Amazon: Erneut Bericht über Kontosperrung wegen zu hoher Retouren-Quote

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Laut Artikel geht es aber scheinbar doch um die Anzahl der Retouren. Zumal auch die Mehrheit der User hier im Thread es wohl so verstanden haben.
Genau da aber liegt das Problem. Die Presse lebt vom Boulevard, nicht von Fakten. Ich schrieb es ja bereits in meinem Eingangspost, dass man sich nur dann überhaupt eine Beurteilung (kein Urteil!) anmaßen kann, wenn man beide Seiten im Original gehört und auch beiden Beteiligten die gleichen Fragen gestellt hat. Die Presse ist da ein sehr schlechter Berichterstatter, da alles fehlt, was einen sachlichen, investigativen Bericht ausgemacht hätte. Yellow Press, mehr nicht.

Eine Retoure (Rücksendung) kann vieles sein, von der Nutzung des Widerrufsrechtes samt Rückgabe bis hin zum Erschleichen von Rückabwicklungen durch das Reklamieren vorgeblicher Mängel. Genau darüber sagt der Zeitungsartikel aber überhaupt nichts aus, weil er lediglich ungeprüfte Aussagen eines Kunden aufnimmt, was ich im weiteren Verlauf der Diskussion als fehlende Diskussionsgrundlage bezeichnet habe. Auf Grund des vermittelten Kenntnisstands ist niemand hier in der Lage, auch nur annähernd objektiv zu urteilen. Wenn Amazon selbst bereits von Missbrauch spricht, dann muss man sich sehr sicher sein, dass man sich in einer rechtlich gut zementierten Position befindet. Wobei ich dies im Artikel völlig anders herauslese, denn das mit dem "Missbrauch" im letzten Absatz des Artikels sagt nicht aus, dass es Amazon dem Kunden auch konkret unterstellt.. Die Mitarbeiter sollten zudem geschult genug sein, nicht vor Klatschreporten übers hingehaltene Stöckchen zu springen. Es war eine allgemeine Aussage, weil sich Amazon zum konkreten Fall mit Sicherheit so gar nicht im Detail geäußert hat.

Vielleicht sollten wir an dieser Stelle erst einmal über die Verantwortung der Presse zu einer sachlichen und fundierten Berichterstattung diskutieren, die hier so nicht stattgefunden hat. Als Autor eines solchen Artikels hätte ich nämlich auch den vorgeblich geschädigten Kunden viel genauer zum bemängelten Verhalten befragt, um beide Seiten zu hören und ggf. Schlüsse daraus zu ziehen. So aber ist der betreffende Artikel, wie übrigens auch dieser Thread, nichts anderes als Quotenhascherei der billigsten Sorte. In dubio pro reo gilt in gleichem Maße für beide, Amazon und die gekündigten Kunden. Die Präsumtion der Unschuld hat gefälligst auch die Trivialpresse erst einmal zu akzeptieren. Wie so ein dilettantisches Laienspiel dann enden kann, sieht man beim Fall Kachelmann (Alice S. mit der BILD) nur all zu gut. Die hier vorliegende, ellenlange Schilderung aus Sicht des Kunden liest sich ja ganz nett, weil sie Emotionen weckt und den Kunden gleichzeitig als Opfer stilisiert, nur ist sie nicht sachlich. BZ eben.

„Ich habe fünf Kinder. Wenn ich für sie Kleidung kaufte, habe ich natürlich in verschiedenen Größen bestellt, das zurückgeschickt, was nicht passte“
Bei 5 Kindern hat er also beispielsweise 15 Hosen gleichzeitig bestellt (für jedes Kind zusätzlich eine Größe drunter und noch eine darüber), um sich dann die passenden fünf Hosen herauszusuchen. Das Widerrufsrecht deckt zwar den Kauf eines Produktes einschließlich der Möglichkeit ab, es beim Nichtgefallen zurückzuschicken, jedoch nicht den Kauf ganzer Kollektionen auf Vorrat, um dann das passende Teil herauszupicken. Wer bereits mit Vorsatz regelmäßig mehr bestellt, als er später nachweislich kaufen will bzw. dies dann auch getan hat und sich dieses Verhalten zudem als eindeutiges Muster über Jahre abzeichnet und nachweisen, dann hat Amazon nicht nur gute Karten, sondern laut Vertragsgesetz alles Recht der Welt, dieses Geschäftsverhältnis von sich aus zu beenden. Hier hoffe ich wirklich mal auf ein ordentliches und klares Grundsatzurteil.

