Das ist ja wohl der Gipfel: Hamburg, G20 und die Krawalle

Pardon? Warum sollte jemand, der ein Grundrecht von Verfassungsrang wahrnimmt, das tun? Und wenn er es taete - wuerde die herbeigeeilte Polizei dann derweil das Transparent dieses Demonstranten hochhalten?
Na, vielleicht weil diese Randalierer meine Ziele als Demonstrant diskreditieren?

Ich hatte es schon einmal geschrieben und erwarte nicht wirklich, dass Du diesmal darauf eingehst, aber trotzdem - "Distanzieren" klingt harmlos, ist es aber nicht. Weil die Forderung nach Distanzierung eben die unausgesprochene Unterstellung enthaelt, dass da Naehe waere. Wenn man sich aber potenziellen Straftaetern nicht nahe fuehlt - wie kann man sich dann von ihnen distanzieren?
Die Nähe wird ja von den Randalieren impliziert. Und von vielen Linken - und Leuten wie Dir - nur sehr halbherzig abgewiesen.



Ansonsten sind das nur Ideen. Beispiele für Themen, die eindeutig produktiver und sinnvoller sind, als ewig nur auf die Polizei einzuschlagen. Die Polizei ist prinzipiell der Freund des friedlichen Demonstranten, nicht sein Feind. Wäre mal nett, wenn man das auch so empfinden würde.

Das Misstrauen in beide Richtungen hilft freilich nicht, aber Deeskalation ist allemal besser, als sich gegenseitig weiter zu provozieren und mit Vorwürfen zu überziehen.
 
Und was hindert die Polizei daran, die Personen festzunehmen und abzutransportieren?

Oh lass mich raten, vielleicht Leute wie du und andere hier die dann sofort "Polizeigewalt" schreien und z.B. Threads mit Anti-Polizei-Propaganda füllen? :crazy:

Ja, und die Polizei greift die dann heraus und führt sie ab.
Die anderen Demonstranten sind froh, wenn die Provokateure weg sind und können friedlich weiter machen.

Lass mich kurz überlegen: wäre das wirklich so, dann würden doch die hunderten "unschuldigen" Gewaltbereiten von Hamburg von vorn herein doch kurzer Hand gesagt haben: Moment, die hier Steine schmeißen und Autos anzünden sind nur ein paar Trottel, da machen wir nicht mit, lasst sie abführen.. Komischerweise haben riesige Massen DOCH mitgemacht und Zerstörung verbreitet und die Polizei angegriffen, eben genau dann, als jene gegen die Zerstörer vorgehen wollte.
 
Oh lass mich raten, vielleicht Leute wie du und andere hier die dann sofort "Polizeigewalt" schreien und z.B. Threads mit Anti-Polizei-Propaganda füllen? :crazy:

Wieso Polizeigewalt?
Wenn die Polizei denn endlich mal ihren Job getan hätte.
Wo war sie denn als Autos angezündet und Geschäfte geplündert wurden?

Lass mich kurz überlegen: wäre das wirklich so, dann würden doch die hunderten "unschuldigen" Gewaltbereiten von Hamburg von vorn herein doch kurzer Hand gesagt haben: Moment, die hier Steine schmeißen und Autos anzünden sind nur ein paar Trottel, da machen wir nicht mit, lasst sie abführen.. Komischerweise haben riesige Massen DOCH mitgemacht und Zerstörung verbreitet und die Polizei angegriffen, eben genau dann, als jene gegen die Zerstörer vorgehen wollte.

Ja, Schwarmverhalten. Gibt es überall.
 
Solange wie es nötig ist. Und wenn einer 10x wieder zurück kommt, gibt es kein Recht, die Person mit Gewalt zu vertreiben.
Schließlich hat die Polizei die Möglichkeit, Personen festzusetzen und mittels Fahrzeugen aus dem Bereich zu befördern.

Also doch, die Polizei soll ein zahnloser Tiger sein und sich auf der Nase rumtanzen lassen.

