Verstehe ehrlich gesagt die Aufregung nicht. Ist halt ein weiteres Tool. Das einzige was mich stört ist, dass vermutlich eine ganze Menge Low Quality Spiele die Stores fluten werden, aber ehrlich gesagt ist das Unity/Unreal genauso Schuld wie KI Slop.
Von daher
Ich schon: das habe ich nicht selbst geschaffen, sondern der KI vorgegeben, was sie schaffen soll. Also nicht mit eigenen Händen erschaffen. Das ist für mich kein "Handwerk".
Mmh. Und wo ziehst du da die Grenze? Beim Magic Eraser in Photoshop (seit einiger Zeit auch mit Machine Learning). Bei Grafikprogramm, bei dem du Texturen mit Perlin Noise generierst anstatt selbst die Maus zu bemühen? Bei Paint, dass dir Tools anbietet die es so in der echten Welt nicht gibt? Beim Geodreieck, dass dir das Zeichnen von Linien und Winkeln in der realen Welt abnimmt?
Künstliche Intelligenz verwandelt Kunst und Programmierung von schöpferischen Akten in konsumierbare Beliebigkeit. Das Einzigartige, das durch menschliche Arbeit entsteht, verliert seinen Wert in der massenhaften Generierbarkeit – und bedroht die Existenz kreativer Berufe.
Schon mal in einem "kreativen Beruf" gearbeitet? Ich hasse es hier Weltbilder einzureißen, aber größtenteils ist es halt genau das: Arbeit. Die wenigsten haben den Luxus vor der Leinwand zu hocken bis sie von der Muse geküsst werden. Stattdessen gibt es Aufgaben, die in gewissen Zeiträumen erledigt werden müssen, wie in jedem anderen Beruf auch.
Und meistens werden solche Assets auch nicht aus dem Nichts generiert. Stattdessen arbeitet man mit Referenzmaterial - in der Regel entweder Assets vorheriger Produktionen, oder Photos/Videos echter Objekte oder Orte. Denn das erleichtert es erheblich das letztendliche Asset "echt" wirken zu lassen.
Die KI macht im Prinzip das Gleiche. Nur muss der Künstler dem neuronalen Netz per Prompt beibringen was er denn haben will, anstatt selbst Photoshop zu öffnen.
Doch wir sind Milliarden auf diesem Planeten. Wenn KI ganze Berufsfelder verdrängt, wovon sollen wir leben? Was bleibt von unserer Existenzberechtigung, wenn wir unsere Talente verkümmern lassen und Algorithmen alles übernehmen?
Aber das ist doch alles nicht neues Leute. Das passiert seit der industriellen Revolution alle paar Jahrzehnte. Die Konsequenz ist, dass der einzelne Arbeiter produktiver wird und sich mit abstrakteren Aufgaben beschäftigen kann, nicht dass alle arbeitslos werden.
Es gab die gleichen Bedenken als Maschinen angefangen haben zu nähen und zu weben, als Esel, Pferde und Kutschen durch Traktoren, Autos und Lastwagen ersetzt wurden, als Telefonsysteme automatisiert wurden, und zuletzt halt als das Internet wie wir es heute kennen durchgestartet ist. Dazwischen natürlich noch unzählige Andere.
Das einzige was diesmal anders ist, ist dass wir, die in der Internetwelt aufgewachsen sind, diesmal auf der anderen Seite des technischen Fortschritts stehen, und uns anpassen müssen. Genauso wie sich die Leute, die in der Schreibmaschinenwelt aufgewachsen sind an das Internet anpassen mussten.
Wer das kann, wird keine Probleme haben.