Ein aktuell gekauftes E-Auto kann locker 20 Jahre oder mehr fahren, wenn man sich die durchschnittliche Nutzung anschaut. Die Akkus halten und fallen nicht schon nach 80000km aus.
Klar und ein Verbrenner kann 30 Jahre fahren, das machen aber nur wenige. Deshalb kann man da durchaus die heutige durchschnittliche Lebensdauer annehmen.
2020 lag der Strommix bereits bei 50% aus regenerativer Quelle.
Und der Anteil wird wieder sinken, da zum einen der verbrauch wieder anzieht und zum anderen viele Windkraftanlagen vom Netz genommen werden und wenig neue gebaut werden. Erst 2025 soll sich die Situation verbessern, vorausgesetzt, die Sache mit den Klagen hat sich bis dahin erledigt (eher unwahrscheinlich).
Im übrigen sind diese 50% in der Realität egal, da es auf den Strom ankommt, der zusätzlich erzeugt wird.
Wie der Strommix in 10 Jahren aussieht, wissen wir aktuell noch nicht, aber er wird sukzessive nachhaltiger. Jedes Jahr! Und genau das verbessert den CO2 Verbrauch.
Das weiß man heute schon recht genau, zumindest gibt es Grenzen nach oben. Der Kohleausstieg soll erst 2028 vollzogen sein, wobei ich daran zweifle. Gleichzeitig soll der Stromverbrauch (u.a. durch Wärmepumpen und Elektroautos) stark steigen. Es wird noch viel Braunkohlestrom im Netz sein.
Auch die Wiederverwertbarkeit der Akkus (Zweitnutzung, Recycling etc.) verringert den zunächst größeren CO2 Rucksack nachhaltig.
Bei der Zweitnutzung hat man die sehr optimistische Annahme, dass die Leute fast funktionstüchtige Akkus herschenken werden. Ich hoffe, ich muß nicht sagen, dass das doch etwas zu optimistisch ist. Beim Recycling trifft das gleiche zu, da geht man zu optimistisch ran. Im Prinzip kann man alles zu 100% wiederverwerten, die Frage ist nur, ob das wirtschaftlich ist. Aber ich habe die Akkus sowieso außen vor gelassen.
Des Weiteren kenne ich einige im Bekanntenkreis, die schon zu großem Teil den eigen hergestellten PV Strom für das E-Auto nutzen.
Hey cool, dann brauche ich mir als Kernkraftbefürworter (so wie man eine Wahl zwischen Pest und Cholera befürwortet) ja um meinen CO2 Ausstoß keine Sorgen mehr zu machen. Ich kann sogar im Winter den Strom aus Spaß rausheizen, verursacht eh fast keine CO2 Emissionen.
Nicht!
Es kommt immer darauf an, was für ein Strom dafür zusätzliche hergestellt werden muß. Wenn deine Bekannten ihr eAuto laden, dann wird irgendwo ein Kraftwerk weniger gedrosselt, das sind dann die interessanten Emissionen. Etwas anderes äre es, wenn man überflüssigen Strom verwendet.
Man darf auch nicht vergessen, dass geförderte Ladestationen (und das sind fast alle) mit Ökostrom betrieben werden müssen. Klar, es gilt der Strommix in Deutschland, aber man darf die Lenkungswirkung nicht vergessen.
Das ist eben Selbstbeschiß. In der Realität ist das letzte Kraftwerk von Bedeutung, das deshalb Strom liefern kann. Etwas anderes wäre es, wenn man extra für diese Ladesäulen Kraftwerkskapazitäten (erneuerbare oder nuklear) aufbaut, die es sonst nicht gegeben hätte. Aber auch dann bleibt das Grundproblem erhalten.
Ein Hybrider ist in den meisten Fällen eine Mogelpackung, selbst wenn täglich geladen wird und die Wegstrecke bei unter 30km liegt, heißt das nicht, dass der nur mit dem Akku fährt.
