Daten sichern

exxer1986

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Ich habe meine Daten auf externen Festplatten gesichert. Zur Sicherheit soll man seine Dateien auch auf anderen Medien speichern. Jetzt habe ich den Tip bekommen, dass Daten die auf SD-Karten gespeichert sind besonders lange lesbar seien. Als Alternative habe ich mir einen USB -Stick überlegt, da USB ja bisher immer abwärts kompatibel war und vielleicht auch in Zukunft ist. Die SD-Karten gibt es ja schon seit 15 Jahren und haben sich vom Format her ja nicht verändert. Auf welchen Speichertyp soll ich setzen, damit ich die Daten auch in entfernter Zukunft noch nutzen kann ?
 
Angst ist ein Thema, oder?


Nicht-SSD-Flashspeicher traue ich ja genau so sehr wie Disketten und optischen Medien.
Der 08/15-Nutzer hat gar keine Sicherung, manche haben eine, Angsthasen zwei und ab drei ist es Paranoia. :ugly:


besonders lange lesbar
Hilft nicht, wenn das Speichermedium nach geraumer Zeit einfach Daten verliert. Und das dürfte bei Flash-Speicher etwas schneller gehen (irgendwo hatte ich mal Zahlen gelesen :ka:) als bei HDDs.
 
Nimm zwei USB-HDD's und sichere abwechselnd darauf.
Damit hast du eine große Sicherheit für kleines Geld.
 
Jetzt habe ich den Tip bekommen, dass Daten die auf SD-Karten gespeichert sind besonders lange lesbar seien.

Dann erzähle dem Tippgeber bitte dass das grober Käse ist.
Flash-basierte Speichermedien sind so gesehen eine riesige Ansammlung winziger Kondensatoren die geladen sind (=1) oder nicht (=0). Im Falle heute üblicher MLC/TLC-Flashtechniken müssen auch mehrere Ladezustände dazwischen unterschieden werden was die Sache noch schwerer macht, da sind schon manche auf die Nase gefallen (Samsung SSD 840 Evo: Probleme mit alten Daten - Samsung arbeitet an Losung)
Kondensatoren verlieren ihre Ladung mit der Zeit - und das noch wesentlich schneller als Magnetfestplatten ihre Magnetisierung verlieren.

Bei Festplatten dauert es in der Regel viele Jahre bis die Magnetisierung ausreichend schwach geworden ist und Daten nicht mehr lesbar sind, bei Flashlaufwerken kann das bei ungünstigen Bedingungen (SSD/USB-Stick/SD-Karte wurde kalt beschrieben und wird stromlos warm gelagert) schon nach Wochen der Fall sein:
SSD ist kein Datengrab: JEDEC spricht uber Datenverlust nach stromloser Lagerung

Wirklich lange haltbar im sinne von mehr als ein paar Jahre ist kein modernes physisches Speichermedium das die Masse so kennt.
Dafür brauchts schon eine "M-Disk", die überlebt deine Lebenszeit mit Leichtigkeit.

In der Praxis tuns zwei getrennte USB-Festplatten die die Daten gespiegelt enthalten. Die Chance dass beide gleichzeitig tot sind ist extremst klein (sofern man sie nicht am gleichen Ort aufbewahrt und die Platten beide abbrennen, runterfallen, geklaut werden usw.).
 
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Wirklich lange haltbar im sinne von mehr als ein paar Jahre ist kein modernes physisches Speichermedium das die Masse so kennt.
Dafür brauchts schon eine "M-Disk", die überlebt deine Lebenszeit mit Leichtigkeit.
Ist das (immer noch) reine Herstellerwerbung oder eine irgendwie unabhängig ermittelte Prognose? Falls Du (unabhängigen) Tests dazu kennst, würde mich ein Link interesseiren. Die C't hat leider damals bei DVD-R/-RAM aufgehört und noch nicht einmal ein unabhängiges Institut für Tests von BD-R oder gar BD-RE (am Besten die 3-layer BD-RE XL mit 100 GB je Disk) gefunden.

500 GB für 75 Euro (Verbatim M-Disk mit 100 GB) wäre mir den "Spaß" ja durchaus noch wert, wenn ich den Teilen irgendwie soweit treuen würde, dass sie wirklich 20-30 Jahre halten.
 
