$gut so, die massiven Fortschritte bei E-Mobility werden die Benziner und Diesler sowieso in den kommenden Jahren überfräsen.
Aber es schadet nicht die eigene Industrie auf den Zug raufzuheben, damit sie ihn vor lauter Konservatismus nicht komplett verpassen.
Btw. Lithium
Natrium-Ionen-Akkus werden gerade in die industrielle Massenproduktion gebracht.
Da ist das Problem mit dem eher seltenen Lithium passé und die Preise dürften rasch jenen der Lithium-Akkus unterbieten

Dafür sind sie halt etwas schwerer und träger.
Emmisionsfreie Autos bringen sehr viel, wenn gerade einmal 29% des deutschen Stroms (
BMWi - Erneuerbare Energien auf einen Blick ) aus erneuerbaren Energien stammen. Ob die Emmisionen nun bei Kohlekraftwerken oder am Autoauspuff entstehen, ist da eigentlich eher zweitrangig.
Der Unterschied liegt im Wirkungsgrad, ein Verbrennungsmotor kann etwa 20% der im fossilen Brennstoff gespeicherte Energie nutzen, Kohlekraftwerke immerhin 40%, also doppelt so viel. Selbst mit den Verlusten bei der Übertragung, dem Akku laden und Verbrauchen, bleibt der Wirkungsgrad immer noch höher, als eine direkte Verbrennung in einem Motor.
Und solange die Nachteile von Elektroautos (Akku-Leistungsverlust, lange Ladezeiten, ...) sowie generelle E-Auto Probleme (Reichweite bei Verwendung von Radio, Klimaanlage und v.a. Heizung) nicht erheblich verbessert werden, wird es richtig lustig.
Heutige Akkus verlieren über mehrere Jahre hinweg vielleicht noch 3-5% der Ladung und können 5'000-7'000 mal komplett entladen und geladen werden. Das reicht bei einem Tesla mit theoretisch 500km, resp. niedrig geschätzter Realreichweite von 300km pro komplette Ladung, für mind. 1'500'000km, ehe der Akku gewechselt werden müsste.
Die Lebensdauer der Akkus erhöht sich dabei noch drastisch, wenn man nicht voll lädt und voll entleert.
Vor ein paar Wochen entdeckte ein chinesisches Forscherteam per Zufall, wie die Lebensdauer eines Gold-Akkus auf mehrere hunderttausend Ladezyklen erhöht werden kann. Aktuell wird getestet, ob sich dies auch mit anderen Materialien getan werden kann.
Die heutigen Tesla-Ladestationen können innert 30 Minuten ca, 150-200km Reichweite nachladen. Ab nächstem Jahr kommen Stationen, die das in 5-10 Minuten schaffen sollen.
Wenn aber bis dahin der Großteil der Energie aus erneuerbaren Energien stammt, und die E-Autos einen beträchlichen Sprung in Sachen Reichweite machen, könnte es durchaus funktionieren. Mal schauen, was sonst noch so kommt.
Wessen Haus noch 30-40 Jahre oder länger stehen bleiben soll, aber das Dach gemacht werden muss, kann sich auch gleich die Ziegel sparen und eine integrierte Solaranlage verbauen. Alte Solaranlagen besitzen dabei kein Risiko für Kernschmelzen oder grosser chemischer Verseuchung. Trotz dem minimalen Einsatz giftiger Metalle und Silizium, lassen sich diese schliesslich recyclen. Zusammen mit den voraussichtlich sehr günstigen Natrium-Ionen Akkus dürfte sich auch das Stromspeicherproblem lösen. (Natrium ist bsw. Bestandteil von Kochsalz und eines der häufigsten Elemente in der Erdkruste.)
Die Reichweite ist ab nächstem Jahr durch die schnelleren Ladezyklen ein deutlich geringeres Problem. In den kommenden 1-5 Jahren ist zudem die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Akku-Kapazitäten bei gleichem Gewicht verdoppelt werden können. d.h. Reichweiten von 800 - 1'000km also erreichbar werden.
Es gibt aber bereits heute existierende Vorteile wieder am Beispiel der Teslas:
Im Kaufpreis inbegriffen ist der komplette "Treibstoffverbrauch" oder er lässt sich für ältere Modelle für ca. 2'800€ nachkaufen. Bedingung ist einzig, dass man bei Teslas Supercharger "tanken" muss.
Der Betrieb eines Teslas kostet unter dem Strich schon etwa nur 1/3 was er bei einem vergleichbaren Diesler kostet.
Mehr Kofferraum durch den zusätzlichen Platz im ehemaligen Motorraum.
Mehr Antriebskraft durch volle Leistung ab 0 U/Min.
Weniger Lärm
Kontra:
Für Motorenfreaks weniger Lärm
Für Manuellschalter weniger "Emotionen"