CPU wird zu heiß - NAUTILUS

Omega88

Schraubenverwechsler(in)
Hallo Spezialisten!

Die CPU des Rechners meines Sohnes wird zu heiß und wir kommen nicht weiter.
Bei Spielen ist der PC zwischenzeitlich einfach aus gegangen. Bei der Suche nach dem Fehler haben wir aktuelle Treiber installiert und das aktuellste Bios draufgezogen. Nach Performance-Tests kam dann heraus, dass die CPU viel zu schnell über 100 Grad läuft und vermuten daher, dass die Abstürze daher kommen.

Hilfsmittel:
HW Monitor
FurMark
prime95

Hardware:
Ryzen 5 7600 ggf. Ryzen 5 7600X
Mainboard MSI PRO B650-S WIFI
32GB DDR5-5600 Corsair Vengeance RGB | 2x 16GB
1TB WD Blue SN580
850W - be quiet! Pure Power 12
Corsair 3500X ARGB
Prozessorkühler CORSAIR iCUE NAUTILUS 240 RS


Aktueller Wissenstand:
Wir haben im Bootmenü und mit Hilfe der MSI Software die Pumpenleistung als auch die Lüfterleistung zumindest für Tests recht hoch eingestellt. Im Vergleich zu meinem eigenen PC mit BeQuiet Lüftkühlung hat der PC bei den Belastungstest keine Probleme. Mir kommt es so vor, dass bei den Test des ständigen rauf und runter die Kühlung nicht schnell genug nachkommt - trotz starker Pumpenleistung im unteren Temperaturbereich. Als ob der Wasserkühler nicht genug Trägheit hat. Oder liefert der Prozessor zu schnell zu viel Leistung und die Kühlung kommt nicht hinther. Bin da etwas ratlos. Hat da jemand eine Idee?
 
Bist du dir sicher, dass die Pumpe überhaupt läuft?
Eine defekte Pumpeneinheit ist in 90% der Fälle die Ursache für das beschriebene Problem und AiOs sind bekannt dafür, dass die billigen Pumpen oft nicht lange leben.
 
Man kann zumindestens an den Schläuchen merken, dass da Bewegung drinnen ist. Wenn ich die Pumpe vom Strom abziehe, dann steigt die CPU Temperatur langsam an. Stecke ich den Stecker wieder rein, dann geht die Temperatur auch langsam wieder zurück. So zumindestens unter wenig Belastung des CPUs.
 
Dann gibt es wenn die CPU dennoch so heiß wird dass der PC abschaltet nur noch wenige Möglichkeiten:
- Der Durchfluss ist sehr/zu gering, etwa wegen einem verstopften Kühler
- Die Montage ist nicht korrekt (Folie noch drauf oder eine Halterung hat sich gelöst o.ä.)

Ich würde da aber ähnlich wie Hellhammer sagt einfach einen Luftkühler draufschnallen und die AiO zurückschicken. Bestenfalls das Geld bekommen statt eines Ersatzgerätes (denn AiOs sind in dem bereich einfach völliger Unsinn - viel teurer und anfälliger, dafür aber nicht besser als ein Luftkühler für 40€ - der reicht für einen 7600X ganz locker).
 
Hmm
Rumliegen habe ich sowas mal eben leider nicht.
Nur um es auszuschließen: Kann es an der Wärmeleitpaste liegen? Die könnte ich nochmals neu machen. Oder ist im Bios irgendeine Einstellung möglicher Weise falsch, die dazu führen könnte, dass der CPU zu schnell nach oben rauscht?
Im Falle, dass man den Kühler einschickt - welche Empfehlung hättet ihr als Ersatz?
 
Kann es an der Wärmeleitpaste liegen? Die könnte ich nochmals neu machen.
Versuchen kannst es. Lüfterkurve im Bios neu einstellen? Du kannst auch FanControl dazu verwenden, dann musst nicht dauernd ins Bios.

Ab ca. Seitenmitte kommt eine kleine Erklärung für FanControl.

Für die Cpu reicht sogar der Thermalright Assassins X locker. Ist dann eine günstige Übergangslösung.

Wennst stärkere Kühler willst/brauchst:
 
Nur um es auszuschließen: Kann es an der Wärmeleitpaste liegen?
Wenn du gar keine benutzt hast ja.
Ansonsten würde sogar Zahnpasta reichen dass die CPU nicht notabschaltet.
Oder ist im Bios irgendeine Einstellung möglicher Weise falsch, die dazu führen könnte, dass der CPU zu schnell nach oben rauscht?
Ziemlich unwahrscheinlich. Begründung:
Klar kann man im BIOS einstellen dass die CPU völlig frei drehen darf unter Vollast, also PBO unlimited. Aber selbst wenn das so wäre ist ein 7600X eine viel zu kleine/schwache CPU um eine AiO die korrekt funktioniert derart zu überfordern dass die Temperaturnotabschaltung greift. Und: Bevor irgendwas notabschaltet wird, egal wie die PBO-Settings sind, die CPU stark heruntergedrosselt.
Dass ein PC tatsächlich aus geht wegen einer zu heißen CPU bedeutet, dass die Kühlung praktisch gar nicht mehr nennenswert funktioniert. Intel schafft das so extrem, dass ein PC selbst dann nicht notabschaltet wenn manden Kühler ganz weglässt:
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AMD ist da etwa schlechter aber auch hier, bis da was abschaltet muss die Kühlung totalversagen.
 
Wie bereits geschrieben bringt neue WLP nix.
Ein arctic freezer 36 tut's für die CPU auch. Der kostet keine 30€ und hat 6 Jahre Garantie.
Wenns unbedingt der bequiet sein soll geht der auch.
 
AMD ist im Laufe des Produktlebenszyklus des 7600 dazu übergegangen, Wärmeleitpaste statt Lot zwischen CPU-Die und Heatspreader zu verwenden. Das verursacht sehr hohe Temperatursprünge und kann auch mal dazu führen, dass das Temperaturlimit erreicht wird (bei Prime95 ist das Temp-Limit der Normalzustand...). Aber! Das führt alles nicht zu einer Abschaltung.

Eine AIO für einen 7600 zu verwenden ist komplette Geldverschwendung. Das hat allenfalls optische Gründe zu Ungunsten weniger Performance, denn man hätte auch einen 7700 kaufen können für das gesparte Geld.

Vielleicht klebt schlicht die Schutzfolie noch auf der Kühlfläche. Passiert jedem fleißigen PC-Bauer mal. Wobei Corsair die WLP vor aufträgt und da eine Plastikkappe ist.

Davon abgesehen, mal die Schläuche in der Nähe des Pumpenkopfes anfassen. Sind beide warm, besteht kein Durchfluss.

Günstigen Turmkühler kaufen wie den Freezer 36 und gut ist. Temperatursprünge mit einer Lüftergeraden statt -kurve entgegenwirken. Dann bleibt das auch leise.
 
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