AW: Bundestag beschließt 'Sonnensteuer' für solare Selbstversorger
Momentan fallen mir nur 3 Orte ein, an denen man sicher, lange und überwacht lagern kann.
Ewiges Eis. Kühlung + keinen Zugriff von Außen.
Neue Pyramiden. Trocken und über Jahrtausende beständig.
Meeresgrund. Nur verwendbar wenn ordentlich gemacht, nicht wie das Debakel im Ärmelkanal.
Gibt kein "ewiges" Eis in diesen Maßstäben - erst recht nicht in unmittelbarer Nähe größerer Mengen radioaktiven = warmen Materials.
Pyramiden sind heute mehrheitlich verfallen (man darf halt nicht nur die 3-4-5 zählen, die zufällig solide genug waren und in der richtigen Wüste errichtet wurden) und in keinem einzigen Fall dicht genug. Und die Lagerkapazitäten sind jeweils winzig.
Ob ein Meer drum rum/drüber ist, oder Luft, macht nur dann einen Unterschied, wenn man bereit ist, das Meer zu verstrahlen. Sollte man aber tunlichst auch vermeiden, somit ist der Vorschlag nur teurer (vor allem wenn man doch noch mal nachbessern muss), aber nicht sicherer.
Der einzige Vorschlag, dem ich vertrauen würde, sind Tiefbohrungen bis weit unter sämtliche wasserführenden Schichten, die dann mit Beton und Lehmschichten verfüllt werden. In dem Fall hat man, selbst wenn man ein paar Jahrtausende geologische Prozesse berücksichtigt, mehr als genug Material um die Lagerstätte - und man braucht nur Gravitation, um sie zusammenzuhalten. Die ist ebenfalls zuverlässig. Ggf. wäre es sogar eine Überlegung wert, statt sehr vieler 2-3 (besser 4 km) tiefer Löcher gleich die nötige Technik zu entwickeln, bis in den den zähflüssigen Erdmantel zu bohren. So ein "Loch ohne Boden" könnte Abfall in beliebiger Menge aufschmelzen und so im Erdinneren verteilen, dass am Ende keine höheren Radioaktivitäskonzentrationen zu erwarten sind, als sie die Erzlagerstätten ursprünglich mal hatten.
Nur: Beide Variationen kosten Milliarden - und das jetzt. Die werden weder die gewinnorientierte, sicherheitsignorante Atomindustrie umsetzen, noch Politiker, die schon bei einem Flughafen oder Bahnhof nur darauf achten, dass die Kosten für die nächsten 4 Jahre möglichst niedrig sind - auch wenn das bedeutet, dass man später doppelt und dreifach nachzahlt.
Und dem Wähler ist Energiepolitik offensichtlich weiterhin nicht sonderlich wichtig, also werden wir so schnell auch keine Politiker finden, deren Energiepolitik irgendwelche richtigen Schritte aus Aktionismus (oder gar Idealismus) heraus enthält.