AW: AMD präsentiert Radeon RAMDisk - hilfreiches Programm für kurze Zugriffszeiten
Ich krieg hier gleich die Krise... wie kommt man auf die Idee, VRAM als RAM-Disk belegen zu wollen? VRAM != RAM auf dem Mainboard! Als RAM-Disk kann nur der Systemarbeitsspeicher verwendet werden und sonst nichts weiter. Zudem ist es unglaublich dumm, die Auslagerungsdatei des PCs auf die RAM-Disk zu werfen, da ein Systemabsturz vorprogrammiert ist: Würde man eine RAM-DISK mit 4 GB im Arbeitsspeicher einrichten als Laufwerk D und schiebt die Auslagerungsdatei über die Windows-Einstellungen auf dieses Laufwerk, würde sich die Auslagerungsdatei beim Herunterfahren selbst vernichten und Windows sehr wahrscheinlich abschießen, da wichzige Laufzeitdaten verloren gehen würden. Beim anschließenden Starten wäre die RAM-Disk dann nicht mehr vorhanden, wodurch gleich die Fehlermeldungen aufploppen würden. Anschließend müsste wieder die RAM-Disk samt Auslagerungsdatei neu eingerichtet werden und Windows würde die Daten in der Auslagrungsdatei neu schreiben müssen, die über Wochen reingeschrieben wurden.
98 % aller Nutzer haben nicht die technischen Fähigkeiten, um eine RAM-Disk zu bedienen. Ihr könnt damit umherspielen, aber die meisten würden sich nur irgendwelchen Mist in die Disk laden und irgendwann wichtige Daten damit abschießen. Ist doch vorprogrammiert! Also: Finger weg!
Sorry, aber das tut ja richtig weh.
Ich hab von Asrock als Beilage eine RamDisk über die Homepage gezogen.
hab dann mal versuchsweise die Auslagerungsdatei welche bei mir normaler weise auf der SSD liegt und auf 4GB begrenzt ist, in das RAM Laufwerk verschoben und die alte Auslagerungsdatei auf Laufwerk c: gelöscht.
Gebracht hat das gar nichts, zumindest nichts was man großartig feststellen konnte. Logischer Weise fehlten mir damit allerdings diese 4GB als regulärer Speicher, welcher klar von 8 auf 4GB reduziert wurde. Aber auch beim jetzt reduzierten Arbeitsspeicher hab ich nichts großartiges gemerkt, trotz Windows 7 x64.
Hab jetzt die RAM-Disk wieder runter geschmissen, denn nur um darin die Temp Dateien vom System bzw. Browser unterzubringen, lohnt sich das ganze nicht.
Ich gehe mal davon aus, dass AMD bei Trinity damit den Ansatz verfolgt, dass die APU dadurch den Grafikspeicher erhöhen können soll, so wie z.B. bei den großen Grakas, welche inzwischen ja auch mit 3GB im Umlauf sind.
Z.B. hatte mein altes Biostar Board noch die HD3300 (790GX Chipsatz) an Board und die war von Hause aus ja nur mageren mit 128MB flottem Speicher angebunden, konnte sich allerdings über das Bios einstellbar den notwenigen RAM vom Systemspeicher zusätzlich abzwacken. Da ja Trinity mit sehr schnellen Speicher eine enorme Beschleunigung erfährt (normal DDR3-1866) und bedeutent mehr mit noch höher taktendem Speicher könnte das ggf. sinnvoll erscheinen, da hier dann nicht mehr der Systemspeicher mit dem Grafikram bei den Zugriffen kollidiert. Was ggf. wieder einiges an Leistung bringen könnte, da der Zugriff flotter ablaufen könnte. Zumindest stelle ich mir das theoretisch so vor.
Aber da lasse ich mich gerne von einem Experten eines besseren belehren.
Für eine normale RAM-Disk gibt es allerdings einige positive Dinge. Ich hab z.B. auch einen exkurs gelesen, wie man z.B. WORD bzw. MS-Office in die RAM-Disk kopieren kann, was allerdings einiges an Arbeitsaufwand bedeutet, da die Registrie Pfade ja entsprechend geschrieben werden müssen. Der Start von WORD bzw. MS-Office soll dann allerdings enorm flott abgehen, genauso wie das Arbeiten damit. Genauso soll es Vorteile bei diversen CAD-Programmen bringen wie z.B. Autocad.
Da ich mein Office bereits fest eingebunden habe, wollte ich dies sicherlich verständlich nicht extra nachvollziehen.
Aber z.B. bei Spielen kann ich mir das gut vorstellen. Immer vorausgesetzt man verfügt auch über genügend RAM, ich gehe mal von 12 bis 16GB als minimum aus, auch wenn ich bisher lediglich maximal 60% von meinen 8GB in Verwendung hatte, eben weil ich wohl kein brutaler Multi-Tasker bin.
Gruß