Gegenbeispiel:
Ich habe letzte Woche am Donnerstag meiner Frau bei Amazon ein Paar Salewa Outdoor-Schuhe bestellt, wobei UK Größe 6 eben NICHT zu 100% identisch mit einer deutschen 39, jedoch ähnlich ist. Die Schuhe kamen am Freitag und waren einen winzigen Hauch zu klein. Also habe ich den Kauf mit genauer Angabe des Grundes widerrufen und die Ware retourniert, sowie im Gegenzug die nächstgrößere Größe bestellt, die dann am Montag kam und natürlich behalten wird. Gegen so ein Verhalten wird Amazon sicher nichts einzuwenden haben.

Wäre ich aber der Logik des Berliner Presseopfers gefolgt, hätte ich gleich eine 5,5, eine 6 und eine 6.5 bestellt und dann einfach die zwei unpassenden Paare zurück geschickt. Dass Amazon das so nicht gepasst hätte, liegt ja wohl auf der Hand. Mal abgesehen von den von vornherein zu Lasten Amazons anfallenden Transportkosten, erhöht sich auch der Logistik- und Verwaltungsaufwand erheblich und die mit Absicht zu viel bestellten Artikel stehen während der gesamten Zeit außerdem auch nicht für den Verkauf zur Verfügung. Es werden also nicht nur unnötige Kosten verursacht, sondern möglicherweise sogar auch Umsätze verhindert. So etwas würde ich mir als Händler auf Dauer auch nicht gefallen lassen. Vertragsgesetz und Tschüss.

In diesem Zusammenhang verweise ich gern auf einen Thread aus dem Jahre 2013 im Blog des von mir geschätzten RA Udo Vetter zu exakt dem gleichen Thema. Wenn man dort mal querliest, wie sich Juristen und Nichtjuristen zerfetzen, dann steigt der Unterhaltungswert im Vergleich zu diesem Thread um ein Vielfaches. Einziger Nachteil: die Argumente und Standpunkte sind seit drei Jahren stets die Gleichen geblieben, gändert hat sich nichts. Und täglich grüßt... naja, ihr wisst schon *gähn*
 
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Weil er angeblich "unberechtigt" reklamiert hat. Was angesichts der erst im März gefallenen Urteils des BGHs angreifbar ist.

Reklamation ist ungleich Widerruf. Eine Reklamation ist ein Verlangen auf Ausbesserung der vertraglich zugesicherten Leistung und ein Widerruf ist die Auflösung des Vertrages. Wie Amazon sagt wurde das Konto nicht gesperrt wegen zu hoher Rücksendungen sondern weil Artikel unrechtmäßig reklamiert wurden, was der Fall ist wenn z.B. die Ware beschädigt wird. Die zuvor an den Kunden verschickte E-Mail dass das Konto gesperrt werden würde durch zu hohe Rücklaufquoten hat erstmal nichts mit der Sperrung des Kontos zu tun, da Amazon dafür einen anderen Grund angibt obwohl Amazon keinen Grund angeben muss, wenn sie dem Kunden sein Geld zurückgeben und den Vertrag auflösen. Die ganzen Urteile usw. die du gepostet hast kann man auf den aktuellen Fall nicht anwenden, da es nach aktueller Informationslage um etwas anderes geht.
 
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Das Widerrufsrecht deckt zwar den Kauf eines Produktes einschließlich der Möglichkeit ab, es beim Nichtgefallen zurückzuschicken, jedoch nicht den Kauf ganzer Kollektionen auf Vorrat, um dann das passende Teil herauszupicken. Wer bereits mit Vorsatz regelmäßig mehr bestellt, als er später nachweislich kaufen will bzw. dies dann auch getan hat und sich dieses Verhalten zudem als eindeutiges Muster über Jahre abzeichnet und nachweisen, dann hat Amazon nicht nur gute Karten, sondern laut Vertragsgesetz alles Recht der Welt, dieses Geschäftsverhältnis von sich aus zu beenden. Hier hoffe ich wirklich mal auf ein ordentliches und klares Grundsatzurteil.
Interessant. Im Laden kann ich also ein- und dieselbe Ware in versch. Größen probieren, online muss ich aber darauf vertrauen das die Größenangabe passt, ansonsten ist Vorgang wiederholen angesagt?

