News Beliebte Fritzbox 7590 mit gehäuften WLAN-Ausfällen: Ursache wohl gefunden

PCGH-Redaktion

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Der beliebte AVM-Router Fritzbox 7590 hat offenbar mit einem Serienfehler zu kämpfen: Bei früheren Chargen sorgt eine zu hohe Spannung für WLAN-Ausfälle. Ursache ist anscheinend ein Kondensator mit der falschen Kapazität.

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Gibt es irgendwelche Dinge wie sich ein Ausfall vorher bemerkbar macht
beim betroffenen Router meiner Freundin hab ich einige Wochen vorher ein leises Summen bemerkt, irgendwann hat sie mir von Verbinungsabbrüchen erzählt. In einem Forum bin ich dann auf das Problem gestoßen und sie hat Vodafone kontaktiert, die haben dann direkt ein neues Gerät geschickt.

Keine Ahnung ob sich das immer so ankündigt, auf jeden Fall findet man in Foren einiges dazu, da werden dann auch die entsprechenden Komponeten angesprochen.
 
Hatte auch eine 7590. Gab dort auch nach einiger Zeit WLAN Abbrüche. Wurde allerdings anstandslos vom Internetanbieter gegen eine 7590ax getauscht. Läuft bisher ohne merkbare Probleme...auf Holz klopf.
 
Wir hatten eine 7490 bei dem das Problem aufgetreten ist.
Nachdem die kaputt gegangen ist, haben wir eine 7530AX günstig gekauft.
 
Alter Hut, hatte meine treue 7270 seinerzeit auch durch Tausch der paar Elkos wiederbeleben müssen, nachdem die Kiste immer öfter aus heiterem Himmel abschmierte, neu startete und seltsame Pfeif-/Surr-Geräusche aus dem Netzteil zunahmen usw. Es wurde (und wird) halt recht warm in dem kompakten Gehäuse und das bei Dauerbetrieb 24/7…da trocknen die Elkos irgendwann halt aus…
 
Ausschließen kann man wohl übermäßige Einsparungen an den Bauteilen - denn Keramikkondensatoren mit 1 nF und 100 nF Kapazität werden für dieselben Preise gehandelt. Denkbar wären deshalb ein Entwicklungsfehler oder auch eine fehlerhafte Lieferung.

Evtl. hat ein Technikazubi in der ersten Ausbildungswoche die Bestückungsliste erstellt.
Da Nullen ansich keinen Nennwert darstellen warum dann nicht wech damit. Es ging dabei ja auch nicht um 1.21 GigaWatt.
 
Ausschließen kann man wohl übermäßige Einsparungen an den Bauteilen - denn Keramikkondensatoren mit 1 nF und 100 nF Kapazität werden für dieselben Preise gehandelt. Denkbar wären deshalb ein Entwicklungsfehler oder auch eine fehlerhafte Lieferung.

Evtl. hat ein Technikazubi in der ersten Ausbildungswoche die Bestückungsliste erstellt.
Da Nullen ansich keinen Nennwert darstellen warum dann nicht wech damit. Es ging dabei ja auch nicht um 1.21 GigaWatt.
Ohne jetzt zu wissen, was für Kondensatoren in dem hier bespr. Fall jetzt das Problem sind, aber bei Elkos (wie z.B. in meiner 7270) kann man getrost davon ausgehen, dass durch Alterung das flüssige Elektrolyt im Inneren der Kondensatoren mit der Zeit „abhaut“ bzw. austrocknet. intensivere Wärme beschleunigt das signifikant. Da braucht es nicht mal den vielgescholtenen „Praktikanten“, der nicht mehr alle Nullen im Griff hatte, sondern es reicht einfach die Zeit….Keramik-Kondensatoren hingegen altern nicht auf diese Weise, hier ist eine so massive Wertveränderung nur durch starken elektrischen wie mechanischen Stress für das Bauteil eine mögliche Folge…
 
