tokenrider
Freizeitschrauber(in)
Trotzdem wird das einige Leistungsschwächen gegenüber den komplett monolithischen Intels ausradieren. Ob das für deine Schwerpunkte von belant ist, kann ich aber nicht sagen. Wir reden hier von einer Latenzverkürzung von 80 auf 20 ns, also 1/100.000tel dessen, was in Audiostreams kritisch wäre.
Hi Torsten, dankeschön für Deine Informationen.
Mir fällt gerade auf, dass Du von Latenzen im Nanosekunden-Bereich sprichst. Das ist aber nicht der üblichen Wertebereiche, der für die Applikation maßgeblich und letzten Endes entscheidend ist, ob oder wann
- Audio Aussetzer aufzutreten beginnen oder
- welche ASIO buffersize man für ein Audioprojekt aufgrund der Anzahl von Spuren, Inserts oder verwendeten VSTi eingestellt werden muss.
Schau Dir bitte mal das Analysetool LatencyMon an, das eine Audio Workload simuliert und verschiedene Messmethoden unterstützt:
a) Kernel Latency Timer (nur Win7), b) Interrupt to DPC Latency, c) Unterrupt to user process Latency.
Hier liegst Du im Bereich von 2 - 200 Mikrosekunden. Das liegt in einem anderen Wertebereich rund Faktor 100 höher.
Und dann berücksichtige bitte auch, dass Energiesparfunktionen im BIOS zusätzliche Latenzen reinbringen, einige Beispiele
(us = microsekunden, ich bekomme das Symbol leider nicht mehr über meine Tastatur hin ...)
C3 - 50us
C4 - 150us
C4E/C5 - 250us
C6 > 250us
Das sind Werte, die ich vor einiger Zeit im Internet aufgeschnappt habe. Ich kann Dir jedenfalls aus meiner inzwischen reichen Erfahrung im Bereich Performance
Tuning von Audio Workstations berichten, dass LatencyMon Werte, die zu sehr in Richtung 1000us Latenz gehen letzten Endes für das Audio Prozessing bedeuten,
dass Du tendenziell mit höheren ASIO buffersizes arbeiten musst, als wenn eine CPU schneller und Latenzfreier auf eine Workload reagieren kann.
Ich glaube wir diskutieren hier auf unterschiedlichen Ebenen.
Das hört sich für mich so an wie der Unterschied zwischen synthetischen Benchmarks und Applikations Benchmarks (was am Ende an Performance rauskommt).
Im Audio Bereich sind die synthetischen Benchmarks nicht so wichtig wie das, was am Ende bei rauskommt.
Von den Nanosekunden, von denen Du sprichst, bleibt nachher bei der der Audio Workload nicht mehr viel übrig. Das ist der entscheidende Punkt
im Audio Bereich mit near-realtime Anforderungen auf einem Betriebssystem, das selbst nicht auf real-time Anforderungen ausgelegt ist.
Darum gibt es ja auch spezielle Firmen, die sich auf die Anforderungen in diesem Bereich spezialisiert haben und speziell für DAW's
(Digital Audio Workstations) entsprechend getestete / vorkonfigurierte Rechnerkonfigurationen anbieten.
Wenn Du jeden effes Rechner dafür nehmen könntest, dann könnten die ihren Laden dicht machen, aber so ist das halt eben nicht.
Und darum auch mein "fishing for informations" .. ich hatte damals echt Glück und konnte mir wirklich eine gute Audio DAW zusammenstellen,
die in Summe irgendwas um die €4000 gekostet hat. Und die performt auch wirklich bestens.
Im Moment wüßte ich ehrlich gesagt nicht, was ich nehmen sollte und sitze das ganze lieber noch eine Weile aus.
Schade, dass Recording ein Nischenbereich ist, das wäre auch für Euch ein spannendes Thema an dem Ihr Euch auch aus meiner
Sicht liebend gerne die Zähne ausbeißen dürftet, aber ich nehme an das ist ein Bereich, der für Euch vermutlich nicht als lukrativ genug angesehen wird.
Jedenfalls nützt es nichts, wenn ein Rechner Cinebench Rekorde aufstellt, bei der es völlig egal ist, wann genau Daten berechnet werden
dann aber in einer DAW Anwendung Audio Aussetzer auftreten bei geringeren ASIO Buffersizes, die ich aber bei manchen Anwendungen brauche,
beispielsweise wenn ich über VSTi (virtuelle Instrumente) spiele. Das ist der Challenge ... Abgesehen davon dass es im Audio Bereich schon genug Negativ Beispiele gibt von Systemen, die für Audio nicht zu gebrauchen sind, ich sage nur Intel X99 Chipset als Beispiel mit vielen Problemen im Bereich Audio Transport über USB.
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