Zwei Juristen, drei Meinungen. Das war schon immer so und wird vermutlich auch immer so bleiben.
Falsch. Ein Richterspruch = Recht gesprochen. Man darf gerne Berufung einlegen, vor ein anderes Gericht ziehen... Aber man kann nicht sagen "ach ist doch wurscht weil ein anderer Rechtsgelehrter sieht das doch anders".
Das ist Willkür. Nichts anders. Wenn ein Gericht sagt, so wirds gemacht, dann kannste dagegen Rechtsmittel einlegen, aber solange ein gültiges Urteil besteht gibts daran aber auch garnichts zu rütteln oder zu interpretieren.
Wenn du so argumentierst, musst du dir diesen Schuh auch anziehen.
Was für ein Schwachsinn.
Ich kann also nicht sagen dass es Fehler seitens der Polizei Hamburg gegeben hat ohne gleichzeitig Linke Gewalt zu rechtfertigen? Was ist DAS für eine Diskussionskultur?
Man kann den Diskussionsgegner auch diffamieren, war mit der "Putin Versteher" Kampagne ja auch ganz groß. Meinungen die uns nicht passen? Putin Versteher... Verherrlichen Gewalt, reden Unrecht klein.
Dann brauch ich halt garkeine Diskussion weil sie keinen Zweck hat. Der Ausgang steht für jeden Teilnehmer vorn Anfang an fest und die Diskussion dient nur dem bestätigen des eigenen Weltbildes.
Vielleicht, weil es negativ ist? Die linken Parteien in Deutschland könnte ja mal anfange, sich glaubwürdig von linker Gewalt zu distanzieren. Daran hapert es ja schon massiv.
Ferner könnte man auch aufhören, dass Feindbild Polizei zu pflegen.
Ich erinnere mich da nur einen
Tweet von Frau Künast.
Mit so einem Weltbild ist es natürlich kein Wunder, wenn man überall „Polizeigewalt“ sieht.
Siehst du, schon wieder. Du wirfst immer der anderen Seite etwas vor statt darüber nachzudenken was insgesamt falsch gelaufen ist. Ein ewiger Kreislauf aus Anschuldigungen, mehr nicht.
Wir wollen eine aufgeklärte Gesellschaft voller mündiger Bürger sein, schaffen es aber nicht zu differenzieren, sondern nur zu diffamieren.
Was du sagst stimmt. Es ist aber vollkommen substanzlos weil bekannt, weil alles gesagt.
Was soll ich da begreifen? Auch diese „Ohnmacht“ rechtfertigt keine Gewalt gegen die Polizei. Punkt.
Ja, aber das ist der richtige Weg. Polizisten angreifen nicht. Es ist so einfach.
Und viele bedienen sich dankend dieser Rechtfertigung. Womit wir beim Punkt „Relativierung“ wären.
Du checkst es wirklich nicht.
Es ist grundsätzlich, vollkommen losgelöst von den Ereignissen in Hamburg ein sehr sehr schlechtes Zeichen wenn sich Staatsorgane über Richtersprüche hinwegsetzen.
Deine Argumentationslinie ist ein präventives "der Zweck heiligt die Mittel", also genau das Gegenteil von einer Gewaltenteilung a la Grundgesetz.
Polizisten angreifen ist nie der richtige Weg, aber die Gewalt der Demonstranten ist keine ausreichende nachträgliche Rechtfertigung für das ignorieren eines Richterspruchs.
Ist es so schwer zu akzeptieren dass hierfür jemand zur Rechenschaft gezogen werden sollte?
Und zwar nicht weil er Polizist ist, nicht weil er gegen Links gehandelt hat, sondern weil er einfach verdammt noch mal gegen geltendes Recht verstoßen hat. Und vor dem sind (sollten) alle gleich (sein).
Absolut. Und ich würde mich auch freuen, wenn man sich an Gesetze halten würde. Aber das haben die Linksextremisten auch nicht.
Die Welt ist nicht perfekt.
Das ist keine Rechtfertigung. Was soll das sein "Die Linken spielen nicht nach den Regeln also müssen wir das auch nicht..."