Dann sollte amazon aber noch weit mehr wert darauf legen das Größenangaben zu 100% passen. Bei manchen/vielen (?) Sachen fehlt schlicht weiterführende Info was nun unter L zu verstehen ist.
Jedenfalls musste ich auf die Webseite des Herstellers um zu erfahren das mir Trainingsanzüge wohl in L passen (was sie dann wirklich taten) während ich ansonsten bei Shirts XXL nehmen muss.
 
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Interessant. Im Laden kann ich also ein- und dieselbe Ware in versch. Größen probieren, online muss ich aber darauf vertrauen das die Größenangabe passt, ansonsten ist Vorgang wiederholen angesagt?

Dann sollte amazon aber noch weit mehr wert darauf legen das Größenangaben zu 100% passen. Bei manchen/vielen (?) Sachen fehlt schlicht weiterführende Info was nun unter L zu verstehen ist.
Jedenfalls musste ich auf die Webseite des Herstellers um zu erfahren das mir Trainingsanzüge wohl in L passen (was sie dann wirklich taten) während ich ansonsten bei Shirts XXL nehmen muss.

Genau aus diesem Grund wurde das Widerrufsrecht für Fernabsatzverträge eingeführt.

Schön, dass hier manche das ganze noch kritisch hinterfragen und nicht kritiklos einem globalen Wirtschaftsunternehmen hinterherlaufen, dass permanet negativ auffällt.
 
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Ich emfinde es als Ungeheuerlichkeit von den Internetversendern, willkürlich Menschen auszusperren und zu zweiteklasse Kunden zu degradieren. Ich z.B. bestellte gerade zehn i7-5960X, probierte das OC-Verhalten aller aus, behielt den einzigen mit Werten über 4,7GHz. Die restlichen neun sendete ich ordentlich gesäubert und ohne sichtbare Montagespuren wieder zurück. Und jetzt wurde ich völlig ohne Grund gesperrt. Das ist doch ein Skandal! Ich habe das Recht, Waren auszuprobieren! Genauso die letzten Klamotten bei Zalando. Ich habe sie nur über eine Feier am Wochenende angezogen und dann zurückgesendet. Wieso bin ich da jetzt besperrt?

(Sarkasmus Ende)
Jeder Händler kann sich seinen Kundenkreis aussuchen, wo ist das Problem? Braucht man jeden Onlinehändler? Es gibt genug alternativen. Spannend würde es, wenn die Onlinehändler schwarze Listen hätten und diese untereinander austauschen, wie es Vermieter mit Mietnomaden machen. Haus und Grund z.B. pflegt solche Listen.

Interessant. Im Laden kann ich also ein- und dieselbe Ware in versch. Größen probieren, online muss ich aber darauf vertrauen das die Größenangabe passt, ansonsten ist Vorgang wiederholen angesagt?
Richtig, aber im Laden um die Ecke kaufst Du auch Klamotten, die schon zwanzig Menschen vor Dir angezogen haben. Wer schickt nicht original versendete Hardware nicht umgehend zurück? Die kann in der Regel nur noch im billigeren Zweitladen, z.B. Alternate Schnäppchen, feilgeboten werden. Zu den Klamotten gibt es eine üblche Quote der Rücksendungen. Wer die massiv überschreitet, ist kein gewinnbringender Kunde mehr. Warum sollte man mit dem eine Geschäftsbeziehung pflegen? Ich z.B. kaufe seit 10 zehn Jahren bei Otto, denn die machen bei Bekleidung alles richtig. Die Fotos sind relativ farbecht, die Größenangaben umfassen, es wird hinreichend Information zu Materialen gegeben. Bestellen und passt.
 
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Genau aus diesem Grund wurde das Widerrufsrecht für Fernabsatzverträge eingeführt.
Schön, dass hier manche das ganze noch kritisch hinterfragen und nicht kritiklos einem globalen Wirtschaftsunternehmen hinterherlaufen, dass permanet negativ auffällt.

Sogar im Laden ist die Stückzahl dessen, was man mit in die Kabine nehmen kann, begrenzt. Es geht darum, sich nicht einen gesamten Musterkatalog auf Verdacht schicken zu lassen, sondern bei Nichtgefallen den Artikel zurückschicken zu (und bedarfsweise auch tauschen) können. Es liegt stets im Interesse beider Partner, dass eine für beide Seiten gewinnbringende Geschäftsbeziehung entsteht. Genau so, wie der Kunde ja nichts ein einem bestimmten Shop kaufen muss, kann sich der Verkäufer im Gegenzug vorbehalten, nicht jeden als Kunden zu akzeptieren. Das ist weder ehrenrührig noch verstößt es gegen geltendes Recht.

