Das Drama um Godus und die Selbstdemontage des Molyneux

Seine Ideen können alle umgesetzt werden. Allerdings je ausgefallener es ist, um so schwieriger ist es auch, das ganze umzusetzen und um so länger dauert es auch. Und vor allem das Können ;)

Leider gibt es zuviele Leute, die den "Macher" raushängen lassen, aber Ende kommt nix dabei rum oder es wird "half-arsed" umgesetzt. Es ist lustig, wenn jemand erzählt, was er so alles aus nem bestimmten Grundstück mit Haus und Scheune machen würde und später erfährt man von seiner Freundin, dass er nedmal seine Mietwohnung allein sauber halten kann und sie bei jedem Besuch erstmal Aufräumen und Putzen darf. ^^
 
Sagen wir es doch mal so: jeder der auf Kickstarter Geld in die Hand nimmt, macht im Prinzip doch nichts anderes als: WETTEN. Man wettet darauf das ein Projekt, welches mal als unterstützungswürdig ansieht, so toll wird wie es vom Entwickler "vermarktet" wird. Dann können genau 2 Dinge passieren: 1. Das Projekt ist so gut -oder sogar nocht besser- als erwartet. 2. Das Projekt ist schlechter als erwartet. Im Fall von Godus wird wohl (leider) der zweite Fall eintreten. Und nun? Klar kann man sich darüber aufregen daß etwas in die Hose geht, besonders wenn man mit Geld an der Sache beteiligt ist. Aber man sollte niemals ausser acht lassen, worauf man sich am Anfang eingelassen hat.
Was du beschreibst setzt Project Cars um indem jeder "Backer" als echter Investor gesehen wird und auch anteilig am Gewinn und Verlust beteiligt wird, aber kein Kickstarterprpojekt. Bei Kickstarter leistet man Vorkasse, hat aber keine Gewinnaussicht und damit auch keinen Grund ein hohes Risiko hin zu nehmen.
 
@Olstyle.

Schon richtig.

Wobei das Risiko bei Kickstarter meist überschaubar ausfällt.
Soweit man nicht gerade $-Xtausend investiert, um ein Essen
mit den Entwicklern, oder irgendeinen Tand zu ergattern :ugly:
Ein Risiko sein eingesetztes Geld zu verlieren gibt es, dass sollte jedem potentiellen Backer klar sein.
Bei vielen KS-Projekten sind sich die Entwickler aber sicher bewußt,
dass das vielleicht einmal klappt - auch kein Trost für den, der seinem Geld
nachtrauert. Aber Ansporn für die Entwickler allemal..
 
Das Interview mit Molyneux auf RPS ist echt unter aller Sau. Schon die Eingangsfrage ist sagenhaft unprofessionell, ja geradezu unverschämt. Der Interviewer kann wirklich froh sein, dass Molyneux hier nicht sofort den Hörer aufgelegt hat sondern sich sogar einem Interview in diesem herablassenden und persönlichen Tonfall gestellt hat. Zu Molyneux selbst und seinen vielen Versprechungen kann man stehen, wie man will, aber ein Spielejournalist sollte nicht so tun, als wäre er etwas Besseres und sollte auch nicht so tun, als könnte er hier jemanden psychologisieren ala Freud. Das geht einfach gar nicht. Godus habe ich selbst gebackt und es ist wirklich schade, dass aus dem Spiel bisher nicht viel geworden ist. Aber so ist das eben mit kreativen Projekten und so ist das auch mit Kickstarter. Es ist eben doch kein Preorder sondern ein "Spende", die man immer unter dem Riskio gibt, dass man wenig bis nichts dafür zurück bekommt. Ich kann damit leben und ich trage das Molyneux nicht persönlich nach. Man könnte ja bei diesem Interview den Eindruck gewinnen, er hätte das Geld einfach eingestrichen und in der Karibik den Bauch in die Sonne gestreckt. Aber das ist nicht der Fall. Das Geld ist tatsächlich alles in die Entwicklung von Godus gewandert und Molyneux hat auch eigenes Geld investiert, das er wohl nicht wieder sehen wird, wenn Godus kommerziell nicht erfolgreich wird (und danach sieht es aus). In in einer derartigen Situation einen "pathologischen Lügner" zu nennen bzw. das zu implizieren, ist schon ein gutes Stück und schlicht völlig respektlos. Molyneux ist sicher nicht der beste Manager und das kann und sollte man ihm durchaus vorwerfen, aber er wollte den Backern sicherlich nichts Böses oder sie sogar abzocken. Ganz im Gegenteil, ich gehe stark davon aus, dass Molyneux ein wirklich kreativer Geist ist, der das bestmögliche Spiel machen will und darüber manchmal die wirtschaftliche Dimension vergisst (der Prozess der kreativen Zerstörung ist eben auch Gift für knappe Budgets und strikte Zeitpläne...). Es gibt also durchaus berechtigte Kritk und Backer von Godus haben durchaus das Recht, nach dem Stand der Entwicklung zu fragen und Rechtfertigung für die Verzögerungen einzufordern. Dem ist Molyneux nachgekommen. Er hat sein Gründe dargelegt und damit muss man wohl zufrieden sein (oder Kickstarter für einen möglichen Refund kontaktieren). All das rechtfertigt aber sicherlich nicht die Hexenjagd gegen Molyneux, die RPS hier angeleiert hat. Das ist echt unterste Schublade und das hat Molyneux auch nicht verdient, der trotz seiner Fehler immer noch eine Größe der Branche ist, der mehr innovative und kreative Spiele gemacht hat in den letzten 30 Jahren als viele der großen Entwicklerstudios zusammen.

