News Apple will China-Speicher nutzen: Micron fordert US-Verbot

PCGH_Jacky

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Apple drängt die US-Regierung auf eine Freigabe chinesischer Speicherchips, Micron will sie verhindern. Die Entscheidung könnte verschieben, welche Hersteller künftig mehr DRAM und NAND liefern.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Apple will China-Speicher nutzen: Micron fordert US-Verbot

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Da die einzige Absicht von Apple klar der Gewinnmaximierung dient, würde ich es persönlich nicht freigeben. Klar, Konkurrenz ist gut, aber dann müsste es beim Endkunden auch ankommen und nicht nur die Reichen immer Reicher machen.
 
PCGH.de schrieb:
Micron soll argumentieren, dass staatlich unterstützte chinesische Hersteller die US-Speicherindustrie mit niedrigen Preisen unter Druck setzen könnten.
Bekanntlich kämpft Micron ums Überleben, müssten sie ihre Preise auch nur 1 Cent reduzieren, würde sie in die Pleite getrieben ...


Also wirklich. Micron - und alle anderen - können die Weltweite nachfrage nicht bedienen - überbieten ihre eigenen Rekordeinnahmen um ein vielfaches -, aber trotzdem will man einem Kunden verbieten lassen bei der Konkurrenz zu kaufen.


Natürlich würde Apple die Ersparnisse nicht weitergeben, und argumentieren sie müssten sonst noch höhere Preise verlangen. Das macht Microns verhalten aber nicht besser.
 
Da die einzige Absicht von Apple klar der Gewinnmaximierung dient, würde ich es persönlich nicht freigeben. Klar, Konkurrenz ist gut, aber dann müsste es beim Endkunden auch ankommen und nicht nur die Reichen immer Reicher machen.

Wenn man in der Fertigungsindustrie arbeitet, ist es völlig normal, verschiedene Quellen für Komponenten aus der BOM (Bill of Material) zu verifizieren und in die eigene Lieferkette einzubinden. Dadurch vermeidet man Ausfälle in der eigenen Produktion wenn ein Hersteller Bauteile nicht liefern kann. Die Gründe dafür können vielfältig sein (und kommen beim lesen aus der Vergangenheit sicher bekannt vor): Globale Konflikte, Zollprobleme, Exportbeschränkungen, Naturkatastrophen, Pandemien, politische Spannungen, Qualitätsprobleme, Produktionsausfälle oder ein eingeschränkter Zugang zu Rohstoffen wie seltenen Erden. Wie in diesem Fall kann auch der Wegfall eines etablierten Herstellers, der nicht in der benötigten Stückzahl liefern kann, dazu führen, dass neue Lieferanten aufgebaut werden müssen.
Mit zusätzlichen Lieferanten macht man sich daher in erster Linie unabhängiger und erhöht die Widerstandsfähigkeit der eigenen Lieferkette.
Die Qualifizierung neuer Zulieferer dauert oft Monate oder sogar Jahre. Komponenten müssen technisch validiert, Fertigungsprozesse auditiert und Qualitätsstandards nachgewiesen werden. Unternehmen beginnen deshalb häufig bereits mit der Qualifizierung alternativer Lieferanten, lange bevor ein tatsächlicher Engpass entsteht.
Darüber hinaus stärkt eine breitere Lieferantenbasis auch die Verhandlungsposition eines Unternehmens. Sie reduziert die Abhängigkeit von einem einzelnen Hersteller und schafft mehr Flexibilität bei Preis, Lieferzeiten und Produktionskapazitäten. Gleichzeitig kann sie Innovationen fördern, da verschiedene Zulieferer unterschiedliche Fertigungsverfahren oder technische Verbesserungen einbringen.

In der Industrie ist die Realität daher meist deutlich komplexer als die Aussage: „Die wollen sich doch nur die Taschen vollmachen!“
Dass Apple als börsennotiertes Unternehmen selbstverständlich wirtschaftlich handelt und Gewinne maximieren möchte, ist sicher unbestritten. In diesem konkreten Fall dürfte die Diversifizierung der Lieferkette jedoch vor allem dem Risikomanagement, der langfristigen Versorgungssicherheit und der Produktionsstabilität dienen. Dass sich daraus gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile ergeben, ist eher eine logische Begleiterscheinung als der vermutliche alleinige Beweggrund.