Ich habe ja eben geschrieben, wie ich es handhabe. Komischerweise habe ich damit nämlich keine Probleme. Und für all jene, die es noch nicht mitbekommen haben: es geht NICHT darum, dass der Widerruf nicht akzeptiert bzw. kein Tausch bei falscher Größe gewährleistet wird. Der betreffende Kunde hat von vornherein immer gleich ganze Kollektionen bestellt, um dann zu Hause zu selektieren und den großen Rest später kostenlos abholen zu lassen. Amazon ist kein Bringedienst und auch nicht Kleider auf Rädern. Und was wir alle nicht wissen: vielleicht geht es auch um den Amazon-Marketplace und ein Drittanbieter hat sich bei Amazon über das Kundengebahren bschwert. Das steht nämlich auch nicht in dem luschig recherchierten BZ-Artikel. BZ ist schlimmer als BILD, das ist Tränendrüsen-Boulevard vom Feinsten.

Und je mehr Kunden ein Unternehmen hat, um so mehr Konflikte wird es geben. :)
 
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Sogar im Laden ist die Stückzahl dessen, was man mit in die Kabine nehmen kann, begrenzt. Es geht darum, sich nicht einen gesamten Musterkatalog auf Verdacht schicken zu lassen, sondern bei Nichtgefallen den Artikel zurückschicken zu (und bedarfsweise auch tauschen) können. Es liegt stets im Interesse beider Partner, dass eine für beide Seiten gewinnbringende Geschäftsbeziehung entsteht. Genau so, wie der Kunde ja nichts ein einem bestimmten Shop kaufen muss, kann sich der Verkäufer im Gegenzug vorbehalten, nicht jeden als Kunden zu akzeptieren. Das ist weder ehrenrührig noch verstößt es gegen geltendes Recht.

Das ist richtig. Die Anzahl wie oft ich allerdings in die Kabine gehen und dabei die maximale Anzahl an Kleidung mitnehmen, ist hingegen nicht begrenzt. Zumindest ist mir kein Laden bekannt, der das so handhabt.
 
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Das ist richtig. Die Anzahl wie oft ich allerdings in die Kabine gehen und dabei die maximale Anzahl an Kleidung mitnehmen, ist hingegen nicht begrenzt. Zumindest ist mir kein Laden bekannt, der das so handhabt.
Du kannst ja auch bei Amazon mehrmals bestellen. Hätte der Kaufmich das eher so gehandhabt wie ich, wäre er heute nicht in der Yellow-Press. ich finde es viel schlimmer, wie sich manche Leute zur Medien-Hure machen lassen.
 
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Im Laden muss das Geschäft aber auch kein Transportunternehmen bezahlen, der die Ware in die Kabine und zurück transportiert! Und wenn ich zB. 3 Paar Schuhe bestelle und schon vorher weiß, dass i h nur ein ein Paar behalte brauche ich mich nicht zu wundern wenn der Versender irgendwann die Nase voll hat!
 
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Ich emfinde es als Ungeheuerlichkeit von den Internetversendern, willkürlich Menschen auszusperren und zu zweiteklasse Kunden zu degradieren.

Ich nehme jetzt einfach mal deine sarkastische Aussage damit ich was zu zitieren habe.
Diesen ganzen sozialen Shitstorm zu dem Thema kann ich einfach nicht verstehen.

Amazon habe ich als Prime-Kunde bisher als unglaublich kulantes Unternehmen kennen gelernt. Mal zwei Beispiele mit denen die bei mir punkten konnten:

- Letztes Jahr habe ich eine CD bestellt die mit einem zerkratzen Cover bei mir ankam. Also da angerufen und alles geklärt. Ergebnis war das der Kollege am Telefon fand, dass zurückschicken bei einer "kaputten" 6€ CD nicht lohnt und mir deshalb eine neue für Umsonst zurückgeschickt. Ergo hatte ich 2.

