Man nennt das normalerweise Erpressung.
Nun, ist dann nichts anderes als das was du machst. Oder unterschreibst du blindlings den erstbesten Arbeitsvertrag, der dir unter die Nase gehalten wird? Und du nimmst dir gar noch die Freiheit heraus Gehälter, Urlaubstage und anderweitige Zuwendungen, vielleicht einen Dienstwagen und konkrete Tätigkeitsbeschreibungen, etc. mit anderen Angeboten zu vergleichen und dir allen Ernstes das für dich beste/attraktivste Angebot herauszupicken ... wie kannst du es wagen?
Langsam merkt Intel eben wieder was Wettbewerb ist! Und Rocket Lake gewinnt nur sicher an der Steckdose! Mal sehen, was aus Zen3+ wird !
Den falschen Thread erwischt, das Thema verpeilt oder war der Name nur schlicht wieder Programm? Was hat deine Aussage hier mit dem Thema dieses Artikels zu tun?
Im irischen Leixlip ja ,wollen sie ein Halbleiterwerk bauen? ...
Wollen? Da haben sie schon eines und das wir gerade teilweise auf 7nm umgerüstet/erweitert.
Wenn man aber auch größeren und externen Bedarf a la Foundry bedienen will, braucht man noch mehr Kapazitäten.
Angelehnt an die Frage "Automobilhersteller und Relevanz"? Als einer der wenigen Top-Hersteller (es gibt zurzeit nur Intel, Samsung und TSMC am oberen Ende) und mit der IDM 2.0-Strategie und der extra geschaffenen IFS-Sparte werden die wohl auch problemlos andere Chips in bspw. 14 oder 22 nm herstellen können. Die Frage ist hier nur, wie es um deren Tooling bestellt ist, denn das musste bisher nur internen Ansprüchen genügen und das mag leistungsstark und flexibel für die eigenen Mitarbeiter sein, die damit schon jahrelang arbeiten und das aus dem Effeff kennen, jedoch sind die Anforderungen für externe Kunden dann schon etwas anders gelagert und hier geht es auch um Themen wie Zugänglichkeit, Einfachheit, Robustheit, Flexibilität, uvm. Letzten Endes ein Thema über das man aber auch nur spekulieren und wenig handfestes sagen kann, da darüber aktuell kaum was bekannt ist. Hier wird man abwarten müssen, bis erste Intel-Kunden hierzu ihre Erfahrungen teilen, denn seit den letzten, damals halbherzigen Foundry-Bemühungen sind etliche Jahre vergangen, in denen sich auch viel geändert haben kann (oder auch nicht).
In einer Chipfabrik arbeiten aber nur ein paar hundert Leute.
Die ist teilautomatisiert.
Lol, genau, der Pförtner und zwei fürs Monitoring verantwortliche Mausschubser im Kontrollraum.

Da wundert man sich nur, wie die ansonsten typischerweise mit dem Bau und Betrieb einer solchen Fab berichteten Zahlen zustande kommen, denn die Diskrepanz müsstes du mal erklären.
Beispielsweise TSMC hatte im Southern Taiwan Science Park bereits schon in 2018 rund 10.000 Angestellte, bevor die Fab 18 für 5nm in Bau ging und damit unmittelbar in Verbindung sollten 4.000 neue Mitarbeiter eingestellt werden, von den Jobs für den Bau selbst und indirekt anhängenden Jobs gar nicht zu reden.
Berzüglich Intel's Erweiterung (wohlgemerkt zwar 20 Mrd. US$ aber das ist nur eine Erweiterung, kein komplett neuer Standort) in Arizona spricht man bereits von "
The investment will lead to the direct creation of 3,000 new high-tech, high-wage jobs and 3,000 construction jobs, while supporting an estimated 15,000 additional indirect jobs in our community." Selbst wenn man die Zahlen ein wenig nach unten korrigiert und den letzten Wert gar als deutlich zu optimistisch wertet und viertelt, bleiben da weitaus mehr als ein paar wenig Hundert Jobs zu besetzen.
