News Arctic MX-7: Wärmeleitpaste verspricht "ultimative Kühlleistung"

Bis @igorsLAB die Paste nicht ausgiebig geprüft hat, glaube ich keinem Marketing. :D
Ist bereits getestet, Artikel ist bei Igor online.

Das mit dem "Applikator" ist im Prinzip eine gute Idee und das funktioniert auch gut, wenn man PAsten nutzt (habe selber einen "Prototypen" von dieser Folie und mehrfach verschiedene Pasten auf verschiedene Kühler damit sehr sauber und gut dosiert appliziert (ich habe es also auch genau "andersherum" gemacht, also Paste auf den Kühlerboden aufgetragen und dann den so präparierten Kühler einmalig und ohne großem Hin und Her zum "noch mal drunter nachschauen" o.ä. auf der CPU montiert). Also vom Prinzip her genauso wie auch bei durch Kühlerhersteller vorab aufgetragenem TIM. Leider ist die "Geschichte" drum herum nicht gut gelaufen (siehe dort) und der "X-Applikator" ist in dem unguten Verlauf dieser Geschichte mit unter die Räder geraten...
 
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Habe den Test zur Paste gelesen, nicht schlecht – sie hat den zweiten Platz erreicht. Ich nutze aktuell die Halnziye HY-P17 auf meinem Prozessor, die 2 Euro günstiger ist. Ob das einen Unterschied macht, denke ich nicht, man kann sich die 2 Euro sparen.
 
Ich habe vor einer Weile für jemanden einen Arctic Freezer verbaut und da war entsprechend auch MX-6 dabei. Ich wollte eh mal nachgelesen, bzw. -gefragt haben, ob das nur mir so ging, dass das Zeug so dermaßen zäh ist und an ungefähr allem haftet, nur nicht am Heatspreader. Hatte schon gedacht, dass da irgendwie eine schlechte Charge im Spiel war oder dass man die vielleicht vorher warmmachen muss oder so, weil ich so was noch nicht erlebt habe. Meine Erinnerung mag mich trügen, aber nicht mal die Arctic Silver war so schlecht zu verarbeiten. Ich habe dann stattdessen einach MX-2 genommen, die ich eh auch noch hatte.

Arctic Silver (1) fand ich eigentlich ziemlich gut zu verarbeiten. (Ceramique war schlimm. Und wurde mit dem Alter immer schlimmer.)
Aktuelle High-End-Pasten sind dagegen, logischerweise mit der Ausnahme Flüssigmetall, immer zäh. Warmmachen ist da tatsächlich empfehlenswert und eine gründliche Reinigung des Heatspreaders inklusive Entfettung (z.B. Alkohol) und gründlichem Abtrocknenlassen hilft auch. Der größte Faktor ist aber die Auftragetechnik: Spatel ganz flach halten, langsam bewegen und mit hohem Druck arbeiten. Praktisch alle diese Pasten fangen unter Druck irgendwann an, langsam von alleine zu fließen und in diesem Bereich muss man blieben/arbeiten.

wenn ich sehe, wieviel die da als "X" draufklatschen, frag ich mich immer, ob das nich viel zu viel is. Hab mal gehört, dass die Paste nur die Rauheiten des Heatspreaders und des Kühlers auffüllen soll, damit der Kühler vollflächig aufliegt. Hab damals gelesen, dass man die Schrift auf dem Heatspreader nach dem Auftragen noch lesen können sollte. Ich nehm eher weniger als mehr und fahre damit echt gut. hatte mal etwas zu viel drauf, da waren die Temperaturen direkt "zu hoch". Also alles runter und nochma minimal drauf. Dann wars direkt 10°C weniger.

Die "lesbar"-Empfehlung dürfte locker 20 Jahre alt sein und stellt heute einen nicht immer erreichbaren Idealzustand dar – im Gegensatz zu den kleinen Heatspreadern von Sockel-478- und vor allem den Heatspreader-losen Sockel-462-CPUs hat man heute häufiger mit leichten Wölbungen zu kämpfen, bei denen ein direkter Metall-Metallkontakt der Rauheitsspitzen nicht mehr auf ganzer Fläche gegeben ist. Da muss die Wärmeleitpaste dann gegebenenfalls auch mal einen Spalt auffüllen und nicht nur Mikrostrukturen.