Ohne jetzt zu wissen, was für Kondensatoren in dem hier bespr. Fall jetzt das Problem sind, aber bei Elkos (wie z.B. in meiner 7270) kann man getrost davon ausgehen, dass durch Alterung das flüssige Elektrolyt im Inneren der Kondensatoren mit der Zeit „abhaut“ bzw. austrocknet. intensivere Wärme beschleunigt das signifikant. Da braucht es nicht mal den vielgescholtenen „Praktikanten“, der nicht mehr alle Nullen im Griff hatte, sondern es reicht einfach die Zeit….Keramik-Kondensatoren hingegen altern nicht auf diese Weise, hier ist eine so massive Wertveränderung nur durch starken elektrischen wie mechanischen Stress für das Bauteil eine mögliche Folge…

hm, mainboards nutzen doch elkos? die halten doch relativ lange? gab doch auch damals das elko problem, aber aufgrund falsch kopiertern elkos bzw. plagiaten?
 
Meine 7590 ist fünf Wochen nach Ablauf der Garantie ausgefallen. Von jetzt auf gleich war das 2.4Ghz Netz zusammengebrochen und nicht mehr benutzbar. Das 5Ghz dagegen schon.

Bin dann über diese Seite gestolpert:


Nach einer Mail an AVM und einer wirklich sehr netten unterhaltung wurde die 7590 dann auf Kulanz getauscht. War bei mir problemlos möglich.
 
hm, mainboards nutzen doch elkos? die halten doch relativ lange? gab doch auch damals das elko problem, aber aufgrund falsch kopiertern elkos bzw. plagiaten?
Ja, aber da wird es i.d.R zumindest nicht überall, wo Elkos sind, auch so warm, Und wenn doch (z.B.bei den CPU-Spannungswandlern) sind die Bauteile dort normalerweise auch für höhere Temperaturen ausgelegt. Und ein Mainboard ist niemals so lange in Betrieb, wie eine Fritzbox (24/7 über mindestens 10 Jahre)…
 
Naja Es sollte generell klar sein das Geräte auch mal kaputt gehen. Nichts hält ewig, das wäre zwar schön, ist aber nicht realistisch. Das liegt nunmal in der Natur der Dinge. Sogar Atome zerfallen mit der Zeit.

Also mach ich zumindest jetzt keinen Hehl davon das nach x Jahren mal Mängel auftreten bei nem 24/7 Produkt.

Nur sind die Boxen halt auch nicht wirklich billig wie ich finde. Zwar werden die Boxen auch relativ lange gepflegt von der Software, dafür reißen sie mit der verbauten Hardware aber auch keinen vom Hocker. Ständig nur das nötigste verbaut, USB NAS Leistung grottig, VPN Support so lala, Geräte kompakt und schlecht gekühlt.

Wir haben ne freie Endgerät Wahl und avm hat das damals auch sehr befürwortet, ich finde da sollen sie halt auch mit der Konkurrenz am Markt zurecht kommen und Produkte fertigen die dem Preis auch gerecht werden.

Und es ist bei deutschen Marken irgendwie schon eine Krankheit. Premium Produkte bekommen Hardware verbaut die auf kante genäht ist. Tabletts mit 5 Jahre alten Chipsätzen, Telefone mit tauschbaren Akkus aber Hardware die einen neuen Akku überhaupt nicht möglich macht. Infotainment Systeme in PKWs die wie ein Sack Nüsse laufen.

Ich meine wen wundert es da das die Kunden eher zu Produkten aus China oder den USA greifen? Wir könnens halt nicht! Weder Software noch Hardware.

Noch hält meine Fritzbox 7590 aber unabhängig vom WLAN gate was sich da gerade auftut, war für mich eh klar das ich beim nächsten Router genauer hinsehen werde ob der verbaute scheiß auch läuft wie er soll.

Also USB 3 auch USB 3 Geschwindigkeit hat und ne angeschlossene Platte auch privat wie ein NAS gebraucht werden kann. So ne halbgare Papiertiger nerven halt. Lieber diverse Funktionen weglassen aber die verbauten dafür halt richtig. Das würde ich mir persönlich wünschen.

Dann würde ich auch der Marke treu bleiben wenn sie "mal" kaputt geht!
 
