Blackout ist das beste, was CoD hätte passieren können und wird das Spiel deutlich mehr verkaufen, als eine Kampagne. Das ist nun mal Fakt. Es mag vereinzelte Nörgler geben, allerdings kommt Blackout insgesamt super an, vor allem bei großen Youtube und Streaming Kanälen wird es ziemlich gefeiert und generiert einen Haufen Klicks - was die Verkaufszahlen wohl weiter vorantreibt.
Auf Konsole gibt es zudem keine Battle Royale Alternative in dieser Form und PUBG ist generell schon auf dem absteigenden Ast. Verliert insgesamt Spielerzahlen und ist auf Konsole technisch unterirdisch. Blackout ist praktisch das erste AAA Battle Royale Spiel. Wenn man sich mal umschaut und etwas liest, wird fast durchgehend positiv davon berichtet, selbst wenn Leuten, die beim Namen "Call of Duty" direkt Vorurteile und Abneigung empfanden. Es hat überrascht...positiv.
Genau das hat der Reihe die letzten Jahre gefehlt. Es stellte sich kein Hype mehr ein, Trailer hatten direkt 80% Daumen runter und die Verkaufszahlen waren schlecht - vor allem am PC. Infinite Warfare hatte gerade mal 16k Spieler Peak auf Steam und WW2 zwar immerhin 56k, allerdings war der Multiplayer schnell tot und im Nachhinein betrachtet ein Reinfall.
Black Ops 4 hingegen erzeugt endlich mal wieder eine Art Hype, nicht zuletzt wegen Blackout - aber auch der Multiplayer kam recht gut an. Die PC Version dieses Jahr war anhand der Beta zu urteilen auch sehr gelungen, wohl nicht zuletzt, weil Battle Royale am PC eine recht große Nummer ist und viele der größten Genre Youtuber wegen PUBG natürlich am PC zocken. Das pusht hoffentlich die PC Spielerzahlen etwas.
Eine Kampagne ist zwar schön und die von Infinite Warfare fand ich auch wieder überraschend gut (nachdem BO3 Kampagne kacke war und WW2 einfach ein dramatisierter Band of Brothers Abklatsch, vor allem das Ende), aber die letzten Jahre haben gezeigt, dass eine Kampagne Call of Duty nicht verkauft und die meisten Spieler kaufen CoD einfach wegen der Online Komponente - ob einem das gefällt, oder nicht. Die Kampagne ist nach 5 - 8 Stunden durch, während man Online hunderte Stunden verbringt bzw. verbringen kann, wenn es gut gemacht ist.
Ich bin CoD Spieler der ersten Stunde, habe auch alle Teile original im Besitz und CoD2 war online auch schon recht cool, vor allem mit Merciless Mod, aber es hat sich einfach einiges geändert und die Reihe hat sich in eine andere Richtung entwickelt. Wenn einem das nicht gefällt, dann muss man was anderes spielen. Ich persönlich kann auf eine Kampagne verzichten, bevor ich die gefühlt hundertste Moorhuhn Orgie in Folge spiele.
Es ist auch nicht immer einfach in beidem abzuliefern und Titel wie Siege, CS, Overwatch & Co brummen auch, ohne Singleplayer. Lieber konzentriert man sich auf eine Sache und macht die richtig, hier Multiplayer, anstatt alles halbgar. Die CoD Kampagne hätte mich jetzt nicht sonderlich gehyped, anders als z.B. Metro Exodus - das kann ich kaum abwarten und das braucht auch keinen Multiplayer. Befindet sich auf einem völlig anderen Level als eine CoD Kampagne.