Mit der Digitalsteuer die die G20 Staaten einführen wollen wird das aber dann auch "gefixt", weil die Umsätze dann in dem Land versteuert werden müssen, wo sie erzeugt wurden..
Jein.
Die Digitalsteuer trifft vorrangig Firmen die Dienste übers Internet anbieten, im jeweiligen Land aber kein Verkaufsgeschäft bzw. Firma unterhalten.
Also zB Facebook, Google, Amazon usw.
Diese wird aber mit roundabout 8% immer noch deutlich unter den nationalen Sätzen von 20%-plus liegen.
Apple zB kann weiterhin die Milliarden die sie mit dem Verkauf ihrer i-Dinger (also ein anfassbares Gut) in ihren eigenen jeweiligen Stores verdienen nach Irland verschieben.
Da müsste schon erst mal diese "Lizenzgeschäfte" verboten werden.
Was die nächsten Jahre sukzessiv verringert werden soll, sind diese Ministeuersätze für Großkonzerne.
Apple zB bezahlt pro Million Umsatz (Stand 2017) lächerliche 50€ Steuern in Irland; Bei anderen weltweit operierenden Konzernen ist es ähnlich, wobei diese Bude aus Cupertino allerdings weltweit die besten Konditionen hat. Das erklär mal einem in Irland ansässigen Gewerbetreibenden!
Wobei die Steuersätze dann für diese Großkonzerne immer noch deutlich niedriger sein werden als der kleine Handwerksbetrieb wie wir einer sind bezahlt.
Kaufe ich dann z.B. etwas bei Steam über eine deutsche IP Addresse wird das ganze in Deutschland (19% Steuer) versteuert anstatt in Luxemburg (3% Steuer).
Du verwechselst Mehrwertsteuer mit der Steuer die auf Gewinne anfällt!
Die MwSt wird am Ende immer vom Kunden im jeweiligen Laden bezahlt, da vom Verkäufer auf den Nettopreis draufgeschlagen, und nur vom Verkäufer an das jeweilige Finanzamt weitergereicht wird. Wenn ich was zB bei Amazon bestelle (was ich bei der "zensiert"-Bude so gut wie möglich vermeide auch wenns beim kleinen Händler ums Eck etwas teurer ist), dann enthält der Endpreis für mich auch immer die österreichische MwSt von 20%, egal ob das Paket aus Deutschland (im Geizhals steht bei mir zB immer: Achtung: Firmensitz Deutschland) oder sonst woher geliefert wird.
Das hat allerdings nichts mit der Steuer die auf Gewinne fällig wird zu tun.
Die von dir erwähnten 3% in Luxemburg sind übrigens ein verringerter Mehrwertsteuersatz der zB auf Medikamente oder im Gastronomiebereich fällig wird. Der Regelsatz liegt bei 17%
Mehrwertsteuer Luxemburg - aktuelle Steuersaetze
Ebenso wie es in Deutschland einen ermäßigten Mwst-Satz von 7% für zB Lebensmittel oder Übernachtungen in Hotels gibt.
Starbucks bezahlt zB abgesehen von der gesetzlichen MwSt durch diese "legalen" Lizenztricksereien in Österreich weniger Steuern auf Gewinne als ein durchschnittliches normales Gasthaus.
Im übrigen unterhalten die Briten ja auch ihre eigenen Steuerparadiese...
Kanalinsel Jersey ist das Steuerparadies Europas
Die Isle of Man und der Brexit: Das stoerende Image einer Steueroase - taz.de