Sehe beinähe täglich, wie man zu zweit, natürlich ohne Helm unter Missachtung der StVO auf diesen Dingern auf den Straßen langfährt. Dagegen sind die meisten Radfahrer ja noch harmlos. Warum macht die Polizei nichts?
Vielleicht sind die Freunde und Helfer gerade alle in aufwendigen Fortbildungsmaßnahmen, damit sie so exotisches Wissen lernen wie: "wo darf man parken und wo nicht?", "wann behindert oder gefährdet ein Fahrzeug den fließenden Verkehr?" und "wofür ist eigentlich dieser Hebel links hinterm Lenkrad gedacht?"
Nein, glauben tue ich das auch nicht. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und obwohl ich ungefähr jede zweite Minute einen StVZO-Verstoß auf Fürther Straßen sehe, mindestens einmal pro Arbeitsweg einen schweren, habe ich in über 10 Jahren hier nur eine einzige polizeiliche Kontrolle des Verkehrs erlebt. Auf funktionierendes Licht an Fahrrädern um 9:30 an einem sonnigen Sommertag. Für Verkehr hat bei der Polizei offensichtlich niemand Zeit. (Oder niemand Ahnung davon. Verstöße gegen die Verkehrsregeln durch die Polizei sehe ich geschätzt einmal pro Quartal.)
Wundert mich nicht. Die meisten missachten die Verkehrsregeln komplett und fahren wie verrückte.
Letztens bin ich auf einer Vorfahrtsstraße gefahren und da sind zwei !Kinder! mit dem E-Scooter komplett ohne zu schauen über eine schlecht einsehbare Kreuzung gefahren. Wenn ich nicht 30 gefahren wäre ( was dort nicht alle machen ) hätte es ordentlich geknallt.
E-Schooter sind erst ab 14 und das interresiert anscheinend auch niemanden...
Was soll denn dabei rumkommen, wenn man zu jung ist um Gefahren richtig einzuschätzen und die Verkehrsregeln nicht kennt.
Gibt es mittlerweile Scooter-Anbieter, die für Minderjährige zugängliche Zahlungswege akzeptieren?
Mein Stand war, dass die alle eine Kreditkarte oder ähnliches erfordern. Diese wiederum bekommt man selbst mit 14 nicht ohne weiteres und umgekehrt gibt es die Verkehrserziehung in der Schule, sodass eigentlich jeder ab 10-11 Jahren über das nötige Wissen verfügen sollte. Wenn z.B. Achtjährige ohne zu schauen mit einem Roller quer über Vorfahrtsstraßen schießen, dann ist das nur der letzte Fehler in einer längeren Kette von Dingen, die nicht hätten sein dürfen.
So traurig auch jeder einzelne Unfall ist, finde die Zahlen relativ unauffällig. Wird sich im Verhältniss zu den Radfahrern vielleicht noch Etwas erhöhen und dann immer wieder hin und her schwanken. Braucht man in meinem Augen Nichts verändern. Ginge es nach mir, wären private Roller und E-Bikes auf 30 km/h freigeschaltet aber für Diese gäbe es dann eine Helmpflicht. Und die Haftung mit dem Führerschein muss bei Beiden Verkehrsmitteln weg. Es macht einfach keinen Sinn wenn ich etwas ganz Anderes nutze und dann mit dem Autoführerscheinentzug bedroht werde. Glück für alle Leute die gar keinen Lappen haben.
Es geht nicht um eine "Bedrohung" derjenigen, die nicht bereit sind, sich an Verkehrsregeln zu halten, sondern um den Schutz aller anderen vor diesen. Wenn jemand trotz fehlender Kontrollen genug Vergehen durch Rollerfahren ansammelt, um den Lappen abgeben zu müssen, dann verweigert er wohl allgemein die Einhaltung sämtlicher Verkehrsregeln und lässt auch von sich aus keine Vorsicht in Risikosituationen walten. So jemand hätte nie die Erlaubnis zum Führen von Fahrzeugen erhalten dürfen, mit denen er richtig Schaden anrichten kann. Also wird sie ihm zumindest nachträglich wieder entzogen.
In Anbetracht dessen, was man regelmäßig auf Straßen beobachten kann, wäre ich sogar dafür, zusätzlich eine verdeckte Überprüfung des jeweiligen Fahrlehrers und -prüfers durchzuführen, wenn der Führerschein in den letzten 5-10 Jahren gemacht wurde.