Defekte CPU

Glenglen

Schraubenverwechsler(in)
Hallo zusammen,

Ich hoffe, ich bin im richtigen Forum gelandet.

Ich habe eine CPU verkauft, die in meinem Rechner bis zum Ausbau vor wenigen Tagen noch einwandfrei funktioniert hat.

Der Käufer meint nun, dass er die CPU eingebaut hat und nach 30 Sekunden der Rechner neu startete. Bei der nachfolgenden Fehlerermittlung sei die CPU "brennend heiß" gewesen.

Anschließend soll beim Auftragen der Wärmeleitpaste und dem Anschließen des Kühlers das Mainboard durchgebrannt sein.

Laut Aussage wurde außer der CPU keine andere Hardware gewechselt.

Ist es überhaupt realistisch, dass eine CPU nach 30 Sekunden Betrieb so heiß werden kann und im folgenden Versuch dafür verantwortlich ist, dass das Mainboard durchbrennt?

Das erscheint mir sehr schleierhaft... Gerne würde ich euer Feedback zum Sachverhalt erfahren.

Besten Dank
 
Wahrscheinlich Kühler falsch montiert und deshalb ist die CPU so heiss geworden.
Dass das Mainbaord durchgebrannt ist beim montieren des Kühlers spricht ebenfalls eher für einen Fehler des Käufers.

So oder so, wenn du die Sachmängelhaftung ausgeschlossen hast und die CPU bei dir funktioniert hat kann er machen was er will, er müsste nachweisen, dass die CPU bereits defekt bei ihm ankam was unmöglich ist.
 
Bei ner CPU stirbt vllt eine von 100.000 Stück - wäre also ein großer Zufall, sollte die CPU wirklich defekt sein ^^

Ansonsten kann ich mich der heißen Schokolade anschließen. Den Nachweis müsste er erst mal erbringen und eig kann man die meisten CPUs (vllt sogar jede?!?) auch ohne Kühler betreiben. Taktet halt "etwas" niedriger und im schlimmsten Fall schaltet das Teil ab...
 
Selbst wenn der Käufer die CPU falsch herum montiert hätte, würde das ohne entsprechenden Gewalteinsatz kaum funktionieren. Bei einer korrekten Montage wird eine CPU, die im Bios dümpelt, ohne Voltage-Erhöhung oder Mod kaum solch eine Hitze erzeugen können. Meist schaltet das Mobo dann ja eh ab.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man müsste wissen welches Mainboard und CPU verwendet wurde, es kann sein das dieses Mainboard für die CPU nicht oder nur schlecht geeignet ist, es könnte sein das ein Beta BIOS verwendet wurde wo die CPU betrieben werden kann bei einem Board wo die Spannungswandler zu schwach/schlecht dafür sind.
eig kann man die meisten CPUs (vllt sogar jede?!?) auch ohne Kühler betreiben. Taktet halt "etwas" niedriger und im schlimmsten Fall schaltet das Teil ab...
Eine Intel CPU kann man auch ohne Kühler betreiben, eine AMD CPU nicht da sie sich schnell abschaltet:
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Die CPU ist heiß geworden und anschließend beim Auftragen der wlp und kühler Anschluss defekt gegangen ?

Schon Videos gesehen wo CPUs ohne kühler betrieben wurde
Ist auch nicht ausgegangen sondern hat sich richtig weit runter getaktet und könnten locker ins Windows booten
 
Wenn die CPU überhitzt taktet sie erster runter und falls das nichts hilft schaltet sie ab, die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Mechanismus ohne Zutun des Käufers versagt hat ist unglaublich niedrig.
Was er dir da erzählt ist absoluter Schwachsinn, entweder er hat sie durch Eigenverschulden geschrottet oder er will dich schlicht betrügen.
 
Ich denke er hat ein Fehler gemacht oder erzählt quatsch um das Geld zurückzufordern. Hoffe du hast es ohne paypal käuferschutz gemacht. Dann ist eh alles egal, verkauft ist sie und Garantie hast du bei Privat Verkauf eh nicht.
Schliese mich dem Rest an.
 
Wenn eine CPU innerhalb von 30sec so heiß werden soll, dass Teile des Mobo PCBs "durchbrennen" muss da schon sehr viel Spannung anliegen. Jede halbwegs moderne CPU sagt ja der VRM: Hallo, ich hätte gern so und so viel Current. Liefer mal bitte. Und letztlich ist dann Spannung x Stärke als Ergebnis Abwärme in Watt. Eine CPU die so heiß werden soll, dass sie das PCB in Mitleidenschaft zieht kann man AFAIK nicht mit blanken Fingern anfassen. Wir reden hier von deutlich über 100°C.
 
Anschließend soll beim Auftragen der Wärmeleitpaste und dem Anschließen des Kühlers das Mainboard durchgebrannt sein.
Nach dem Auftragen der Wärmeleitpaste...Mainboard durchgebrannt.
Sagt doch schon alles, Flüssigmetall/elektrisch leitende WLP auf Mainboardkontakte gekommen.
Da will Dich jemand wegen den eigenen Fehler abzocken...
 
Nach dem Auftragen der Wärmeleitpaste...Mainboard durchgebrannt.
Sagt doch schon alles, Flüssigmetall/elektrisch leitende WLP auf Mainboardkontakte gekommen.
Da will Dich jemand wegen den eigenen Fehler abzocken...
Dem schließe ich mich an... Da ist vermutlich etwas in den sockel gelaufen und hat ein paar pins kurz geschlossen...

