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Diagnose defektes Mainboard

leanpremixed

Schraubenverwechsler(in)
Hallo liebe Community,

ich bräuchte mal die Hilfe von ein paar Fachleuten bei der Diagnose eines Fehlers. Im Verdacht habe ich das Mainboard, daher schreibe ich es hier in den Bereich.

Seit wenigen Tagen (passend zur Hitzewelle) stürzt mein PC unvermittelt ab und startet direkt neu. Der Absturz tritt unabhängig von der Auslastung des Systems nach einer Zeit zwischen 20min und 70min auf.
Es folgt keinem Bluescreen oder einer sonstigen Fehlermeldung.

Mein System besteht aus folgenden Komponenten:

Mainboard: Gigabyte GA-Z170-HD3P Intel Z170 So.1151 Dual Channel DDR4 (Aktuellstest BIOS/UEFI)
CPU: Intel Core i7 6700K 4x 4.00GHz So.1151 (nicht übertaktet)
RAM: 16GB Corsair Vengeance LPX schwarz DDR4-3000 DIMM CL15 Dual Kit
Netzteil: 550 Watt be quiet! Dark Power Pro 11 Modular 80+ Platinum
Grafikkarte: ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme (nicht übertaktet)
Soundkarte: Creative Sound Blaster ZxR PCIe

Zur Diagnose der Absturzursache habe ich bisher folgende Schritte unternommen.

i. Test verschiedener Betriebssysteme:
Der Absturz tritt sowohl im aktuellen Windows Build 2004, im Vorgänger Build1904 und in Ubuntu Linux 20.04 auf. Das Linux habe ich von einem USB-Stick geladen, ohne das Windows gebootet wurde. Die Windows Builds habe ich auf zwei separaten SSDs installiert und jeweils die nicht benötigte physisch getrennt.
Eine Software Ursache kann daher vermintlich auszuschließen.

ii. Tests der Erweiterungskarten:
Um ein Fehler der Steckkarten auszuschließen habe ich Stück für Stück alle nicht benötigte Hardware (Soundkarte, Grafikkarte) entfernt. Das System läuft aktuell nur noch mit Netzteil, SATA-SSD im M2 Slot, IGPU, CPU, Dual-Channel RAM.
Der Fehler tritt in dieser Konfiguration sowohl im Idle, beim Surfen als auch bei diversen Benchmarks (z.B. Prime) auf. Das System stuerzt ab.
Alle Temperaturen die ich aufzeichnen kann (CPU, System) sind im unkritischen Bereich (unter 65°C).

iii. Test alternatives Netzteil:
Ich habe in der "minimal Konfiguration aus ii. neben meinem Standard Netzteil auch ein nagelneues 600 Watt Corsair SF600 Platinum Netzeil ausprobiert. Der Rechner stürzt mit beiden Netzteilen aus.
Ich schliesse daher die Netzteile als Fehler aus, da beide noch kein Jahr alt sind. Unwahrscheinlich das beide defekt sind.

iv. Test RAM:
Über einen Bootstick habe ich mit memtest86+ den RAM getestet. Einen kompletten Durchlauf mit allen Tests schaffe ich in der Regel. Dann stürzt das System nach der typischen Zeit ab. Ich bin mir hier jedoch unschlüssig, ob das wirklich vom RAM oder der noch bekannten Quelle stammt, da der Absturz nicht bei einem bestimmten Test recht zufällig auftritt.

Gibt es eurer Meinung nach noch eine Art Test die ich ausführen kann um den Fehler näher einzugrnezen?
Mögliche Fehlerquellen könnten ja sein:
- RAM
- Mainboard
- CPU (gibt es eine Möglichkeit diesen zu testen?)

Noch eine Anmerkung zur Hitze: Das System ist mittlerweile auf einem Tisch ohne Gehäuse aufgebaut. Die Spannungswandler werden von einem Separaten Lüfter angeströmt, da die mit dem verwendeten Tower Kühler sonst recht wenig Luft abbekommen. Die Soutbridge ist nicht aktiv gekühlt, wird aber nur handwarm.

Grüsse,
Leanpremixed
 
TE
L

leanpremixed

Schraubenverwechsler(in)
Hallo,

das System ist luftgekühlt.
Der Towerküler ist ein EKL Alpenföhn Brocken 2 Tower Kühler.

Im aktuellen Zustand steht das System ohne Gehäuse auf dem Tisch. Daher ist als Kühler nur der Tower Kühler plus zwei noname 120mm Lüfter die Luft auf RAM und Spannungswandler blasen vorhanden.