Ein schwarzer Tag fürs Gaming und ein schwarzer Tag für die Spielepresse (bzw. Teile davon ala RPS) imo. Und sicherlich auch ein schwarzer Tag für Molyneux und sein Studio...
 
Meine vollste Zustimmung zu allen Punkten in Scholdarrs Post!

Auch m. E. haben manche Medienvertreter ihren guten Anteil an der gerade stattfindenden
Demontage des Peter Molyneux.
Und viele greifen es nur allzu bereitwillig auf. Genau die angesprochenen Dinge wie "streicht Geld ein; Karibik"
kann man dann, in abgewandelter Form, in den verschiedenen Foren lesen.

Es scheint opportun zu sein, ohne groß zu reflektieren, die Mistgabeln und Fackeln auszupacken.

Das in einer Zeit, in der wir Visionäre wohl nötiger haben, denn je. Sie eigentlich unsere Unterstützung brauchen - bei aller berechtigten Kritik.
Oder wollen wir wirklich lieber seelenlose Spiele im Jahrestakt, gnadenlos auf Effizienz getrimmt, um möglichst viele Spielerschichten zum Kauf zu bewegen?
 
Meine vollste Zustimmung zu allen Punkten in Scholdarrs Post!

Auch m. E. haben manche Medienvertreter ihren guten Anteil an der gerade stattfindenden
Demontage des Peter Molyneux.
Und viele greifen es nur allzu bereitwillig auf. Genau die angesprochenen Dinge wie "streicht Geld ein; Karibik"
kann man dann, in abgewandelter Form, in den verschiedenen Foren lesen.

Es scheint opportun zu sein, ohne groß zu reflektieren, die Mistgabeln und Fackeln auszupacken.

Das in einer Zeit, in der wir Visionäre wohl nötiger haben, denn je. Sie eigentlich unsere Unterstützung brauchen - bei aller berechtigten Kritik.
Oder wollen wir wirklich lieber seelenlose Spiele im Jahrestakt, gnadenlos auf Effizienz getrimmt, um möglichst viele Spielerschichten zum Kauf zu bewegen?

Sorry, aber ich finde das Molyneux inzwischen alles andere als ein noch "nötiger" Visionär ist. Ja der Mann hat in der Vergangenheit, als er noch bei Bullfrog Productions arbeitete, ein paar wirklich tolle Spiele entwickelt, oder zumindest dran mitgearbeitet. Diese Zeit ist aber inzwischen auch schon 15 Jahre her. Nach seiner Zeit bei Bullfrog hat er eigentlich nichts überragendes mehr auf die Beine gestellt bekommen. Ja er hat immer wieder tolle Ideen gehabt, wie mit Black & White und sogar mit Fable und The Movies noch 2 solide Spiele produziert, aber ansonsten hat er nichts auf die Beine gestellt bekommen. Alle seinen tollen Ideen scheiterten am Ende und raus kam bei den meisten seiner Spiele ehr entäuschendes oder aber besten falls unter dem Durchschnitt liegendes.
Wie gesagt, ich will garnicht in Abrede stellen das er bei Black & White, Fable und Godus wirklich gute Ideen hatte und umsetzen wollte, aber am Ende zählt dann doch nur das Ergebnis und was nützt mir da ein Spiel das zwar in Ansetzen über gute Ideen verfügt aber am Ende daran komplett, oder zu weiten Teilen scheitert, das eben jene Ideen nicht vernünftig ineinander greifen, oder implementiert werden konnten, oder wurden?

