Danach kamen die non3D CPUs dann 13 Monate später raus. Falls das Muster gleich bleibt würde das wohl auf Sommer 2026 hinweisen für Zen 6
Wobei der Zen-5-Launch zahlreiche Hinweise auf ein überhastetes Vorziehen aufwies und auch ganz am Anfang des im Vorfeld gemunkelten Zeitraums lag. Realistischer ist also, dass AMD mit einem Herbst-Release plant. (Und das ist, oh Wunder, auch schon bislang die vorherrschende Vermutung gewesen. So gesehen liefert der Patch gar keine neuen Infos außer die Bestätigung: "AMD entwickelt CPUs")
Problem?
Du meinst die CCD Interconnect Latency?
Die ist ja logisch und nicht wirklich ein riesen Probelm. Kann man mit besseren Schedulern entgegnen, die die Work-Tasks sinnvoller auf die CCD's verteilen.
Ein vernünftiger Scheduler könnte nur den Worst-Case verhindern, nämlich dass ein zweiter Compute-Chip das System ausbremst, selbst dann wenn der primäre die gleiche Taktrate und die gleiche Kernanzahl wie im Single-CCD-Vergleichsobjekt hat. Aber auch ein noch so guter Scheduler kann nichts daran ändern, dass eine nicht über langsame Interconnects kommunizierbare Aufgabe nicht von einem zweiten CCD profitieren kann und deswegen auf einem 6+6-Kerner langsamer und auf einem 8+8-Kerner nur genauso schnell läuft, wie auf einem nativen Octacore.
Es wäre also für Spieler, die genau solche Aufgaben beschleunigt haben wollen, sehr zu begrüßen, wenn 10,5 Jahre nach dem 6950X endlich mal ein Desktop-Prozessor mit mehr als zehn schnell untereinander verknüpften, vollwertigen Kernen erscheint. (Im Sockel 2066 und später 4677 gibt es größere Chips zwar seit 2017 monolithisch, aber da ist das On-Chip-Fabric allgemein so lahm, dass sie in Spielen langsamer laufen, als ein zeitgenössische, gute Achtkerner.)
Die Probleme hat Intel ja nun auch mit seiner neuen Prozessortechnologie, den 200ern, da müssen ja gleich 6 oder 7 Einzelteile miteinander verbunden werden, was aber ein anderer Ansatz ist als bei AMD.
Intels 200S haben vier aktive Tiles (plus einen Base-Tile, von dem trotz gegenteiliger Andeutungen wohl nur als Interposer dient) und davon beinhaltet nur einer Compute-Kerne. Die Koordinationsprobleme von AMDs Triple-Chip-MCMs mit Dual-Compute hat Intel daher nicht, nur die höheren internen Latenzen auf dem Weg zum RAM. Auch ältere Intel-MCMs mit Multi-Compute waren nicht respektive in deutlich geringerem Maße betroffen, da es immer eine direkte Verbindung zwischen den Siliziumstücken mit CPU-Kernen gab und diese, relativ zur Rechenleistung der jeweiligen Zeit, auch schneller war als AMDs IF-Umweg über den IOD. Die "unechten" Quadcores seinerzeit haben in einigen, sehr speziellen Szenarien zwar nur mäßig skaliert (ich habe es mal in einem Witcher-3-Level gemessen, siehe PCGH 08/2016), aber die Leistung war nie schlechter, als bei einer CPU mit halb so vielen Kernen und gleichem Takt.