- Anfang des Jahres habe ich Chucks bestellt. Leider kam das Paket geöffnet an. Amazon tat das super Leid und hat mir 50% Rabatt auf meine Jahresmitgliedschaft gegeben und mir auch noch 1/3 der Chucks zurückerstattet, da ich ja nicht sichergehen konnte ob die noch original sind. (Nach Vergleich mit ein paar alten Schuhen sind die das glaube ich auch. )

Deshalb muss der Typ, der gesperrt wurde sich in meinen Augen einfach falsch verhalten haben. Denn Grundlos passiert sowas nicht. Und vielleicht nennt Amazon auch einfach keinen Grund um den Typen jetzt nicht vor aller Welt mit irgendeiner Peinlichkeit bloßzustellen. Ist natürlich pure Spekulation.
 
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Genau so sehe ich das auch. Ich bin seit Jahren Amazon-Vielbesteller und hatte´, seit ich dabei bin, NIE Probleme.
Kulanz, Preisnachlässe, nette Hotline. Alles nur zur besten Zufriedenheit.

Zu jedem Streit gehören immer zwei und je länger ich mir das so überlege, um so weniger möchte ich den Bestellfreak als Nachbarn.
Das sind die typisch deutschen Nörgler und Schmarotzer, die auf Kosten der Gemeinschaft die Rechtslage unverschämt ausnutzen.
Und wenn es dann mal schief geht, gleich zum Käseblatt um die Ecke rennen und die Story versilbern. Typisches Erdbeerkäse-Niveau.
 
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Was ist eigentlich "die Rechtslage unverschämt ausnutzen" ?

Das wurde dem Kunden ja hier schon ein paar mal unterstellt, aber eine sinnvolle Antwort konnte bisher keiner nennen.

Jemand der seine gesetzlichen Rechte wahrnimmt, nutzt diese nicht "unverschämt" aus, er nutzt sie schlicht und ergreifend. Aber die User die sich darüber beschweren, sind vermutlich auch diesselben, die Gewerkschaften unterstellen, sie würden das Streikrecht "unverschämt ausnutzen".
 
AW: Amazon: Erneut Bericht über Kontosperrung wegen zu hoher Retouren-Quote

...Vielleicht sollten wir an dieser Stelle erst einmal über die Verantwortung der Presse zu einer sachlichen und fundierten Berichterstattung diskutieren, die hier so nicht stattgefunden hat. Als Autor eines solchen Artikels hätte ich nämlich auch den vorgeblich geschädigten Kunden viel genauer zum bemängelten Verhalten befragt, um beide Seiten zu hören und ggf. Schlüsse daraus zu ziehen. ...
So etwas kann man von öffentlich rechtlichen Journalisten erwarten. Die Privaten Medien verkaufen einzig um des Gewinns wegen, nicht der aus- und abgewogene Information wegen. Deinem Beitrag ist nichts hinzuzufügen. Danke!

...Jemand der seine gesetzlichen Rechte wahrnimmt, nutzt diese nicht "unverschämt" aus, er nutzt sie schlicht und ergreifend. ...
Richtig, hat denn der angegriffene Händler irgendetwas gegen bestehende Gesetze gemacht? Nein. Wo ist das Problem, das habe ich bis jetzt verstanden?
 
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AW: Amazon: Erneut Bericht über Kontosperrung wegen zu hoher Retouren-Quote

Jemand der seine gesetzlichen Rechte wahrnimmt, nutzt diese nicht "unverschämt" aus, er nutzt sie schlicht und ergreifend. Aber die User die sich darüber beschweren, sind vermutlich auch diesselben, die Gewerkschaften unterstellen, sie würden das Streikrecht "unverschämt ausnutzen".
Ich bin zahlendes Gewerkschaftsmitglied, wobei der VdJ da eher so eine Art Zwitter ist. Nur verstehe ich immer noch nicht: was hat das Streikrecht mit dem Fernabsatzgesetz zu tun? Dem kann ich einfach nicht folgen.
 
AW: Amazon: Erneut Bericht über Kontosperrung wegen zu hoher Retouren-Quote

Ich bin zahlendes Gewerkschaftsmitglied, wobei der VdJ da eher so eine Art Zwitter ist. Nur verstehe ich immer noch nicht: was hat das Streikrecht mit dem Fernabsatzgesetz zu tun? Dem kann ich einfach nicht folgen.

Es geht um die ungerechtfertige Behauptung, Leute würden "Rechte unverschämt ausnutzen".

Sofern man Rechte, die einem gesetzlich zustehen, im Rahmen eben jenes Gesetzes wahrnimmt, nutzt man da gar nichts unverschämt aus. Aber gerade bei den Streiks der GDL oder der VC, wird ja gerne unterstellt, die würden das Streikrecht "ausnutzen".