Ja der Spielemarkt braucht Leute mit Kreativität und Ideen, heute in Zeiten von Spieleserien mit Xtem Serienteil und der Angst vor dem Wagnis der Umsetzung neuer Ideen bei den großen Publishern sicher auch noch mehr als sowieso, doch brauchen wir mindestens genauso sehr Leute die auch abschätzen können wieviel Inovation ein Spiel verträgt um am Ende fertig zu werden auch auch Spaß zu machen und zu der Sorte Mensch gehört Herr Molyneux einfach nicht.

Er hat gefühlt einfach kein Gefühl dafür wieviel Inovation er auch umsetzen kann ohne das sein Spiel am Ende ehr entäuscht, dazu kommt noch das er sich auch einfach nicht bei seinen Versprechungen, die er abgibt, zügeln kann.
Das alles soll nicht heißen das ich die Art wie Peter Molyneux hier von der Presse vorgeführt wird begrüßen täte, oder diese Hexenjagd die auf ihn veranstaltet wird richtig finde, jeder der Geld für ein Spiel von Molyneux ausgibt sollte schließlich wissen worauf er sich einlässt, seine Übertreibungen und am Ende oft entäuschenden Spiele sind ja bei weiten kein Staatsgeheimnis und leicht nachlesbar.
Von daher ist es einfach nicht richtig Moyneux jetzt hier so an zu gehen.
 
Er hat gefühlt einfach kein Gefühl dafür wieviel Inovation er auch umsetzen kann ohne das sein Spiel am Ende ehr entäuscht, dazu kommt noch das er sich auch einfach nicht bei seinen Versprechungen, die er abgibt, zügeln kann.
Das alles soll nicht heißen das ich die Art wie Peter Molyneux hier von der Presse vorgeführt wird begrüßen täte, oder diese Hexenjagd die auf ihn veranstaltet wird richtig finde, jeder der Geld für ein Spiel von Molyneux ausgibt sollte schließlich wissen worauf er sich einlässt, seine Übertreibungen und am Ende oft entäuschenden Spiele sind ja bei weiten kein Staatsgeheimnis und leicht nachlesbar.
Von daher ist es einfach nicht richtig Moyneux jetzt hier so an zu gehen.

Naja, ich weiß gar nicht, ob wir das überhaupt "Versprechungen" nennen sollten, denn das sind es imo in diesem Fall nicht. Bei Kickstarter geht es eher um die Vision, nicht um konkrete Fakten (wobei das viele leider falsch verstehen). Molyneux hat mit Godus seine Idee von einem Spiel vorgestellt, nicht ein fertiges Spiel, das schon getestet ist. Wer Ahnung von Spieleentwicklung hat, muss eigentlich wissen, dass vieles von dem, was ganz am Anfang der Vision steht, später im finalen Spiel nicht umgesetzt werden kann, einfach weil es vlt. doch zu viel Arbeit ist, weil man keine Zeit mehr hat oder weil das entsprechende Feature einfach keinen Spaß macht bzw. weniger Spaß macht, als man anfangs gedacht hat. Von "Versprechungen" zu reden ist hier imo also eigentlich völlig missverständlich. Es geht in der Tat um die grundsätzliche Vision, um die Spielidee.

Oder betiteln wir jetzt auch Entwicklerstudios wie CDPR als "Lügner", weil es das ursprünglich angekündigte VATS-Feature nicht in die finale Version schaffen wird? Natürlich nicht. Es ist einfach so, dass das Feature anscheinend nicht gut, spaßig oder ausgereift ist, um es ins Spiel zu integrieren. Das weiß man aber zu Beginn der Spieleentwicklung noch nicht so genau und das ist genau das, was der Interviewer bei RPG einfach nicht kapieren will.

Und ich bin auch nicht der Meinung, dass Kickstarter bzw. Crowdfunding grundsätzlich etwas daran ändert. Wer eine "sichere Wette" eingehen will, ist als Backer dort schlicht falsch aufgehoben. Bei Kickstarter geht es ursprünglich um die Unterstützung einer Vision, nicht um den Kauf eines Produktes mit festgelegten Features, obwohl das leider in den letzten Jahren immer weiter verwässert wurde und in der Tat viele Projekte den Eindruck hinterlassen, dass es rein um Vorbestellungen geht, z.B. viele Brett- oder Kartenspiele, die bereits vollständig entwickelt sind und für die man nur noch Geld zur Produktion braucht. Mit der ursprünglichen Idee von Kickstarter bzw. der Realität einer aufwendigen und kreativen Spieleentwicklung hat das aber nur bedingt was zu tun. Daher ist es auch fragwürdig, jemanden wie Molyneux an derartigen Projekten mit "sicheren Versprechungen" zu messen.

