AW: "Alles Warmduscher? Ein Plädoyer für schwere Spiele" - Gastkommentar von Jan Theysen
das argument fällt ja öfters: ich hab für das game gezahlt, wieso soll ich es nich im easy-mode spielen dürfen? dazu die gegenfrage: wenn ein entwickler ein spiel so und so schwierig konzipiert und mir das so halt nicht zusagt - wieso kaufe ich es dann? analogie aus der film-branche: ich kann keine action-kracher leiden und mag lieber liebes-schnulzen, setz mich in rambo rein und schimpf?! ^^
wie ist da eure meinung? lässt sich diese analogie durchziehen? einerseits mag man eventuell ein gewisses setting (sci-fi, ww2, western, fantasy...) und spielt deshalb spiele. egal welches genre oder welche schwierigkeit. man möchte als sci-fi fan mit entspannungsambitionen auch ein schwierigeres game zocken können, indem man es einfach auf easy stellt. da eben wieder die frage: muss es grundsätzlich so sein, oder gäbe es theoretisch genügend alternativen? also quasi eine spiele-serie, die "sci-fi schwer" als zielgruppe hat, eine die "sci-fi leicht" anspricht, wieder eine mit "fantasy leicht usw usf.
spricht unsere heutige konsumgesellschaft dagegen? wie oft hab ich hier in dem forum schon das gefühl, dass viele einfach blind alles zocken. es gibt kein lieblings genre oder so, es wird einfach alles neue gekauft. obs einem dann gefällt, stellt sich hinterher heraus, hauptsache man hat es erstmal. wenn man nun also als fantasy-leicht fan einen western-schwer titel als neuerscheinung sieht, muss man den unbedingt auch zocken! und dann frustet es freilich ^^
wieso also nich einfach selber seine prioritäten festlegen? ich kauf im jahr vllt 1 2 große spiele, wenn überhaupt. als begeisterter bf-fan hab ich mir bf geholt, wurde aber von der premium-masche schön abgeschreckt. zack, ein kunde weniger. bf4 kann im regal stehen bleiben. macht der hersteller nich, was ich will, kauf ich nich, punkt. der geht daran sicher ned zu grunde, meinungen sind verschieden und vielen gefällt der neue weg eventuell. falls aber nicht, kann man als kunde so noch was bewegen - fehlt mir zum bsp komplett. wie oft wurde schon zum boykott aufgerufen und die selben leute jubelten 2 tage vor release, das ihre pre-order endlich angekommen sei
daher wieder die frage: MUSS man zwingend alles spielen können? wieso sollte es nicht einfach schwere oder einfache titel geben können? wenn ich als buchautor oder regisseur will, dass der kerl da nu hops geht, muss ich als konsument dieses mediums auch damit leben. gefällt mir das nich, lass ichs eben und konsumiere es nicht. gut, das bsp is blöd gewählt (weis man ja vorher schlecht), aber es sollte klar sein, was ich meine (wenn mans aufs genre bezieht zum bsp).
jedenfalls könnten dann endlich auch mal wieder spiele konzipiert werden, die nicht für die "dumme masse" taugen müssen ^^