Er braucht im Stadtverkehr und auf der Landstraße deutlich weniger, als ein normaler Verbrenner.
Wir haben einige Plugin Hybride in der Flotte und die Bilanz ist vor allem auf der Langstrecke verheerend.
Da nimmt man dann einen normalen Diesel.
Warum die immer noch gefördert werden ist mir ein Rätsel, aber wohl der Langsamkeit der deutschen Autohersteller geschuldet, also eine reine politische Entscheidung.
Siehe zwei Punkte weiter oben.
Ich muss Dich leider enttäuschen. In meinem privaten Umfeld fährt jemand einen Smart Forfour (Baujahr 2018) als Benziner mit 90 PS. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 6 Litern Benzin auf 100 Kilometer.
Sehr witzig!
Ein Benziner, mit hoher Motorisierung (für einen Smart). Wir können ja bei den Elektroautos auch einen Porsche Tycan zu Grunde legen, der mit über 200km unterwegs ist, dann sieht es auch anders aus.
Selbst mit dem deutschen Strommix sind Elektroautos ab einer gewissen Kilometerlaufleistung umweltfreundlicher unterwegs, als ihre Kollegen mit Verbrennungsmotor.
1: Nein, dann können die Verbrenner punkten. Der Trick ist natürlich den Wert der Verbrennerflotte (die ja recht als ist) gegen Elektroautos antreten zu lassen. Sobald es Neuwagen gegen Neuwagen geht, sie die Geschichte anders aus.
2: Der Strommix ist Selbstbeschiß, wichtig ist der Strom, der dafür zusätzlich erzeugt wird und das ist wohl noch bis 2038 Braunkohlestrom.
Wenn man nun noch mit einrechnet, dass bald E-Autos ihre Batteriepakete aus Europa beziehen, fällt der teure und umweltschädliche Transport aus Asien weg.
Der Transport aus Asien ist das unwichtigste an der ganzen Sache. Die Schiffe sind so unglaublich effizient, das fällt kaum ins Gewicht. Wichtiger ist da, ob die Fertigung in Küstennähe (VW) stattfindet oder im Landesinneren (BMW, Mercedes, Audi, Skoda usw.). Aber auch das ist unwichtig, verglichen mit dem Strom, der dafür benötigt wird.
Es stimmt also schlicht und einfach nicht, dass ein Verbrenner - aus Umweltschutzgründen - besser ist, als ein Elektroauto.
Dazu muß man sich die Sache aber zurechtbiegen, in der Realität ist es anders. Wie gesagt: das gilt nur für Deutschland, in Frankreich oder Norwegen sieht es völlig anders aus.
Man kann auch "beweisen", dass Erneuerbare keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das erfordert zwar einiges an Hirnverknotung, aber es gibt eine Studie, die genau das über Kernkraft aussagt und die man auch fast 1:1 auf die Regenerativen in Deutschland übertragen kann.
Und auf einer Urlaubsfahrt dürfte die Ladezeit ziemlich egal sein, da man keinen Zeitdruck hat...
Tut mir leid, das ist einfach ein unglaublich dämliches und künstliches "Argument". Natürlich ist es ein Problem, wenn man 20 Min bis 1 Stunde an der Ladesäule hängt (die dann auch recht teuer ist), da man sich das nicht aussuchen kann. Da spielt ein Verbrenner seine Überlegenheit aus (und wer behauptet man hätte im Urlaub keinen Zeitdurch der hat wohl keine Kinder oder schon vergessen wie es da war. Außerdem hat man im Urlaub besseres zu tun, als an einer Ladesäule rumzugammeln).
Wahr ist, dass es kein Problem ist, wenn man zuhause über Nacht lädt. Man kann dem ganzen sogar etwas positives abgewinnen, wenn man in der Innenstadt während dessen kostenlos parken darf (in Darmstadt 3h).