit relativ unpräzisem bass etc. Halt typische durchschnitts-spaßhörer."

Dazu kann ich keinerlei Anhaltspunkte finden. Beyerdynamic wird überall als Entwickler und Hersteller angegeben.

Klangtechnisch ist es eben Beyerdynamic. Es gibt mit Sicherheit analytischere Bässe, aber in der Preisklasse ist das schon wirklich brauchbar.

Und dir empfehle ich Eigenerfahrung über "Wissen" durch Hören-Sagen zu stellen ... 'Zitat von jemand anderem der von irgendwo zu wissen glaubt ... ' ist überaus wenig beeindruckend ;)


Ich habe schon diverse Kopfhörer kennengelernt, und nach einem etwas schwachen Start komme ich mit meinem In-Ear gerade schon halbwegs gut zurecht. Er klingt nicht absolut perfekt, aber er ist auch relativ günstig. Und zu dem Preis bin ich derzeit wirklich überrascht. Ich habe das erste mal mit einem In-Ear-Kopfhörer eindeutig die Soundchips meines Handys, Laptops und Gaming-PCs unterscheiden können, das konnte ich bisher nur mit meinen "großen".

Und mobil und beim Sport macht klassischere Musik nun auch endlich wieder Spaß. :)
 
Und dir empfehle ich Eigenerfahrung über "Wissen" durch Hören-Sagen zu stellen ... 'Zitat von jemand anderem der von irgendwo zu wissen glaubt ... ' ist überaus wenig beeindruckend ;)

Ganz ruhig.
Habe mir nur erlaubt ein Zitat von einem bekannten User hier aus dem Forum zu posten der sich mit der Materie doch sehr intensiv beschäftigt.
Von anderen kam ja diesbezüglich nix.
Das die Teile nicht das gelbe vom Ei sind hast doch in deinem ersten Post schon selbst festgestellt.
Aber jetzt bist du ja wie du schreibst mit den Dingern zufrieden,und alles ist schick.

Also viel Spaß damit.
 
Kann die Erfahrungen vom Eingangspost bestätigen. Habe auch mal die DTX 102 probiert und fand sie echt furchtbar, wegen dem matschigen Bass.

Allerdings, der DTX 71 ist für seine knapp 30€ in Ordnung, wenn man es etwas neutraler mag.
 
Mittlerweile sind ein paar Monate vergangen.

Ich bin mit dem MMX102ie fast glücklich. Der Sound könnte zwar etwas besser sein, aber in der Preisklasse ist er auf jeden Fall in Ordnung.
Obenrum und in mittleren Frequenzen hat er eine ganz brauchbare Auflösung, vielleicht mit etwas schwachen Höhen. Die absolut nicht Beyer-typische Abstimmung verwirrt mich immer noch :D
Der Bass ist ein Kapitel für sich: Der mögliche Frequenzgang ist gut, die Auflösung aber zu matschig.
Positiv fällt noch auf, dass der Kopfhörer für einen In-Ear eine halbwegs große Bühne darstellen kann.

Verarbeitungsqualität ist bisher auch in Ordnung, allerdings sind die Kabelgeräusche beim Joggen etwas nervig. Dabei stört auch insbesondere, dass das Mikrofon-Modul immer auf Höhe von Jackenkragen hängt, und daran hängen bleibt oder Geräusche erzeugt.
Warum dieses übrigens nur die Multifunktions-Steuerungs-Taste hat, und keine Lautstärke-Tasten, ist mir nach wie vor ein Rätsel.

Als mobilen Kopfhörer würde ich den Beyerdynamic trotzdem nicht hergeben wollen, es sei denn ich hätte ein deutlich größeres Budget für ein wirkliches Hifi-Gerät.

Die Sprachqualität des Mikros ist übrigens auch ganz gut.


Unterm Strich also ein brauchbarer Kauf, aber die ursprüngliche Idee, mir dafür auch Othoplastiken anfertigen zu lassen, habe ich aufgegeben. In Hinblick auf die Kosten dafür würde ich das nur bei einem Gerät machen, mit dem ich 100% glücklich bin.

So sehr ich Beyerdynamics große Kopfhörer auch mag; mein nächstes In-Ear-Headset wird vermutlich nicht wieder von ihnen kommen.
 
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