Ist ne Katastrophe wie schnell mal eben auf die Errungenschaften der Demokratie gesch***en wird weil ein emotionales Thema hochkocht.
Die Amis haben mit der gleichen Art und Weise Folter im Iraq und in Afghanistan gerechtfertigt.
Die Polizei ist kein Demonstrationsteilnehmer der Steine schmeißt, sie ist ein durchsetzendes Organ der Staatsgewalt. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied im Anspruch an die Organisation.
Dass was verschiedene Parteien als "Polizeigewalt" während G20 bezeichnet haben seh ich auch deutlich unkritischer.
Nur ohne Not gegen Gerichtsurteile verstoßen, als noch garnichts passiert ist? Dafür sollte es schonmal jemanden geben der nachfragt ob das wirklich so stehen gelassen werden sollte.
Genauso wie brennende Autos, Steine und Molotov-Cockatilwürfe auf Polzisten, Plünderungen und Diebstähle.
Warum sollte es in einem Rechtsstaat kein Verbrechen geben? Rechtsstaat bedeutet den verfassungsmäßigen Umgang mit Recht und Unrecht, mehr nicht.
Homo homini lupus est wie mein Philosophieprofessor zu sagen pflegte. Verbrechen gibt es in jeder Gesellschaft. Die Gesellschaften unterscheiden sich lediglich im Umgang mit Verbrechen.
Es kommt ja auch darauf an, wie man diese Missstände anspricht. Wir haben hier einen 100 Seiten Thread der sich fast ausschließlich über die ominöse Polizeigewalt dreht.
Damit wird immer wieder schön die Debatte weggelenkt von der linken Gewalt.
Und, tu ich das? Mache ich nicht absolut deutlich dass die Gewalt bei G20 absolut zu verurteilen ist?
Differenziere ich nicht deutlich zwischen der Notwendigkeit der Polizei bei Ausschreitungen zu handeln und dem verhindern des Protestcamps noch bevor der Gipfel und die Demos überhaupt angefangen haben?
Hab ich nicht klar und deutlich gemacht dass für mich jedwedes Fehlverhalten zur Sprache zu bringen ist? Ich werd keinem Polizisten einen Vorwurf machen der sich in diesen Straßenkämpfen verteidigt. Im Gegensatz zu anderen hab ich den Schwachsinn mitmachen "dürfen".
Nur muss es mir erlaubt sein auch Kritik zu üben.
Und warum machst du dann ständig eine „aber die Polizei hat“ Diskussion daraus? Das ist doch genaue die gleiche Argumentation.
Falsch.
Ich sage eben nicht "aber" die Polizei hat. Du stellst die Taten immer in Relation zu denen der Gegenseite.
Tu ich nicht, ich spreche sie einfach nur an. Ohne diesen irgendetwas gegenüber zu stellen. Und da liegt für mich das Problem. Hätte die Polizei einen Richterspruch ohne Kontext G20 ignoriert, der Aufschrei wäre riesig geworden.
So überwiegt die Wut über die Ausschreitungen und das Ganze fliegt unterm Radar durch. Das ist einfach nicht richtig.
Es geht mir nicht um eine abwägende Bewertung der Ereignisse in Hamburg, sondern darum dass ein Teil der Ereignisse deutlich mehr mediale & öffentliche Aufmerksamkeit bekommt, ein anderer Teil aber fast unbeobachtet bleibt.
Und wenn du es nicht schaffst zu verstehen dass ich klar differenziere zwischen dem Vorgehen der Polizei vor dem Gipfel und dem Vorgehen der Polizei während der Ausschreitungen, dann tuts mir leid, aber dann können wir nicht auf dem gleichen Niveau diskutieren.
Diese Trennung ist möglich, muss möglich sein.
Es gibt nichts an linker Gewalt zu realtivieren, garnichts. Jeder der dort mitgemacht hat gehört ordentlich verurteilt. (ordentlich nicht im Volksmund a la streng, sondern gem. Recht und Gesetz).
Nur gilt dies eben für alle Überschreitungen des Gesetzes und nicht nur von jenen der Gruppe der man nicht angehört.