Hauptgrund für Arctics großzügige Auftragemenge (Wärmeleitpastenverkäufer lieben diesen Trick!) ist aber die Verteilmethode: Wie man bei den "danach" Bildern sehen kann, geht mit einem X die Hälfte daneben, weil lange vor Füllung aller Flächen am gegenüberliegenden Ende schon Paste herauszuquellen beginnt. Entsprechend mehr muss man auftragen, damit am Ende genug zwischen Kühler und CPU verbleibt. Bei einem Hersteller, dessen Darstellungen als allgemeine Empfehlung interpretiert werden könnten, kommt dann noch ein DAU-Zuschlag dazu: Es gibt User, die Schrauben nicht über Kreuz anziehen und dann besonders zu viel zu einer Seite herausdrücken, es gibt Kühler mit riesigen Lücken zwischen den Heatpipes, es gibt kleine und große Heatspreader, etc.. Da zu wenig Wärmeleitpaste weitaus negativere Folgen als zu viel hat, geht man lieber auf Nummer sicher und empfiehlt pauschal so viel, dass es nie zu wenig sein wird.
 
Erste Tests zeigen ein wirklich positives Bild. Ich hab jetzt mal die 8 Gramm für 10€ bei Proshop bestellt.
 
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Ein Hersteller gibt eine Temperatur an... super.

Da warte ich lieber zuverlässige Quellen die es mal testen.

Aber am Ende macht es eh einen kleineren Unterschied als die Werbung verspricht, es spielen einfach zu viele faktoren eine Rolle bei der Wärmeübertragung.
Bei igor schon im Test gewesen: Schaut ganz gut aus.:daumen:
So Bombe wie sein Lüftertest? :D :D :D

Bevor man da noch irgendwas glaubt, sollte man es besser 300 mal gegen prüfen.
 
Arctic Silver (1) fand ich eigentlich ziemlich gut zu verarbeiten.
Ich glaube bei mir war es die 5. Prinzipiell ging die auch. War halt zäh, aber hat gehaftet, wo sie sollte. Fast ein bisschen zu gut. Als ich den Kühler irgendwann demontieren wollte, habe ich die CPU gleich mit ausge"baut". Lief zum Glück danach noch, aber ich wäre das, wenn ich das vorher gewusst hätte, vermutlich auch noch mal etwas sachter angegangen. Gut, das ist dank LGA-Sockeln ja jetzt eh nicht mehr möglich. Aber auch der Preis und der nicht überwältigende Effekt waren Faktoren, warum ich danach wieder zurück zu "normalen" Pasten gewechselt bin.
Aktuelle High-End-Pasten sind dagegen, logischerweise mit der Ausnahme Flüssigmetall, immer zäh. Warmmachen ist da tatsächlich empfehlenswert und eine gründliche Reinigung des Heatspreaders inklusive Entfettung (z.B. Alkohol) und gründlichem Abtrocknenlassen hilft auch.
Ich mache die immer mit Waschbenzin sauber. Also auch sich selbst verflüchtigende Kohlenwasserstoffe. Das verdunstet eigentlich immer in einigen Sekunden. Ich habe immer eher Sorge, dass wenn man zu lange wartet, wieder irgendwas auf der CPU landet, was da nicht hingehört.
Der größte Faktor ist aber die Auftragetechnik: Spatel ganz flach halten, langsam bewegen und mit hohem Druck arbeiten.
Ja, mit der Kante von einer Karte kann man das nicht so richtig machen. Vielleicht, wenn man die Paste damit erst mal großflächig breitdrückt und dann nur noch nach außen ziehen muss. Wenn ich irgendwann mal an so einen Spatel gerate, werde ich den auch gut aufheben, aber extra welche bestellen möchte ich jetzt nicht. Vielleicht wenn die MX-2 mal alle ist, aber das kann noch einige Jahre dauern. ;)
 
Bin immer noch mit der ollen MX 4 (9800X3D vor 3 wo.) unterwegs. Macht was sie soll.
Zum Auftragen nehme ich schon seit Ewigkeiten ne ausgediente Scheckkarte. Damit läßt sich wunderbar abziehen.
Gruß T.
 