Kein Wunder, dass die Polizei immer weniger ernst genommen wird und die Angriffe gegen Einsatzkräfte zunehmen. Bei so einer Geisteshaltung unterstützt man diese Entwicklung ja.

Wenn also 1000 oder 10000 Menschen die Wege blockieren, dann kann man damit ja effektiv jede Polizeiarbeit zunichtemachen, weil die Polizei darf ja keine Gewalt anwenden (deiner Meinung nach). Wie lange das wohl dauert, bis man die alle festgenommen und abgeführt hat?

Nein, man macht eine Ansage, auch noch eine zweite. Und dann wird der Bereich geräumt. Mit Wasserwerfern, Pfefferspray und Schlagstöcken.

Vielleicht lernen es diese Leute dann endlich mal. Weil nett zureden hat ja offensichtlich nicht funktioniert.

Und was hindert die Polizei daran, die Personen festzunehmen und abzutransportieren?

Was hindert die Person daran, den Anweisungen der Polizei Folge zu leisten und den Bereich zu räumen?

Ja, und die Polizei greift die dann heraus und führt sie ab. Die anderen Demonstranten sind froh, wenn die Provokateure weg sind und können friedlich weiter machen.

Außer die anderen „Demonstranten“ hindern die Polizei aktiv daran, sowas zu tun. Wenn die „friedlichen“ Demonstranten die Polizei angreifen, weil die, die Vermummten einkesseln und aussortieren will, dann sind diese Demonstranten nicht friedlich.

Du kannst auch fragen, wozu es den G20 Gipfel überhaupt gibt.

Zum Reden. Wurde bestimmt schon ein oder zwei Mal hier erwähnt im Thread.

Wie war deine Aussage nochmal? Liest du überhaupt die Beiträge?

Wieso Polizeigewalt? Wenn die Polizei denn endlich mal ihren Job getan hätte.

Hat sie. Dafür wird sie hier im Thread seit über 90 Seiten kritisiert.

Wo war sie denn als Autos angezündet und Geschäfte geplündert wurden?

Frage, wie hätte die Polizei da überhaupt reagieren dürfen?

Gewalt darf sie ja nicht einsetzen, haben wir ja hier im Thread gelernt. Nein, 10x mal auffordern was zu unterlassen und dann die Leute abtransportieren, richtig?

Und wenn die sich wehren? Darf die Polizei dann Gewalt einsetzen?

Was hätte die Polizei konkret gedurft in der Situation, deiner Meinung nach?
 
Und wieder sind wir beim Kritisieren der Polizei. Daran arbeitet ihr Euch so gern ab.

Heute morgen kam in meiner Playlist ein uralter Song von Sinéad O'Connor vorbei, der mich an diese Diskussion erinnert hat. "Black Boys on Mopeds". Nur mal als kleiner Einblick in das, was Teenager-Martin so gehört hat, an die, die meinen, ich wäre so schrecklich rechts:

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Je älter man wird, desto mehr begreift man einfach, dass sich die Welt nicht einfach in Schwarz/Weiß, Gut/Böse aufteilen lässt. Jeder Mensch hat für sich Motivationen. Man mag nicht mit diesen Motivationen einverstanden sein, weil man sie für falsch hält, aber in den meisten Fällen sollte man sie schon respektieren.

Ein Polizist ist ein Mensch, in der Regel mit Familie, der sein Leben leben und seine Aufgaben erfüllen will. Auch er hat Gefühle und hat diese nicht immer im Zaum, wenn er Dinge erleben muss, die ihm emotional berühren. Hier wird aber erwartet, dass ein Polizist immer perfekt agiert, wie eine Maschine. Dabei ist er letztlich oft nur ein Prügelknabe, der von seinen Chefs getriezt wird, von den Demonstranten angefeindet und von den Randalen bedroht und angegriffen wird. Und dann noch von der Bevölkerung mit Vorwürfen überzogen wird. Was für ein Sch...job.