Sowas sind halt böswilligen Unterstellungen. Und du hast ja selbst geschrieben, dass solche Leute, wie der Kunde bei Amazon "die Rechtslage unverschämt ausnutzen" würden.

Lustig, wo du doch selbst schreibst, es gäbe nicht genug Informationen. Das Amazon auch genauso gut der böse in der Geschichte sein kann, kommt dir erst gar nicht in den Sinn. Weil ja globale Wirtschaftsunternehmen (vorallem Amazon :lol:) ja in der Vergangenheit immer mit positiv aufgefallen sind.
 
AW: Amazon: Erneut Bericht über Kontosperrung wegen zu hoher Retouren-Quote

Was ist eigentlich "die Rechtslage unverschämt ausnutzen" ?

Das wurde dem Kunden ja hier schon ein paar mal unterstellt, aber eine sinnvolle Antwort konnte bisher keiner nennen......

Das ist wie bei der Commerzbank. Bei den Cum-Cum-Geschäften bewegt man sich auch im Rahmen der Rechtslage. Da muss man schon Verständnis für aufbringen. :nene:

Jedem Händler steht es frei zu entscheiden mit wem er Handeln möchte. Wenn ein Kunde mehr Kosten als Gewinn verursacht, dann trennt man sich halt von ihm.

Amazon ist eigentlich sehr kulant. Ich hoffe das bleibt so und wird nicht durch ein schamloses Ausnutzen der "Rechtslage" zerstört.
 
AW: Amazon: Erneut Bericht über Kontosperrung wegen zu hoher Retouren-Quote

Es geht um die ungerechtfertige Behauptung, Leute würden "Rechte unverschämt ausnutzen".

Die Frage ist ja wann kann man vom ausnutzen sprechen? Ich definiere das mal für mich kurz mit einem kleinen Beispiel:
Provozierte Auffahrunfälle bei denen Betrüger die Rechtslage ausnutzen.

Und hinter Gewerkschaften stehe ich voll und ganz. Wenigstens gibt es noch ein paar wenige die für Ihre Sache kämpfen.

Gesendet von meinem HTC One mit Tapatalk
 
AW: Amazon: Erneut Bericht über Kontosperrung wegen zu hoher Retouren-Quote

...Sowas sind halt böswilligen Unterstellungen. Und du hast ja selbst geschrieben, dass solche Leute, wie der Kunde bei Amazon "die Rechtslage unverschämt ausnutzen" würden.....
Ich erkläre es Dir. Es gibt hier eine Diskussion zu einem Menschen, der bei Amazon gespeert wurde. Warum, wissen wir nicht, was alles vorgefallen ist, wissen wir nicht, ob es juristisch einwandfrei ist, wissen wir nicht.

Wie beschreiben darum angelehnt an den Artikel Beispiele, z.B. meines mit zehn bestellten CPUs, anhand derer wir mögliche und sinnvolle Verhaltensweisen von Händlern und Kunden darlegen. In diesen Beispielen geht es auch um Ausnutzen und es sind bewußt extreme Beispiele, die aber auf Basis zumindest meiner Erfahrung durchaus gehäuft vorkommen. Das bedeutet aber nicht, dass wir dem im Artikel beschriebenen Kunden dieses Verhalten unterstellen, wir VERMUTEN auf Basis unserer Erfahrung nur, dass es so oder so ähnlich sein könnte. Den Unterschied verstehst Du nicht? Man nennt so etwas Abstraktionsvermögen.


Gesendet von meinem High Tech Pentium III mit Plappertalk
 
AW: Amazon: Erneut Bericht über Kontosperrung wegen zu hoher Retouren-Quote

Das ist wie bei der Commerzbank. Bei den Cum-Cum-Geschäften bewegt man sich auch im Rahmen der Rechtslage. Da muss man schon Verständnis für aufbringen. :nene:

Entweder ist es legal oder es ist nicht legal. Wo soll da jetzt das Problem sein?

Jedem Händler steht es frei zu entscheiden mit wem er Handeln möchte. Wenn ein Kunde mehr Kosten als Gewinn verursacht, dann trennt man sich halt von ihm.

Lies dir den Thread durch. Das war nie die Begründung seitens Amazon.

Amazon ist eigentlich sehr kulant. Ich hoffe das bleibt so und wird nicht durch ein schamloses Ausnutzen der "Rechtslage" zerstört.

