Ich zitiere als Grundlage mal aus oben verlinktem Sonderheft respektive der 09/15:
"Fließt das
Wasser sehr schnell, sind die Reibung und damit der
Widerstand des Kühlers hoch, bei extrem langsamer
Bewegung stellt sich wieder eine laminare Strömung
ein und der Reibungswiderstand sinkt fast auf 0.
Anschaulich wird dies, wenn man Wasser in den Einlass
eines einzeln stehenden Kühlers laufen lässt. Obwohl
hier gar keine Pumpe drückt, wird das Wasser nicht
einfach vor der Kühlstruktur stehen bleiben, sondern
irgendwann aus dem Auslass herausquellen. Der Widerstand
eines Kühlers ist somit nicht konstant, sondern
eine Funktion der Fließgeschwindigkeit, bei der jedem
Durchflusswert eine bestimmte Druckdifferenz zwischen
Ein- und Auslass zugeordnet werden kann.
Das Gegenstück zu diesem Druckabfall ist die
Pumpen-Kennlinie. Wie bereits angesprochen, spannt
sich diese zwischen den Extremwerten 0 Durchfluss/
maximale Förderhöhe und maximaler Durchsatz/0 Widerstand.
...
Hat man sowohl die Widerstandskennlinie des Kühlers
als auch die Leistungskennlinie der Pumpe, kann man
tatsächlich den Durchfluss eines Kreislaufs berechnen.
Es handelt sich um eine klassische Optimierungsaufgabe:
Der Durchfluss durch Pumpe und Kühler muss
gleich groß sein (sonst hätte der Kreislauf ein Leck);
der Druckaufbau in der Pumpe und der Druckabfall an
den Kühlern ebenfalls. Beide Bedingungen werden von
genau einer kreislaufspezifischen Durchfluss/Gegendruck=
Druckaufbau-Kombination erfüllt."
Dabei ist es vollkommen egal, wie viele Pumpen den Druck aufbauen, die Rechnung bleibt die gleiche und der höchste Druck, kurz hinter der Pumpe, passt wieder zur Widerstandskennlinie des Kreislaufs. Und wenn man will, dass Leakshield Leckagen im ganzen Kreislauf verhindert, dann muss dieser relative Überdruck, den die Pumpe von ihrem Einlass (und somit dem AGB) zu ihrem Auslass aufbaut, zusammen mit dem absoluten Unterdruck, den Leakshield zwischen AGB und Umgebung aufbaut, eben immer noch einen negativen Wert ergeben. Aus den PCGH-Widerstandsmessungen an Kühlern oder aus dem verlinkten Pumpentest kann man dabei ableiten, dass die typischerweise hier geposteten Kreisläufe bei deren Durchflusswerten unter 200, eher sogar mit unter 100 mbar Druckunterschied zwischen Saug- und Druckseite der Pumpe betrieben werden. Das heißt die Bedingung "überall wenigstens etwas Unterdruck" ist in diesen Kreisläufen auch mit einem Leakshield-Unterdruck gegenüber der Umgebung von 200 respektive 100 mbar gegeben und braucht nicht zwingend Schläuche, die 470 mbar Unterdruck mitmachen, um zu profitieren. Und wenn man es schon als Fortschritt erachtet, dass nur ein Teil des Kreislaufes geschützt ist (z.B. von einem restriktiven Kühler, vor dem sich das Wasser staut, bis zur Saugseite der Pumpe) reicht noch einmal weniger.
Ich gucke aber mal, ob ich für die Print-Version des Tests noch die Unterdrucktauglichkeit von ein paar Schläuchen in Ruhe gemessen bekomme.