Und dennoch machen ihn viele aus Überzeugung, weil sie dazu beitragen wollen, dass die Welt zu einem besseren Ort wird. Ja, auch diese Menschen sind oft Idealisten, genau wie die Linken, sie sehen bestimmte Dinge nur aus einem anderen Winkel. Das macht sie nicht weniger respektabel.


Wieso Polizeigewalt?
Wenn die Polizei denn endlich mal ihren Job getan hätte.
Wo war sie denn als Autos angezündet und Geschäfte geplündert wurden?

Hier mal eine pure Spekulation, die ihr für zynisch und inakzeptabel halten könnt, ich kann mir gut vorstellen, dass sie nicht so weit von der Realität weg ist:

In der Planung der G20 Einsätze für die Polizei wusste man genau, was auf sie zukommt. Dass Autonome anreisen würden, dass es Krawalle geben wird, und dass es eine große Menge friedlicher Demonstranten geben wird, alles das war klar.

Wenn ich hätte entscheiden müssen, hätte genau dafür gesorgt, dass sich die Randalen irgendwo austoben können, während die anderen, wichtigen Gegenden geschützt bleiben.

Bevor der Aufschrei kommt, hier auch der Grund:

Die Krawallbrüder an jedem Ort zu bekämpfen, um sie am Randalieren zu hindern, wäre in Straßenschlachten ausgeartet. Genau das, übrigens, was diese Menschen auch geplant hatten. Siehe Paris vor einigen Jahren. Die Polizei kann das nicht verhindern, und die Bilder, wo Polizisten gegen Randalierer kämpfen, wo sog. "Demonstranten" schwer verletzt oder gar getötet werden, weil die Polizei nun mal nicht mit Wattebäuschchen brutale Gewalt abwehren können, wären um die Welt gegangen. Und Leute, die hier immer wieder den Augenfriedhof zitieren, würden laut feixen.

Die Randalen einfach in einem Gebiet, das auch noch eher "link-affin" ist, freien Lauf zu lassen, gibt der Polizei zwar auch Kritik ein (wie man sieht), aber das ist das geringere der beiden Übel. Aus einer Lose-Lose Situation wird ein Lose-naja Situation. Und für die Randalen wird eine Win-Win Situation (sie hätten Randale machen können und zusätzlich die brutale Polizeigewalt anprangern können) lediglich zu einer Win-Pyrrhussieg Situation. Denn sie stehen - zurecht - als die alleinigen Gewalttäter da.

Laut wird man das nie kommunizieren, denn es ist natürlich mit dem Auftrag der Polizei nicht zu vereinen. Aber wundern würde mich überhaupt nicht, wenn man das Vogehen ganz gezielt so geplant hätte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir fällt zum Thema Polizei übrigens noch die zwei Slyvesterfeiern in Köln 2015 und 2016 ein.

2015 konnte die Polizei die Vorfälle nicht verhindern und wurde dafür massiv kritisiert.
2016 konnte die Polizei die Vorfälle verhindern und wurde dafür auch massiv kritisiert.

Egal was die Polizei macht, sie wird immer kritisiert.

Nur eine Gruppe wird komischerweise nicht kritisiert (das war in Köln so, das ist jetzt in Hamburg so). Die Gruppe, die die ******* gebaut hat.

Und in Hamburg läuft es doch auch so ab. Greift die Polizei durch, wird von "Polizeigewalt" gefaselt. Greift die Polizei zu spät oder zu schwach ein (siehe Randale), wird die Polizei dafür kritisiert.

Ja mal eine Frage. Was soll und darf die Polzei den bitte machen, damit ihr sie mal nicht kritisiert?
 
ich denke wenn die polizei im besitz von genesis wäre (wer die serie preacher kennt weiß bescheid) gäbe es wohl keine probleme keine polizei gewalt und keine randale.
 
