Die Todesstrafe - eine grausame Praxis welche abgeschafft gehört

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Hallo!

Ich mache mal einen neuen Thread zum Thema auf, weil der alte geschlossen wurde und das Thema immer noch aktuell ist.

Besonders nach dem ich von dieser Geschichte gehört habe: Geistig Behinderter Ernest L. Johnson trotz Protesten in den USA hingerichtet
der Mann hatte eine erhebliche Intelligenzminderung. Woanders hatte ich gelesen einen IQ von 67.
Sogar der Papst hatte sich für seine Begnadigung eingesetzt. Leider erfoglos.
Laut amerikanischer Gesetzgebung, ist die Exekution von geistig behinderten Menschen verboten, kann aber von jeden Bundesstaat anders ausgelegt werden. Das zeigt mir eigentlich mal wieder wie grausam dieses System ist.

Ich bin mitlerweile komplett gegen die Todesstrafe. Auch wenn die Schuld eindeutig nachgewiesen werden kann.
Niemand sollte das Recht haben über andere Leben zu richten.
Zum Glück ist sie in Deutschland seit Ende des zweiten Weltkriegs verboten.
Aber es gibt leider noch einige Länder wo die Todesstrafe durchgeführt wird.

Was ist eure Meinung dazu?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz einfach, die Todesstrafe ist barbarisch und hat in einer (vermeintlich zivilisierten) Gesellschaft nichts zu suchen.

Niemand sollte das Recht haben über das Leben oder den Tod anderer Menschen entscheiden zu dürfen. Gleiches mit gleichem zu vergelten ist eigentlich immer die Falsche Antwort.
 
Wie willst du das tun?
Warum übt man dann nicht gegen die USA auch mehr Druck aus?
Die machen das ja auch und mit denen ist man stärker verbunden.
Bei den USA regeln die Bundesstaaten das. Du kannst also kein Druck auf Washington ausüben.
Das wäre genauso als wenn du Berlin erklärst, dass sie mehr für die Bildung machen sollen. Funktioniert auch nicht, da Bildung Ländersache ist.
 
Bei den USA regeln die Bundesstaaten das. Du kannst also kein Druck auf Washington ausüben.
Das wäre genauso als wenn du Berlin erklärst, dass sie mehr für die Bildung machen sollen. Funktioniert auch nicht, da Bildung Ländersache ist.
Wobei die in den USA die Todesstrafe von oben verbieten könnten, so wie das u.a. auch in Deutschland der Fall ist. Da ist dann egal, was die Länder wollen.
 
Wobei die in den USA die Todesstrafe von oben verbieten könnten, so wie das u.a. auch in Deutschland der Fall ist. Da ist dann egal, was die Länder wollen.
Wo das denn? Der Supreme Court hatte doch mal die Todesstrafe ausgesetzt, weil sie nicht konform mit der -Verfassung ist. Das hat aber die Bundesstaaten nicht davon abgehalten, weiter daran festzuhalten.
Und solange die Mehrheit der Amerikaner weiterhin an der Todesstrafe festhalten. wird sich kein Präsident damit auseinander setzen.
 
Und solange die Mehrheit der Amerikaner weiterhin an der Todesstrafe festhalten. wird sich kein Präsident damit auseinander setzen.
Wobei das dann auch auf Weißrussland zutrifft:
Bei einem 1996 in Weißrussland durchgeführten Referendum hatten sich über 80 Prozent der Abstimmenden für die Anwendung der Todesstrafe ausgesprochen.[2]
Und da wird gerade Deutschland noch weniger Druck ausüben können.
 
In Hessen war die Todesstrafe auch noch bis letztes oder Vorletztes Jahr theoretisch möglich bzw. Verfassungskonform.^^

Ich finde schon, das einige Leute die Todesstrafe verdienen...aber nich so lasch wie die USA...wenn man sieht, was da manchmal für Mörder sind, die ihre Opfer wie Sau gequält haben.
Das sollte die Familie der Opfer dann schon selbst regeln dürfen.
 
Du wärst da vollkommen teilnamslos, wenn jemand z.B. dein Kind stundenlang gequält hätte bevor er/sie es getötet hätte?
Klaro, kannst ja nen neues machen...ich bekäme da Blutdruck.
Natürlich kann ich verstehen, dass man dann Hass und Zorn auf den Täter entwickelt. Den hätte ich bestimmt auch.
Aber niemand steht über dem Gesetz. Und wo kämen wir dann hin? Dann hätten wir Anarchie ähnliche Zustände wenn das jeder so machen würde.
 
Du wärst da vollkommen teilnamslos, wenn jemand z.B. dein Kind


Der Unterschied liegt darin, dass man Selbstbeherrschung hat und kein hirnloser, Wut gesteuerter Oger ist.

Dafür bräuchte man aber ein gewisses Maß an Bildung und Kultur, um das nachvollziehen zu können.


Simplere Gemüter begeben sich stattdessen auf das gleiche Niveau wie diese zu verachtenden Täter.
 
Du wärst da vollkommen teilnamslos, wenn jemand z.B. dein Kind stundenlang gequält hätte bevor er/sie es getötet hätte?
Klaro, kannst ja nen neues machen...ich bekäme da Blutdruck.
Diese Meinung ist vollkommen nachvollziehbar und mutmaßlich würde es mir genau so gehen.

Gesamtheitlich leben wir aber eben in einem demokratischen Rechtsstaat, welcher das Strafmaß regelt und dies auf Basis von Beweisen oder Indizien und nicht auf emotionaler Basis. Das ist overall auch gut so.

Es ist auch zu hinterfragen, was für den Einzelnen ein höheres Strafmaß ist und wie groß die Abschreckung ist.
Das glaube ich durchaus, dass die Todesstrafe so final ist, dass sie nicht mehr abschreckend wirkt und die Gefahr, das ganze Leben im Gefängnis verbringen zu müssen, eine größere Abschreckung darstellt.

Allerdings bin ich bei Straftaten gegen das Leben oder auch bei Mißbrauchsfällen der persönlichen Auffassung, das hier die Strafmaße in Deutschland zu gering ausfallen.
Insbesondere Im Kontext zu Wirtschaftstrafen erscheint mir eine Wirtschaftstraftat von der Gesetzgebung als "gravierender" beurteilt zu werden.
Andererseits beruht die Verurteilung bei solchen Verbrechen in Deutschland auf dem Grundsatz der Resozialisierung.
Leider (zumindest vom Presseecho her) habe ich den ebenso persönlichen Eindruck, dass Triebtäter zum allergrößten Anteil eben nicht resozialisierbar sind.
Da bin ich der Auffassung, dass wenn z. B. jemand ein Kind missbraucht hat, er nie wieder aus dem Gefängnis kommen darf.
Auch sollte bei solchen und ähnliche Straftaten wie Vergewaltigung generell keine Verjährung mehr eingeräumt werden, da viele Mißbrauchsopfer sich sehr oft erst nach Jahrzehnten mitunter erst nach dem Tod der Täter trauen, davon zu berichten.
 
Zurück