Vielleicht erinnern sich viele noch an die Zeit der Pandemie. Damals waren zahlreiche Produkte über Monate hinweg nicht oder nur mit langen Lieferzeiten verfügbar, weil oft schon kleinste Cent Bauteile fehlten. Selbst einfache Komponenten wie:

Leistungsmanagement ICs (PMICs)
Spannungsregler
MOSFETs
Microcontroller

konnten ganze Produktionslinien zum Stillstand bringen, da es häufig keine alternativen Hersteller oder bereits qualifizierten Lieferanten gab. Alles Komponenten die in Milliarden Stückzahlen jedes Jahr verbaut werden und überall benötigt werden wo Strom fließt.
Genau aus diesen Erfahrungen haben viele Unternehmen ihre Lieferketten überarbeitet. Heute wird deutlich stärker darauf geachtet, kritische Komponenten von mehreren Lieferanten beziehen zu können, um die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern zu reduzieren und die Versorgung auch in Krisenzeiten sicherzustellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Achnee jetzt hat Micron Angst vor den bösen Chinesen... Wobei, sollten sie auch, nicht heute oder morgen, wenn der KI Wahnsinn sich normalisiert hat, dann möglicherweise sitzen die bei Apple schön mit im Boot.
 
die bösen Chinesen werden auch nicht von sofort auf gleich die Kapazitäten steigern können
(die neuen eigenen DUV-maschinen werden in geringsten Stck.zahlen nur handverlesen ausgeliefert)
 
Zuletzt bearbeitet:
Bekanntlich kämpft Micron ums Überleben, müssten sie ihre Preise auch nur 1 Cent reduzieren, würde sie in die Pleite getrieben ...


Also wirklich. Micron - und alle anderen - können die Weltweite nachfrage nicht bedienen - überbieten ihre eigenen Rekordeinnahmen um ein vielfaches -, aber trotzdem will man einem Kunden verbieten lassen bei der Konkurrenz zu kaufen.


Natürlich würde Apple die Ersparnisse nicht weitergeben, und argumentieren sie müssten sonst noch höhere Preise verlangen. Das macht Microns verhalten aber nicht besser.

Micron hat bereits in vergangenen Berichten gezeigt, dass sie längst für den Markt 2029 und später denken. Also einen Zeitpunkt, zu dem die große Zahl aktuell in Bau befindlicher Fabs ihren Output in den Markt wirft, und an dem es möglicherweise bereits eine Konsolidierung auf dem KI-Markt mit deutlichen Einbruch der Nachfrage nach neuen KI-Beschleunigern gibt. In so einer Situation dürften die Preise drastisch nachgeben, was man natürlich vermeiden möchte, und CXMT könnte ein besonders harter Konkurrent sein, da sie mit staatlichem Auftrag günstiger produzieren könn(t)en.

Das versucht man jetzt offensichtlich frühzeitig auszuschließen, solange im orangenen Haus noch "America First" dominiert und solange ein derartiger Eingriff in die Verteilung von RAM keine schwerwiegenden Auswirkungen auf den Preis hat: Jetzt ist es für Micron, für CXMT, für Apple und für andere RAM-Abnehmer reichlich egal, wer seinen RAM bei Micron und wer bei CXMT kauft. Am Ende wird eh um die halbe Welt verschifft und die RAM-Menge bleibt gleich, die Preise sind überall gleich hoch. Aber wenn sich der Markt ändert und einmal eingerichtete Schranken bestehen bleiben, werden für Micron noch ein paar Milliarden mehr rausspringen.
 
Als Apple Aktionär verlange ich von Apple Gewinnmaximierung. Immerhin will ich nichts für meine nächsten Apple Geräte zahlen sondern sie aus dem Gewinnen meiner Beteiligung am Unternehmen finanzieren.
 
Ich frage mich immer wieder warum Europa nicht eine richtige Chip Industrie hat. Wir haben den Lieferanten für die Optiken die benötigt werden, wir haben den Lieferanten für die Belichtungsmaschinen welche ja die Optiken aus Deutschland benötigen aber wir produzieren selber keine Chips mit dieser Technik.
 
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