Rein interessehalber: Wieviele der hier Anwesenden waren denn überhaupt schonmal selbst auf einer (größeren) Demo?
Meine Demonstrationskarriere begann 1971, als unsere historischen Viertel in Göttingen modernen Funktionsbauten weichen sollten.
Auch damals schon war die Polizei überfordert, die Demonstranten, im Vergleich zu den Demonstrationen zur Studentenrevolution,
die ich nur auf den Schultern meines Vaters einmal in Berlin erlebte, waren extrem friedlich und bürgerlich. Genutzt hat es nichts. Wir
hätten damals schon "Instantbesetzen" sollen, dann wäre das Reitstallviertel und viele andere wunderschöne lebenswerte Häuser aus
dem 15. Jahrhundert vielleicht noch da und die Bauruine Hertie gar nicht entstanden. Hinterher ist man imme schlauer.... :)
Erste Burgerinitiative in 70er-Jahren – Planungssunden: Fachwerk weicht dem Abrissbagger – Goettinger-Tageblatt.de
 
oder ihr hättet auch kassiert. was ist das den für eine aussage friedlich demonstrieren bringt nichts, also demonstrieren wir mit gewalt. kann ja nicht angehen, man immer einen schritt weiter geht nur weil man seinen willen nicht bekommt, so funktioniert das nicht. wenn jeder so denken würde, lebten wir im chaos und das will sicher keiner.
 
... was ist das den für eine aussage friedlich demonstrieren bringt nichts,.
Ich habe es nicht allgemein gefasst. Es habe es auf den konkreten Fall bezogen. Und aus heutiger Sicht wäre vielleicht, Achtung Prognose,
eine Instantbesetzung der leerstehenden Häuser sinnvoller gewesen. Von Gewalt sagte ich gars nicht. Es ist der Unterschied, ob man
nur passiv demonstriert und "dagegen" symbolisiert, oder ob man aktiv Lösungen aufzeigt. Lösungen wären z.B. ein Förderverein gewesen.,
der die Häuse renoviert hätte und daraus z.B. billigen Wohnraum für Studenten erstellt hätte. Irgendwie sowas. Es ist 45 Jahre her, wir waren
damals noch viel Obrigkeitshöriger und weniger kritisch
 
Auf jede Instantbesetzung sollte eine Instanträumung erfolgen. Und zwar sehr robust.

Damit die Leute mal lernen, was man macht und was nicht.
 
Stimmt, die Polizei soll ja lieber Stuhlkreise bilden und ganz höflich 10x mal bitte sagen, damit die "armen" Straftäter doch bitte die Straftaten unterlassen.

Solllten wir nicht vorsichtshalber der Polizei lieber noch die Schlagstöcke und Schusswaffe abnehmen, nicht das sie die doch vielleicht mal einsetzen?
 
ich würde eure gesichter gerne mal sehen, wenn ihr nachmittags nachhause kommt und in eurem wohnzimmer eine bande hausbesetzer sitzt und nicht gehen möchte, weil die der meinung sind eure wohnung/haus sollte der allgemeinheit zur verfügung stehen. da bin ich mir aber ziemlich sicher, dass die polizei dann auf einmal gern gesehen ist. und dann auch egal wie die bande aus der wohnung entfernt wird.
 
Und Gebäude die zu Spekulationsobjekten werden, sollten "Instant" enteignet und dem Wohle der Allgemeinheit (= Sozialer Wohnungsbau) verfügbar gemacht werden. :schief:

Sehr gerne doch.

Nur, wenn ich mich recht erinnere, ist dafür doch die von dir so "nett" bezeichnete "Lügenjudikative" zuständig und nicht der linksextreme Mob, oder sehe ich das falsch?

Du dichtest dir wieder einen Quatsch zusammen. Das hat hier NIEMAND gefordert :schief:

Ach, komisch. Wenn andere mit dem Stilmittel der Übertreibung arbeiten, ist das natürlich kein Problem, aber bei mir schon?

Schöne Doppelmoral :lol:
 
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