AW: AMD: Zwölf-Kern-CPU bereits lieferbar?
Also für mich bedeutet "nativ" wie schon gesagt "physikalisch" vorhanden. Wenn er nämlich im Umkehrschluss nicht "nativ" 12 Kerne hat, müsste er ja laut deiner Aussage "simulierte" Kerne (zb.HT) haben. Selbst wenn AMD dass anders sieht, ändert dass nichts an der grundlegenden Eigenschaft ob bzw. wie etwas vorhanden ist oder nicht. Aber du kannst mich in deiner Eigenschaft als Mod gerne eines besseren belehren.
Vielleicht kennst du noch eine dritte Art wie etwas vorhanden sein kann.
Ich denke, ich habe klargestellt, dass ich diese Unterscheidung auch sinnlos finde.
Aber wie man an der alten AMD-Propaganda und der hiesigen Diskussion erkennen kann, sehen das andere nicht so. Muss man nicht verstehen, nur ertragen.
Aber ob nun 2x2 oder 1x4 macht trotzdem (fast?) keinen Unterschied. Das müssen die "Spezialisten" klären.
Der Unterschied liegt letztlich im Grad der Vernetzung und es ist vollkommen egal, wie man die zustande bringt. Monolithische Designs (AMD: "nativ") bieten da prinzipiell mehr Möglichkeiten, als zusammengesetzte (AMD: "gefälschte") Prozessoren, aber auch deutlich schwieriger in der Umsetzung. Am Ende kann es rentabler sein, den Entwicklungsaufwand für ein monolithisches Konzept in andere Leistungsoptimierungen für eine zusammengesetzte Lösung zu investieren, weil unterm Strich so mehr Leistung rauskommt.
Ein Presler z.B. bestand auch aus zwei Cedar Mill DIEs und niemanden hat es gestört - nicht mal die größten AMD-Fanboys. Die waren damit beschäftigt, fleißig zu ignorieren, dass Intel den Vorsprung der Athlon 64 X2 eingeholt hatte. Es macht auch gar keinen Unterschied im Vergleich zu einem Smithfield. Der hatte zwar beide Kerne auf einem monolithischen DIE, aber diese auch nur per FSB Verband. Auch die AMD-Dualcores dieser Zeit waren zwar monolithisch, in ihrerer Verwaltungsstruktur waren aber letztlich beide unabhängig und griffen nur auf eine (integrierte) Northbridge zu, genau wie Intel. (d.h.: Bei Intel erfolgte die Kommunikation zwischen allen dreien natürlich über den deutlich lahmeren FSB, statt über eine schnelle Crossbar, aber das war ein Unterschied zwischen den Plattformen, nicht in der gewählten Mehrkern-Lösung)
Eine große Show gab es erst, als Intel mit zusammengesetzten Quadcores auf dem Markt kam, wärend AMD den K10 in der Pipeline, aber noch lange nicht fertig hatte. Letzter schlug mit dem vereinten 3rd lvl cache tatsächlich (und imho erstmals - die Performance der Crossbar in den Athlon X2 hätte man imho mit einer HT-Verbindung zwischen zwei DIEs günstiger realisieren können) auch Potential aus dem monolithischen Aufbau.
Dummerweise wurde er aber so komplex, dass AMD eine Ewigkeit brauchte, um auch mehr Leistung aus dem Ansatz rauszuholen, als Intel aus seinen "fake" Quadcores. (um geanau zu sein: So lange, dass Intel zu dem Zeitpunkt mit dem Dunnington-Hexacore bereits ein eigenes monolithisches Design mit vereinheitlichtem 3rd lvl Cache am Markt hatte. Einigen AMD Fanboys reichte aber die Tatsache, dass dieser zusätzlich noch den 2nd lvl Cache von je zwei Kernen vereinte, um abermals von "gefälscht" zu sprechen. Iirc kommt das demnächst wieder als Bulldozer, dann ist es wahrscheinlich die tollste Neuerung seit der Entdeckung des Rades...)