Ursache ist anscheinend ein Kondensator mit der falschen Kapazität.
Das ist nicht ganz richtig. Der IC MP1477 ist die Hauptursache, da dieser bestimmte Spannungen nicht verträgt. Das betrifft laut Foren nur Fritzbox 7590 mit Seriennummer die mit K anfängt. Es müssen 2 IC MP1477 ausgetaucht werden, dann ist das Problem behoben. Der Boost Kondensator ist nur 1 nF groß und macht da keinen Unterschied. Ist aber schon seit Jahren bekannt.
 
Das ist nicht ganz richtig. Der IC MP1477 ist die Hauptursache, da dieser bestimmte Spannungen nicht verträgt. Das betrifft laut Foren nur Fritzbox 7590 mit Seriennummer die mit K anfängt. Es müssen 2 IC MP1477 ausgetaucht werden, dann ist das Problem behoben. Der Boost Kondensator ist nur 1 nF groß und macht da keinen Unterschied. Ist aber schon seit Jahren bekannt.
Das Problem ist doch, dass der IC MP1477 mit zu hohen Spannungen angesteuert wird, weil der Kondensator nur 1 nF hat, mit 100 nF wird der IC MP1477 korrekten Spannung angesprochen. Der Ursprung des Defekts ist also der Kondensator.
Steht so auch im Artikel.
 
1nF was das denn für ein Ding :D wußte gar nicht dass es solche gibt.

Habe ganz neu die 5690 Pro, hoffe da kommt bald auch wieder mal ein Update :)
Die 5690 Pro müsste einer der besten/neusten sein, oder? Gibt es eingentlich eine Regel bei der Nummervergabe? Hab noch eine 7530 hier die wurde mit dem DSL geliefert, wieso ist bei dem Uralt billig Teil (macht seinen Job gut) eigentlich höher? Seltsam finde ich dass
 
Naja…1nF ist eigentlich eine „Allerweltsgröße“ unter Keramik-Kondensatoren…tausendfach verbaut als Abblock-C für Versorgungspins an IC‘s oder als „EMV-Angstkondensatoren“ an Steckverbindern oder Klemmen…das sind sicher auf jeder halbwegs aktuellen bestückten Leiterplatte die am häufigsten anzutreffenden Bauteile…

Aber wie schon oben gesagt, im Gegensatz zu Elkos altern Kerkos kaum. Ich müsste mir die Schaltung mal genauer anschauen, habe dazu aber jetzt keine Lust, aber Ein falsch dimensionierter Kerko oder schlecht gealterter Elko allein können eine Eingangsspannung nicht derart aus dem Ruder laufen lassen, dass ein Spannungsregler-Baustein abraucht…

Edit: Habe mir mal das Datasheet zum MP1477 angeschaut und die Details zu dem Problem bei den Fritten: Der fragliche Kondensator ist kein Eingangskondensator, wie bei Golem oder Heise zu lesen war, sondern der Bootstrap-Kondensator, der laut Datenblatt einen Wert von 1uF (und nicht 1nF, da liegen drei Zehnerpotenzen dazwischen) haben. Schon etwas seltsam, v.a. weil hier an der selben Schaltung in anderen Modellreihen von AVM-Routern wenigstens 100nF statt 1nF verbaut wurden…also doch der zugekiffte Praktikant die BOM geschrieben oder im fernen „Guang Dong“ die Putzfrau beim eifrigen „Ordnung schaffen“ die Rollen am Rüstwagen des SMD-Bestückautomaten vertauscht…?
 
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Benutze das WLAN meiner Fritzbox 7590 gar nicht mehr. Statt dessen läuft es über einen potenteren und zentral aufgestellten TP-Link, der auch einige weitere Konfigurationen bereit hält. Gerade mit "Smart Home" Geräten, die ein einfaches 2,4 Ghz WLAN mit WPA2 benötigen, wie z.B. Sicherheitskameras, Waschmaschinen, LEDs oder natürlich auch die Tonie-Box, hat die Fritzbox schlecht oder gar nicht zusammengearbeitet. Dafür hat die TP-Link ein separates IoT W-Lan Feature (das man aber richtig einstellen muss um die Isolation zu erreichen).
 
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