Ansonsten wäre es auch möglich das ehr die CPU unsachgemäße berührt hat und somit einen ESD Schaden verursacht hat. In diesem Fall kann es zu ähnlichen Fehlern kommen da intern diverse strukturen beschädigt wurden und sehr viel Strom fließen kann
 
Guten Morgen,

vielen Dank für die schnellen und sehr hilfreichen Antworten. Das bestätigt meine Skepsis gegenüber dem Käufer.

Es handelt sich um einen Q9550.
Die anderen Hardwarekomponenten sind mir leider nicht bekannt.

Eine fehlerhafte Montage des Kühlers oder einen defekten Kühler habe ich auch schon vermutet. Nur war ich sehr skeptisch, dass die CPU angeblich so schnell so heiß wird.

Da die CPU durch eine andere ersetzt wurde: ist es möglich, dass die vorherige CPU des Käufers übertaktet wurde und die hierfür eingestellte Spannung beim Einsetzen der neuen CPU nicht auf Werkseinstellungen zurückgesetzt wurde? Oder geschieht das beim Einsetzen des neuen Prozessors automatisch?

Gezahlt wurde per Überweisung. Allerdings geht es mir hier nicht ums Geld. Ich bin gerne bereit einen Kompromiss mit dem Käufer zu finden, wenn der Fehler bei mir liegen würde aber die Fehlerbeschreibung des Käufers deutet für mich nicht darauf hin.

Viele Grüße
 
Eine moderne Intel-CPU kann man definitiv auch ohne Kühler betreiben, die kann sich so gezielt heruntertakten und die Spannung verringern, dass sie sogar Last übersteht. Ob das auch auf einen Q9550 zutrifft ist schwer zu sagen. Damals waren die Mechaniken noch nicht so ausgereift. Dennoch wird sie sich schon abgeschaltet haben, wenn sie zu heiß geworden ist.

Bei einem Tausch der CPU sollte man immer das BIOS zurücksetzen. Automatisch geschieht das afaik nicht, ich würde mich zumindest nicht drauf verlassen.
Klingt also für ebenso nach falschem Einbau, d.h. Kurzschluss. Das kann auch passieren, wenn beim Aus- und Einbau einige Pins leicht verbogen werden.
 
Die Core2'er hatten das ganze mit "Lastabhängigem Takt" noch nicht implementiert soweit mir bekannt, das kam denke ich erst mit der I-Reihe (I3/I5 etc.).
Sieht aber auch für mich danach aus als hätte man da ein paar entscheidende Fehler gemacht die gerade bei älteren Systemen absolut Übel sind.

1. Wahrscheinlich "neue" CPU eingesetzt ohne vorher das Bios zurück zu setzen. Neuere Boards erkennen das eine CPU neu eingesetzt wurde und setzen entsprechende Einstellungen von selbst auf Default, das erste Board das ICH hatte das dies konnte war ein X99v2 welches selbst ein rausnehmen der CPU mit anschließendem wieder einsetzen als "Neue CPU" erkannt hat. Ab wann es diese Funktionalitä dann wirklich gab oder ob sie überhaupt eine entsprechende Verbreitung hat und nicht nur auf ein paar Boards vorhanden war/ist (bei mit ASUS) kann ich leider nicht sagen. Führ auf jeden Fall dazu das unter umständen einstellungen vorlagen die für die "neue" CPU eher ungesund wahren.

2. Das System scheinbar ohne CPU-Kühler in Betrieb genommen und dann sich wundern das die CPU "Heiß" wird ..... kann mannur mit dem Kopf schütteln ... selbst die paar Watt die ne CPU im Bios verbracht heißen diese deutlich auf wenn kein Kühler installiert ist, ein IHS gibt kaum Wärme an die umgebungsluft ab -> Wärmestau + Subjektives Empfinden lassen das dann schell den Statur "Brüllens Heiß" erreichen.

3. Core2'er haben sich nicht SELBST abgeschaltet wenn sie überhitzten, die konnten durchaus noch durchbrennen wenn ein billiges Board verwendet wurde. Meine eigene Core2Quad die ich mal hatte, hat ein paar mal das Mainboard dazu gebracht ab zu schalten weil sie zu heiß wurde. Beim nächsten Start vom System kam dann immer ne hübsche Bios-Meldung das das System eine Notabschaltung durchgeführt hat um die CPU vor Überhitzungsschäden zu schützen, daher gehe ich davon aus das es auch das MB war welches abgeschaltet hat zumal ich auch im BIOS die Temperaturschwelle für die Notabschaltung selbst einstellen konnte *g*

4. Wie schon andere hier geschrieben haben hat der Tropf mit hoher wahrscheinlichkeit WLP (oder gar LM) in den Sockel gebracht, evtl war er sogar so "fähig" den CPU-Kühler falsch an zu schließen .... selbst da gibt es wege für Dau's ein MB zu killen .....

Fazit : Zu 99% liegt die Schuld beim Käufer, und es wird sehr schwer für ihn das Gegenteil zu beweisen. Ich würde von deiner Seite keinen Millimeter nachgeben ohne Handfeste Beweise seinerseits welche du am besten hier nochmal "zur Prüfung" vorlegst :-)
 
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