Warum haben viele Sängerinnen auf der Bühne so gut wie nichts an? Was hat das bitte schön mit Musik zu tun? Richtig, gar nichts. Es ist einfach ein Schmankerl fürs Auge, weil die allermeisten Männer nun mal auf schöne Frauen stehen (und vice versa).
Ist bei Männern (siehe Boygroups) schon seit langer Zeit leider genauso, möglichst jung und grade erst den Pickeln entsprungen, um den pubertierenden 14-jährigen zu gefallen.

Ich finde weder das eine noch das andere gut, besonders junge Entertainer haben eine gewisse Vorbildrolle und wenn die vermitteln, dass es o.k. ist, sich abzumagern und möglichst wenig anzuhaben, dann sehe ich keinen positiven Effekt daraus erwachsen.
Im Gegenteil, es ist traurig, dass auf sowas die naiven Jugendlichen von heute reinfallen und mit Selbstbestimmung hat das eben überhaupt nichts zu tun.
Da ist eine Industrie dahinter, Produzenten, die sowas vorantreiben - und das zieht Kreise, das kann ich dir sagen.
Ich bin beim BRK, und wie jede nonprofit-orientierte Organisation machen auch die Werbung für neuen Zuwachs oder Spender.
Wenn dann junge, weibliche, ehrenamtliche Mitglieder dazu geraten werden, möglichst Hotpants, Minirock oder knappe Kleider anzuziehen, weil das besonders männliche, potentielle Ziele anziehend finden, dann sagt das schon etwas aus.

Vor allem wenn dann jene Mitglieder nicht mit auf Werbetouren genommen werden, weil sie zu "prüde" waren, eben selbiges anzuziehen.
Wer alles in den Medien, was nicht zu 100% einem bestimmten (nur in unserer Vorstellung existierenden) Idealbild entspricht als sexistisch oder sonstwie schädlich brandmarkt, der tut dem tatsächlichen und unmittelbaren Kampf gegen Sexismus und Frauenfeindlichkeit in der realen Welt keinen Gefallen, ganz im Gegenteil.
Die Medien sind aber das Problem der heutigen Informations- und Sensationsgesellschaft.

Glaubst du etwa, der BILD wurde es grundlos verboten, auf der Titelseite nackte Frauen zu bringen?

Wenn ich eine 12-jährige sehe, die Blasen cool findet, dann weiß ich ehrlichgesagt nicht, was ich davon halten soll.

Ebensowenig, wenn Heidi Klum jungen Frauen vorschreibt, wie sie auszusehen haben und Mädchen mittags unterzuckert umkippen, weil sie sich von früh' bis morgens kaputt hungern, um ein von den Medien gestecktges Idealbild zu erreichen.
Durch diese banalen und wenig stichhaltigen Alibikämpfe wird meist völlig vergessen, worum es beim Feminismus bzw. beim Kampf für die Gleichberechtigung der Frau tatsächlich geht. Es geht um die Selbstbestimmung der Frau, das zu tun, was sie tun will, und zwar im realen Leben. Ob es jetzt Darstellungen in Medien von Frauen in Metallbikinis gibt oder nicht, hat imo darauf absolut überhaupt keinen Einfluss.
Wer redet denn von Emanzipation?

Es geht um billige Blickfangwerbung und das ist das, womit insbesondere Blizzard vor gut 10 Jahren immer wieder geworben hat, auch bei
Spellforce fand' ich das manchmal lächerlich.

TES machte es nicht anders und ich erinnere mich auch an andere Rollenspiele (namentlich z.B.
Sacred), in denen Frauen nur optische Lustobjekte waren.
Wie gesagt, es muss zum Kontext passen, den Hot-Coffee-Mod von GTA:SA fand' ich jetzt ehrlichgesagt nicht problematisch, ebenso wenig, wie die anzüglichen Szenen von
The Witcher.
Was ist bitte schön "sexualisierend"? Ich stimme dir ja absolut zu, dass es unlogisch ist und einzig dem Zweck dient, ein Schmakerl fürs Auge zu bieten. Aber wie du selbst schon argumentiert hast, bedeutet sexy nicht unbedingt sexistisch. Ich finde es sogar äußerst schwierig, aus der rein bildlichen Darstellung von "sexy" Frauen in Medien einen sexistischen Vorwurf abzuleiten. Ansonsten müsste man auch 95% aller Videospiele als gewaltverherrlichend und damit grundsätzlich "negativ konnotiert" einschätzen, wogegen sich die allermeisten Gamer (zu Recht) verwehren...
Die Gewalt steht in der Regel in einem logischem, klarem Kontext.

Ich schieße/schlage auf böse Typen, Monster, etc., klare Fälle von "entweder die oder ich".

Sexistisch ist auch so einer Männerphantasie, mann kann Frauen auch auf ihre körperliche Reize reduzieren und wenn sie keine andere Rolle erfüllen als das, ist das auch wieder so eine Art Rollenklischeé - die Frau als Aufgeiler, kenn man auch aus dem Fetischbereich oder eben Sex sells.