Danke für den Tip mit HWinfo. Hatte ein anderes Tool verwendet was nicht alle Sensoren auslesen konnte.
Hier ist wohl auch der Überltäter schon gefunden. Es gibt einen ominösen Sensor "Temperature4" der bereits kurz nach start auf 93°C steht und langsam steigt. Weiß jmd was sich dahinter verbirgt.
Temperaturen mit HWinfo sind folgende: 2020-08-11 20_24_00-Einstellungen.png

Edit: Eine kleine Recherche bei Google hat ergeben, das ich nicht alleine bin ;). Aber gefunden was sich hinter der Temperatur verbirgt habe ich noch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

wuselsurfer

Kokü-Junkie (m/w)
Ich denke nicht, daß der Sensor 4 überhaupt existiert.
Die CPU wäre längst heruntergedrosselt und andere Bauteile werden nicht überwacht.

Kannst Du mal ein paar Bilder vom PC-Innern hier einstellen?
 

NuVirus

PCGH-Community-Veteran(in)
kannst mal noch andere RAM Slots probieren und nur mit jedem Modul einzeln vll ist nur eins kaputt.

Ich würde wenn keine Garantie mehr drauf ist nicht lang rum machen und den 6700k noch verkaufen so lange er noch was wert ist und ne neue CPU und Mainboard bestellen Ryzen 3600, falls du später mehr brauchst den 4xxx mit mehr Kernen dann hast gleich noch nen saftiges Upgrade.
 

drstoecker

Lötkolbengott/-göttin
Glaube auch kaum das die 93grad real sind.
hatte einen 6700k + Asus Maximus und das Board hat auch knapp 1.4v vcore draufgepackt. Das Resultat waren auch über 90grad und Abstürze. Kühler war auch ein Ekl Matterhorn. CPU war nicht geköpft, habe die CPU Spannung auf rund 1.12v gesenkt mit 4.2ghz Takt und dann ging es. 4.6ghz waren mit 1.3v drin, hatte da aber einen Freezer 33 benutzt der etwas bessere temps brachte.
 
TE
L

leanpremixed

Schraubenverwechsler(in)
Danke für die Tipps soweit.

Werde heute nach der Arbeit auf alle Fälle noch die Tests mit je einem einzelnen Ram-Riegel bzw. den zweitern Ram-Bänken ausprobiern.

@wuselsurfer:
Kann gerne noch ein paar Bilder machen, denke aber nicht das es hilfreich ist, da das Gehäuse mittlerweile ja leer ist.
Die Anordung der Lüfter war ziemlich Standard: 2x140mm an der Front die Luft ins Gehäuse fördern, 1x140mm am Boden der Luft ins Gehäuse fördert und 1x140mm der Luft an der Hinterseite raussaugt.
Gehäuse ist ein Big Tower von Fractal Design, die genaue Produktbezeichung finde ich aktuell nicht mehr.

Bezüglich Neukauf:
Sollte ich den RAM (gesetzt er ist nicht das Problem) behalten oder austauschen?

Danke schonmal an alle!
 

wuselsurfer

Kokü-Junkie (m/w)
Bezüglich Neukauf:
Sollte ich den RAM (gesetzt er ist nicht das Problem) behalten oder austauschen?
Den RAM kannst Du weiterverwenden.
Noch mal den gleichen Satz dazu und Du hast lange Ruhe im Speicherbereich.
Und schneller wird die Kiste auch noch.

Ich hab in kurzer Zeit einen 32- und einen 64GB PC auf Ryzen-Basis zusammengebaut.
Da merkt man fast keinen Unterschied.
 

NuVirus

PCGH-Community-Veteran(in)
für Ryzen ist eher RAM mit geraden Timings also 3200 CL14 oder CL16, ich würde die bisherigen verkaufen aktuell ist RAM eh sehr günstig da würde ich mir keine Probleme mit 4 Modulen aufhalsen.
Am besten 3200 CL14 oder 3600 CL14.

Sofern du auf 32GB hoch willst, sonst kannst auch erstmal so laufen lassen evtl ist ja eh was defekt am RAM.
 
TE
L

leanpremixed

Schraubenverwechsler(in)
Hallo alle zusammen,

Danke für die Tips und Meinungen.
Da heute die Tests mit den einzelenen RAM-Riegeln ebenfalls zum absturz geführt haben, denke ich nun wirklich das das Mainboard ein Hau weg hat.

Der Ersatz (Ryzen 3600) ist bereits in der Post.
Schade. War so nicht geplant, aber dann freut man sich eben über was neues ;)

Der Therad kann geschlosen werden.
 
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