Asus RTX 3070 Noctua Edition laut der8auer wirklich nahezu lautlos

Fand den Test ziemlich interressant. Klar, auf die Praxis zu übertragen wird es schwierig.

Was ich aber interressant fand: mein Freund behauptet immer felsenfest, dass Wasserkühlung IMMER leiser ist. Hier der Beweis das auch Luftkühlung leise und gut kühlen kann. Zwar mit Mehrkosten, aber die sind bei Wasserkühlung auch immer vorhanden.

Grüße aus Italien.
Wasserkühlung transportiert Wärme nur an eine entfernte Stelle, an der mehr Platz herrscht für mehr Kühlfläche. 2x120mm Lüfter auf einer GPU machen also im Prinzip das Gleiche wie ein 240er Radiator (mal abgesehen von der zusätzlichen Wärmespeicherfähigkeit von Wasser - davon hat man aber nur ein paar Minuten etwas).

Zudem Luftkühlung ist im Idle komplett lautlos, bei einer WaKü MUSS immer die Pumpe laufen.
 
Deine Realität ist halt nicht mit vernünftigem Aufwand testbar.

Du musst nunmal relative Vergleiche anstellen. Dazu testest du verschiedene Produkte in den immer gleichen kontrollierten Randbedingungen. Das ist hier der offene Aufbau weil das eben sehr gut kontrollierbar ist. Damit kannst du die tatsächliche Realität beim Kunden zu Hause nicht abbilden, verschiedene Karten aber sehr gut vergleichen.
Um die "Realität" des Endkunden zu testen müsstest du die gleichen Rahmenbedingungen wie der Endkunde haben. Blöderweise gibt es zigtausende verschiedene Konfigurationen von Gehäusen, Lüftern usw. - so dass die Chance dass genau das getestet wird was der Kunde zu Hause vorfindet gleich Null ist, der Aufwand aber immens groß wäre wenn man immer auch nur 10 verschiedene Gehäuse/Lüfterkonfigs/usw. testen wollte.

In effizient durchlüfteten, ausreichend breiten Gehäusen ergibt sich für Grafikkarten oft sowieso kein großer Unterschied. Zwischen Gehäusefront und unterer Mainboard-Hälfte gibt es keine größeren Wärmeproduzenten, die die Luft vorheizen könnten. Unterhalb des Mainboards in der Regel auch nicht. Wenn ein ausreichend starke Gehäuse-Luftstrom und ein sinnvoll designter Kühlkörper (der hier mach zumindest weniger falsch als manch anderer) verhindern, dass die Karte im Gehäuse mehr von ihrer eigenen Abluft erneut ansaugt, als sie das auf einem freistehenden Benchtable macht, dann sind auch die Temperaturen relativ ähnlich. Das ist nicht wie bei CPU- und Mainboard-Spannungswandler-Kühlung, die in vielen Systemen besagte Abluft der Grafikkarte abbekommt und dann 10-20 K über einem offenen Aufbau vor sich hin schmoren kann.


Die zwei Lüfter kosten ~40€ im Einzelhandel, im Einkaufspreis noch sehr viel weniger. Keine Ahnung warum sowas nicht viel häufiger angeboten wird. Ich würde dafür 50-60€ Aufpreis gerne bezahlen!

Retailpreis für zwei NF-A12x25 ist eher 60 €. ;-)
Aber der größere Brocken dürften Entwicklung und Tooling für den Kühler sowie der Vertrieb eines weiteren Modells sein. Da hat der Hersteller einfach Fixkosten. Weil dieses Design viel zu sperrig für OEM-Systeme und auch für ettliche Privatrechner ist und weil es auch im Best Case am oberen Ende des 3070-Preisspektrum liegens wird, verkauft es sich aber in relativ kleinen Stückzahlen, auf die sich diese einmaligen Ausgaben umlegen ließen. Zudem stellt ein Kooperationsprojekt ein Sonderfall für Werbung und Vertrieb dar. Normalerweise würde man Promotion für "Asus"-Karten über das gesamte Portfolio und sogar über mehrere Generationen streuen, einschließlich positiver Rückkoppelungen besonders aufwendiger Halo-Modelle auf die Verkäufe günstigerer Karten. Mit einer "Noctua"-Karte klappt das nicht und wenn man Pech hat, transferiert sich ihr guter Ruf in der nächsten Generation sogar auf z.B. eine "MSI Noctua Edition".

Wenn Asus alle direkten und indirekten Mehrkosten 1:1 an den Endkunden weitergibt, würden ich +100 bis +150 Euro bei gleichbleibender Marge erwarten. Ob Asus letztere zusätzlich anhebt oder absenkt, bleibt abzuwarten.
 
Wahrscheinlich sehen wir hier einen ersten Versuch zu sehen wie der Markt solche Kühlkonstruktionen annimmt. Daher auch eher in Richtung 3070 Mainstream (1000e *hust*) als direkt eine 3090. Die Hersteller müssen demnächst 450 Watt Wärme von der Karte wegbekommen. Vollwertige Gehäuselüfter zu nehmen, statt diese mini-Billig-Dreckslüfter, die aktuell verwendet werden, ist nur ein logischer Schritt. Muss ja schließlich halbwegs leise vonstatten gehen. Sonst meckert PC-Kevin mit seinem RGB-Glasgehäuse über die Lautstärke.

Wenn diese 4-Slot-120er-Lüfter-Konstruktionen dann auch nicht mehr helfen, geht es weiter Richtung AIO-Grafikkarten für die große Masse. Dann heißt es Tschüss an Mini-ITX und Micro-ATX-Cases.
 
