Den Grund hinter dieser Entscheidung kann ich durchaus verstehen, nur ob das etwas bringt, weiß ich nicht. Auch ein technisches Verbot reiner Geldgeschäfte schon innerhalb der MMOs wäre leicht zu umgehen: Der "Geldfarmer" "kauft" dann eben irgendeinen nutzlosen Gegenstand für eine völlig überzogene Summe zuzüglich des RL-Geldes. Hier müsste also zusätzlich der Preis auf eine marktübliche Spanne eingeschränkt werden (so sehr schwanken solche Preise ja nicht). Als Nebeneffekt könnte man auch das Ausnehmen von ahnungslosen Neulingen für minderwertige Items damit unterbinden.
Die Hauptursache dafür, dass es solcher Aktionen überhaupt bedarf, dürfte in riesigen Einkommensunterschieden liegen: Wenn ein Chinese einen Tag Gold farmt und das für 3€ verkauft, hat er für dortige Verhältnisse besser verdient als ein Arbeiter; wenn das aber der hiesige Gamer dann kauft, spart der für nichtmal eine Kippenschachtel einen Tag "Spiel-Arbeit"... Auf Grund dieser deutlichen Verzerrung der Ingame-Wirtschaft dürfte das Gesetz dann eben auch im Sinne eines jeden MMO-Anbieters sein.