Pöhhh, dann baut die EU halt einen eigenen Prozessor.
Jo, das schüttelt man ja auch mal ebenso aus dem Ärmel, siehe die Chinesen, die da schon seit vielen Jahren und gar mit Milliarden an Subventionen drann sind und noch längst nicht den Anschluss erreicht haben. Aber hey, die Jahrzehnte an Versäumnissen in der EU machen wir hier doch innerhalb kürzester Zeit wett.
Europa muss sich für die Zukunft interessanter aufstellen damit die Firmen hier produzieren lassen.
Das große Problem ist einfach das umzusetzen. Vernünftige Verträge müssen gemacht werden und das ist durch die Regulierungswut in der EU nicht einfach.
Im Endeffekt bezahlt der Endverbraucher die Rechnung.
Das "interessanter Aufstellen" müsstest du mal konkretisieren. Das Papier könntest du dann auch gleich an ein paar einschlägige Politiker schicken, sofern du da ein Patentrezept in der Schublade haben solltest.
Die EU hat hier lange dem weltweiten Treiben passiv zugesehen und das ist nun die Quittung. Man ist in der Bittstellung und muss nun einmal seine Attraktivität mit Förderungen diverser Art erhöhen, denn mit einem Appell an Natioanlstolz und -ehre kommt man hier nicht weiter, denn dann würde Intel die Koffer packen und sein Geld in den USA investieren (und bei den Taiwanern und Koreanern wird man mit dem Argument auch nicht weit kommen ... hmm). Intel ist hier, um ein Geschäft zu machen ... wie die EU auch und wenn mal zur Abwechslung auch auf Politikerseite ein paar nicht ganz dumme Köpfe sitzen, könnte das auf lange Sicht eine Win-Win-Situation werden.
Regulierunng, ja, das ist z. T. ein Problem, da gebe ich dir recht, aber selbst das lässt sich nicht pauschalisieren, denn so manches wird auch aus gutem Grund reguliert und akribisch geprüft. Ob es penibel und überzogen ist, muss man dagegen im konkreten Einzelfall prüfen.
Und ja, am Ende zahlt immer der Steuerzahler, wer auch sonst, denn daher kommt schließlich das Geld, mit dem die Politiker arbeiten.

Schön und wünschenswert wären nur ein paar besser greifende Rückkopplungs- und Verantwortlichkeitskonstrukte, die einen bedachteren unnd sinnvolleren Umgang mit dem Geld sicherstellen, aber das scheitert ja auch schon vielfach in der Industrie und Wirtschaft, wo die Kopplung eigentlich gar viel direkter ist, jedoch wo ein Vorstand den Karren in den Sand setzt und dann einfach mal eine Runde lang auf die Boni verzichtet oder aber ein Topmanager seinen Hut nimmt, den Bonus aber dennoch mitnimmt und Monate später beim nächsten Großkonzern im Vorstand auftaucht. Aber das ist letzten Endes ein anderes, episches Thema ...
Am Ende wird man einfach abwarten müssen, wie sich das entwickelt und worauf man sich einigen könnte oder tatsächlich wird und aktuell ist der Standort Deutschland lediglich im Gespräch u. a. neben den Beneluxländern. Da ist noch längst nichts in trockenen Tüchern und vielleicht versemmeln wir (die EU) es ja erneut oder aber die USA machen Intel ein attraktiveres Angebot für den Aus- oder Aufbau eines anderen lokalen Standortes oder man baut in Israel aus, oder, oder, oder ... Vermutlich kann man schon froh sein, wenn eine Entscheidung im Laufe dieses Jahres fällt. Bis da dann was "vom Band läuft" wird es frühestens 2024, ggf. gar eher noch ein wenig später sein, denn wie Sativa schon erklärte, bremst unsere Bürokratie zuweilen auch beträchtlich ...