Wobei natürlich auch die Entwickler eine Mitschuld tragen, wenn sie ihr Projekt mit Absicht schön reden, obwohl sie eigentlich wissen, dass es so nicht machbar ist (wobei das eigentlich alle Spiele auch außerhalb von Kickstarter betrifft). Das ist eben so eine Dynamik, die mit Kickstarter und Crowdfunding zusammen hängt und und für die man nicht alleine Molyneux die Schuld geben kann und sollte. Es ist unfair ihn zum Buhmann einer generell beobachtbaren "overshooting" Politik auf Kickstarter zu machen. Selbst sehr erfolgreiche Kickstarter-Projekte wie Divinity Original Sin konnten nicht die komplette Vision umsetzen. Auch da mussten Features gestrichen werden, obwohl das Spiel schon weit fortgeschritten war und Kickstarer nur zur Teilfinanzierung verwendet wurde. Molyneux ist also bei weitem kein Einzelfall, wobei natürlich der Zustand von Godus schon ein besonders schlimmer Fall ist (was nur dadurch relativiert werden kann, dass das Spiel eben auch innovativ ist und es kein 0815 Grundgerüst dafür gibt in Punkto Spielmechaniken).

Aber ganz ehrlich, ich gebe lieber einem Molyneux ein wenig von meinem Geld und habe eine 20%ige Chance auf ein innovatives und neuartiges Spiel als mein Geld in den immer neuen Aufguss des ewig Gleichen zu investieren. Klar, vielleicht oder sogar wahrscheinlich wird nichts oder wenig draus, aber immerhin bestand eine reale Chance. Wenn ich mir jedes Jahr hingegen nur den alljährlichen Aufguss von CoD und Konsorten kaufe, dann weiß ich zwar genau, was ich für mein Geld kriege, aber mehr Spielspaß habe ich dadurch auch nicht. Was bringt uns also die Hexenjagd gegen einen so kreativen Geist wie Molyneux? Damit werden die Chancen für Innovationen im Spielebusiness nur geringer, weiter nichts, und davon hat doch im Endeffekt gar niemand irgendwas außer vielleicht die großen Publisher, die mit immer denselben Inhalten und Mechaniken noch mehr Geld verdienen zwecks Alternativlosigkeit. Von daher, guter Job, Spielepresse und insbesondere RPS, guter Job. Damit habt ihr den Zockern wirklich einen großen Dienst erwiesen. Ihr könnt euch ja schon mal aussuchen, welchen kreativen Geist ihr als nächsten aus dem Spielebusiness drängen wollt, während ihr im Hinterzimmer schon die nächste 9/10 für das neue CoD/AC/Battlefield(AAA+ Game X oder was auch immer vorbereitet...
 
Bei Eurogamer gibt es einen schönen Artikel über die Erfahrung des Autors mit Molyneux:
Rich Stanton on: Requiem for a dreamer • Eurogamer.net

Kurzfassung: Gezieltes Übertreiben und anschließendes Entschuldigen scheint seit jeher das Geschäftsmodell des PM zu sein, allerdings wohl eher weil er tatsächlich glaubt dass ihn sonst gar niemand ein Spiel machen lassen würde. Was sich geändert hat ist "nur" dass er dieses mal direkt den Spielern und nicht den Publishern und Journalisten Märchen erzählt hat.
 
Ist ja nicht so das er nicht nur bei Godus Versprechungen gemacht hat die er nicht gehalten hat, sondern das war bei praktisch jedem seiner Projekten so.:schief:
Daher finde ich die Frage nicht ganz so kritisch wie einige andere.
 
Das ist so ziemlich das PR/Marketing Konzept jedes großen Publishers im Spielebusiness...

