Bußgelder für zu langsames Internet

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Bußgelder für zu langsames Internet

Die Grünen möchten einen Antrag im Bundestag einbringen, der Bußgelder oder Schadenersatz vorsieht, wenn die verfügbare Geschwindigkeit geringer als 90% der gebuchten Geschwindigkeit ist. Dafür soll die Bundesnetzargentur eine Mindestgeschwindigkeit einführen.

Quelle: Langsames Internet: Grune fordern Bussgelder fur Anbieter | heise online

Ich persönlich würde die Mindestgeschwindigkeit etwas realistischer bei 60-75% ansetzen. Auch das wäre schon deutlich mehr als manche an ihren Internetanschlüsse tatsächlich bekommen. Bei gedrosseltem LTE kommen ja nicht mal 5% an.
 
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Schön ... habe Vertrag mit 16MBit . Laut Router kommen 9.1MBit an , woraus Speedtests dann mal eben 7,4MBit machen ...... Und das ist in meiner Gegend leider normal ........
 
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Bleibt zu hoffen, das der Antrag erfolgreich ist und sich nicht die Lobbyisten der Telekom durchsetzen.
 
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Ist ein guter Schritt nach vorne, wird sich aber so nicht durchsetzen.

Beispiel Vodafone (Internet via Kabel): Segment ist überlastet am Abend nur noch 10% der Geschwindigkeit ist verfügbar.

Variante 1:

User nimmt es hin und kümmert sich nicht darum

Variante 2:

User meckert bei Vodafone, bekommt dann eine Gutschrift über die Grundgebühr des Internets (Schadensersatz würde dann wegfallen)

Variante 3:

User fordert dann seinen Schadensersatz und hat die Anwaltskosten erstmal am Hals (Was der "ottonormal" User nicht macht)


Fazit: Gute Idee welche wahrscheinlich mal wieder schlecht umgesetzt wird und dann nutzlos wird.
 
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Ist ein guter Schritt nach vorne, wird sich aber so nicht durchsetzen.

Beispiel Vodafone (Internet via Kabel): Segment ist überlastet am Abend nur noch 10% der Geschwindigkeit ist verfügbar.

Variante 1:

User nimmt es hin und kümmert sich nicht darum

Variante 2:

User meckert bei Vodafone, bekommt dann eine Gutschrift über die Grundgebühr des Internets (Schadensersatz würde dann wegfallen)

Variante 3:

User fordert dann seinen Schadensersatz und hat die Anwaltskosten erstmal am Hals (Was der "ottonormal" User nicht macht)


Fazit: Gute Idee welche wahrscheinlich mal wieder schlecht umgesetzt wird und dann nutzlos wird.

Variante 4:
Vodafone verkauft nur noch die maximal erreichbare Geschwindigkeit am Abend und somit ist Vodafone aus'n Schneider und der User ist angepisst, weil's Tagsüber genauso langsam bleibt.:ugly:

Die Grünen sind schon nen Völkchen...
 
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Super Vorschlag der aber sicher scheitern wird
1) durch erstklassige Lobby-Arbeit....
2) wenn es denn soweit ist, dann gibt es wieder sicherlich x-Ausnahmen und der Weg bis zum Bußgeld für die Firmen wird schwierig. Wie möchte man das auch ordentlich nachweisen? Irgendein x-beliebiger Speedtest von nem Drittanbieter?

