Da RDNA 2 bestätigt beides kann (DDR 6 und HBM) [...]
Du meinst zweifellos GDDR6, aber unabhängig davon, gibt es einen Link zu dieser vermeintlichen "Bestätigung"? Ist mir zumindest entgangen, dass da was in dieser Art bestätigt wurde.
GDDR6 gibt es seit 2018 und hat nicht in High End Flaggschiff verloren [...]
Das ist so eine typische Aussage aus der Schlangenöl- und Götzenanbeter-Fraktion. Das Speicherinterface (als Gesamtkonstrukt betrachtet) hat genau zwei Funktionen:
a) ausreichend Kapazität für den vorgesehenen Workload (denn der PCIe-Bus ist viel zu langsam für eine Kompensation von Engpässen)
b) ausreichend Bandbreite um die GPU stetig mit Daten zu versorgen um eine hohe Auslastung der Shader Processors gewähren zu können.
Punkt a) braucht man nicht weiter zu dikutieren und da es selbst 48 GiB-GPUs mit GDDR6 gibt (schon seit Ende 2018/Anfang 2019) braucht man das nicht zu vertiefen.
Punkt b) ist einfach ein Punkt, der dem jeweiligen Hersteller obliegt und hier kann er sich gemäß der Fertigungskosten und den Anforderungen nach eigenem Gusto austoben, denn solange es ihm gelingt die GPU vollumfäglich zu unterstützen, spielt es überhaupt keine Rolle ob da HBM2, schneller und/oder breiter GDDR6 oder schmalbandiges GDDR6 gepaart mit einem übergroßen Cache zur Realisierung dient.
Wenn du der Meinung bist, dass nur HBM2 unkonditional der "Heilsbringer" ist, dann müsstest du mal erklären, warum eine Radeon VII mit 1 TB/s Bandbreite vielfach selbst einer GTX 1080 Ti mit GDDR5X mit gerade mal 484 GB/s unterlegen ist.

Natürlich darf man ein "Nur-das-beste"-Produkt fordern, nur werden nur die wenigsten bereit sein für ein solches zu zahlen und von daher sind die Hersteller wenig motiviert HBM in ihren Consumer-Produkten zu verbauen und man kann daher auch nicht wirklich enttäuscht sein, wenn so etwas nicht angeboten wird, schlicht weil es unrentabel ist.