Eine Karte mit 12-cm-Lüftern sprengt bereits die eigentlich für PCI-Karten vorgesehene Höhe (aber wen interessiert die schon noch), 4,25 Slots sind jenseits der zulässigen Dicke und wenn man das Prinzip auf größere GPUs skalieren, also drei 120er nebeneinander setzen will, ist man auch jenseits der spezifizierten Länge. Bei derartiger Ignoranz habe ich keine Zweifel, dass es bei Etablierung entsprechender Karten auch passende ITX-Gehäuse geben wird. Nur klein werden die dann nicht mehr sein, aber das sind ja auch heute bei weitem nicht alle "Minis". Und sobald der erste Hersteller noch 1-2 Zentimeter bei der Dicke drauflegt, sind wir ohnehin an einem Punkt angelangt, an dem auch ATX keine Erweiterungskarten neben der GPU mehr aufnehmen kann.
 
Wasserkühlung transportiert Wärme nur an eine entfernte Stelle, an der mehr Platz herrscht für mehr Kühlfläche. 2x120mm Lüfter auf einer GPU machen also im Prinzip das Gleiche wie ein 240er Radiator (mal abgesehen von der zusätzlichen Wärmespeicherfähigkeit von Wasser - davon hat man aber nur ein paar Minuten etwas).

Zudem Luftkühlung ist im Idle komplett lautlos, bei einer WaKü MUSS immer die Pumpe laufen.
Der Unterschied ist: Eine Wasserkühlung, wenn dem System entsprechend dimensioniert, bleibt auch unter Last herrlich leise und das bei deutlich niedrigeren und stabileren Temperaturen. War grade selber in der Situation nach Jahren reiner Wasserkühlung meine neue Grafikkarte für ein paar Tage unter Luftkühlung zu testen bevor ich den Wasserkühler draufgeschraubt habe. War irgendwie auch interessant, weil die Frage schon im Raum stand, ob Wasser heutzutage für mich überhaupt noch notwendig ist. Im Idle gar keine Frage, da hat sich in den letzten Jahren schon viel getan, absolut lautlos (wie übrigends auch meine Pumpe ;)). Aber dann hab ich ein Spiel gestartet und wurde wieder genau daran erinnert, warum ich nach wie vor eine Wasserkühlung habe. Braucht man's unbedingt? Definitiv nein. Wenn man damit leben kann dass die Lautstärke höher ist oder man es sich schlicht nicht leisten will, war Luftkühlung schon immer eine Lösung. Aber es hat halt nicht wirklich wegzudiskutierende Vorteile. :-)

Zum Thema: Mir soll's nur recht sein, wenn sich auch Luftkühlung endlich an für akzeptable Lautstärkepegel annähert. So richtig dran glauben mag ich aber noch nicht, aber ich bin da halt auch sehr sensibel dafür und entspreche hier definitiv nicht der breiten Masse, für die Nebengeräusche wohl weniger dramatisch sind. Aber bei sowas war ich schon immer eigen. :D
 
Naja Wenn man denn möchte, kann man bestimmt eine Leise Luftkühlung erstellen.

mit einem triple Lüfter Design wie es diese GPU hier zelebriert, einem anständig gut belüfteten Gehäuse und einem fetten CPU Kühler kommt man bestimmt fast an unhörbare Lautstärkebereiche wie von einem MoRa heran.

Wenn man ähnlich viel Luftkühlungsfläche generiert, wie sie ein MoRa 420 generiert. hat man auch ähnliche Ergebnisse.

Aber...

So ein rechner müsste aufwendiger geplant werden als eine Wakü mit externem MoRa 420.

-Man müsste genau überlegen wo und wie man die Lüufter platziert, damit nicht der cpu küphler nur die ganze abwärme von der GPU abbekommt.
-man müsste schauen, dass das Gehäuse genügend Platz für so lange und dicke GPU Kühler bietet
-man müsste schauen dass der fette Tower Kühler genügend Platz im Gehäuse findet.

Da sind wir dann an einem Punkt angelangt, wo es einfach sinnvoller, und auch einfacher ist, überall ein Wasserblock drauf zu pappen.
Da muss man im Gehäuse selbst auf fast gar nichts achten. Denn Wassergekühlte GPU's kann man sogar in 1 oder 2 Slot Designs machen und ein CPU Wasserblock benötigt quasi überhaupt kein Platz.

Am Ende ist es dann auch eine optik Frage.
Ein Wassergekühlten High End rechner mit 3090 und co. bekommt man so auch in ein Mini ITX Gehäuse.

Ein Luftgekühlter Mini ITX Rechner kannst du dann schlichtweg vergessen.
 
Es ist schon praktikabel, die 120mm Gehauselüfter zu verwenden, das erleichtert den Austausch und den Ersatz spürbar. Bei den üblichen Custom-Design´s den einzig passenden aus über 100 Lüftermodellen zu finden ist auch nicht gerade spaßig.
Die 120mm Lüfter sind so kräftig, man könnte da ja auch problemlos die Kühlfinnen schmaler gestalten, um halt 1 cm Einbauhöhe einzusparen.
Es handelt sich hier auch um eine RTX 3070 (LHR) Version, die Aktuell (Stand 12.10.2021) nirgends in der EU erhältich ist.
Leider sind die kleinen Custem-Lüfter halt günstiger in der Fertigung. Die generieren dem Hersteller mehr Einsparung=Gewinn bei der Produktion. Nach 3 Jahren ist "die Ersatzteilversorgung" von gebrauchter Hardware den meisten Herstellern doch eh Scheißegal, man wie man aktuell wieder einmal gut sehen kann. Mit "neuen Modellen" kann man den Kunden Richtig viel Geld aus der Tasche Zaubern.
 
Finde ich auch praktisch, dann kann man sich auch selbst Lüfter darauf verbauen.
Besonders sobald die Herstellergarantie ausläuft und solch ein Lüfter defekt gehen sollte.
 
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