Nur dass bei Molyneux die Chance deutlich höher ist, dass tatsächlich was Innovatives (wenn auch viel weniger als zunächst angedacht) bei rauskommt. ;)
Wenn du den Artikel mal anschaust ist es bei ihm aber schon extremer:
Er spielte z.B. ein paar Wochen vor Release eine Beta, also Feature complete, von Fable vor und warb mit einem Feature was schon längst gestrichen war.
Oder auch einfach dass seine Karriere als Spielentwickler damit begann (bzw. nach einem aller ersten Flop richtig starten konnte) dass er eine fehlerhafte Lieferung an Amigas behalten hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist ja nicht so das er nicht nur bei Godus Versprechungen gemacht hat die er nicht gehalten hat, sondern das war bei praktisch jedem seiner Projekten so.:schief:
Daher finde ich die Frage nicht ganz so kritisch wie einige andere.

Das waren aber keine "Versprechungen" sondern schlicht Features, die er gerne umsetzen wollte in seinen Spielen. Das ist ein kleiner Unterschied. ;)


Wenn du den Artikel mal anschaust ist es bei ihm aber schon extremer:
Er spielte z.B. ein paar Wochen vor Release eine Beta, also Feature complete, von Fable vor und warb mit einem Feature was schon längst gestrichen war.
Oder auch einfach dass seine Karriere als Spielentwickler damit begann (bzw. nach einem aller ersten Flop richtig starten konnte), dass er eine fehlerhafte Lieferung an Amigas behalten hat.
Naja, und wer hatte das Sagen bei Fable? Ich dachte, da wäre MS der Publisher gewesen...

Und die andere Kamelle ist ja schon 30 Jahre alt. Ist etwas unfair, sowas jetzt wieder auszugraben. Irgendwelche Leichen hat schließlich so gut wie jeder im Keller.

Außerdem, ich hab ja schon gesagt, dass er ein schlechter Manager ist und vielleicht einfach keine Spielestudio selbst leiten sollte. Aber trotzdem finde ich den Umgang mit ihm gerade unter aller Sau, allen voran das "Interview" mit RPS. Das geht einfach gar nicht. Kritik ist ja ok, aber nicht in dieser Form.
 
Sorry, aber ich finde das Molyneux inzwischen alles andere als ein noch "nötiger" Visionär ist. Ja der Mann hat in der Vergangenheit, als er noch bei Bullfrog Productions arbeitete, ein paar wirklich tolle Spiele entwickelt, oder zumindest dran mitgearbeitet. Diese Zeit ist aber inzwischen auch schon 15 Jahre her. Nach seiner Zeit bei Bullfrog hat er eigentlich nichts überragendes mehr auf die Beine gestellt bekommen. Ja er hat immer wieder tolle Ideen gehabt, wie mit Black & White und sogar mit Fable und The Movies noch 2 solide Spiele produziert, aber ansonsten hat er nichts auf die Beine gestellt bekommen. Alle seinen tollen Ideen scheiterten am Ende und raus kam bei den meisten seiner Spiele ehr entäuschendes oder aber besten falls unter dem Durchschnitt liegendes.
Wie gesagt, ich will garnicht in Abrede stellen das er bei Black & White, Fable und Godus wirklich gute Ideen hatte und umsetzen wollte, aber am Ende zählt dann doch nur das Ergebnis und was nützt mir da ein Spiel das zwar in Ansetzen über gute Ideen verfügt aber am Ende daran komplett, oder zu weiten Teilen scheitert, das eben jene Ideen nicht vernünftig ineinander greifen, oder implementiert werden konnten, oder wurden?

Ja der Spielemarkt braucht Leute mit Kreativität und Ideen, heute in Zeiten von Spieleserien mit Xtem Serienteil und der Angst vor dem Wagnis der Umsetzung neuer Ideen bei den großen Publishern sicher auch noch mehr als sowieso, doch brauchen wir mindestens genauso sehr Leute die auch abschätzen können wieviel Inovation ein Spiel verträgt um am Ende fertig zu werden auch auch Spaß zu machen und zu der Sorte Mensch gehört Herr Molyneux einfach nicht.

Er hat gefühlt einfach kein Gefühl dafür wieviel Inovation er auch umsetzen kann ohne das sein Spiel am Ende ehr entäuscht, dazu kommt noch das er sich auch einfach nicht bei seinen Versprechungen, die er abgibt, zügeln kann.
Das alles soll nicht heißen das ich die Art wie Peter Molyneux hier von der Presse vorgeführt wird begrüßen täte, oder diese Hexenjagd die auf ihn veranstaltet wird richtig finde, jeder der Geld für ein Spiel von Molyneux ausgibt sollte schließlich wissen worauf er sich einlässt, seine Übertreibungen und am Ende oft entäuschenden Spiele sind ja bei weiten kein Staatsgeheimnis und leicht nachlesbar.
Von daher ist es einfach nicht richtig Moyneux jetzt hier so an zu gehen.

