Die Chips sind so simpel, da kann heute gefühlt jeder herstellen.
Nein, eben nicht, du stellst es dir viel zu leicht vor. Nur weil der Chip aus heutiger sicht einfach konstruiertist.
Kann er nicht mal einfach nachgebaut werden.
Das hat Technische und Linzenzrechtliche Gründe.
- Fehlende Design-Daten: Die originalen Fertigungsdateien (GDSII) sind nicht verfügbar, was eine obligatorische, sechsstellige Investition in spezialisiertes Reverse Engineering (Netzlisten-Extraktion) erfordert und das PRO CHIP!
- Hohe NRE-Kosten (Non-Recurring Engineering): Der einmalige Preis für den dedizierten Maskensatz, selbst auf alten Prozessknoten, beläuft sich auf einen hohen fünf- bis sechsstelligen Betrag.
Und davon hatte der Amiga 1200 einige:
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Motorola 68EC020 (CPU)
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Alice und Lisa (AGA-Grafiksystem)
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Paula (Sound)
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Budgie (Speicher Controller)
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Gayle ( IDE, PCMCIA)
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Kickstart
Das sind nur die wichtigsten Hauptchips, da sind hunderte kleine "mir nicht bekannte" aber wichtige Chips und IC verbaut.
Wenn das alles geschaft ist, muss irgend jemand noch den Prozessor Bauen und das wäre das nächste Große Problem. Die Technologie des 2.0 µm ist heute stark veraltet.L iegt die 2.0 µm-Technologie weit außerhalb der gängigen analogen/Mixed-Signal-Legacy-Nodes, die typischerweise im Bereich von 1.0 µm bis 110 nm liegen. Das Fehlen eines direkten, aktiven 2.0 µm HCMOS-Prozesses in modernen Foundries ist die erste große Hürde für eine exakte 1:1-Replikation.
Und es müsste gschaut werden ob die Einzellnen Chips überhaupt Linzenzrechtlich nachgebaut werden dürfen.
Du siehst, es ist nicht Simple!
Selbst wenn diese Hürden alle genommen wurden, würde der Amiga Aufgrund des geringen Absatzes um ein vielfaches mehr kosten, wie die 1000€ die du bereit wärst zu bezahlen. Deutlich über >15.000€ - 25.000€
Von daher macht eine Hardware Emultation schon Sinn und wenn die gut ist, merkst du das nicht mal.