AW: Amazon: Erneut Bericht über Kontosperrung wegen zu hoher Retouren-Quote
Ich frage mich gerade zum Thema folgendes:
Wenn der Vater ja so unschuldig ist, warum haut er dann keine Zahlen raus ala "Ich habe 500 Artikel bestellt und 100 zurück geschickt."?
Ach ja stimmt, dann würde da nämlich raus kommen, dass der Vater von 5 Kindern bestimmt so 500 Artikel bestellt hat und 20-30 behalten hat.
Wenn er ja wegen "zu hoher Retouren" gesperrt wurde und das nicht stimmt, dann sollte es doch ein leichtes sein es der Presse / Öffentlichkeit mitzuteilen.
Nehmen wir doch mal den Artikel (die Quelle) genauer unter die Lupe:
Ich habe Fernseher, Computer, Kleidung gekauft. Der Umsatz, den Amazon mit mir in 15 Jahren machte, dürfte enorm sein.
Aha er (Uwe R.) hat also, seiner Meinung nach, für einen enormen Umsatz bei Amazon gesorgt.

Sorry aber wenn ere wirklich ein "goldener" Kunde gewesen wäre, würde Amazon ihn bestimmt nicht sperren.
Denn als sogenannter Prime-Kunde habe ich mit der Jahresgebühr von 49 Euro die kostenlose Lieferung und Rücknahme für viele Produkte mitbezahlt
Auch wenn man eigentlich nichts dazu sagen müsste: Die Prime-Gebühr ist für einen schnelleren, garantierten Versand und für kostenlose Lieferungen unter dem Mindestbestellwert gedacht und nicht als "Premium" Dienstleistung das ich machen kann was ich will.
Besonders dreist findet R., dass Amazon auch das Konto seiner Frau sperrte. „Man nimmt sie quasi in Sippenhaft.“
Ne man Sperrt die Adresse / die hinterlegte Bank inkl. aller Accounts die da dran hängen. Ist ja auch logisch und nicht dreist. Sonst könnte man ja einfach einen neuen Account machen und weiter ein H&M-Außenlager betreiben

Dann noch folgendes im PCGH-Artikel:
Für Amazon dürfte die mediale Aufarbeitung von solchen Fällen zunehmend zum Problem werden, da es den Händler nicht besonders gut dastehen lässt - zumal die Berichte immer wieder kommen.
Immer wieder? Im Artikel wird der letzte Fall auf 2013 datiert.
Auch die Aufarbeitung des Themas in sozialen Medien dürfte Amazon wenig ins Image passen, da die Kritik immer deutlicher wird. Perfekt ist der Ruf von Amazon in Deutschland aufgrund der harten Auseinandersetzung mit den Gewerkschaften, die bessere Entlohnung der Angestellten in den Versandzentren fordern, ohnehin nicht mehr.
Rechnen wir doch einfach mal beispielhaft mit 1 Millionen deutschen Kunden. Jetzt nehmen wir mal an es gibt 100 Fälle von Kontosperrungen, dann macht das 0,01 % der Kunden die gesperrt wurden. Das soll Amazon auch nur irgendwie stören? JEDER Händler will und wird so Kunden auf kurz oder lang los werden wollen. Es ist ganz einfach: Kunde verursacht Kosten, wenn kosten < Gewinn, dann weiter machen, sonst Beziehung kündigen.
Warum wird denn nicht mal über andere Online-Händler wie Mindfactory oder so berichtet die Kunden nach zu häufigem nutzen des Widerrufsrecht auch sperren?
Amazons Ruf ist besser als der von vielen anderen Firmen. Bestes Beispiel sind defekte Waren:
- Amazon: Defekt gemeldet -> nach 1-2 Tagen ein neues Gerät oder komplettes Geld zurück
- anderer Händler -> "Ja also das müssen wir erstmal für 2-3 Monate einschicken und entweder kommt es repariert zurück oder du bekommst eine kleine Gutschrift"
Was die Auseinandersetzung mit den Gewerkschaften (welche denn noch außer Verdi?) angeht, so sollte man sich mal vor Augen halten das es
ungelernte Hilfsarbeiter sind die 10,50 € die Stunde verdienen, als Anfangsgehalt, und auch Bonis bekommen.