Er konnte sicher viele seiner Visionen nicht so umsetzen, wie er sich dies gewünscht hatte. Und, wie ich andeutete: auch ein Peter Molyneux steht nicht außerhalb jeder Kritik.
Der Vorwurf, des Betruges, des Abzockens usw. geht mir gegen den Strich. Aber auch Dir geht die Form der Kritik, die gerade auf ihn einprasselt, ja zu weit, wenn ich Dich richtig interpretiere.

Zu seinen Vorstellungen, seiner Kreativität und seiner Probleme diese adäquat umzusetzen:
Es ist eben leider wohl nicht so einfach einen Mittelweg zu finden, der alle Beteiligten zufrieden stellt.
Nimm nur Tim Schäfer, der Kickstarter-Projekte erst richtig ins Rollen brachte. Auch er hatte anscheinend so seine Probleme damit,
seine sprudelnde Kreativität so in den Griff zu bekommen, dass er EIN Spiel durchzieht und nicht in Episoden teilen muß. Was wäre gewesen,
wenn er nicht soviel eingenommen hätte, sondern nur den anfangs erbetenen Betrag?
Was ist mit anderen alten Legenden. Nehmen wir Sid Meier. Stand früher "Sid Meiers!" darauf, konnte man es praktisch unbesehen kaufen. Seid Jahren
bekommt er auch nichts mehr wirklich herausragendes auf die Reihe; eher im Gegenteil. Mobile Games.
Und in seinen besten Zeiten hat er die Spiele herausgehauen - Wild Bill Stealy hat sich um das Geschäft gekümmert.
Ich finde, Peter Molyneux bräuchte einen Geschäftspartner. Jemanden, der ihn zwar unterstützt, ihm aber auch Grenzen setzt, wenn nötig.

Edit: Ah; Herr Braben fällt mir da auch gerade noch ein. Den Singleplayerpart nicht offline spielen zu können, ist für mich ein eklatanter
Bruch von Versprechen. Und m. E. genauso "notwendig", wie damals bei Sim City.
Auch wenn mir bewußt ist, dass Elite D. im Vergleich wohl eine bessere Figur macht, als Godus
 
Zuletzt bearbeitet:
Seid Jahren
bekommt er auch nichts mehr wirklich herausragendes auf die Reihe; eher im Gegenteil. Mobile Games.
Was ist dagegen einzuwenden? Gibt noch nicht genügend gute davon, dazu lässt sich damit Geld verdienen.
Dazu kommt das sich Rundenstrategie für Touch Geräte recht gut eignet.
 
Was ist dagegen einzuwenden? Gibt noch nicht genügend gute davon, dazu lässt sich damit Geld verdienen.
Dazu kommt das sich Rundenstrategie für Touch Geräte recht gut eignet.

Die beiden Ace Patrol Spiele waren jetzt anscheinend nicht so berauschend.
Soweit ich in Tests gelesen hatte, mit guten Ansätzen - wie bei einem Herrn, über den wir gerade
diskutieren :ugly:

Davon ab: Jep, damit lässt sich Geld verdienen. Mit dem tausendsten COD dieser Welt auch. Genau
das ist aber doch m. E. die Krux. Mit möglichst simplen Spielen, die ja niemanden überfordern und
die möglichst viele Spieler anspricht, vom Simulations-, bis zum Egoshooter-Fan, sie an die Hand nimmt etc.

Ohne den Mobilespielen zu nahe treten zu wollen: An Entwicklerlegenden wie Sid Meier, Richard Garriott, die Romeros etc.
habe ich zumindest einen anderen Anspruch, als die Entwicklung von Mobile-Spielen.
Auch wenn diese evtl. in naher/mittlerer Zukunft wohl den Konsolenmarkt in Bedrängnis bringen.
 
Ohne den Mobilespielen zu nahe treten zu wollen: An Entwicklerlegenden wie Sid Meier, Richard Garriott, die Romeros etc.
habe ich zumindest einen anderen Anspruch, als die Entwicklung von Mobile-Spielen.
Auch wenn diese evtl. in naher/mittlerer Zukunft wohl den Konsolenmarkt in Bedrängnis bringen.
Ich nicht, da ich finde die Plattform ist völlig egal solange das Spiel gut ist. Sofern sie also ein gutes Konzept haben, das einen nicht abzockt wie bei zB Godus sollen sier sogar Mobile Spieler rausbringen.
 
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