Ich finde es gut, dass die Spielezeitschriften hier einen Fokus setzen. Mir gefällt es gut, dass einige Leute hier beginnen den Anfang einer fragwürdigen Entwicklung zu sehen (Da fühlt man sich nicht so alleine).
Erst ging es nur um "optische Items".. Jetzt nähern wir uns langsam dahin eine "Zeitersparnis" erkaufen zu können statt stumpfem Grind (Mordor) oder gar einen Vorteil durch bessere Stats vom Start an (Battlefront). Blizz hat schon das Patent für irgend nen Matchmaking-Wahnsinn in der Schublade..
Wie man hier noch so Naiv sein kann und denkt das wird schon alles cool ist mir ein Rätsel.. Aber die Konditionierung funktioniert bei einigen ja wirklich fantastisch.
Der Fokus des heutigen Journalismus liegt aber nicht auf Fakten, sondern rein auf Clickbaiting, wie man schon an den Überschriften sehen kann.
Die Fakten hat Gamestar aufgeführt, wie Kaimanic gepostet hat.
Diese Fakten werden aber heutzutage auch vom Großteil der Leute nicht mehr gelesen. Die Meisten lesen nur noch die Überschrift und legen sofort los.
Wenn man die Fakten gelesen hätte, hätte man erkannt, dass sich eine Diskussion über die Mikrotransaktionen in AC Origins gar nicht lohnt, weil sie zu unbedeutend sind und erst recht kein P2W.
Alle Spiele, die ich je gespielt habe, habe ich ohne Lootboxen und Mikrotransaktionen gepielt. Ich war nie benachteiligt und hatte nie das Gefühl, dass sich ein Spiel ohne Lootboxen in die Länge zieht.
Auch Mittelerde Schatten von Mordor spiele ich immer noch und hatte noch nie das Gefühl, dass es gestreckt wurde, damit man zum Kauf der Lootboxen verleitet wird.
Alle, die sich hier aber aufregen, haben noch nie ein Spiel genannt, in dem sie benachteiligt waren.
Ich bin auch absolut gegen P2W oder Mikrotransaktionen, die einem Vorteile gewähren und da ist es auch gut, wenn Spieler sich dazu äußern und das zeigt auch Wirkung bei den Publishern.
Aber mir sind Mikrotransaktionen egal, wenn sie nutzlos sind und man dadurch nur irgendwelche Gegenstände, Waffenskins oder sonstige Dinge erhält. Einfach ignorieren und nicht kaufen -> fertig!
Wenn jeder das so machen würde, gäb es diese Mikrotransaktionen nicht mehr.
Das hat nichts mit Naivität zu tun.
Beunruhigend finde ich eher, dass es sehr viele Leute gibt, die auch diese nutzlosen Mikrotransaktionen kaufen (Skins, Outfits...), denn das zeigt den Publishern, dass ihr System funktioniert.
Ich bin mir sicher, dass es auch genug Leute geben wird, die in AC Origins diese Währungspakete kaufen, obwohl man sie nicht braucht. Deswegen wird sowas nicht aus den Spielen verschwinden.
Aber solange es nutzlose Dinge sind, ist es mir egal, ob andere Leute ihr Geld sinnlos dafür rausschmeißen.
An der ganzen Entwicklung sind weniger die Publisher schuld, sondern eher die Leute, die den Mist kaufen. Wenn es keiner kaufen würde, gäb es diese Dinge nicht mehr. Die Publisher stellen aber nur das zur Verfügung, was viele Spieler anscheinend nutzen wollen. Ich habe noch nie verstanden, warum man sich bspw. ein Muster für eine Waffe kauft oder ein anderes Aussehen für die Spielfigur.
Sollte der Tag kommen, an dem es eindeutige P2W System gibt, dann wird das der Tag sein, an dem ich diese Spiele nicht mehr kaufe oder gar keine neuen Spiele mehr kaufe.
Ich habe genug andere Hobbies und bin nicht abhängig von Videospielen.