Falls Du (unabhängigen) Tests dazu kennst, würde mich ein Link interesseiren.

Es gibt einen Test der ersten M-Disk Generation in dem die beschriebenen Scheiben extremen Bedingungen ausgesetzt wurden um sie möglichst schnell künstlich zu altern. Keine der M-Disks hat davon Schaden genommen.
Es ist also davon auszugehen, dass diese M-Disks wirklich viele Jahrzehnte bis Jahrhunderte halten.

http://www.esystor.com/images/China_Lake_Full_Report.pdf
 
Wenn du deine Daten oft aktualisiert ist eine normale HDD das praktischere Medium.
Der Trick bei einer guten Datensicherung ist die Häufigkeit (Anzahl) der Kopien.
Wenn du nur ein Backup auf einer M-Disk hast ist das genau so Käse.
 
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Genau so ist es. Die Sicherheit einer Datensicherung steigt nicht nennenswert mit der Lebensdauer des Speichermediums aber stark mit der Anzahl der Kopien.

Eine MDisk kann 1000 Jahre überleben - wenn dein Haus abbrennen sollte ist sie tot.
Wenn du zwei externe Platten hast die deine Daten enthalten wovon eine zu hause liegt und eine im Bankschließfach (oder bei der Oma oder sonstwo) und du die Platten alle paar Monate aktualisierst ist das sehr viel sicherer. ;)
 
@ XT1024
Ich habe schon mal durch einen Festplattendefekt alle meine Daten verloren: Was hat das mit Paranoia zu tun ? Außerdem habe ich von der 3-2-1 Regel gelesen, die ja einige User anwenden ! Sind die dann paranoid ?
 
Ich hatte alle meine Daten auch sämtliche Jpgs auf einer externen Festplatte. Nachdem diese abgeraucht ist, waren alle Daten verloren. Seitdem bin ich lieber übervorsichtig !
 
Eine MDisk kann 1000 Jahre überleben - wenn dein Haus abbrennen sollte ist sie tot.
Wenn du zwei externe Platten hast die deine Daten enthalten wovon eine zu hause liegt und eine im Bankschließfach (oder bei der Oma oder sonstwo) und du die Platten alle paar Monate aktualisierst ist das sehr viel sicherer.
Danke für den Link zum M-Disk Test.

Wenn die M-Disk Medien das halten, was sie versprechen, dann braucht man sich um die ext. gelagerten Medien einfach nicht mehr zu kümmern. Außer vieleicht ein passendes Leselaufwerk vorzuhalten und zu beobachten, ob der Lagerort nicht abbrennt.

Derzeit muss ich alle paar Monate (mind. einmal jährlich) die ext. gelagert HDD(s) anschalten und den Dateninhalt testen. Unsere MOs in der Firma haben wir nach >10 Jahren einfach aus dem Schrank genommen, ins Laufwerk gesteckt und ausgelesen. Mit meinen DVD-R und DVD-RAM von 2003-2008 kann ich das auch tun. Meinen Backup-Platten würde ich das nicht zutrauen, normalen BD-R auch nicht.

Geändert werden die Daten nie wieder. Mit ein Grund, warum ich Bildarchivsoftware und Raw-Entwickler ablehne, die Metadaten in die Bilddatei schreiben. Das Backup der paar 100 MB an Bilddatenbank kann ich auch (verschlüsselt) auf meinen Webserver legen. Und für den Rest an veränderlichen Daten gilt ähnliches, das sind auch nur ein paar dutzend GB. Einzig für die derzeit knapp 2TB an unveränderlichen Bilddaten fehlt mir noch ein Sicherungsmedium, das ich einfach in der Wohnung lagern kann und das einigermaßen günstig ist.
 
Ich sichre auch auf M-Disc und Externe HDD. Nicht benutzte Festplatten halten bis zu 30 Jahre bei guter Lagerung. Der große Vorteil einer M-Disc ist halt eine Elektronik oder Bewegliche Teile die kaputt gehen könnten.
Alte Daten und Bilder sind dann noch auf mehreren PC an unterschiedlichen orte verstreut. Würde die M-Disc auch an einem anderen Ort lagen Familie oder so.
Bilder lass ich trotz Sicherung immer auf der SD. Die kosten ja fast nix mehr.
 
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