Naja mal gucken..... sicherlich finden die Anbietern aber auch Schlupflöcher worauf man bei Abschluss dann auf Schadenersatz verzichtet... :schief:
 
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Das ist doch Schwachsinn, wie soll das gehen, dass jeder nur das bezahlt, was er bekommt?
Ein DSL-Anschluss, der mit 16 Mbit/s läuft, kostet den Netzbetreiber nicht das Achtfache von einem Anschluss mit 2 Mbit/s. Im Zweifel würden dann die Betroffenen einfach gar kein DSL mehr angeboten bekommen oder es gäbe
DSL 6000-, DSL 2000-, DSL 1000-, und DSL 384-Tarife, die aber mit festen Dämpfungsgrenzen, also ohne RAM geschaltet würden. Vodafone bietet übrigens seinen DSL 6000-Tarif schon teurer als den 16000-Tarif an.
Und das Ganze ist am Ende schon deswegen unmöglich, weil, glücklicherweise, der Router/Modem-Zwang abgeschafft wurde, die erreichbare Geschwindigkeit kann bei DSL aber, je nach Modem und gerade bei sehr geringen Geschwindigkeiten, um das Zweifache variieren.
Das wäre für den Bürger eine Verschlechterung.
 
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Ich halte das für Unfug. Wie will man das Bußgeld denn ausrechen bzw. anrechnen, das gibt doch einen Riesenaufwand, den sich die Anbieter logischerweise vom Kunden bezahlen lassen.
 
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ich denke mal das die mit Absicht die utopischen 90% genommen haben, damit die bei den Verhandlungen mehr Spielraum haben.
mMn. sollte es unter der Hälfte gerechtfertigt sein.
ich selbst kann das nicht gut beurteilen, da bei mir meistens über 100% ankommen :ugly:
 
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Es wird ja sicher nicht um einmalige Geschwindigkeitseinbrüche gehen, sondern, wenn dauerhaft zu wenig ankommt.

Wie gesagt, die Grenze würde ich auch etwas tiefer ansetzen.
 
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Es wird ja sicher nicht um einmalige Geschwindigkeitseinbrüche gehen, sondern, wenn dauerhaft zu wenig ankommt.

Wie gesagt, die Grenze würde ich auch etwas tiefer ansetzen.

war natürlich nicht temporär sondern über einen gewissen Zeitraum (wäre auch noch interessant zu wissen) gemeint! :)
 
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Das sind aber meist technologische
Einschränkungen, die nicht so schnell und einfach überwunden werden können. Bei DOCSIS ist es die massive Überbuchung, die in den Abendstunden oft für Geschwindigkeitseinbrüche sorgt und bei xDSL eben üblicherweise die Dämpfung.
Das sind natürlich alles Dinge, die durch Ausbau gelöst werden können, doch das braucht Zeit und Geld. Es kann ja auch nicht jedes sächsische 50-Einwohner-Kuhkaff morgen eine achtspurige Autobahn und Transrapid-Anschluss bekommen.

Das soll nicht heißen, dass ich gegen geförderte Ausbauten bin. Sinnvoll wäre beispielsweise die Förderung von Funktechnologien komplett zu verbieten und den FTTH-Ausbau stärker zu fördern, die FTTC-Förderung sollte auch bald zurückgefahren werden. Allgemein sollten nur noch Geschwindigkeiten von mindestens 100/20 Mbit/s ausgeschrieben werden.

Auch wichtig ist, dass das Verbot von Vectoring in den ersten 7 Jahren bei bezuschussten Ausbauten aufgehoben wird.
 
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Und wiedermal ein Gesetz, welches den dummen Kunden vor sich selbst schützen soll. Was kommt danach? Ein Gesetz, welches das Lecken an Steckdosen verbietet?
Wenn der Kunde sich verschaukeln alssen will, weil ihm jegliche Logik fehltm, dann ist das doch sein Fehler und nicht der des Anbieters. "Oh die T-Com biette bei mir nur 16MBit/s an. Vodafone schafft bei mir aber auf der selben T-Com-Leitung bis zu 50MBit/s und ist zudem noch billiger. Na das kann nur gut sein. Ich nehm Vodafone." Also bitte -.-

Ich biete einen Trabant, der bis zu 5000km/h fährt. Preis: 1Mio Euro, weil es ein Unikat ist. Wer will?
 
