Wir prüfen regelmäßig mit Amperezange und Multimeter auf Plausibilität, ja. Den Anspruch einer absoluten Kalibrierung würde ich damit nicht erheben. Aber es reicht, um etwaige Sensordriften im Laufe der Zeit festzustellen und so die Vergleichbarkeit innerhalb unserer Messungen zu gewährleisten. PMDs mussten wir im Laufe der Zeit mehrfach austauschen, weil sie unzuverlässig geworden sind. Das Benchlab zeigt sich bislang stabil, aber dass es ab Werk immer im richtigen absoluten Bereich liegt, würde ich nicht als gegeben annehmen, sondern immer selbst nachmessen, ehe ich die Relation zu anderen Sensoren interpretiere.
Bei niedrigen Verbräuchen sollte man damit sowieso vorsichtig sein, denn die garantierte Messgenauigkeit ist mäßig. Im Falle von CPU-Messungen kommt noch hinzu, dass man nicht zwischen CPU-Eigenverbrauch und Board-abhängiger und somit Plattform-spezifischer Spannungswandlerineffizienz differenzieren kann. Je weiter man sich vom optimierten Arbeitspunkt entfernt, also gerade im Leerlauf, desto größer wird diese unvermeidbare Fehlerquelle.