Bin ich so oldschool, das nur ich die guten alten addons vermisse, oder geht es anderen Leuten hier im Board auch so?
Man hat beim Kauf des normalen Spiels für 40-50 Euro ja das Gefühl, etwas zu verpassen, nur weil man nicht nochmal n paar Euro für einen zusätzlichen Charakter ausgibt, wie in diesem Fall!
Ich werd einfach das Gefühl des "über-den-tisch-gezogen-werdens" nicht los
Da könnte man aber argumentieren, dass es zu den Zeiten der Add-Ons auch nicht anderst war. Je nach Spiel gab es da auch neue Characktere oder Spielgebiete. Es ist mit den DLCs also nichts anderes.
Andererseits gibt es auch einige DLCs, bei denen dieses Gefühl durchaus berechtigt ist, aber eben nicht bei allen. Wenn man aus einem Spiel einen wichtigen Teil der Story rausnimmt, um Ihn als DLC zu verkaufen, dann ist das für mich Beschiss.
Es gibt ja auch mehrere Arten von DLCs. Es gibt Spielschauplätze, Objekte, Characktere, Maps, usw.
Ein guter DLC gibt dem Spieler das Gefühl, dass er am Hauptspiel nichts verpasst hat, wenn er Ihn kauft. Ein schlechter DLC dagegen gibt dem Spieler das Gefühl, dass er ohne den DLC am Hauptspiel etwas verpasst hat.
Man kann das mit den DLCs doch drehen und wenden wie man will. Es gibt nun mal gute und schlechte. Es gibt überteuerte und günstige. Manche sind storyrelevant und kosten 15€, manche bieten eine ganze Spielwelterweiterung und kosten nur 10€. Am Ende ist es doch der Verbraucher, der den Publishern zeigt wo es lang geht. Wie Ich schon gesagt habe, wenn 10 Millionen Leute so doof sind, 15€ bzw. 15$ für ein lausiges 5 Karten - Mappack auszugeben, dann muss man sich nicht wundern, wenn die Publisher größenwahnsinnig werden und meinen, sie könnten die Spiele immer noch teurer machen und noch lausigere Mappacks anbieten, aus denen irgwndwann storyrelevante DLCs für 20 $/€ werden. Wenn Ich ein Mappack mit 5 Karten für 15€ anbiete und die Nachfrage extrem hoch ist, dann ist es ja fast logisch, dass Ich das nächste Mappack für 20€ oder nur mit 4 Maps anbiete. Wenn dann die Nachfrage wieder so hoch ist, werd Ich als Publisher immer so weiter machen.
So werden Spiele immer schlechter und teurer. Beispiel GTA4: Millionen von Exemplaren wurden verkauft, trotz der schlechten PC-Umsetzung und der vielen Bugs und Probleme. Und wenn Ich mir als Beispiel Cod: MW2 anschaue, hat wohl ein großteil der Käufer des Hauptspiels sich auch die DLCs gekauft.
Mittlerweile fallen die ganzen Probleme der PC-Umsetzungen unter den Tisch, weil die meisten Exemplare eines Spiels für die Konsolen verauft werden.
Ich behaupte mal ganz frech, dass sich die meisten Spielekäufer nicht ausfühlich über das Spiel informieren das sie kaufen. Die meisten Käufer sind doch irgendwelche Jugendliche, die im Mediamarkt stehen und am Ende dann das kaufen, was am Meisten in der Werbung zu sehen ist. Und dann sitzen sie vor Ihrem PC oder Ihrer Konsole und sehen, dass es Mappacks und andere Zusatzinhalte gibt und bestellen sie blindlinks.
Diese grobgeschätzen 75% der Käufer, die blindwütig Ihre Spiele kaufen, sorgen mit Ihrem Kaufverhalten dann dafür, dass die Spiele für alle Käufer teurer werden, auch für die 25% die sich gut über das informieren, was sie kaufen wollen. Aber weil ja 75% der Käufer sich nicht informieren, kaufen sie auch die schlechten Spiele und DLCs in Massen, so dass sich die Publisher in Ihrer Abzock-Strategie bestätigt sehen und dadurch die Spiele für alle teurer werden.
Es sind übrigens nicht nur die Konsoleros, die so blind Ihre Spiele kaufen.
Wie oft hab Ich schon solche jugendlichen Gangter im Laden gesehen, die sich Spiele angeschaut haben und dabei Sätze wie:" Ey alter, geil! Hab Isch in die Werbung gesehen, voll die krasse action!" von sich gegeben haben.