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Das kann durchaus sein, in einigen wenigen Orten hat Vodafone vor einigen Jahren eigene Outdoor-DSLAMs aufgestellt, mit denen sie VDSL50 anbieten. Vom Hauptverteiler gibt es bundesweit die Situation, dass wenn die Telekom VDSL25 schaltet, man bei Vodafone VDSL50 bekommen kann, vorausgesetzt Vodafone hat dort eigene Technik. Das liegt an den Dämpfungsgrenzen, technisch könnte auch die Telekom ein 50Mbit/s-Profil schalten.

Im Sinne des Kunden wäre ein Verbot jeglicher Dämpfungsgrenzen. Wer bei der Telekom DSL 16.000 bestellt, kann beispielsweise ein 5-Mbit/s-Annex-J-Profil geschaltet bekommen, obwohl mit seinem Router vielleicht 8 Mbit/s laufen würden.
Das liegt an den Dämpfungsgrenzen, denen man sich bei der Telekom nicht widersetzen kann.
 
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Hätte aber eben den Vorteil, das man nur noch wirklich so viel bezahlt, wie man wirklich bekommt.
 
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Das hilft aber keinem.

Glaub mir, dem User ist das so was von egal ob er 35 oder 20€ im Monat bezahlt (weil halt nur 60% seiner gebuchten Geschwindigkeit ankommen).
Die wollen das was sie bestellt haben.
Wenn ich mir eine 26cm große Pizza bestelle, will ich 26cm, nicht 16. Fertig, aus.

Wir bekommen schon das was wir bezahlen, die meisten Tarife brauchen diesen "bis zu" Mist nicht mehr. Genau so wie so eine Regelung absolut daneben ist, weil es blanker Unfug ist.

Es wird alles über Profile geschaltet, meist liegt WEIT mehr an als nötig.
Ich hab hier ne 100er Leitung bei Vodafone. 99,1/5,94mbit/s sind die "average" Werte, gemittelt über 2 Monate und gut 250 Messungen. Von etwa 10h Ausfall kann ich in über einem Jahr berichten wo die Leitung nicht benutzbar war und ich es entsprechend mitbekommen habe, das meiste war aber angekündigt (Segmentierungsarbeiten) und hat mir etwa 30€ insgesamt gespart (halbe Grundgebühr für 2 Monate). Freiwillig, die haben uns nicht nur gewarnt, sondern sofort auf Anfrage bei der Hotline auch gesagt - yo, da wird gebuddelt. Wir können das nicht ändern, wir bieten dafür aber halt so und so viel als Entschädigung, fertig.

Gerade deswegen ist das Blödsinn. Wird 200er geschaltet, krieg ich auch 99% von dem was da ist, der Rest sind Messtoleranzen.
Sollte 400er angeboten und geschaltet werden, kriege ich die auch.

Und noch was, die Kabelanbieter vermeiden es immer, die Anschlüsse zu überbuchen. Die wissen genau wieviel Geschwindigkeit ein Objekt bekommt und wieviel man drauf buchen kann. Selbst wenn technisch 200mbit/s gehen, werden z.B. nur 50 angeboten weil 200mbit/s die Kapazität überbuchen würden, die Hälfte saugt, die andere Hälfte hat nix mehr übrig.

Die Leute die sich wegen "bis zu" beschweren, sollten langsam mal auf Glasfaser + Coaxial oder direkt FTTH umsteigen, dann wird das Problem von alleine wegfallen.
 
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Nein die Leute, die sich über "bis zu" beschwerden sind die, die am liebsten garnichts bezahlen würden, aber den Service und die leistung der teuren Anbieter fordern. Und genau daher regelt der Markt sowas eben nicht. Der Kunde ist prasslig oder hat zuviel Media Markt Werbung geschaut. Früher galt mal: "Wer billig kauft, kauft zweimal." Heute gilt: "Geiz ist geil." Tja, dann darf man aber auch nicht meckern ;)
 
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Nur was ist, wenn es keinen Markt gibt? Auf dem Land gibt es nur einen DSL-Anbieter, wenn überhaupt.
 
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