"Es ist kein Muss"..."Es ist in verschiedenen Kulturen unterschiedlich"
Du bestätigst doch damit schon meine Aussage, dass Rollenbilder soziale Konstrukte sind. Wir können übrigens auch noch die Zeit dazu nehmen. Im Mittelalter herrschten andere Rollenverteilungen, als heute. Und es gibt und gab Kulturen, da mussten Frauen, wie Männer überall ran.
Ja, die Verteilung von Rollenbildern basiert auf biologischen Eigenschaften. Aber das bedeutet nicht, dass die Biologie unsere Rollen in der Gesellschaft bestimmt. Wäre dem so, würden wir immernoch Jagen und Beeren sammeln. Und diese biologischen Eigenschaften beschränken sich vor allem in jüngeren Epochen der Geschichte auf die Genitalien.
Genetik war vor 500 oder 1000 Jahren ja nun nicht unbedingt ein besonders bekannter Zweig der Wissenschaft. "Jäger und Sammler" stammt noch aus einer Zeit, in der der Mensch es gerade mal fertig gebracht hat, sich n Speer aus Holz zu basteln, um sich n Mammut zum Abendbrot zu jagen. Darüber sind wir nun mal aber eindeutig hinweg. Wir haben uns technisch, kulturell, sozial, ökonomisch weiter entwickelt und demzufolge gingen auch einige "angeborene" Fähigkeiten verloren, bzw. sind so weit verkümmert, dass man sie erst wieder antrainieren müsste.
Und für die Rollenverteilung ist es überhaupt nicht mehr von Belang, ob jemand gut gucken oder gut Farben unterscheiden kann. Das sind übrigens Fähigkeiten und keine Rollenbilder.
Abgesehen davon sind heutige Rollenbilder ganz einfach mal völlig andere, als damals. Das zeigt sich schon allein anhand der Farben, die man in der Regel Jungen oder eben Mädchen zuspricht. Heute würde man sagen, dass Blau die Farbe für Jungs wäre und Rosa eine Mädchenfarbe. Vor einigen Jahrhunderten war das noch völlig umgekehrt. Da Blau für die Jungfrau Maria stand.
Ist es ein Mädchen? Dann gibt es heute Kleider, Puppen und die Farbe Rosa. Alles schön sanft, pastellfarben und sozial. Ein Junge? Na, der braucht Action. Sein Spielzeug ist berufsorientiert (Polizisten, Feuerwehrmänner etc.) und natürlich ist auch die Werbung für Jungs actionreich und schnell geschnitten.
Die Liste an Beispielen könnte ich noch lange weiter fortführen. Fakt ist aber, dass wir über "Jäger und Sammler" und damit grundlegende Rollen für das ÜBERLEBEN einer kleinen Gesellschaft weit hinaus sind. Und dadurch sind Rollenbilder nur noch soziale Konstrukte. Spätestens, seit dem der Mensch sesshaft wurde, Gesellschaften größer wurden (Dörfer, Städte) und Religion einen größeren, komplexeren Stellenwert einnahm.
Fakt ist auch, dass die Biologie keine Rollen bestimmt. Das macht der Mensch. Aktiv in einem Akt sozialer Interaktion und Konstruktion.
Ne sorry aber wie kommst du denn auf all den Blödsinn? Wer hat dir denn das erzählt?
1. Ich habe gesagt es ist eine Mischung aus Beidem und daher natürlich in unterschiedlichen Kulturen und Zeiten unterschiedlich.
2. Doch, die Biologie bestimmt unsere Rollen in der Gesellschaft mit.
Das siehst du in der Berufswahl eindeutig.
Besonders in Ländern wo Männer und Frauen mehr Freiheiten haben, hat sich gezeigt das erst recht klischeehaftere Berufe gewählt werden.
3.
"Genetik ... Jäger und Sammler" stammt noch aus einer Zeit, in der der Mensch es gerade mal fertig gebracht hat, sich n Speer aus Holz zu basteln, um sich n Mammut zum Abendbrot zu jagen. Darüber sind wir nun mal aber eindeutig hinweg. Wir haben uns technisch, kulturell, sozial, ökonomisch weiter entwickelt und demzufolge gingen auch einige "angeborene" Fähigkeiten verloren, bzw. sind so weit verkümmert, dass man sie erst wieder antrainieren müsste."
OMG was für ein Unsinn.
Weißt du überhaupt wie Evolution funktioniert?
Der Mensch hat zum Jäger und Sammler 2 Millionen Jahre gebraucht und er ist erst seit ein paar Tausend Jahren sesshaft und deine tollen neuen Errungenschaften gibt es erst seit wenigen Augenblicken.
Was ist denn das für eine unglaubliche Arroganz zu denken das wir uns weiterentwickelt haben?
Wir sind immer noch die Jäger und Sammler der Steinzeit.
Im übrigen waren die Leute früher nicht so blöd wie du sie hinstellst.
Wir sind nicht weiterentwickelter als die Menschen von Früher. Das ist ein Trugschluss.
Es ist gar nicht möglich, dass sich die Biologie in ein paar Tausend Jahren verändert.
Nur so mikro Sachen wie das du jetzt Milch und Käse essen kannst.
4. Mit den Farben hast du recht. Das ist ein klassiches Beispiel von sozialem Konstrukt.
5. Wegen Spielzeug männlich/weiblich. Es gibt Studien da wurden ein Jahr alte Kinder getestet und selbst da konnte man schon den Unterschied ausmachen, dass umso mehr Testosteron ein Kind hatte, hat es eher auf "Jungs-Spielzeug" gegriffen.
Und dann gibt es eine Studio wo ein Tag alte Babys (also hier kann überhaupt kein sozialer Einfluss bestehen) getestet wurden worauf sie die Augen eher fixieren.
Es hat sich deutlich gezeigt, dass Mädchen eher auf Menschen fixieren und Jungs vermehrt auf Gegenstände.
Du hast also biologische Unterschiede die schon vor der Geburt beginnen und die auch die Interessen der Menschen lenken.
Wenn die Interessen und Talente der Menschen durch die Genetik gelenkt werden, lenkt das auch die Rollenbilder und Berufe.
Kinder bekommen, Krankenschwester, Maurer etc.
Klar vieles ist kontruiert aber was du hier erzählst das ist einfach falsch.
Ich höre das mittlerweile so oft.
Wie kommst du denn darauf wenn ich fragen darf? Wo hast du das "gelernt"?