Ich sehe es schon kommen, Herumexperimentieren mit verschieden Pasten und Materialen hat Zukunft und eröffnet eine vergleichweise günstige Möglichkeit dem Hobby DIY PC weiter zu fröhnen. Mit einer Verknappung ist hier wohl nicht zu rechnen oder?:D

Schade,dass ich für mich selbst die Lösung mit PTM für CPU&GPU schon gefunden habe. Jetzt gilt es erst mal abzuwarten ob das Zeug tatsächlich so lange haltbar ist.
 
Habe noch:
Artic Silver 5
Artic MX 4
Artic MX 6
Grizzly Duronaut
Thermalright TF7
APEX

Hatte vorher noch:
Artic MX 5
NT-H1
NT-H2
Thermalright (viele)
Themaltake

Für meinen Ryzen 9950X3D nutze ich die Artic MX 4.
Als ich den PC zusammen gebaut hatte ich keine "bessere" WLP.
Aus der Liste von oben ist Duronaut auch die einzige WLP welche ich noch nicht benutzt habe.
Habe über Weihnachten zwei Wochen frei und da habe ich vor die CPU mit Duronaut zu testen.
Ist nicht notwendig da die CPU selbst unter starker Last nicht zu warm wird.
Hat eher was mit Bastellust, Neugier und vorallem dem innere Monk zu tun. :P

Für Anfänger würde ich immer noch Artic MX 4 empfehlen.
Sehr einfach aufzutragen, haftet kaum am Kühler, alles sehr einfach sauberzumachen und die Paste ist nicht leitfähig.
 
Ich bin mittlerweile bei den KyroSheets von Thermal Grizzly. Mögen nicht die beste Kühlleistung haben, sind aber auf Augenhöhe mit den normalen Kühlpasten. Keine Sauerei mehr, backt nicht aus. Einfach auflegen und fertig.
Kannst du nur eben nicht überall einsetzen. Bei CPUs kein Problem, für High-End Grafikkarten sind die Sheets hingegen ungeeignet weil zu dick.
 
So Bombe wie sein Lüftertest? :D :D :D
Bevor man da noch irgendwas glaubt, sollte man es besser 300 mal gegen prüfen.
Nur mal am Rande: der Lüftertest war von einem mittlerweile rechtskräftig verurteiltem Urkundenfälscher, der uns alle grandios verarscht hat. Aber das wurde nicht nur transparent durch Dritte aufgearbeitet, sondern es hat mich auch getiggert, das selbst noch einmal in die Hand zu nehmen. Entwickelt und gebaut von hochqualifizierten Strömungstechnikern, da bin ich aktuell fünfstellig dabei. Das bin ich allerdings den Lesern und mir selbst schuldig.

Das, was ich an Pasten, Pads und Sheets teste, ist transparent beschrieben und erklärt, es sind alles normierte industrielle Prüfverfahren mit zertifiziertem Equipment, auch hier bewegen wir uns mittlerweile im mittleren sechsstelligen Bereich. Das ist kein Spielzeug und alles andere als eine amateurhafte Umsetzung. Hier lassen auch namhafte Unternehmen arbeiten, allein deswegen könnte ich mir gar keine Fehler leisten :D

Ab Januar mache ich auch noch echte Haltbarkeits- und Alterungstests in einem beschleunigten Verfahren mit einem TTV. Da werde ich die Top 10 noch einmal durchjagen.
 
Wenn ich irgendwann mal an so einen Spatel gerate,

Mit dem geht es einafcher, weil ich den nicht so flach halten muss, wie es beim üblichen "Eisdielen"-Spatel der Fall ist.

Mit Druck+langsam lässt sich damit, ohne Krampf in den Fingern, jede viskose Paste wie der Duronaut, HY-P17, KOLD-01, ... einfach verteilen.

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