Das ist ein Totalschaden fertig, alles andere ist dummer gefährlicher Pfusch!
Nicht böse gemeint, aber zeige uns bitte mal Wassergekühlte Systeme von dir wo wir mal deine Kenntnisse in diesem Bereich begutachten können. Schätze deine Beiträge sehr, wenn es sich um Übertakten von Prozessoren und Arbeitsspeicher geht, weil du dich in diesem Bereich sehr gut auskennst.
Wer sich selbst eine Wasserkühlung aufbaut, dem kann bei solch einem Umbau immer Wasser auslaufen und solange keine Spannung anliegt, ist alles halb so wild. Ich kenne auch Systeme dessen Wasser während des Betriebs ausgelaufen ist und die dann mit etwas Glück wieder liefen. Klar die Chancen dazu stehen nicht so hoch, weil Spannung anlag.
Das Kühlwasser besteht aus destilliertes Wasser und Korrosionsschutz und die Rückstände dazu sind nicht so schlimm. Klar wenn Hardware gespült und getrocknet wird ist es immer besser, um alle Rückstände zu beseitigen. Natürlich ist der Backofen auch die beste Lösung, weil ein paar Stunden bei 50 °C kann alles sehr gut trocknen lassen. Habe es aber schon öfters nur mit einem Haarföhn gemacht, wenn es sich nur um ein paar Tropfen gehandelt hat und geht genauso gut. Nur muss man schon einige Zeit damit warme Luft ins Gehäuse blasen und es ist auch nicht so effektiv wie der Backofen.
Mir ist letztes Jahr beim Befüllen meines neuen Loops nach einem Umbau ein Hardtube an meiner vertikal verbauten Grafikkarte abgesprungen. Die Pumpe lief bezüglich des Befüllens und Entlüften mit 100 % Leistung. Die Pumpe hat daher bis zu 150 l/h gefördert und da ich zu dem Zeitpunkt nicht direkt vor dem Rechner gestand habe ist von den 1,5 Liter was bereits im Loop befüllt war fast alles ausgelaufen. Mein Glück war, dass das Wasser zum Größen Teil gegen den Wasserkühler abgeprallt ist und direkt aus dem Rechner herausgelaufen ist. Den Rechner auf die Frontseite gelegt hat kein Wasser ergeben was irgendwo herausgelaufen ist. Es sind nur wesentlich kleinere Tropfen im Rechner verteilt gewesen.
Um nicht alles ausbauen zu müssen habe ich die Methode mit dem Haarföhn angewendet und Abends einige Stunden immer wieder damit warme Luft ins Gehäuse geblasen. Ohne den Rechner einzuschalten habe ich dann den Rechner über Nacht stehen lassen und am nächsten Morgen bin ich nochmals mit dem Haarföhn dran gegangen. In meinem Fall ist auch nur destilliertes Wasser mit Zusatz als Fertiggemisch befüllt.
Natürlich stand mein System nicht unter Spannung, weil beim befüllen und entlüften mittels externes Netzteil nur die Pumpe mit Spannung versorgt wird. Zudem Zeitpunkt befand sich noch nicht mal das Netzteil verbaut. Das Ganze ist letzten Februar passiert und mein Rechner läuft seither immer noch problemlos.
Wäre mein Ansprechpartner nicht sowieso erst mein Händler? Da habe ich schon ehr Hoffnung dass er mir Weiterhelfen würde.
Bezüglich der Herstellergarantie ja.
Allerdings von Gesetzestexten die ich bis jetzt überflogen habe ist der Händler durchaus für Mangelfolgeschäden in der Verantwortung.
Dein Händler verkauft nur die Produkte und steht mit seiner Gewährleistung nur was die Funktion mit Lieferung anbelangt in der Verantwortung. Der Rest ist Sache des Herstellers. Wieso solle er für ein Produkt gerade stehen, was er nicht selbst hergestellt hat?!
Dann ist es jetzt wichtig, diesen Materialfehler eindeutig und nachweisbar zu dokumentieren. Fotos, Zeugen, etc. Und zwar bevor da irgendwas auseinandergebaut wird.
Solle man machen, aber vor Gericht zählt nur ein technischer Gutachten und solch ein Gutachten wird wohl die Kosten des gesamten Rechners übersteigen. Am Ende sind wir hier nur am Spekulieren, letztendlich kann hier nur der Hersteller was unternehmen und konkrete Auskunft dazu geben. Der Händler kann hier ggf. als Mittelsmann dazwischen helfen.