Ich denke doch, dass es Sinn macht, diese CPUs zu kaufen. Immerhin hat man die selbe Kernzahl auf halbem Raum. Man kann also die Hälfte der Serverschränke einsparen, was dann auch die Vernetzung untereinander vermutlich wesentlich einfacher gestaltet. Verwaltungstechnisch gesehen hat ein 12-Kerner also nur Vorteile gegenüber 2 einzelnen 6-Kernern.
Sie benötigen immer noch die selbe Menge an Infrastruktur (Speicher, etc.) und da ein Sockel F Kühler deutlich größer als der Sockel F selbst ist, spart man nur wenig Platz - und Dual-CPU Systeme passen sowieso bequem ins ATX-Format, da braucht man keine Server-Schränke für (die Rede war von Spieleentwicklern, wenn ich mich recht erinnere.)
Selbst bei quad-CPU-Server-Schränken dürfte der Platzgewinn gering bleiben. Wenn man keine neuen Formfaktoren einführt, gewinnt man vielleicht 1-2 Kartenslots auf der Platine, wenn man stattdessen ein Dual-Sockel G34 System baut. Man hat aber weiterhin den hohen Preis für Groß-Server Hardware zu zahlen und man muss die niedrigeren Taktraten in Kauf nehmen, so dass sich das unterm Strich keinesfalls lohnen dürfte.
Ich bleib dabei: Sinnvolle alternative zu Octa-CPU-Systemen, die bislang gar nicht auf einer Platine in einem standardisierten Format unterzubringen waren, aber kein rentabler Ersatz für kleinere Systeme.
Ich bin da zur Zeit nicht so auf dem laufenden... Deswegen muss ich euch was fragen:
sind für den Desktopbetrieb denn eigentlich auch solche, ich nenn sie einfach mal "teilweise" native x-Cores geplant? Oder beschränkt sich das auf Servern weil es hier dringender benötigt wurde und auch der Gewinn größer ist?
Mir wäre da nichts bekannt. Wenn es AMD gelingt, das Wissen, das sie mit dem neuen Package gesammelt haben, auf einen kleineren Maßstab zu übertragen, könnte irgendwann mal etwas kommen. Aber ehe >Hexacore im Desktopbereich einen Sinn macht, ist die Technik von Magny Cours eh veraltet. Im Workstation/klein Servermarkt kann man die Technik zudem nicht anwenden, da der Sockel F afaik nicht genug Platz für zwei DIEs bietet, man bei einem LGA aber auch nicht einfach das Substrat überstehen lassen könnte.
(Beim AM3 wäre das möglich, aber da man in einer bestehenden Plattform die zusätzlichen Speichercontroller nicht nutzen kann, hätte man am Ende auch nur eine teure, große, aufwendige, CPU deren zwei zusätzliche Kerne kaum jemand nutzen würde)
@topic
Naja war leider klar, dass es AMD iwann genauso machen wird wie Intel... Ist halt eben nur die Zeitsparendere und billigere Methode.
Imho ist es auch die effizientere. Man erpspart sich die Produktion eines zusätzlichen DIEs, man steiger die Yield-Rate und man kann das einmal entwicklete Substrat in jeder Generation wiederverwenden, anstatt riesen-DIEs zu entwickeln. Steckt man die Entwicklungszeit statt dessen in bessere Kerne, hat man eher was davon. (zumal die Erkenntnisse dann allen Modellen zugute kommen - große, monolothische Xcores nützen nur dem winzigen Großservermarkt etwas)
Solange die Interconnects on-Substrat noch realisierbar sind, halte ich so eine Entwicklung für sehr sinnvoll. (Im Idealfall arbeitet man noch mit einem Uncore-DIE samt Speichercontroller wie beim Lynnfield. Den kann man dann vom Single-CPU Mittelklasse bis zum High-End-Server-Prozessor skalieren, in dem man unterschiedlich viele Rechenkerne dazupackt.