Ich habe das Buch kurz nach dem Herauskommen gelesen.
Mein Respekt dem Autor für diese gute Gratwanderung. Er hat immer den Bogen bis zum Anschlag gespannt, ihn aber nie überspannt. Und weiterer Respekt an den Verlag, der sich getraut hat dsa Buch rauszugeben. Bis heute ist das Thema "3.REich" und "HItler" ja immer noch ein heißes Eisen. (Was ja auch nicht verkehrt ist - und ich will dabei keinesfalls die "Schuld- Keule" schwingen.)
Das Buch ist m.M.n. eine "pervertierte" Sicht auf unsere heutige Gesellschaft. Man liest es, fängt zwischendurch an zu lachen, weil der "Typ" ja echt "bekloppt" ist. Aber wenn man dann, nach dem Lachen, ein wenig drüber nachdenkt.... Die Dinge, die Hitler an unserer heutigen Gesellschaft auffallen sind durchaus bemerkenswert. Die Satiere liegt in den Wertungen dessen was da auffiel. Und die waren halt immer genau gegenteilig zu den meinem.
Man kann dieses Buch auch als eine harte Gesellschaftskritik sehen aus einer "pervertierten" Sichtweise.
Und ich habe mir dann auch das Hörbuch ( K. M. Herbst - Stromberg ist der Sprecher) geholt. Auch das war gut, allerdings auch ein wenig anstrengend. Das Buch zu lesen war durchaus angenehmer, als es zu hören.
Auf den Film bin ich sehr gespannt und hoffe, sie versaubeuteln es nicht. Ist nämlich sehr schwer umzusetzen. Das Ganze braucht keine Special- effects, sondern Darsteller, die zu spannenden Dialogen fähig sind. So denn man es gut umsetzen will.
Es gilt nicht die Figur "Hitler" lächerlich zu machen, es aber trotzdem zu schaffen diesem "Monster" mit einem Lachen zu begegnen. Es sollte darum gehen, dass sich unsere Gesellschaft reflektiert und darauf achtet wo wir heute stehen. Und wieviel Raum sie inzwischen diesen "Werten" wieder einräumt. Das über die Humor- Schiene zu fahren begrüße ich durchaus. Denn Lachen ist die beste Art unseren Verstand zu befreien und leistungsstark und kreativ werden zu lassen.
Ich bin fast 48 Jahre alt. Meine Generation (und die Folgenden) haben nichts mehr mit dem Thema "Schuld" zu tun, nur weil wir Deutsche sind. Aber wir haben eine Verantwortung und eben aufgrund unserer Geschichte besondere Position.
Hier nur ein kleines Beispiel:
Es hat keine 100 Jahre gedauert bis ein deutscher Soldat seinen Fuß wieder auf fremden Boden gesetzt hat. Und dies geschah nicht zur unmittelbaren Abwehr von Gefahr gegenüber bundesdeutschem Gebiet.
Auch wenn uns das von den Medien so verkauft wurde. (Das hatten wir "damals" ja auch: "...seit 05:45 wird zurück geschossen..." ) Uns wird viel erzählt. Wir sollten nicht alles blind glauben.