Und ich hoffe (obwohl ich eigentlich dagegen bin), dass TTIP doch eingeführt wird, damit die ganzen Amazon-Verfechter mal sehen können, wie es zugeht, wenn der Konzern das Sagen hat und Verbraucherechte bis zur Unkenntlichkeit geschleift werden.

Die Frage ist ja wann kann man vom ausnutzen sprechen? Ich definiere das mal für mich kurz mit einem kleinen Beispiel:
Provozierte Auffahrunfälle bei denen Betrüger die Rechtslage ausnutzen.

Ist eine Straftat:

StGB - Einzelnorm

Das Problem ist hier nicht, dass da eine Rechtslage ausgenutzt wird (es sein denn du kannst mir sagen welche), sondern, dass die Beweisführung schwierig ist.

Und hinter Gewerkschaften stehe ich voll und ganz. Wenigstens gibt es noch ein paar wenige die für Ihre Sache kämpfen.

Schön sowas noch zu lesen. Da gibt es mMn (leider) zu wenig Verständnis in der Bevölkerung.

Ich erkläre es Dir. Es gibt hier eine Diskussion zu einem Menschen, der bei Amazon gespeert wurde. Warum, wissen wir nicht, was alles vorgefallen ist, wissen wir nicht, ob es juristisch einwandfrei ist, wissen wir nicht.

Wie beschreiben darum angelehnt an den Artikel Beispiele, z.B. meines mit zehn bestellten CPUs, anhand derer wir mögliche und sinnvolle Verhaltensweisen von Händlern und Kunden darlegen. In diesen Beispielen geht es auch um Ausnutzen und es sind bewußt extreme Beispiele, die aber auch Basis zumindest meiner Erfahrung durchaus gehäuft vorkommen. Das bedeutet aber nicht, dass wir dem im Artikel beschriebenen Kunden dieses Verhalten unterstellen, wir VERMUTEN auf Basis unserer Erfahrung nur, dass es so oder so ähnlich sein könnte. Den Unterschied verstehst Du nicht? Man nennt so etwas Abstraktionsvermögen.


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Und ich vermute eben, dass Amazon hier versucht, Kunden die ihre gesetzlichen Rechte wahrnehmen, auszusperren, ein Vorgang der juristisch nicht haltbar ist.

Aufgrund der Ereignisse von Amazon in der Vergangenheit eine genauso gut vorstellbares Szenario.

Warum soll ich einseitig einem globalen Wirtschaftsunternehmen glauben, dass sowieso kein Interesse an Verbraucherrechten hat?
 
AW: Amazon: Erneut Bericht über Kontosperrung wegen zu hoher Retouren-Quote

Vielleicht noch eine kleine Hintergrundinfo, die ich in einem Gespräch mit einem befreundeten Anwalt erfahren habe:
Amazon gewährt, rein aus Kulanz, sogar 30 Tage für die Rücksendung bei Nichtgefallen. Da diese Leistung weit über das hinausgeht, was der Gesetzgeber selbst vorgibt, hat Amazon auch das Recht, dem betreffenden Kunden genau diese freiwillige Leistung nicht nur zu entziehen und in Zukunft zu verweigern, sondern auch Möglichkeiten, einer übergebührlichen Ausnutzung dieser Kulanz aktiv zu begegnen. Falls der Kunde dieses Kulanzangebot mehrmals und exzessiv in Anspruch genommen hat, kann man durchaus auch von einer missbräuchlichen Nutzung sprechen.

Es geht um die ungerechtfertige Behauptung, Leute würden "Rechte unverschämt ausnutzen".
Leider treffen Moral und Rechtslage in Deutschland immer seltener aufeinander und ich kann nur jedem raten, sich vorher schlau zu machen. Unverschämt ist ein moralischer Wertebegriff, der sehr wohl verwendet werden kann, weil er das Empfinden der Mehrheit derer ausdrückt, die unter den Folgen solcher Kunden indirekt zu leiden haben. Und es ist auch keine Behauptung, sondern eine Meinung, die ich garantiert mit der Mehrheit der ehrlichen Nutzer teile.

Und nein: ich verstehe das mit dem Streikrecht im konkreten Fall überhaupt nicht. Kollektivrecht und Individualrecht zu vermischen ist schon albern, aber was hat das Kollektivrecht jetzt bitteschön mit Amazon-Konten zu tun?
 
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